Wenn das AD nur dafür da ist, Benutzer gegen 802.1x zu authentifizieren, dann kann man das auch weglassen und zB freeradius nehmen. Ist natürlich erstmal ne Mauschelei, das ordentlich eingerichtet zu kriegen, aber das Problem hat man mit AD auch...
besonders wenn dieses nicht unter Windows läuft.
Wenn AD der Domain wegen implementiert werden soll: vorher unbedingt kundig machen, was die Limitierungen von Samba sind. Wie das mit der 10 grad aussieht bin ich ein bissel überfragt, aber bis zur 8 konnte man die Samba-Domain noch nicht auf Windows replizieren und damit auch nicht dorthin umziehen.. ein ziemliches Totschlagargument. Aber, vieleicht ist das ja besser geworden.
Besonders ressourcenhungrig ist das alles nicht... mit Ausnahme Fileserver, da wird I/O interessant und wird Netzwerkdurchsatz interessant. Beides sind Schwachstellen des Pi. Wenn man davon absieht - und ein DC sollte sich eigentlich eh keinen Platz mit einem Fileserver teilen -- dann reicht
prinzipiell der Pi. Aber mit dem Fileserver wird es eng.
Den daher auslagern - vielleicht gibt's ja noch eine gut angebundene Kiste, die den übernehmen kann.
Wenn das alles nicht geht, weil unbedingt exakt eine Kiste hingestellt werden soll:
- Mittlere Anforderungen an die CPU, ergo i3, i5 oder irgendein Ryzen
- Etwas höhere Anforderungen an den RAM, ergo 16 bis 32GB, besonders wenn es mehr Benutzer werden; wenn es nur einer oder zwei sind, kann man das durchaus auch an 8 bis 16 festmachen
- Durchsatz an den Datenplatten und, grad wenn es mehrere Benutzer gibt, schauen, ob der lokale Switch / Router irgendwas anbietet, damit man mehr als 1GBit per Link über die Leitung bekommt. Gibt's nur ein, zwei User, dann reicht ein Standard-Gbit-Link natürlich vollends.
ASRockRack hatte da mal ein vollintegriertes Board (einschließlich verlöteter CPU), das den Anforderungen gerecht werden dürfte (wenn ich mich recht entsinne). Aber man bezahlt auch ein ganz paar Hölzer mehr als für den Pi.
Weswegen... ich der Meinung bin, erstmal den Pi zulegen, der sich dann um alles außer Fileserver kümmern kann. Für die FS-Rolle kann man ja dann wirklich irgendwas von QNAP oder Synology oder Kompatrioten hernehmen - das Teil muß ja nichts können außer Dateien mit SMB ausliefern. Plus, einmal konfiguriert schaut man sich DHCP und DNS entweder gar nicht oder nur sehr selten an, sprich der Pi fliegt in die Ecke und kriegt sein turnusgemäßes Autoupdate und dann ist da Ruhe im Karton (bis das nächste Update die Konfig zerschießt).
Haben wir <=50 Euro weg für >50% der Anforderungen, ich glaub das paßt erstmal, bevor wir da das Zehnfache für einen "Normalformat-PC" verplanen.