News Leistungsschutzrecht: Der Widerstand formiert sich

Andy

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#1
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#2
Mit Oettinger haben die echt den Bock zum Gärtner gemacht. :freak:
 
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#3
Oettinger ist das Letzte - um es noch Beitragstauglich zu schreiben.
Der Typ ist ein Geschwür der Gesellschaft und arbeitet bewusst gegen das Internet.
Das "Recht" soll durch ihn auch auf der Strecke bleiben.
Ich hoffe, auf ihn fällt es bald zurück. Ich werde dann jedenfalls feiern.

Gerade Google und Co sind in Machtpositionen. In diesem Fall können sie es guten Gewissens auch ausspielen!
 

cruse

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#4

Axxid

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#5
Ich befürchte wegen den 3,3Mio werden die nicht pleite gehen. Auch wenn man noch den einen oder anderen Euro an 'Politikerunterstützung' mit dazurechnet.
 
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#6
Wenn das durch kommen sollte würde Google kein Cent zahlen, die würden einfach das so ändern das sie aus der Sachen sind.
Als in Spanien dieses Gesetz mit den News kahm hat Google doch auch reagiert und Google- News in Spanien gesperrt.
 

D708

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#7
So ist das eben, wenn Politiker in Position gehievt werden, in denen sie keinen Sachverstand haben. So haben Lobbygruppen leichtes Spiel. War klar, dass sowas ein Deutscher verzapfen muss.
 
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#8
Es ist doch Sinnfrei sich eine EU GEMA für Texte zu basteln. Bisher hat schätzungsweise kaum ein Verfasser/Verleger daran wirklich verdient.

Verdient ist für die Beteiligten leichter mit einer Paywall. Z.B. Spiegel Online macht dies. Für aufwendigere Artikel 39ct. Das finde ich ehrlich besser als es von der Stange zu brechen per Gesetz und Gericht.
Man kann den Artikel einen Absatz weit anlesen und dann entscheiden ob man für den Rest bezahlt. Das ist ein Fairer Weg zu Geld zu kommen.
 
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#9
Ich wundere mich immer, dass Firmen kein Geld dafür verlangen, dass ihre Werbung in den Zeitungen abgedruckt werden darf. Das Prinzip wäre recht ähnlich.

Bitte, bitte, bitte mach Werbung für uns. Ohne dem Kunden zu zeigen was wir machen, außer du zahlst eine Gebühr.
 

Herdware

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#10
Dass sich – abgesehen von den Verlegerverbänden – praktisch jeder gegen das Leistungsschutzrecht ausspricht, liegt laut Oettinger an den Geschäftsergebnissen, die nur die Verleger kennen.
Was genau haben die Geschäftsergebnisse denn damit zu tun, dass das Leistungsschutzgesetz nicht funktionieren kann und nur Schaden anrichtet?

Das ist als würde alle Welt sagen: "Zeppeline aus Blei zu bauen ist eine bescheuerte Idee. Die werden niemals fliegen."
Und das wird dann "entkräftet" mit: "Aber mit Gas-gefüllten Zeppelinen verdienen wir nicht genug Geld!"?

Das Leistungsschutzgesetz ist und bleibt eine Schnappsidee, die sich Leute ausgedacht haben, die keine Ahnung davon haben, wie das Internet funktioniert. Da hätten die Herren Verleger vielleicht vorher mal ihre eigenen Onlineredakteure fragen sollen, denn die haben auch Wissen, dass den Verlegern und Leuten wie Oettinger offensichtlich fehlt.
 
K

kai84

Gast
#11
Das sind dann die Auswüchste wenn man steinalte Politiker die auf dem entsprechenden Fachgebieten absolut keine Kompetenz haben auf entsprechende Posten entsorgt. Dann noch eine Milliardenlobby die mit den Geldscheinen wedelt und das Chaos ist perfekt.
 
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#12
So ist das eben, wenn Politiker in Position gehievt werden, in denen sie keinen Sachverstand haben...
Danke, der war gut, mir ist fast der Morgenkaffee aus dem Gesicht gefallen.

Politik hat nichts mit Sachverstand, Verstand, Vernunft oder Anstand zu tun - nur mit Opportunismus sowie Macht- und Positionserhalt.
Das Postenroulett dient doch nur als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, ansonsten müssten sich ja Politiker bei erwiesener Unfähigkeit (spätestens also nach einer Legislaturperiode) beim Arbeitsamt... sorry, Agentur für Arbeit melden.

Beispiel gefällig?!
Unsere Bundesmerkel ist promovierte Physikerin und somit mit der Materie der Atomkraftwerke vertraut. Der Ausstieg aus der Atomkraft war überhastet und konfus begründet worden, zudem wurden Verträge mit den Betreibern gebrochen.

Im Endeffekt nicht nur eine sehr kostspielige Schreckreaktion
- am anderen Ende der Welt löst ein Erdbeben einen Tsunami aus und zerstört unter Beihilfe der Betreiber ein Atomkraftwerk - deshalb sind die eben erst als sicher eingestuften deutschen Kraftwerke nun unsicher und müssen voreilig abgeschaltet werden
für uns Steuerzahler, sondern auch ein Hinweis (oder großer Anfangsverdacht) für Politk [FONT=&quot]≠[/FONT] Sachverstand.

