Fußball-Stammtisch 2019/20 (1. Beitrag beachten)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
strempe schrieb:
Erste Maßnahme meinerseits: DAZN raus - Netflix rein 😄
Mein NAS glüht auch schon. 😅

K-BV schrieb:
Wenn der scheiß Virus tatsächlich dauerhaft die Ablöse nach unten drückt, hätt's ja etwas Positives.
Dauerhaft sicher nicht. Das is dann auch nur ne kurzzeitige Erscheinung von maximal paar Transferphasen.
Wenn die Impfung da is, gehts sicher weiter wie zuvor.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: edenjung
"Kleiner" Nachtrag zu gestern. Die Clubs der beiden Ligen beziffern den Einnahmeausfall bei Absage der laufenden Saison auf etwa 770 Millionen Euro alles zusammen. Der Anteil der TV Gelder läge bei etwa 370 Millionen.
Versichert dagegen sind sie wohl nicht (das dürfte sich dann demnächst wohl ändern).

Quelle ARD VT
 
Natürlich kann man denen das vorwerfen. Warum sollte der Fussball in irgendeiner Art und Weise gesondert behandelt werden, wenn die Probleme jede Branche betreffen? Insbesondere im Fussball sind die Einnahmen in den letzten Jahren stetig gestiegen, Merchandise, TV, Sponsoring und Transfers. Und was hat man gemacht? Die Ausgaben auf selben Niveau angehoben.
Sorry. Dann soll man mit seinen Mitarbeitern umgehen wie überall anders auch: Kurzarbeit für die Kicker ausrufen und deren Löhne auf die "normalen" Mitarbeiter umschichten. Training und Spielen geht nicht, und die können es ja am ehesten vertragen.
Was den Einnahme Ausfall angeht: tja, den hat jeder und jetzt muss man sich mit allen Verantwortlichen zusammensetzen und Lösungen finden.

Einfach nur jammern und die Hand aufmachen für Almosen bzw. die Gesundheit der Spieler gegen jeden Rat zu gefährden: sorry das ist erbärmlich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: kampion
Wie bitte was? Da werden Kredite ausgestellt und vermutlich werden in naher Zukunft einiges an Konsolidierungen anstehen. Das geht weder an der freien Wirtschaft noch staatlich ohne tiefrote Zahlen an uns vorbei.
Da die Sponsoren und Sportsender auch kein Interesse daran haben eine Liga mit 8 Mannschaften in der nächsten Saison zu sehen muss man sich mit denen zusammen setzen für Lösungen. Und die staatlichen Möglichkeiten stehen den Vereinen ebenfalls zu Verfügung.
 
Das ist was anderes als der Unterhalt für nen Kiosk um die Ecke. Schau dir mal die Gewinne an, die die Vereine abseits der großen Erwirtschaften. Viele Vereine sind so gut wie Pleite wenns nen Monat lang kein Geld gibt. Da wird und muss knapp kalkuliert werden. Und solche Einnahmen fließen in die gesamte Saisonplanung mit ein. Im Vorraus!
Genau so, wie es auch andere Wirtschaftsbetriebe müssen, die nicht im Geld schwimmen.
Man stelle sich nur vor, sowas gibts in der normalen Wirtschaft ebenfalls zu hauf. :o
Und genauso wie dort, stehen bei den Vereinen dann jede Menge Leute auf der Straße wenn die dadurch Pleite gehen.

Ja, die Bayern oder Dortmund werdens überleben wenn mal 1-2 Monate kein Geld fließt.

Und komm mir jetzt nicht mit "Ja dann sollen sie den Spielern weniger bezahlen." So funktioniert das nicht. Weniger Geld bedeutet Spieler spielen woanders, bedeutet weniger Interesse und Zuschauer, woraus wiederum geringere Sponsoren-, TV- uns sonstige Einnahmen resultieren, was wiederrum bedeutet das auch weniger Geld für den kleinen Angestellten da ist und somit entlassen wird.
Das ganze ist ein komplexer Kreislauf und halt nicht mit bissl Couchdenken über Wirtschaftsunternehmen getan. Nicht mal ansatzweise.

Kleiner Wink: Hätten sie Haaland mal einfach ne Mio weniger gezahlt, wäre der nicht hier. Wie viel schlechter würde evtl. Dortmund dann dastehen? Und das hätte was zur Folge? Na? Kommste alleine drauf?

