News Linux: Ubuntu 18.04 LTS Beta setzt wieder auf X.Org

fethomm

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#1
Mit Ubuntu 18.04 LTS Beta ist die einzige Vorabversion der nächsten LTS-Version von Canonicals Betriebssystem erschienen. Die mit fünf Jahren Unterstützung versehene Version 18.04 setzt wieder auf X.Org als Standard für den Anzeigen-Server anstatt auf Wayland, das beim Vorgänger Ubuntu 17.10 zum Einsatz kam.

Zur News: Linux: Ubuntu 18.04 LTS Beta setzt wieder auf X.Org
 
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#2
Ist Wayland noch so Problembehaftet das sie für die LTS Version wieder zu X.Org wechseln oder machen sie das nur um die Community milde zu stimmen?
 
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#4
Zu den fehlenden Desktop Icons in Gnome 3.28:

Zitat von https://www.reddit.com/r/linux/comments/7oa732/gnome_328_removes_desktop_icons_completely/ds992zz/:
Fear not -- there is a Desktop Icons extension in development that will essentially replace and improve upon the features that has been removed from the binary.

https://gitlab.gnome.org/csoriano/org.gnome.desktop-icons

The new extensions will work on Wayland (unlike the old), and it will be possible for it to be multi monitor compatible (again unlike the old), It already snaps Icons to grid properly, and it'll allow nautilus code to not have hairy neglected code from 10 years ago cobbled and hacked together to work by taking advantage of weird obscure X bugs.

(If anyone wants to contribute to help complete it, contributions and feedback are welcome -- please send feedback only on gitlab)
 
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#7
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#8
ubuntu? Auf nem Server? Das ist ja auf dem Desktop schon schwer erträglich.
Auf dem Desktop bisher die einzige Distribution, bei der man höchstens ein Mal pro Monat über einen Bug in der Internationalisierung stößt. Von fehlerfreier Umsetzung sind aber auch Ubuntu und seine Abkömmlinge noch weit entfernt, aber es lässt sich halbwegs damit arbeiten.
 

reallife-runner

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#10
Probleme macht man sich meist selbst. :D

Ein ausführlicher Beitrag mit den Änderungen wäre später toll. Also mit weitergehenden Erläuterungen für unerfahrene Anwender wie mich.
 

Zero2Cool

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#11
Ich nutze nen Ubuntu 16.04 LTS mit Gnome und freue mich das Gnome jetzt auch wieder der Standard ist.
 

fethomm

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#12
Am 19. April kommt die stabile Version, da gibts eine etwas ausführlichere News
 

Drahminedum

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#13
@fethomm Eine Kleinigkeit: "dass diese Funktionalität noch bietet" - da ist ein s zuviel.
Ansonsten danke für Deine immer interessanten Artikel!
 

Bigfoot29

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#14
Ich sehe Ubuntu 18.04 gemischt.
Einerseits:
Mit dem X-Server kann ich weiterhin meine X-Anwendungen von meinem Server auch lokal fahren (brauch ich immer wieder mal).
Mit dem alten Gnome bleiben einige Macken draußen, die mich massiv stören würden (Icons, Ruhezustand).

Andererseits:
Snap (ist für mich ein NoGo und ein Zurückfall in Zeiten, da jeder die Libs mitliefern konnte, die er wollte und entsprechend Sicherheitslücken Äonen lang nicht vollständig auf den Endkundenrechnern gepatcht wurden, weil halt nicht JEDER Entwickler immer alles aktuell hatte). Und das jetzt als Kernbestandteil zu haben, in dem sogar grundlegende Bestandteile auf ein solch schräges Konstrukt fußen, ist nochmal eine Stufe bedenklicher. :S

Regards, Bigfoot29
 

nille02

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#15
Snap (ist für mich ein NoGo und ein Zurückfall in Zeiten, da jeder die Libs mitliefern konnte, die er wollte und entsprechend Sicherheitslücken Äonen lang nicht vollständig auf den Endkundenrechnern gepatcht wurden, weil halt nicht JEDER Entwickler immer alles aktuell hatte). Und das jetzt als Kernbestandteil zu haben, in dem sogar grundlegende Bestandteile auf ein solch schräges Konstrukt fußen, ist nochmal eine Stufe bedenklicher. :S9
Und in über 20 Jahren hat man die Probleme die man bekommt, wenn man nur eine einzige Version im System einer Bibliothek mitbringt, nicht gelöst.

