News Intel-Foundry-Kunde: Teslas Terafab-Projekt will Intel 14A nutzen

Alphanerd schrieb:
Sie haben kann Anrecht darauf, dass ich mit ihnen Geschäfte mache. Sie machen ein Angebot und ich nehme es an oder lehne es ab.

Es gibt in westlichen Ländern basierend auf den Menschenrechten Anti-Diskriminierungs Gesetze die es Verbieten Geschäfte aus Gewissen Gründen nicht zu tun.

Z.B. die Wohnung nicht zu vermieten, das Angestelltenverhältnis nicht einzugehen u.s.w.

Du findest die sollten abgeschafft werden?
 
matschei schrieb:
Es gibt in westlichen Ländern basierend auf den Menschenrechten Anti-Diskriminierungs Gesetze die es Verbieten Geschäfte aus Gewissen Gründen nicht zu tun.
Ich diskriminiere nicht aufgrund Elons Hautfarbe, Nationalität oder seiner sexuellen Orientierung, wofür er nichts könnte. Sondern weil er ein schlechter Mensch ist, was er freiwillig ist. Außerdem will er keinen Job oder keine Wohnung von mir.
Deine "Argumentation wird immer wilder ;)
 
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Alphanerd schrieb:
Ich diskriminiere ... weil er ein schlechter Mensch ist,
Du kennst ihn nicht einmal.

Menschen sind schlecht wenn sie für eine Straftat verurteilt wurden.

Du hast Informationen aus zweiter, dritter, vierter Hand die nicht der Neutralität verpflichtet sind.

Am Ende sind es Werte die man lebt oder eben nicht. Und du lebst sie offensichtlich nicht.
 
matschei schrieb:
Du hast Informationen aus zweiter, dritter, vierter Hand die nicht der Neutralität verpflichtet sind.
Seine Twitter Posts sind schon aus erster hand, oder? Oder seine öffentlichen Auftritte? Die Aussage dass das "woke mind virus" seinen Sohn getötet hat? (Er sprach von Vivian btw). Ein Vater verlässt niemals sein Kind und erst Recht misgendert er es nicht.
matschei schrieb:
Am Ende sind es Werte die man lebt oder eben nicht. Und du lebst sie offensichtlich nicht
Doch, die lebe ich. Aber du verstehst es offensichtlich nicht.
 
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matschei schrieb:
@rvnbld Auch Putin behauptet in der Ukraine Nazis zu bekämpfen.

Bitte den Bezug erwähnen. Ich weiß nicht, worauf du dich genau beziehst.

matschei schrieb:
Das ist einfach keine Kategorie. Es gibt Grenzen der Meinungsfreiheit, diese zu Beurteilen und zu Erwzingen obliegt Gerichten.

Freiheit und Verantwortung sind eben zwei Seiten derselben Medaille, und man kann Individuen nicht vertrauen, sich dessen bewusst zu sein, oder Verantwortung zu akzeptieren. Denn das würde voraussetzen, dass jeder Mensch zum selben Grad an Disziplin fähig ist. Deshalb wird oft präventiv, und aus Erfahrungen heraus, eine Schranke installiert. Man sollte auf der anderen Seite nicht Redefreiheit und Meinungsfreiheit in einen Topf werfen. Redefreiheit schützt auch Lügen, Diffamierungen und Beleidigungen, dann müssen Individuen sich selbst drum kümmern (zivilrechtlich klagen etc.). Leute wie Elon Musk predigen leider Freiheit ohne Verantwortung, das ist eben der leichteste Weg zu leben für Individuen, aber auch der schnellste, um eine Gesellschaft in den Abgrund zu reißen. Oder eben eine Gesellschaft, in der nur Menschen wie Musk den Vorteil von ihnen zugestandenen Rechten maximieren können.

matschei schrieb:
Behauptungen wie deine haben einfach keine Substanz. Die können Stimmen die können falsch sein, das kannst du selbst ja gar nicht beurteilen.