------
Und so viel Kredite kann da auf dauer gar nicht ausgestellt werden um die gesamte Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Vor allem wenns dann um sowieso schon verschuldete Vereine geht, die gerade so noch überleben. Die sind dann halt statt 2 Monate früher dann nen Jahr später pleite, da sie nichts mehr zurück zahlen können.

Die TV Sender... ja. Stell dir mal vor es gäbe keine Bayern und Dortmund. Was glaubste wie viel Kohle durch Sponsoring und TV Gelder in D überhaupt noch zusammen käme. Nicht ansatzweise das was wir aktuell haben. Und warum? Weil sie ihre Spieler teuer bezahlen um für die entsprechende Attraktivität zu sorgen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: edenjung
Silverangel schrieb:
Und komm mir jetzt nicht mit "Ja dann sollen sie den Spielern weniger bezahlen." So funktioniert das nicht. Weniger Geld bedeutet Spieler spielen woanders,

Ne eben nicht. Wir sind hier mit einem globalen Problem konfrontiert. Keine Liga (von Relevanz) spielt. Der größte Kostenfaktor sind die Kaderkosten. Einem Kader der nicht spielt und trainiert wie einen "Kurzarbeiter" mit reduziertem Gehalt zu entlohnen ist absolut legitim, muss aber auf Verbands/ europ. Verbandsebene durchgesetzt werden.
 
Shizzle schrieb:
Und was hat man gemacht? Die Ausgaben auf selben Niveau angehoben.
Und warum hat man das gemacht:
a) Man wollte seinen Beitrag zur Binnenwirtschschaft leisten
b) Die Zinsen sind gerade schlecht, also weg mit der Kohle
c) Weil man konkurrenzfähig bleiben muss/wollte

Shizzle schrieb:
Dann soll man mit seinen Mitarbeitern umgehen wie überall anders auch: Kurzarbeit für die Kicker ausrufen und deren Löhne auf die "normalen" Mitarbeiter umschichten. Training und Spielen geht nicht, und die können es ja am ehesten vertragen.
Schon mal was von rechtsverbindlichen Verträgen gehört? Wenn die Herren Thiago, Haaland, Hinteregger & Co. auf Teile ihres Salärs verzichten, wie die NBA Profis, gut. Wenn nicht, siehe vorne!
Shizzle schrieb:
Warum sollte der Fussball in irgendeiner Art und Weise gesondert behandelt werden, wenn die Probleme jede Branche betreffen?
Natürlich nicht! Aber ist deswegen berechtigtes Jammern oder auch nur die Nennung von Tatsachen verboten? Es sind nun mal mittelständische Unternehmen und fertig. Der Betrieb XY bekommt auch kein Geld, von seiner Standesvertretung, der IHK, wenn er darbt wegen Corona. Und die BuLi wird keine halbe/dreiviertel Milliarde von der DFL bekommen.

Darüber hinaus ist es viel zu früh um eine Rechnung aufzumachen?
 
In den USA wird im Kontext der NBA irgendwie ganz anders diskutiert...

Da wird gerade thematisiert, dass sehr schnell einige der Spieler einiges an Geld dem Verein spenden, damit der ganze Stuff weiter Geld erhält. Also alles an Personal mit weniger Einkommen, wo die Einnahmverluste wirklich die eigene Existenz bedrohen.

Hier in Deutschland wird Stand heute jeder (!) vom sozialen Netz des Wohlfartstaates aufgefangen.

Das Ausmaß der Krise ist aber so krass, Rummenigge und Watzke haben das noch gar nicht begriffen imo.
Es wird viele Menschen geben, die ihre Jobs verlieren werden. Es wird viele geben, die bedeutsame Einbußen in ihrem Lebensstil haben werden.

Aber in Deutschland ist zumindest das Existenzminimum gesichert.

Es gibt gerade für die Politik wichtigere Bereiche als die Unterhaltungsindustrie. Da wird man leider nicht drum rum kommen.

Vorausgesetzt es Bewahrheiten sich die Annahmen der momentan führenden Virologen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: kampion
Silverangel schrieb:
Schonmal was von Verträgen und Gesetzen gehört? Da kann der Verband soviel festsetzen wie er lustig ist.

Ja daran wird man aber jetzt nicht daran vorbeikommen nach Lösungen außerhalb der Norm zu suchen. Da muss sich die Branche zusammensetzen. Und die Spieler müssen da genauso mittragen wie die Unternehmen für die sie spielen, weil es sonst einen systemischen Kollaps der Ligen gibt. Du möchtest halt nur in Problemen und nicht in Form von Problemlösungen denken. Dann jammer weiter rum, dass die Situation absolut unmöglich zu lösen ist.