5 Jahre lang eine alte Version Mitschleppen, dessen Nachfolger wieder die ABI geändert hat, geht nun mal nicht gut auf Dauer. Als Resultat bekommen wir Snap, FlatPak oder AppImage.

Aber das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach ein anders. Ein Dritter versucht hier die Anwendungen selbst zu verteilen. Die Distribution sollte sich nur um die Plattform und die Infrastruktur kümmern, der Rest sollte dem Upstream überlassen sein.
 
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#16
Welche Distribution würdet ihr eigentlich für Neulinge empfehlen? Ich würde gerne den PC meines Bruders auf Linux umstellen, aber es sollte kein zu kompliziertes sein.

Ich dachte bis jetzt an Ubuntu, weil es halt einach das "Einsteiger-Linux" ist, allerdings bin ich auch nicht immer so recht davon überzeugt was die Entwicklungen von Ubuntu anbelangt. Bekommt man so Sachen wie Spotify denn nur über Snap? In Debian 9 habe ich solche Programme in den normalen deb repositories nicht gefunden.

Ich könnte ihn natürlich auch Ubuntu nutzen lassen und dann in 2-3 Jahren auf ein anderes Linux umstellen. Ich hätte am liebsten eine relativ aktuelle Distro mit vielen Programmen in den Repositories. Eigentlicht gefällt mir Debian 9 echt gut, aber da sind die Repositories leider immer ziemlich veraltet.

Da gibt es z.B. aktuell nur Wine 1.7 obwohl bereits 3.1 erschienen ist.
 

Schnitz

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#17

sha.de

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#18
Welche Distribution würdet ihr eigentlich für Neulinge empfehlen? Ich würde gerne den PC meines Bruders auf Linux umstellen, aber es sollte kein zu kompliziertes sein.

Ich dachte bis jetzt an Ubuntu, weil es halt einach das "Einsteiger-Linux" ist, allerdings bin ich auch nicht immer so recht davon überzeugt was die Entwicklungen von Ubuntu anbelangt. Bekommt man so Sachen wie Spotify denn nur über Snap? In Debian 9 habe ich solche Programme in den normalen deb repositories nicht gefunden.

Ich könnte ihn natürlich auch Ubuntu nutzen lassen und dann in 2-3 Jahren auf ein anderes Linux umstellen. Ich hätte am liebsten eine relativ aktuelle Distro mit vielen Programmen in den Repositories. Eigentlicht gefällt mir Debian 9 echt gut, aber da sind die Repositories leider immer ziemlich veraltet.

Da gibt es z.B. aktuell nur Wine 1.7 obwohl bereits 3.1 erschienen ist.
Debian leistet mit seiner restriktiven Haltung gegenüber "non-free" zwar einen wichtigen Beitrag in der FOSS Welt, ist aber deshalb für Neueinsteiger ggf. zu sperrig.

Ubuntu oder Linux Mint sind deutlich einsteigerfreundlichere Alternativen - wenn Dein Bruder nicht gerade angehender und motivierter Informatikstudent ist.
 

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#19
Ist Wayland noch so Problembehaftet das sie für die LTS Version wieder zu X.Org wechseln oder machen sie das nur um die Community milde zu stimmen?
Wayland hatte und hat teils noch damit zu kämpfen, dass die grafische Oberfläche stockt. Das wurde zuletzt deutlich besser aber hin und wieder ist es noch da.

Der gewichtigste Grund ist jedoch, dass Wayland nicht zulässt grafische Anwendungen als root zu starten. Zumindest solang man die Standardkonfiguration etwas verbiegt und so richtig schön ist das nicht. An sich gehören die Anwendungen angepasst, was aber bisher kaum passiert ist. Wobei ich davon ausgehen würde, dass der Hauptgrund die bezahlenden Kunden sind. In diesem Umfeld gibt es in aller Regel derart überalterte Software die aus abstrusen Gründen Rootrechte haben will und die die nächsten 100Jahre keine Patches bekommen wird.

https://askubuntu.com/questions/961...a-graphical-application-with-sudo-work-with-w
 

Jesterfox

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#20
Mit dem X-Server kann ich weiterhin meine X-Anwendungen von meinem Server auch lokal fahren (brauch ich immer wieder mal).
Wobei es doch für Wayland auch einen X-Server Aufsatz gibt mit dem das dann geht, oder? Bei meinen Windows-Kisten muss ich das ja im Prinzip genauso machen und es funktioniert.


Aber ich werd dann wohl demnächst auch mal meine zwei Server auf die neue Version hochziehen. Zumindest wenn es nach Release keine Meldungen über grobe Probleme gibt ;-)
 
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