Fußball-Stammtisch 2026/2027 (1. Beitrag beachten)

Laie1 schrieb:
Der Torwart wird den Arm nicht noch Milisekunden vor dem Schuss Richtung "angelegt" bewegen wollen.
Nö, aber Richtung Ball und genau das macht Cucurella.

Laie1 schrieb:
Von mir aus darfst du gerne darauf bestehen, Recht zu haben. Mach was draus ;-)
Hachja, der Geisterfahrer der hunderte davon sieht und dann so einen Spruch zückt.
Was wurde persönlich? Ich hab Dich auf Deine offensichtlichen Widersprüche hingewiesen und gefragt ob das Getrolle ist. Ich kann das persönlich werden nicht erkennen. Opferrolle um nicht auf Argumente eingehen zu müssen?
 
Geisterfahrer S. Effenberg seinerzeit:
 
Die Hand ist hinten und geht ja noch weg.
Cucurella wollte den Ball nicht blocken.

Allein die 2 Aussagen reichen doch. Das ist doch einfach nicht wahr. Beides nicht. Die Hand geht klar zum Ball und er geht klar in die Schusslinie, er springt da ja sogar rein um mal Deine Formulierung zu wählen, um genau den Schuss zu blocken.
Er will den Ball eine millionprozentig blocken, natürlich nicht mit der Hand, aber er geht da nur so hin um den Ball zu blocken. Die Hand geht auch klar zum Ball, ob Absicht oder nicht sei mal dahin gestellt, aber ein er geht ja noch weg ist da halt nicht zu sehen.

Dann kommt er noch mit der Meisterschaft der Herzen um die Ecke. Er ist sicherlich der Meinung, dass das damals ein Rückpass war und alles richtig entschieden. Auch hier ist er wieder sehr exklusiv unterwegs mit der Meinung, wobei ich die in dem Fall sogar teile.

Aber gut, Du hast noch einen 2. Geisterfahrer gefunden, aber spannend wäre zu wissen wie er es heute sieht, nach dem Statement der UEFA.
 
Da die Diskussion um Infantinos neueste Idee, O.K., so neu ist sie nicht, derzeit viral geht , hier ein paar Fakten und Vermutungen.

Grundsätzlich ist die FIFA ja eine Non-Profit Organisation, Infantino hat sie aber zur Gelddruckmaschine gemacht und will nun den nächsten Schritt gehen, jetzt will er Anteile am Spiel direkt verkaufen, Anteile an der WM. Wobei es sicher auch um seine eigene Zukunft und Rolle geht.
Die FIFA will ein Tochterunternehmen gründen, die „FIFA Forward Enterprise“. In diesem Unternehmen will sie im Grunde alles zusammenführen, was der FIFA Geld einbringt: ihre Übertragungsrechte, Sponsorenrechte, Ticketing, alles. Auch „die operative Durchführung der FIFA-Turniere“.
Man wolle „das volle Potential“ der eigenen Rechte ausschöpfen. Es soll neben der FIFA selbst auch Großinvestoren geben. Die sollen Anteile erwerben, „Minderheitsanteile“, wie die FIFA schreibt. Es ist die Rede von 20 bis 30 Prozent Anteilen.
Das Unternehmen würde zunächst mit ca. 20 Milliarden $ bewertet werden.