Den Spielbetrieb einfach fortzuführen mit Geisterspielen? Das heißt die Gesundheit aller auf's Spiel setzen und wäre, für die kleinen Vereine, um die man sich ja solche große Sorgen macht auch nen langsamer Tod auf Raten. Schließlich sind die ja viel stärker auf die Stadioneinnahmen angewiesen als die großen Vereine.

Also nochmal: Kalle & Aki denken da ausschließlich an sich selbst, bzw. zu kurz, wenn sie vorgeben sich Sorgen um die kleinen Vereine zu machen.
 
Achim_Anders schrieb:
Rummenigge und Watzke haben das noch gar nicht begriffen imo.
Vielleicht sind es die einzigen, die es begriffen haben oder zumindest zeigen, dass sie es begriffen haben.
Achim_Anders schrieb:
Es gibt gerade für die Politik wichtigere Bereiche als die Unterhaltungsindustrie.
Die Branche spielt überhaupt keine Rolle! Wirtschaftsbetrieb bleibt Wirtschaftsbetrieb. Oder willst den Arbeitnehmern der Unterhaltungsindustrie erklären, dass sie einer minderwichtigen Tätigkeit nachgehen. Dann schon mal viel Spaß.
 
@Achim_Anders: Wobei man da aber auch schauen muss wie das ganze System bei z.b. NBA usw. aufgebaut ist. Das kannst du mit den Europäischen Fussballvereinen halt mal überhaupt nicht vergleichen.
Shizzle schrieb:
Und die Spieler müssen da genauso mittragen wie die Unternehmen für die sie spielen,
Müssen sie? Seit wann?
Shizzle schrieb:
weil es sonst einen systemischen Kollaps der Ligen gibt
Das einzige was es gibt ist, dass die Spieler dann jeweils dort hin wandern, wo sie weiterhin ihre Kohle kassieren.
Ich mein, würd ich auch. Dämlich wers nicht tut.
Shizzle schrieb:
Den Spielbetrieb einfach fortzuführen mit Geisterspielen? Das heißt die Gesundheit aller auf's Spiel setzen
Das Hauptproblem waren nicht die Spieler, sondern die saudämlichen Fans die sich dann trotz Geisterspielen zusammenrotten und somit weiterhin Gefahrenherde gibt.

Shizzle schrieb:
und wäre, für die kleinen Vereine, um die man sich ja solche große Sorgen macht auch nen langsamer Tod auf Raten. Schließlich sind die ja viel stärker auf die Stadioneinnahmen angewiesen als die großen Vereine.
Verlieren durch TV-Gelder und Sponsoring in der Regel jetzt mehr!

Shizzle schrieb:
Kalle & Aki denken da ausschließlich an sich selbst, bzw. zu kurz, wenn sie vorgeben sich Sorgen um die kleinen Vereine zu machen.
Gerade die kleinen Vereine können froh sein, dass diese die Stimme erheben. Wenn irgendwelche kleinen Vereine sich beschweren hört nämlich kaum jemand zu. Denen hört man aber zu und ihre Stimme hat gewicht. Deswegen ist deren Einsatz auch für die kleinen Vereine enorm wichtig.
Klar denken die auch an sich bzw. ihre Vereine. Wären Vollidioten wenn sie es nicht täten und gehörten ausm Job gekickt. Aber eben nicht ausschließlich an ihre Vereine.
Ich erinnere auch nur mal daran, wie oft die Bayern kleinen Vereinen schon geholfen haben. Und mit den Aussagen, die die aktuell tätigen haben sie recht. Und wie gesagt haben deren Stimmen auch wenigstens entsprechend gewicht, dass sie gehört werden. Das ist enorm wichtig.

Shizzle schrieb:
Dann jammer weiter rum, dass die Situation absolut unmöglich zu lösen ist.
Ich sage nirgends, dass die Situation absolut unmöglich zu lösen wäre. Wie kommst du auf den Trichter?
Wenn ich jammer, dann ausschließlich über die Aussagen die du getroffen hast. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
K-BV schrieb:
Die Branche spielt überhaupt keine Rolle!
Eben doch. Dafür kommt es aber den schwere Grad der Krise an. Falls die Wirtschaft extrem zusammen krachen sollte (was ich nicht glaube), würde der Staat logischerweise Grundnahrungsmittel und alles, was man zum Überleben benötigt, zuerst und am meisten fördern und stützen.