Bitte genauer erklären.
 
rvnbld schrieb:
Bitte genauer erklären.
Wir sind Menschen und wissen nicht, was richtig und falsch ist. Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen Menschen aus heutiger Sicht falsch gelegen sind. Meist muss man erst beobachten was dann wirklich passiert. Wir können nicht in die Zukunft schauen.

Gerade Deutschland hat mit den Nazis und der DDR ja eine sehr bekannte Geschichte falscher Überzeugungen, an die man aber ganz fest geglaubt hat. Die Menschen damals dachten, sie tun das Richtige und es ist gut.

Wenn wir anfangen, andere Menschen zu diskriminieren, weil wir sie für schlecht halten, sind wir eindeutig auf der falschen Seite. Wir sind nicht in der Lage, hier eine objektive Beurteilung vorzunehmen.

Die größten Verbrechen sind entstanden, weil sich Menschen ganz sicher darüber waren, dass sie im Recht sind und die anderen schlechte Menschen sind.

@Alphanerd spricht z. B. Transgender/Gender Dysphoria an. Da war man lange Zeit der Meinung, es braucht schnelle Behandlungen, weil sonst Suizid droht. Heute gibt es neuere Forschungsergebnisse, die das Gegenteil aussagen. Geschlechtsangleichende Behandlungen machen die Lage für die Betroffenen offenbar noch schlimmer.

Bei COVID haben wir auch viel mit ganzer Überzeugung durchgesetzt, was im Nachhinein sehr schlecht für die Betroffenen war (z. B. Kontaktbeschränkungen bei Jugendlichen).


Die Welt ist komplex und wir als Menschen wissen nichts. Deswegen werden Strafen nicht von der Polizei ausgesprochen, sondern es gibt aufwendige Gerichtsverfahren.
 
matschei schrieb:
Wir sind Menschen und wissen nicht, was richtig und falsch ist. Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen Menschen aus heutiger Sicht falsch gelegen sind. Meist muss man erst beobachten was dann wirklich passiert. Wir können nicht in die Zukunft schauen.

Gerade Deutschland hat mit den Nazis und der DDR ja eine sehr bekannte Geschichte falscher Überzeugungen, an die man aber ganz fest geglaubt hat. Die Menschen damals dachten, sie tun das Richtige und es ist gut.

Damit widersprichst du dir aber selbst. Wann bestimmst du denn, wann etwas falsch und richtig ist, bevor etwas passiert, oder danach, und wann genau danach? 1 Jahr, 10 Jahre, 100 Jahre, ein Millennium? Jeder Demokrat und Humanist wusste im Allgemeinen vor 1933 aus der Geschichte heraus, dass die Idee einer staatlichen Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, und Behinderten falsch ist. Dennoch haben die Menschen geschwiegen, als es passierte, und geduldet und damit die Dinge erst geschehen lassen. Laut der Logik deiner Aussage im ersten Satz, dürften wir nicht mal sagen, dass sie falsch ist. Denn als Menschen dürften wir uns die Aussage nicht leisten und wären auf Relativierung bzw. auf das Warten auf eine Aussage einer Macht, die dem Menschen übergeordnet ist, angewiesen.

Und ja, wir können nicht in die Zukunft schauen, aber die richtigen Lehren aus der Vergangenheit ziehen, und diese liefert uns mehr als genug Lehrmaterial. Dafür müssen wir nicht erst alle Permutationen anti-demokratischer und menschenfeindlicher Ansichten superreicher Tech-Bros durchiterieren, um das zu lernen. Wir können bereits an abgeleiteten Handlungsmustern erkennen, wo etwas enden wird und weshalb. Ansonsten stünden die Chancen gut, dass man zwar lernen, aber eben nie wieder etwas stoppen könnte. Menschen an sich sind nicht so komplex, als dass sie ein brandneues, innovatives und noch nie dagewesenes Verhalten entwickeln könnten, um daraus eine brandneue Lehre zu stricken, die definitiv von den Konzepten her erst mal ausprobiert werden müsste.

matschei schrieb:
Wenn wir anfangen, andere Menschen zu diskriminieren, weil wir sie für schlecht halten, sind wir eindeutig auf der falschen Seite. Wir sind nicht in der Lage, hier eine objektive Beurteilung vorzunehmen.