Von der Leyen im Verteidigungsministerium, da ging bis jetzt auch alles schief - und damit meine ich nicht die übernommenen Projekte ihrer Vorgänger.

Man könnte kilometerweit so weiter auflisten, aber der Punkt dürfte verstanden sein (ok, Schäuble als Finanzminister, einverstanden, mit Geld konnte er ja schon immer... war ja auch nie sein eigenes).

In der Wirtschaft macht doch auch niemand einen Veganer zum Vorsitzenden der Metzgerinnung und erwartet dann fundierten Sachverstand.
 

hroessler

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#13
Die Lösung wäre doch einfach. Google soll diese Verlage aus dem Suchindex nehmen. Das wäre den Verlagen aber bestimmt auch nicht recht...

greetz
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#14
Hallo @ all,

nicht nur das Leistungsschutzrecht gehört eingestampft, sondern das lästige Übrigbleibsel aus dem letzten Jahrtausend, daß in einer digitalen Gesellschaft absolut sinnlos ist, namens Verlagsrecht.

Wenn digitale Kunst gut ist, dann braucht sie keine Subventionen, keinen Schutz, kein Urheberrecht, keine Content-Mafia. Sie verbreitet sich quasi von selbst und ist auch finanziell erfolgreich. Schützen muß man ein Produkt nur dann, wenn es im Grunde genommen sein Geld nicht wert ist.
 
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#15
Auf anderer Seite ein Pro Kommentar: Die Verlagindustrie hat nun endlich Ihre Rechte erhalten, wie sie Film und Musik schon seit Jahren haben. Heisst das im Umkehrschluss, dass die Verlage heute alle ungeschützt sind und keine Rechte an Ihren Texten hat? Ich könnte also locker Bild kopieren und sie verkaufen und mir könnte keiner was? Ich glaube nicht....
 
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#16
Auf anderer Seite ein Pro Kommentar: Die Verlagindustrie hat nun endlich Ihre Rechte erhalten, wie sie Film und Musik schon seit Jahren haben.
Darum gehts denen ja auch gar nicht. Sie wollen nur ne Grundlage, um dann im Anschluss Google zwingen zu können, dass sie die Inhalte listen und so auch Geld zahlen müssen. Denn wenn Google ablehnt kommt die Monopolkeule. Dass man trotzdem niemanden zwingen kann, Inhalte einkaufen zu müssen, raffen die halt nicht.
 
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#17
Vielleicht bin ich einfach zu dumm dazu, aber ich verstehe die Zielsetzung der Verlage nicht.
Wenn sie ihren Willen kriegen, verlieren sie trotzdem. Kein Monopolvorwurf der Welt kann Google die komplette Einstellung des News-Dienstes in Deutschland verbieten, dass sie genau so handeln werden, hat man ja bereits gesehen.

Würde mich nicht wundern, wenn sich die Verlage damit mehr schaden als nutzen, kann mir gut vorstellen, dass andere Anbieter nachziehen würden. Niemand wird denen Geld dafür zahlen, Werbung für sie machen zu dürfen.
N I E M A N D
 

Herdware

Fleet Admiral
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#18
Ich könnte also locker Bild kopieren und sie verkaufen und mir könnte keiner was? Ich glaube nicht....
Darum geht es ja nicht. Google und Co. verkaufen ja nichts.

Der korrekte Vergleich wäre, dass Google jedesmal bezahlen müsste, wenn sie bei ihren Suchergebnissen Thumbnails von gefundenen Bildern anzeigen.

Wenn ich mich richtig erinnere, wurde auch schon mal von einem Fotographen in der Richtung geklagt, aber er hat verloren.
Die Urteilsbegründung war glaube ich unter anderem, dass er das ja kinderleicht per Eintrag in seiner Website unterbinden kann.
(Das könnten die Verlage bezüglich Google-News auch, aber das wollen sie ja nicht. Sie wollen an Google schmarozen.)
 
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#19
Dieses Leistungsschutzgesetz ist aus so vielen Gründen schwachsinnig.

1. Verlegen diskreditieren ihre Journalisten: Google News zeit einige wenige Zeichen (nicht Zeilen sondern Zeichen) an und wenn darin bereits alles enthalten war, was der Artikel zu bieten hatte -> Schade, setzen, 6!
2. Jeder Verlag kann selbst entscheiden, ob Google indexieren darf oder nicht, noindex ist hierbei ein wichtiges Stichwort.
3. Der Vergleich mit Filmen und Musik hinkt vorn und hinten. Für beides gibt es Anreiser (Trailer, Musiktitelausschnitte), auch bei Büchern gibt es Leseproben. Das ist nichts anderes.

Und das könnte man endlos weiter führen. Günther Oettinger hat einmal mehr bewiesen, dass er noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist und das Internet grundlegend missversteht.
 
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#20
2. Jeder Verlag kann selbst entscheiden, ob Google indexieren darf oder nicht, noindex ist hierbei ein wichtiges Stichwort.

Die Verlage wollen ja gelistet werden. Und sie wollen dass Google dafür bezahlt. Das ist ja das Bekloppte daran.

Google sollte den Spieß umdrehen und selber Geld für ihre Dienstleistung verlangen, sobald jemand Geld für Auszüge verlangt.
 
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