News Linux: Ubuntu 26.04 verlangt mehr RAM und stärkere CPU als Windows 11

Xes schrieb:
Irgendeine Baseline muss man ja ziehen und selbst wenn man das OS so trimmen würde, dass es mit 4GB läuft, würden derart schwach bestückte Rechner spätestens dann in die Knie gehen, wenn jemand darauf einen üblichen Browser installiert und irgendeine halbwegs fordernde Seite (z.B. Youtubevideos) aufmacht.

Ja, aber es gibt Distros, die weniger brauchen. Man muss mit den Ressourcen ja nicht immer so aasen.
Andersrum, wenn mehr Ressourcen da sind bei den Nutzern, wird es dann von Softwareerstellern zwingend vorausgesetzt.

Xes schrieb:
Ich rede nicht davon seine gesamte Freizeit für die Recherche in Fachforen zu opfern aber bereits 5min googeln hätten damals gereicht um selbst bei Chip, Computerbild und teilweise sogar nicht-Technikseiten zu lesen, dass Notebooks mit 4GB RAM 2020 einfach Mist sind.
Der Laie muss aber erstmal auf die Idee kommen, dass es wichtig sein könnte. "Wo der Verkäufer doch so nett war".

horvan schrieb:
Wir sind bei Flagship Handys mittlerweile bei 12 GB RAM angekommen. Ist es da ein Wunder, dass Betriebssysteme irgendwann Mal 2 GB mehr haben wollen um zukünftig noch oerformant zu bleiben? Ne.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich kanns übrigens auch bei weitem nicht verstehen, wieso man bei Handys soviel Speicher braucht.

S. oben, dann hat die Mehrheit der Nutzer soundsoviel Speicher, Festplattenplatz, Prozessorgeschwindigkeit... und dann wird das immer mehr vorausgesetzt. Pusht sich beides gegenseitig hoch, wie schon seit Jahrzehnten. Was drunter zu leiden hat unter der Entwicklung ist die Umwelt (und die Einwohner von Ländern mit seltenen Erden). Und Leute, die sich das alles nicht leisten können.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanzmusikus
Bzgl. Windows, Microsoft und "Sicherheit" kam gerade ein gutes Beispiel:

https://fosstopia.de/veracrypt-hauptentickler-ausgesperrt/

-----
Microsoft hat den Account des VeraCrypt-Hauptentwicklers Mounir Idrassi einfach so gesperrt. Nach Aussage von Idrassi gab es weder eine Begründung, noch eine Vorwarnung. Der Entwickler steht nun völlig machtlos da. Er kann den Account nicht wiederherstellen. Es scheint kein menschlicher Ansprechpartner für ihn erreichbar zu sein. Nur automatische Bot-Antworten gab es fürihn. Der Prozess lässt keinen Widerspruch zu und sein Rechner ist gesperrt.

Dieser Vorfall zeigt, wie abhängig vermeintlich unabhängige Open-Source-Projekte von großen Konzernen in der Realität sind. Ein einzelner Account könnte die gesamte Entwicklung, zumindest für die VeraCrypt Windows Version stoppen. Neue Updates für Windows sind nicht mehr möglich, da der Entwickler eben jenen Account zum Signieren von Bootloadern und Windowstreibern verwendete. Die Macht über den Windows-Account und somit über die Nutzbarkeit des PCs liegt somit ganz bei Microsoft. Die Versionen für macOS und Linux sind hiervon nicht betroffen.
-----

Vergleichbares könnte übrigens auch bei Ubuntu in Verbindung mit Snap passieren: Da Canonical die volle Kontrolle darüber hat, liefert man sich denen praktisch aus, wenn man es nutzt.