Du vermischst hier zwei Dinge. Menschen wegen Herkunft, Religion und Identität zu diskriminieren, ist nicht dasselbe wie jemanden für sein Verhalten zu kritisieren und ihm seine Ablehnung spüren zu lassen. Es gibt kein Recht auf Widerspruchsfreiheit oder Freiheit von Konsequenzen auf gesellschaftlicher Ebene für das eigene Handeln. Das Ausüben von Meinungs- und Redefreiheit ist am Ende auch eine Handlung. Wenn jemand im Kino aus Spaß „Es brennt! Feueralarm!“ schreit, im Verhör als Satire bezeichnet und sich dann auf Meinungs- oder Redefreiheit beruft, wird ihn das schwerlich am Ende vor Konsequenzen bewahren. Insofern: Ja, wir wissen schon recht gut, was im moralisch-humanistischen Sinne falsch und richtig ist.

matschei schrieb:
Die größten Verbrechen sind entstanden, weil sich Menschen ganz sicher darüber waren, dass sie im Recht sind und die anderen schlechte Menschen sind.

Die größten Verbrechen sind geschehen, weil Menschen absichtlich geduldet und geschwiegen haben, obwohl sie wussten, dass das, was geschah, moralisch falsch war. Das ist einfach die Banalität des Bösen. Die meisten falschen Dinge geschehen nicht, weil noch niemand weiß, dass sie falsch sind, sondern weil sie wissen, dass sie falsch sind, es bevorzugen, zu schweigen oder wegzusehen, oder eben wissentlich zu verharmlosen.
 
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rvnbld schrieb:
Jeder Demokrat und Humanist wusste im Allgemeinen vor 1933 aus der Geschichte heraus, dass die Idee einer staatlichen Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, und Behinderten falsch ist.

Vielleicht solltest du etwas Geschichte lernen. Rassismus war Mainstream auf den Universitäten.

Und freie Meinungsäußerung beinhaltet logischerweise auch Kritik.
Boykott Aufrufe und Diskriminierung aufgrund von Meinungsäußerungen sind dagegen etwas anderes.

Und nein die Verbrechen sind nicht geschehen weil wer geschwiegen hat sondern weil viele der Überzeugung waren das es richtig war.
 
matschei schrieb:
Vielleicht solltest du etwas Geschichte lernen. Rassismus war Mainstream auf den Universitäten.

Du vermischst hier zwei Dinge. Niemand bestreitet, was du gerade gesagt hast. Die Aussage war, dass Demokraten und Humanisten wussten, dass Verfolgung auf staatlicher Ebene falsch ist. Das taten sie. Die Existenz von Befürwortern widerlegt nicht die Existenz der Gegner. Historisch gesehen war jeder moralische Fortschritt das Ergebnis dessen, dass eine Minderheit recht hatte und am Ende auch bekam.

Aber auch auf Seite der Befürworter war nicht alles so, dass man offen agierte. Die Nazis haben nicht umsonst ihre Aktionen verschleiert und verschleiernde Sprache benutzt, das war ein moralisches Eingeständnis, und die Täter selbst versuchten alles zu verheimlichen. Es gibt verschiedene Berichte darüber, wie sich viele Deutsche während der Novemberpogrome 1938 schämten, aber oft eben nur still. Aber es gab eben genug Leute, die wegschauten, aus Gleichgültigkeit oder weil sie das Ganze schon für sich normalisiert hatten.