Den Verbänden macht er eine einfach Rechnung auf. Eine Steigerung von acht auf 20 Millionen US-Dollar pro Verband für den nächsten Vierjahreszyklus wird in Aussicht gestellt. Dann kommt eine Steigerung von 20 auf 22 auf 24 Millionen pro Verband in den Jahren darauf auf die Mitglieder zu, so die Prognose. Und sie stellt einmalig 20 Millionen US-Dollar pro Verband beim erste Aussicht: für Mitglieder, die interessiert daran sind, am neuen „FIFA Fast Forward Programme“ teilzunehmen.
Man sieht förmlich die Augen kleinerer Verbände glänzen bei solch glänzenden Aussichten. Kohle für Gefolgschaft!
Die FIFA meint besänftigend, die neuen Miteigentümer hätten keinerlei Kontrolle über die "Führung des Fußballs". Wer weiß wie gerne Investoren Kontrolle nicht ausüben mag sich ausmalen wie lächerlich das alleine schon ist. Zumal noch 2 andere Faktoren hinzu kommen. Zum einen kommen diese Investoren nicht ganz zufällig aus dem Umfeld von Trump. Konkret dem Schwiegersohn Kushner. Zum anderen, will Infantino selbst das Unternehmen leiten. Er kann zwar nächstes Jahr noch mal wiedergewählt werden, was eigentlich auch schon gegen die Statuten verstößt, aber 2031 wäre definitiv Schluss. Als CEO des Unternehmens könnte er aber quasi weiter fröhlich sein Unwesen weiter treiben.
Die Mehrheitsverhältnisse bei der FIFA, der kleinste Verband (die Karibikinsel Montserrat mit 5000 Ew.) hat genau das gleiche Stimmrecht wie der größte (der DFB mit über 8 Mio. Mitgliedern) lassen es daher nicht unrealistisch erscheinen dass Infantino mit seinem Geldregen genug Stimmen bekommt um das durchzuwinken. Also braucht es andere Formen des Widerstands.
Da sind dann vor allem die klassischen Verbände aus Europa und Südamerika gefragt, denn ohne die kann die FIFA ihre schönen WM Pläne sich an den Hut stecken. Aus Europa kommt dann auch zunächst die heftigste Kritik. Ceferin versucht sich zum wiederholten Mal als Gegenspieler zu Infantino zu positionieren. Selbst unser opportunistischer Präsi Neuendorf hat sich einige kritische Bemerkungen abgerungen. Weitere sehr kritische Kommentare von diversen Club Promis (Watzke, Eberl) kann man nachlesen.
Immerhin, 2018 ist man mit einem ähnlichen Plan schon mal gescheitert, was nicht zuletzt an der UEFA lag.
Am Ende geht es aber vor allem um eins. Geld!
Wie weit die Bedenken dann mit Geld zugeschissen werden wird man sehen.
M.E. ist aber so langsam der Zeitpunkt erreicht wo nicht jede Entwicklung mit Geld zugeschissen werden kann und dem Herrn Infantino in seiner Herrlichkeit ein Dämpfer verpasst werden sollte.
Man wird ja noch träumen dürfen! :rolleyes:
 
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Bin mal gespannt, ob die UEFA eine gemeinsame Linie findet, diesen Unsinn abzulehnen. Dann ist das Thema vom Tisch. Infantino müssten dringend die Grenzen aufgezeigt werden. Evtl. auch zusammen mit den Südamerikanern.
 
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Hach ja, wegen Cucurella, das ist doch ganz einfach, Elfmeter ist, wenn der Schiedrichter pfeift - war schon immer so und wird immer so bleiben, ausser, Donald Trump ruft an, dann wird der Elfmeter auf Bewährung zurück gehalten und zählt nur im Wiedrholungsfall.

Klingt doch logisch, oder was gibt es daran nicht zu verstehen? :D:D
 
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garfield121 schrieb:
Bin mal gespannt, ob die UEFA eine gemeinsame Linie findet, diesen Unsinn abzulehnen.
Ich hoffe sehr, dass das einfach scheitert wie einst die Superleague, ich muss aber sagen, dass ich da arge Zweifel habe.

Schaut man sich allein die letzte WM an. "hydration breaks" egal bei welchem Wetter, mehr und noch mehr Teams, sportliche Qualität egal usw. usw.
Ich glaube nicht, dass man da viel tun kann, außer Boykott und ob dazu die Verbände oder auch nur einzelne Länder bin ich gespannt zu sehen. Am Ende ist es doch meistens in diesem Business so, dass man einfach die Hand aufhält wenn noch mehr Geld kommt.

Ich hoffe das Gegenteil und auch, dass die Superleague nicht die rühmliche Ausnahme war.
 
FrankenDoM schrieb:
Ich hoffe sehr, dass das einfach scheitert wie einst die Superleague,
Der Referenzvorgang sind eher die gescheiterten Pläne Infantinos von 2018.
Damals hatte er dem FIFA Exekutiv Komitee (heute FIFA Rat) ein schwer durchschaubares Angebot eines Konsortiums aus "Asien und dem nahen Osten" vorgelegt über einen Zeitraum von 12 Jahren 25 Milliarden $ zu investieren. Die Gegenleistung waren die Exklusivrechte für eine erweiterte Klub-WM und eine neu geschaffene, globale „Nations League“ für Nationalmannschaften, in deren Finalturnieren die kontinentalen Champions gegeneinander antreten sollten.
Er drängte damals auf einen schnellen Beschluss, ohne die genaue Identität der Investoren offenzulegen oder die Verbände im Detail zu informieren.
Dagegen Sturm gelaufen sind vor allem UEFA und die Spitzenclubs, sodass die nötige 2/3 Mehrheit im FIFA-Rat verfehlt wurde.

Aus den Fehlern von damals hat er aber gelernt. Bei allem was er jetzt will, sitzt die FIFA vermeintlich federführend mit im Boot, die Klub WM gibt es längst. Und die Macht-/ Stimmverhältnisse im FIFA Rat haben sich längst zu seinen Gunsten verändert.
Will die UEFA und andere Erdteil Verbände das verhindern müssen sie sich also was anderes einfallen lassen.

Die Superleague der Klubs ist ja vor allem daran gescheitert, dass es unterschiedliche wirtschaftliche Interessen gab. Die stärksten Verfechter bis zum Schluss waren natürlich Barca, Real und Juve weil sie keinen natürlichen Geldschisser im Hintergrund haben und sich so andere Quellen erschließen wollten.
Aber man kann bezweifeln, ob es die Aufstockung der CL ohne die drohende Super League gegeben hätte. Dass Real bis zuletzt daran festgehalten hat, zumal auf rechtlich abgesicherter Basis, dürfte ihnen finanziell beim Verzicht sicher nicht von Nachteil gewesen sein. Da war Perez vermutlich mal wieder cleverer als Laporta.

Wenn man jetzt aber mal annimmt es gäbe die Superleague mittlerweile im Spielbetrieb stellt sich die Frage inwiefern sie ein probateres Mittel wäre Infantinos Pläne zu durchkreuzen als es die abhängige UEFA CL ist. Also sozusagen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
 
@mo schrieb:
Horst Hrubesch (Ribbeck)
Er hatte dafür die Damen! :)

Zum Thema FIFA: Warum hofft man auf die Hilfe aus Südamerika? In vielen Ländern dort ist Korruption verbreitet, ich glaube darauf braucht man nicht setzen.

Und wie realistisch ist denn irgendein Boykott? Sagt die UEFA dann, "Ohne uns!" und alle europäischen Teams verlieren ihre Titel? Würde Deutschland auf 4 WM Titel verzichten? Oder Italien?

Machen wir uns doch nichts vor. Das wird genauso kommen wie die 64 Teams bei der WM.
 
@mo schrieb:
Will die UEFA und andere Erdteil Verbände das verhindern müssen sie sich also was anderes einfallen lassen.

Und da muss man sagen, OFC, AFC, CAF und CONCACAF kann man direkt vergessen als Partner in der Sache, die haben alle Unmengen Kleinstverbände für die die Gelder aus der FIFA Kasse einfach viel zu wichtig sind als dass sie aus der Reihe tanzen würden.

Bleibt wenn überhaupt nur Südamerika, aber die waren ja bisher auch recht handzahm gegenüber Infantino.
Ob die UEFA wenn es hart auf hart kommt genug Eier und Einigkeit hat das Ganze im Alleingang zu boykottieren ist auch eher fraglich...
 
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Für die UEFA spricht, dass dort klar der beste Fußball gespielt wird und die besten Teams, Nationalmannschaft wie Vereine, zu Hause sind.
Ich denke schon, dass man Widerstand der UEFA nicht einfach beiseite wischt.

Voraussetzung ist natürlich, dass die UEFA dann auch konsequent bleibt.
 
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Magellan schrieb:
Und da muss man sagen, OFC, AFC, CAF und CONCACAF kann man direkt vergessen
CAF hat seine 54 Verbände direkt aufgefordert dem zuzustimmen. Aus Asien und CONCACAF kam aber erst mal Kritik.
Ergänzung ()

Thane schrieb:
Ich denke schon, dass man Widerstand der UEFA nicht einfach beiseite wischt.
Denke ich auch nicht!
Heute ist ja erst mal Krisensitzung. Nur werden die eben nicht mit einer Stimme sprechen. San Marino, Gibraltar oder Moldau haben da eben andere Interessen als die 'Big Five'.

Letztlich sind die Pläne ohne Beteiligung der Westeuropäer Makulatur. Bezweifle aber, dass die so weit gehen zu boykottieren.
Ergänzung ()

habla2k schrieb:
und alle europäischen Teams verlieren ihre Titel? Würde Deutschland auf 4 WM Titel verzichten? Oder Italien?
Warum sollten die die Titel verlieren?
 
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@mo schrieb:
Aus Asien und CONCACAF kam aber erst mal Kritik.

Rein aus Abstimmungssicht ist das halt irrelevant wenn ein paar Verantwortliche oder große Verbände die verbale Keule auspacken, am Ende jucken z.B. bei CONCACAF die 3 Nordamerikaner nicht wirklich solange die 30+ Karibikverbände ihre nächste Zahlung brauchen. In Asien sieht es genauso aus.

Der realistischste Widerstandsblock ist vermutlich eine Vereinigung aus UEFA und einzelnen größeren Ländern wie z.B. Japan, Südkorea, Australien, Kanada, Mexiko, Brasilien. Die hätten innerhalb der FIFA zwar eine deutliche Stimmenminderheit aber bzgl der Turniere halt eine ebenso deutliche Machtposition.

Und wenn man das dann schon durchdrückt kann man auch gleich noch Infantino absägen - naja ein bisschen Träumerei muss sein :)
 
Magellan schrieb:
Die hätten innerhalb der FIFA zwar eine deutliche Stimmenminderheit
Erstmal käme es wohl im FIFA Rat als Kontrollorgan zur Abstimmung. Der hat 37 Mitglieder, alle Präsis der Kontinental Verbände und 28 weitere, zeitlich begrenzt (wird mit 250.000 $ Netto pro Jahr entlohnt). Neuendorf ist derzeit Mitglied.
Einfache Mehrheit reicht hier aber. Sollte der das abschmttern, was nicht sehr realistisch ist, käme es vor den Kongress mit allen Mitgliedern und jeder kann sich ausrechnen wie das da ausgeht.

Von daher müsste die UEFA und die führenden Verbände zu anderen Mitteln greifen als den "demokratischen Prozess" der Instanzen. Man hätte keine Chance!
 
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Das ist jetzt halt der Punkt, an dem die großen Fußballnationen gemeinsam sagen müssen, dass sie die Pläne nicht mittragen und bei Zustandekommen aus der FIFA aussteigen. An denen hängt nunmal der Wert des Turniers und wenn die nicht dabei sind, wird aus dem Deal nichts. Das zeigt auch mal wieder wie korruptionsanfällig Systeme sind, in denen man Stimmrechte einfach gleichverteilt und nicht sinnvoll gewichtet. Natürlich werden die Afrikaner (nahezu) alle dafür stimmen, weil die einfach mit Geld zugeschissen werden, das sie sonst nicht mal erträumen könnten.
 
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@@mo So wie Italien das seit Jahren macht?
Ich glaube um dieses Krebs schwürrende Gebahren aufzuhalten, da müsste schon ein starker interner Anti-Korruptionskampf folgen und, Gelder müssten wirklich mal ohne Abhängigkeitsverhältnis in die Entwicklung auch kleiner Nationen fließen können.
Weil es ist nun mal auch häufig so, die "erfolgreichen" Nationen haben gar kein Interesse daran, das die Konkurrenz wirklich dichter ran kommt.
Also tut man ein bisschen Gönnerhaft, gießt aber eher mit der Gießkanne als mit nem Schlauch.
Daher kann Infantino ja bei den kleineren oder strukturschwächeren Verbänden punkten.
Natürlich wird das Geld auch nie bei denen landen aber die Illusion reicht.
 
Warhorstl schrieb:
Das zeigt auch mal wieder wie korruptionsanfällig Systeme sind, in denen man Stimmrechte einfach gleichverteilt und nicht sinnvoll gewichtet
Hmm und wie sollte man deiner Meinung nach dann gewichten? Nach Einwohnerzahl? Dann bestimmen China, Indien und zwei, drei weitere asiatische (National-)Verbände alles :D
Oder nach Finanzkraft? Undemokratischer geht's kaum. Mir fällt da kaum eine demokratische Lösung ein.

Natürlich zeigen sich gerade Schwächen. Ich könnte mir höchstens ein Veto-Recht für die Kontinentalverbände bei so außergewöhnlichen Angelegenheiten vorstellen, um solche Auswüchse zu unterbinden.
 
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