Für mich sind Ubuntu und Canonical das Windows und Microsoft von Linux (nicht nur wegen Snap). In meinen Augen tun die sich nicht mehr viel.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ravensberger, Tanne, Tanzmusikus und 2 andere
Caramon2 schrieb:
Vergleichbares könnte übrigens auch bei Ubuntu in Verbindung mit Snap passieren: Da Canonical die volle Kontrolle darüber hat, liefert man sich denen praktisch aus, wenn man es nutzt.
Das ist aber etwas anders. Klar, wenn man eine Art Plattform nutzt, ist man den Betreiber der Plattform schon irgendwo ausgeliefert. Bei MS kommt aber noch hinzu, dass die Signierungen auch über sie läuft und auch der Nutzer-Account des Betriebssystems. Wenn man aus Snap ausgesperrt wird, ist man ja trotzdem nicht aus den Systemen gesperrt, sondern muss dann einen anderen Weg nehmen. Ich nutze beispielsweise eh vorzugsweise Flatpak. Snap ist ja doch eher beschränkt.

Aber Canonical kann einen Entwickler meines Wissens weder generell aus dem System sperren noch den eigenen PC-Nutzeracc sperren, sodass der Zugriff zum PC blockiert wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Caramon2
Caramon2 schrieb:
Für mich sind Ubuntu und Canonical das Windows und Microsoft von Linux (nicht nur wegen Snap). In meinen Augen tun die sich nicht mehr viel.
Vergiss bitte nicht, dass Ubuntu weiterhin Free and Open Source Software ist. Jeder hat Einsicht in den Code und die dort zugrundeliegenden Funktionen und du kannst auch ein Ubuntu wie ein Gentoo oder ein Arch nach deinem Bilde formen und modifizieren.
 
Ozmog schrieb:
Aber Canonical kann einen Entwickler meines Wissens weder generell aus dem System sperren noch den eigenen PC-Nutzeracc sperren, sodass der Zugriff zum PC blockiert wird.
Zumindest noch nicht. - Solange man kein Ubuntu-Konto hat, was man z. B. für
die längeren Support-Zeiträume braucht. Und vermutlich auch wenn man was bei Snap veröffentlichen möchte. Von Geschäftskunden ganz zu schweigen.

Gemacht habe die es m. W. noch nicht, aber gegenüber den Machenschaften von Microsoft hinkt Canonical noch einige Jahre hinterher.

Falls die Ubuntu irgendwann wirklich komplett auf Snap umgestellen, worüber schon seit Jahren immer mal wieder berichtet wird, werden die Karten neu gemischt. Dann haben die quasi die Kontrolle über das ganze System.

Mondgesang schrieb:
Vergiss bitte nicht, dass Ubuntu weiterhin Free and Open Source Software ist.
Der zentrale Snap Store, der Pakete bereitstellt, ist nicht Open Source und wird von Canonical kontrolliert.
 
Caramon2 schrieb:
Für jeden normalen Menschen sollte eigentlich klar sein, dass ich nicht gefragt hätte, wenn dein Kommentar auch nur den geringsten Sinn für mich ergeben hätte.

Und den Link hast Du auch gekonnt übersehen?
 
Caramon2 schrieb:
Der zentrale Snap Store, der Pakete bereitstellt, ist nicht Open Source und wird von Canonical kontrolliert.
Richtig. Dieser ist aber für Ubuntu in keinster Weise essenziell. Siehe Linux Mint, was eigentlich ein Ubuntu ohne Snap, mit anderem Wallpaper und anderer Desktopumgebung ist.

Hier ging es um die Aussage, dass Canonical/Ubuntu das MS/Windows der Linuxwelt seien. Snap ist ein nicht essenzielles Tool. Ubuntu ist FOSS und Canonical unterliegt wie alle anderem der GPL-Lizenz die dem Kernel zugrunde liegt.
 
Mondgesang schrieb:
Hier ging es um die Aussage, dass Canonical/Ubuntu das MS/Windows der Linuxwelt seien. Snap ist ein nicht essenzielles Tool.
Wie geschrieben: Noch.

Wenn Ubuntu wirklich wie geplant komplett auf Snap umgestellt wird, also es nichts anderes mehr gibt, sieht das anders aus.