Aber von diesem Gedankenkonstrukt abgesehen:

Wir leben in einem sozialen Wohlfahrtstaat. Das sich die Gruppe um Rummenigge und Watzke, sowie Seifert aber öffentlich kein bisschen sozial äußerten in einer schweren Krise, sondern ihre Öffentlichkeit dazu nutzen, Lobbyarbeit für den Fußball zu machen ist in der jetzigen Situation ekelhaft.
Zumal es gar nichts bringt.
1. Weiß gerade keiner die lange der Lockdown anhalten wird.
2. Suggerieren sie, dass Geld und der jetzige Lebensstandard wichtiger als Gesundheit von vielen ist.
3. Ist allen relevanten Personen klar, wie riesig die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen gerade sind. In allen(!) Branchen.
3a. Die Statements waren reine Lobbyarbeit und bringen gerade gar nichts,außer das diese die unsolidarische Seite der Qatar Arschkriecher und Menschenwürde Fasler zeigen.

Diese Herren sind so heftig in ihrer Blase gefangen und zeigten es (mal wieder) öffentlich dadurch.

Auch hier sei ein Verweis in die NBA gezeigt, wo die NBA Team Eigentümer, wie Mark Cuban bspw. ganz anders mit ihrer öffentlichen Verantwortung umgehen...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: kampion
@Achim_Anders: Die Aussage an sich ist so freilich nicht ganz glücklich von KHR gewählt gewesen.
Aber es war halt auch im Vorfeld zum Berlin Spiel, wo man dachte, dass das noch stattfindet. Genauso wie es selbstverständlich um Vereinsinteressen geht und auch hauptsächlich zum Fussball befragt wurde.

Ich geh da auch mit, dass (zumindest zu dem Zeitpunkt) in den Köpfen noch gar nicht so recht bewusst ist/war wie gefährlich das ganze ist und die Folgen tatsächlich aussehen werden.
Die Lage ändert sich ja ständig.
Aber untern Tisch hat er das auch nicht fallen gelassen. Ist halt sehr nüchtern. Denke man sollte sich da aber auch nicht so sehr dran festbeißen, dass er das so gesagt hat. Weil Inhaltlich isses ja dennoch korrekt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: kampion
Silverangel schrieb:
Aber es war halt auch im Vorfeld zum Berlin Spiel, wo man dachte, dass das noch stattfindet.
Ehrlicherweise ist für mich genau dies das Problem. Sie haben Lobbyarbeit geleistet, um sich über die zu dem Zeitpunkt klaren Vorgaben von Experten und Politikern hinwegzusetzen.
Letztendlich ist es aber, da stimme ich dir zu, egal.

Zu den nachfolgenden Problemen und Herausforderungen eine insgesamt interessante Diskussion:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: joojoe
@Achim_Anders:
Nicht schon wieder ein Video. Ich hab gerade erst 2 durch. 😅
Das is mir jetzt zu lang.

Die Sache ist halt auch, dass man viel mehr nicht machen kann, als die Vorgaben umsetzen und das beste hoffen. Und sich um Lösungen kümmern, für wenns wieder weitergehen soll, so dass es halt für die meisten auch wieder hoffentlich "normal" weitergehen kann. Da denkt KHR halt auch nur an die Zeit danach. Was gewiss auch nicht verkehrt ist.
Aber ich verstehe, dass einigen da das Fingerspitzengefühl für das "jetzt" fehlt. Hat er halt nicht.
Is halt längst ein Bayer. Da is das Motto "Jo mei". Und so handelt er halt auch :D
 
Ganz ehrlich scheiß auf die Vereine in der Bundesliga, die werden sich schon alle fangen, was mir richtig sorgen bereitet sind die 3 und 4 Ligisten die alle mega über Ihren Möglichkeiten leben, alle mit der Hoffnung auf einen Aufstieg, entweder viele Schulden haben oder grade so auf Kante ohne Ersparnisse arbeiten, wenn da nix von außen kommt wird es so einige Insolvenzen geben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hells_Bells, Banger, bl!nk und 2 andere
Schaut mal Seifert, Aki, Kalle & Co., so geht das:

Halle fordert Saisonabbruch und "nichtrückzahlbare Hilfe
"Wir sehen zum Abbruch der Saison in der 3. Liga keine Alternative. Dieses 'Hin und Her', diese Salamitaktik, all die Theorien und Eventualitäten sind in den vergangenen Tagen zu Recht kritisiert worden"
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben