Heimnetzserver

sebasti_

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Hallo zusammen,
ich möchte gerne mein Heimnetzwerk etwas aufbessern. Ich habe mir dafür Access Points mit WPA2 Enterprise geholt und möchte mir jetzt einen kleinen Server holen.
Was ich gerne damit machen möchte:
  • DHCP-Server
  • DNS-Server
  • Active Directory für Windows PCs in Domäne und Benutzer sollen sich am AP authentifizieren
  • Fileserver (daher Sata-Festplatten evt. mit Raid)

Nun zu meiner Frage: Welchen günstigen und vorallem stromsparenden Miniserver könnte ich dafür nehmen? Raspberry Pi ist da wohl etwas zu klein :D

Und welche Software würdet ihr nehmen? Als OS Debian und fürs AD Samba?
Viele Grüße
Sebastian
 
Wieso ist der RPi zu klein? Wieviel Speicher brauchst du denn?
 
eine synology nas, zb 918+ das kann alles was du brauchst, ev kleinere aber man muss prüfen ob die domäne etc kann.
 
Viel Spass beim Selbstbau. ;)

Schau Dir mal NAS von Synologie an. Die haben eigentlich alles was noetig ist.

BFF
 
Interessant wäre mal zu wissen, ob du ein Kostenlimit hast? Alternativ wenn du bauen / basteln willst, hat @Cool Master in diesem Topic erwähnt, dass er sich selbst was schickes zusammen gebaut hat. Vielleicht wäre das auch eine Option. Aber dafür müsste man dann erst einmal einen preislichen Rahmen kennen.

Aber an sich sollte das alles machbar sein, was du dir wünscht... ob nun mit Debian, Ubuntu oder einem anderen Linux System. Zumindest hab ich noch nichts in deiner Liste gesehen, was das nicht können sollte :D
 
Spillunke schrieb:
Wieso ist der RPi zu klein? Wieviel Speicher brauchst du denn?
Der RaspberryPi ist mir vom CPU zu langsam. Außerdem brauche ich Sata-Controller. Ein Standard NAS ist für mich keine Option. Gibt es vielleicht einen fertigen Server mit möglichst wenig Stromverbrauch?
 
sebasti_ schrieb:
Der RaspberryPi ist mir vom CPU zu langsam. Außerdem brauche ich Sata-Controller.

Also deine Anforderungen klingen als sehr einfach für den Pi4. RAID ist als Privatperson idR unsinnig, ein Backup mit Borg jede Nacht auf eine zweite Platte ist da sinnvoller.
 
Wenig Stromverbrauch, Active Directory, Radius-Server, DHCP, DNS, Dateiserver, RAID etc. passen nicht wirklich zusammen.

Wo ist denn Dein Kostenlimit?

BFF
 
Der RP hat wie schon erwähnt, keinen Sata-Controller sondern nur USB. Das halte ich für ein NAS, dass durchläuft für unpraktisch.
Wenn schon ein ARM-System als NAS, dann eher sowas: https://www.antratek.de/nanopi-m4-4gb
Bietet optional EMMc und sogar eine Sata-Erweiterung.
Hier eine Beispielkonfig: https://www.heise.de/tests/NAS-im-Eigenbau-mit-dem-NanoPI-M4-4428177.html

Ist aber teuerer als der Pi, hat aber 1Gbit, USB3 und eben verschiedenste Erweitungsmodule.
Allerdings ist aber was das OS angeht wohl noch Bastelarbeit nötig.

Cunhell
 
cunhell schrieb:
Ist aber teuerer als der Pi, hat aber 1Gbit, USB3

Hat der Pi auch.

cunhell schrieb:
Der RP hat wie schon erwähnt, keinen Sata-Controller sondern nur USB. Das halte ich für ein NAS, dass durchläuft für unpraktisch.

Und warum?
 
Wenn das AD nur dafür da ist, Benutzer gegen 802.1x zu authentifizieren, dann kann man das auch weglassen und zB freeradius nehmen. Ist natürlich erstmal ne Mauschelei, das ordentlich eingerichtet zu kriegen, aber das Problem hat man mit AD auch... besonders wenn dieses nicht unter Windows läuft.

Wenn AD der Domain wegen implementiert werden soll: vorher unbedingt kundig machen, was die Limitierungen von Samba sind. Wie das mit der 10 grad aussieht bin ich ein bissel überfragt, aber bis zur 8 konnte man die Samba-Domain noch nicht auf Windows replizieren und damit auch nicht dorthin umziehen.. ein ziemliches Totschlagargument. Aber, vieleicht ist das ja besser geworden.

Besonders ressourcenhungrig ist das alles nicht... mit Ausnahme Fileserver, da wird I/O interessant und wird Netzwerkdurchsatz interessant. Beides sind Schwachstellen des Pi. Wenn man davon absieht - und ein DC sollte sich eigentlich eh keinen Platz mit einem Fileserver teilen -- dann reicht prinzipiell der Pi. Aber mit dem Fileserver wird es eng.

Den daher auslagern - vielleicht gibt's ja noch eine gut angebundene Kiste, die den übernehmen kann.

Wenn das alles nicht geht, weil unbedingt exakt eine Kiste hingestellt werden soll:
  • Mittlere Anforderungen an die CPU, ergo i3, i5 oder irgendein Ryzen
  • Etwas höhere Anforderungen an den RAM, ergo 16 bis 32GB, besonders wenn es mehr Benutzer werden; wenn es nur einer oder zwei sind, kann man das durchaus auch an 8 bis 16 festmachen
  • Durchsatz an den Datenplatten und, grad wenn es mehrere Benutzer gibt, schauen, ob der lokale Switch / Router irgendwas anbietet, damit man mehr als 1GBit per Link über die Leitung bekommt. Gibt's nur ein, zwei User, dann reicht ein Standard-Gbit-Link natürlich vollends.

ASRockRack hatte da mal ein vollintegriertes Board (einschließlich verlöteter CPU), das den Anforderungen gerecht werden dürfte (wenn ich mich recht entsinne). Aber man bezahlt auch ein ganz paar Hölzer mehr als für den Pi.

Weswegen... ich der Meinung bin, erstmal den Pi zulegen, der sich dann um alles außer Fileserver kümmern kann. Für die FS-Rolle kann man ja dann wirklich irgendwas von QNAP oder Synology oder Kompatrioten hernehmen - das Teil muß ja nichts können außer Dateien mit SMB ausliefern. Plus, einmal konfiguriert schaut man sich DHCP und DNS entweder gar nicht oder nur sehr selten an, sprich der Pi fliegt in die Ecke und kriegt sein turnusgemäßes Autoupdate und dann ist da Ruhe im Karton (bis das nächste Update die Konfig zerschießt).

Haben wir <=50 Euro weg für >50% der Anforderungen, ich glaub das paßt erstmal, bevor wir da das Zehnfache für einen "Normalformat-PC" verplanen.
 
Ich zitiere mal heise.de ( "https://www.heise.de/ct/artikel/Bastelcomputer-Raspberry-Pi-4-im-Test-4460668.html")

"Als NAS-Ersatz taugt der Raspi freilich nur für bestimmte Einsatzzwecke, weil man dabei leicht Eigentore schießt: USB-Platten und zusätzliche Hubs schlucken leicht mehr Strom als der Raspi selbst. Das gilt vor allem für externe Festplatten im 3,5-Zoll-Format, von denen manche mehr als 10 Watt verbraten. Wer mehrere Terabyte flotten Netzwerkspeicher braucht, ist mit einem „richtigen“ NAS besser bedient."


Aus meiner sicht spricht auch gegen die USB-Lösung, dass die wenigsten USB-Platten für den Dauerbetrieb taugen.
Hab grad selbst eine USB-Platte entsorgt, die an meinem FHEM-Server als OS-Platte lief. Die SD-Karte wurde mir schon nach ein paar Monaten kaputtgeschrieben, daher bin ich darauf ausgewichen.



Versteh mich nicht falsch, in finde die Pi's echt klasse, habe selber 2. Aber als NAS mit USB-Platten etc im Dauerbetrieb würde ich den nicht verwenden.
Anm.: Ich persöhnlich vermisse einfach, dass man entweder eine eMMC oder eine Sata-Platte anhängen kann.
Darum finde ich den nanopi M4 für solche Sachen mit mehr I/O aufgrund von Sata und/oder eMMC besser geeignet. Bin selber am überlegen ob ich bei ARM bleibe und auf den nanopi gehe oder doch auf x86 für den FHEM wechsle.

Cunhell
 
sebasti_ schrieb:
  • DHCP-Server
  • DNS-Server
  • Fileserver (daher Sata-Festplatten evt. mit Raid)

Kann jedes Synology out of the Box.

sebasti_ schrieb:
  • Active Directory für Windows PCs in Domäne und Benutzer sollen sich am AP authentifizieren

Kann jedes Synology mit dem Paket "Synology Directory Server".

Kauf dir etwas fertiges. Da bist du sicherlich besser bedient als mit etwas selber bauen.
 
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