Und auch wie geschrieben: Snap ist nicht der einzige Grund für meine Meinung über Ubuntu/Canonical. Die sind bekannt dafür, immer mal wieder etwas auszuprobieren, wie z. B. dass die Suchfunktion auch mal Amazon-Links lieferte, oder apt verbiegen, dass es stattdessen ein Snap installiert, oder Werbung ausgibt und einiges mehr. - Da ich es nicht nutze, habe ich keinen genauen Überblick.

Klar entfernt LinuxMint solchen Mist, muss aber immer mehr Ressource darauf verschwenden und wenn Ubuntu komplett auf Snap umgestellt wird, habe die kleine Möglichkeit mehr dazu. - Deshalb wird ja schon sehr lange die Debian-Edition als Alternative und zweite Standbein aufgebaut und ist schon seit der vorherigen Version nahezu auf Augenhöhe: Die aktuelle Cinnamon-Version gab es bei LMDE sogar einige Tage früher als beim auf Ubuntu basierenden "regulären" LinuxMint.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ravensberger und Tanne
Derzeit sieht es nicht danach aus, das die Umstellung auf Snaps weitergeht, was für Linux Mint ein echtes Problem wäre. Falls doch, zum Glück gibt es ja LMDE!

Von einer Snap-only Ubuntu-Version hört man auch wenig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Caramon2
Tanne schrieb:
Du meinst Cache? Falls ja, wie stellst Du das ab?
Ja. Dies ist die kurze Variante:
  • Mit about:cache lässt es sich überprüfen, wie die Caches gehandhabt werden.
  • Bei mir steht in beiden Fällen (memory & disk): none, only stored in memory.

  • In einem neuen Tab wie folgt eintragen: about:config -> den Warnhinweis zur Kenntnis nehmen.
  • Wenn browser.cache.disk.enable = false gesetzt wird, ist das Cachen deaktiviert.
  • Ich hatte damals noch ein paar andere Änderungen gesetzt, welche mittlerweile unwichtig sind.
Quelle z.B.:
https://www.wintotal.de/tipp/firefox-about-config/#42_Firefox-Cache_komplett_abschalten
https://www.ahadesign.eu/tutorials/...er-cache-in-firefox-dauerhaft-abschalten.html
https://geekflare.com/de/disable-cache-in-browsers/

! Zur Info: Das Cachen (Zwischenspeichern) wird nur deaktiviert. Es werden dabei vermutlich nur die dort gecachten Daten gelöscht. Cookies und andere Daten werden nicht explizit entfernt.

Ihr werdet aber bestimmt merken, wie der Firefox auf einmal flutscht wie eine Flunder im Bach. 😊



Hier gibt's eine Liste an allgemein verfügbaren Einstellungen:
https://mundobytes.com/de/Tiefgreifende-Modifikation-mit-AboutConfig-in-Firefox/

P.S.
Hier gibt's noch weitere Möglichkeiten, die ich aber weder getestet habe, noch empfehlen kann.
! Das Nutzen geschieht auf eigene Gefahr! In der Regel stellt man zur Not einfach die Werte auf "Default".
https://privatopia.de/firefox-aboutconfig-einstellungen/
https://geekflare.com/de/disable-cache-in-browsers/
Ergänzung ()

Ozmog schrieb:
Bei MS kommt aber noch hinzu, dass die Signierungen auch über sie läuft und auch der Nutzer-Account des Betriebssystems. Wenn man aus Snap ausgesperrt wird, ist man ja trotzdem nicht aus den Systemen gesperrt, sondern muss dann einen anderen Weg nehmen.
Ist wohl doch näher dran als du vielleicht denkst ...
Wenn Canonical die Snaps signiert, dann kommen im Worst Case die Nutzer von Snaps nicht mehr an ihren Browser oder sonstiges Programm. P.S. Ich glaube aber nicht, dass Canonical so etwas vorhat - momentan.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tanne
Caramon2 schrieb:
Viel beschäftigt habe ich mit KDE nie, weil ich immer schon alle Lust verliere, wenn ich die Einstellungen öffne und von den ganzen Optionen förmlich erschlagen werde: Reizüberflutung pur. :)
Und bei mir ist es mit GNOME umgekehrt.😅
Ich krieg immer zu viel das ich nicht alles einstellen kann.
 
@TheChris80 Jau. Ein Musterbeispiel von Ineffizienz: Mager und trotzdem unübersichtlich. - Und das wird dann "modern" genannt. ;)

garfield121 schrieb:
Von einer Snap-only Ubuntu-Version hört man auch wenig.
Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm. :)

Anderseits soll es doch schon die 24.04 optional als Snap-only gegeben haben. Also das ist praktisch schon zwei Jahren fertig und die brauchen nur noch bei der "normalen" Version den Stecker ziehen.

Wie schnell das gehen kann, haben die ja schon mit der 18.04 gezeigt, die plötzlich kein Unity-Dektop mehr nutzte, sondern wieder auf GNOME 3 basierte. - Anfangs hatte ich angenommen, deshalb wäre LinuxMint 19 so viel schlechter als 18.3 und die bräuchten noch etwas, damit es wieder rund läuft. Da es mit jeder neuen Version eher noch schlechter wurde, bin ich bei der 18.3 geblieben, bis Ende 2019 anfingen die PPAs dafür "wegzubrechen".

Erst dann habe ich begonnen mich nach Alternativen umzusehen (Solus, Majaro, "richtige" Arch-Derivate ;)), bin letztendlich bei Artix gelandet und bin mit runit auch gleich dieses elende systemd losgeworden.

Wer weiß, was Canonical diesmal plant.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: TheChris80
MaverickM schrieb:
Und den Link hast Du auch gekonnt übersehen?
Sorry, ich habe gestern etwas überreagiert (vielleicht zu viel Sonne: nach einer Stunde auf der Dachterrasse hatte ich am Abend tatsächlich Sonnenbrand :cool_alt:)

Das Bild hatte ich mir angesehen, das hat aber nichts mit meiner Aussage zu tun. Sieh dir nochmal an, wie viel Zustimmung der Beitrag inzwischen hat: #14

In dem Beitrag, auf den du vorletztes Mal geantwortet hast, bin ich mehr darauf eingegangen: #180

Hier aber auch schon mal: #113

Und im hier angehängten Video zeige ich, wie die die Transparenz konfrontiert habe: Klick (auch die Beschreibung lesen, was ich damit bezwecke)

Ich lasse mir nicht von Hersteller vorschreiben, wie ich meinen PC zu benutzen habe, sondern richte ihn mir so ein, dass er meinen Workflow bestmöglich unterstützt. - Hier hatte ich das schon mal beschrieben und im verlinkten Video gezeigt: Klick

Die Taskleiste unten zentriert als Dock hatte ich übrigens schon bei Windows XP, nachdem ich ca. 2009 "EvilDesk" entdeckt hatte. Während Windows immer noch eine durchgehende Taskleiste hat, wie Windows 95 schon vor über 30 Jahren (die man damals übrigens an jeden Rand verschieben konnte). - Es gab sogar massenhaft Proteste, als das Startmenü zentriert wurde, obwohl das besonders auf aktuellen Breitbildmonitoren viel besser ist, da es die Wege mit der Maus verkürzt.

Auch das riesengroße, nicht mehr skalierbare Startmenü von Windows 11, das bei höherer Auflösung noch weiter vergrößert werden soll, würde mir ziemlich gegen den Strich gehen. Da ich Anwendungen, die ich nicht im Schnellstart habe oder per Tastenverknüpfung aufrufe, per Win+die ersten paar Zeichen+Enter starte, will ich dabei nicht jedesmal so ein großes Teil vor den Latz geknallt bekommen, sondern habe es klein und kompakt konfiguriert (riesengroß mit großen Icons, usw. wäre aber auch möglich - wie auch alle möglichen Kombinationen dazwischen): Klick (das Ende-Menü war nur ein Scherz)

Auf diese Freiheiten und Möglichkeiten möchte ich nicht mehr verzichten.
 