Der Ausgangspunkt war, ob Menschen vorab wissen, was moralisch falsch und richtig ist, oder ob man das erst zwingend geschehen lassen muss, auch wenn es Millionen von Menschenleben kostet oder zerstört.

Ich bin der Ansicht, dass wir langsam wieder an einen Punkt kommen, wo Menschen wie damals sich in Gleichgültigkeit und Normalisierung hüllen, um offensichtlich Dinge besser verarbeiten zu können. Und genau das lässt eben Dinge wie damals wieder leichter geschehen.

Es ist richtig, dass Antisemitismus und Rassismus damals extrem en vogue waren, aber erst nach den Gräueln der Nazi-Zeit wurde man sich aktiver bewusst, dass es als Ideologie auf Staatsebene eben schädlich ist. Vielleicht ist es das, was du meinst? Das ist aber etwas anderes, als zu wissen, ob etwas moralisch falsch oder richtig ist. Dinge, die moralisch falsch sind, können sehr schnell eine verbreitete Ansicht werden, bis sie sich als schädlich für die Allgemeinheit entpuppen.

matschei schrieb:
Und freie Meinungsäußerung beinhaltet logischerweise auch Kritik.
Boykott Aufrufe und Diskriminierung aufgrund von Meinungsäußerungen sind dagegen etwas anderes.

Nein, Boykott ist ausgeübte Meinungsfreiheit. Ich, als Verbraucher entscheide aufgrund meiner Meinung, ob ich keine Geschäfte mit jemandem mache, und ich kann auch andere dazu ermutigen, die ähnlicher Meinung sind. Niemand wird gezwungen, sich zu beteiligen, und es gibt genug Beispiele, in denen Boykotte deshalb wirkungslos blieben. Im Falle von Tesla war es nicht mal eine konzertierte Aktion, sondern die freie, eigenständige Entscheidung sehr vieler Käufer, Tesla als Firma zu boykottieren, so wie manche Nestlé oder Müllermilch boykottieren. Der Sinn dahinter ist nicht unbedingt eine Eliminierung, sondern die Betroffenen zur Einsicht und zum Umdenken zu bewegen, oder eben mit weniger Kundschaft zu leben. Es ging nie darum, schon gar nicht auf staatlicher Ebene, Musk als Person zu zerstören oder in seinen persönlichen Lebensraum einzugreifen.

matschei schrieb:
Und nein die Verbrechen sind nicht geschehen weil wer geschwiegen hat sondern weil viele der Überzeugung waren das es richtig war.

Es gab Überzeugungstäter, absolut, definitiv, und viele Deutsche haben sie auch als Vorfahren. Aber es gab eben auch viele, die es wussten. Die hatten aber aus Angst, Gleichgültigkeit und, heute sehr viel wichtiger, als Form eines Bewältigungsmechanismus, Normalisierung geschwiegen. Viele davon machten dann nur mit, weil sie nicht auffallen wollten, weil ihnen ihre Karriere oder ihr Einfluss wichtiger war als Prinzipien. Diese Muster sieht man ja heute wieder, vor allem in den USA.

Aber das ist auch nicht der Punkt gewesen. Dein Punkt war, dass man sich irren kann und ergo man auch nicht urteilen sollte. Daraus würde folgen, dass man zu allem, was heute in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft geschieht, schweigen sollte.

Aber wie bitte, soll man dann je eine Verbesserung, einen moralischen Fortschritt erreichen?
Schließlich war alles eine Errungenschaft und kein natürlicher Originalzustand. Ansonsten wären wir ja verdammt, ad infinitum dazu, jeden Fehler zu wiederholen, und nur bei exakter Wiederholung der Ausgangsparameter einer Entwicklung dazu befähigt, etwas als falsch oder richtig zu beurteilen. Parallelitäten, Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten würden ja automatisch als möglicher Irrtum klassifiziert werden.
 
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