CastorTransport schrieb:
Nun, Ubuntu ist ja nicht die einzige Distri... Es gibt auch die Möglichkeit Linux auf noch magereren System laufen zu lassen.
z.B. Q4OS mit Trinity Desktop
CastorTransport schrieb:
Ubuntu ist ja schon fast so aufgebläht wie Windows...
kurz gesagt, nein. Ubuntu kann man nutzen mit den empfohlenen Angaben, Windows kann man damit noch nicht einmal starten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mondgesang
Caramon2 schrieb:
Das Bild hatte ich mir angesehen, das hat aber nichts mit meiner Aussage zu tun. Sieh dir nochmal an, wie viel Zustimmung der Beitrag inzwischen hat: #14

OK, ich dachte, dass das eigentlich recht offensichtlich ist, aber ich denke, ich muss es doch ausführlich erklären: Dein Beitrag erscheint mir eben genau wie jenes Simpsons Meme: Ein alter Mann, der Wolken anschreit. Als Synonym für Jemanden, der alles Neue völlig Grundlos anschreit oder schlecht redet, einfach nur weil es nicht wie schon immer war.

Caramon2 schrieb:
Ich lasse mir nicht von Hersteller vorschreiben, wie ich meinen PC zu benutzen habe, sondern richte ihn mir so ein, dass er meinen Workflow bestmöglich unterstützt.

An dieser Attitüde ist prinzipiell nichts falsch. Zum Problem wird es aus meiner Sicht aber dann, wenn man grundlos neue Dinge einfach von vornherein ablehnt, ohne sie wenigstens einmal ausprobiert zu haben. Genau diesen Eindruck hat dein ursprünglicher Beitrag auch erweckt.

Man sollte auch einfach mal mit der Zeit gehen, dann merkt man, dass nicht alles Neue schlechter ist, ja vielleicht sogar eine sinnvolle Änderung. Und das man dadurch seinen eigenen Workflow vielleicht sogar optimieren oder - zwar anders, aber effizienter, schneller - besser gestalten kann.

Caramon2 schrieb:
Es gab sogar massenhaft Proteste, als das Startmenü zentriert wurde, obwohl das besonders auf aktuellen Breitbildmonitoren viel besser ist, da es die Wege mit der Maus verkürzt.

Ein gutes Beispiel für eine sinnlose Neuerung. So wie die standardmäßig eingestellte Taskleiste unter Windows 11 funktioniert ist das ziemlich dummes Design. Warum? Weil jedes mal, wenn ein neues Programm-Fenster hinzu kommt, sich die gesamten Icons verschieben. Ein erlernen der Position der Schaltflächen via "Muscle-Memory" ist somit nicht mehr gegeben, bzw. wird erlerntes über den Haufen geworfen. Auch die Tatsache, dass die Leiste weiterhin durchgehend den Bildschirm belegt und nutzlose Informationen (Wetter und Co.) hinzugefügt wurden an beiden Enden der Taskleiste macht die Sache nicht besser. Als positives Gegenbeispiel wäre hier KDE Plasma zu nennen. Die von den Bildschirm-Rändern gelöste Taskleiste, die sich erst bei Vollbild-Fenstern dann an jene andockt ist eine sinnvolle, moderne und intuitive Neuerung. Wäre schön, wenn sich Microsoft zukünftig daran orientieren würde.

Als eine positive Neuerung auf Windows-Seite finde ich den Wegfall der hässlichen und unnötigen Fenster-Transparenzen. Das war mal in den 2000ern eine "fancy" Geschichte, aber zum Arbeiten ziemlich nutzlos, da es visuell den Arbeitsbereich zukleistert und für einen unruhigen Hintergrund sorgt, der das Konzentrieren auf die eigentlichen Inhalte in einem Fenster erschwert. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir von der Windows Vista/7 Optik weit weg sind... Und kann nur den Kopf schütteln, bei dem was Apple jetzt wieder eingeführt hat.
 
TheChris80 schrieb:
Und bei mir ist es mit GNOME umgekehrt.😅
Ich krieg immer zu viel das ich nicht alles einstellen kann.
KDE ist mir zu Windows ähnlich. Kann man KDE so einstellen, das es wie GNOME funktioniert mit Exposé und Launchpad, kein Start-Menü u.s.w.?
 
Caramon2 schrieb:
Es gab sogar massenhaft Proteste, als das Startmenü zentriert wurde, obwohl das besonders auf aktuellen Breitbildmonitoren viel besser ist, da es die Wege mit der Maus verkürzt.

Noch nie gebraucht. Mein Mauspad ist extrem leichtgängig, und eine Bildschirmbreite sind ca. 5 cm Mausweg.

Aber der Startbutton in der Ecke ist blind erreichbar (diagonal nach links unten bis zum Anschlag), was das zentrierte Menü sinnlos über den Haufen wirft.

MaverickM schrieb:
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir von der Windows Vista/7 Optik weit weg sind...

Bei der war ich nie. Win 7 war zumindest bei mir so beliebt, weil es sich noch komplett auf Win 98-Optik zurückschalten ließ.
 
banenet schrieb:
KDE ist mir zu Windows ähnlich. Kann man KDE so einstellen, das es wie GNOME funktioniert mit Exposé und Launchpad, kein Start-Menü u.s.w.?
Kannst es so einstellen das es wie ein Mac aussieht. Oder auch ähnlich wie Gnome vom aussehen.
Du hast 3 Startmenüs vorinstalliert.
Von Windows-Vista bis hin zu Windows 98.
Eins das dem Android Launcher ähnlich sieht.
Oder du Erstellst dir ein Panel wo deine wichtigsten Programme drauf sind.

Und natürlich Glas effekte oder sogar Animierte hintergründe.

Fensterränder, Farbeschema. Was animiert wird.
Widgets wie Kalender oder Systemverbrauch.

Also schon eine Menge an Funktionen wo man sich richtig austoben kann.

Ist nur halt nicht Jedermanns sache.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xXDariusXx
banenet schrieb:
Kann man KDE so einstellen, das es wie GNOME funktioniert mit Exposé und Launchpad, kein Start-Menü u.s.w.?
Ja, schau dir mal elementary OS an. Basiert auf Pantheon (GTK 3).
https://elementary.io/de/

ArcoLinux bieten die Pantheon-DE auch an:
https://linux-bibel.at/index.php/2023/12/08/arcolinux-mit-pantheon-desktop/
https://www.arcolinuxd.com/1-installation-of-arcolinuxd-pantheon/#main-content

Oder was meinst du mit "Exposé" und "Launchpad"?
 
Zuletzt bearbeitet:
MaverickM schrieb:
Zum Problem wird es aus meiner Sicht aber dann, wenn man grundlos neue Dinge einfach von vornherein ablehnt, ohne sie wenigstens einmal ausprobiert zu haben. Genau diesen Eindruck hat dein ursprünglicher Beitrag auch erweckt.
Das tue ich nicht: Die Aussage basiert auf Erfahrungen, nicht auf Vorurteilen.

Ich sehe mir z. B. neue Distribution gerne an, auch wenn ich weiß, dass ich sie nicht nutzen werde. Aber ich lasse mich gerne davon inspirieren, wie dort Sachen umgesetzt oder gelöst wurden, um es ggfs. mein System damit verbessern zu können: Stillstand ist Rückschritt.

Wäre ich neuen gegenüber nicht aufgeschlossen, würde ich bestimmt nicht ein Arch-Derivat ohne systemd als Hauptsystem nutzen. Aber neues, das mich gravierend behindert und einschränkt, wie immer mehr das als "modern" bezeichnet wird, kann mir gestohlen bleiben: Ich frage mich, ob diejenigen, die sowas verbrechen, es überhaupt selbst nutzen?
 
Zurück
Oben