Meine Erfahrungen mit den diversen Distributionen

kunig30 schrieb:
2 Beispiele fallen mir gerade ein:
1. Apollo (ein Sunshine-Fork). Das ist mir in den 5 Monaten in denen ich Cachy benutzt habe 3x kaputt gegangen, war zum Glück aber immer reparabel.

Mal sehen wie sich Fedora verhält, aber da es nicht so Bleeding Edge wie Cachy/Arch ist, bin ich zumindest optimistisch. Und mit KDE fühlt sich Fedora eigentlich genauso an wie Cachy, nur dass man halt einen anderen Paketmanager nutzt.
Bei mir läuft OpenSUSE Tumbleweed mit Moonlight (Flatpak) und Sunshine bisher absolut problemlos. Snapshots auf Dateisystemebene geben Sicherheit, falls mal was schief läuft. Das System ist in einer Minute wieder einsatzbereit (Snapshot direkt booten, dann als "aktuelles" System übernehmen)
 
Kuristina schrieb:
Die sind beim normalen Arch beide im AUR und nicht in den regulären Repos. Das AUR ist halt für Experimentierfreudige. ^^ Nicht für normale User empfohlen.

Gibts die beiden Sachen überhaupt normal bei Fedora? Sonst mal Flatpak schauen. Das wäre dann bestimmt auch bei Cachy problemlos gewesen.
Thincast hatte ich als Flatpak. Und statt Apollo nehme ich in Zukunft einfach Steam Link. Mit Sunshine würde ich wohl auch klar kommen. Apollo ging halt auch Headless, was manchmal recht praktisch war.

Aber grundsätzlich, ob ich jetzt was aus dem AUR installiere oder von sonst wo, es soll halt trotzdem funktionieren. Ich finde Cachy immer noch eine echt gute Disto, aber es ist halt wahrscheinlich einfach nicht die richtige für mich.
 
Nur weil man ein Problem mit spezieller Software hat, muss man nicht darauf schließen, dass es die falsche Distribution ist. Wen du dich bei Cachy wohlfühlst, gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten.

Du könntest ebenso nach passenden RPM-Paketen schauen.
Lässt sich i.d.R. in andere Paket-Formate umwandeln.

Auch gibt es 'zig Programmierer auf Github, Gitlab, usw. ... welche ggf. einen Fork oder ähnliches Tool anbieten. Das ist das Spannende an Linux. Kostet aber etwas Zeit ...

Steam-Link klingt da nach einen guten Alternative. Da sitzen auch professionelle Leute dahinter.
 
kunig30 schrieb:
ob ich jetzt was aus dem AUR installiere oder von sonst wo, es soll halt trotzdem funktionieren.
Das ist als Wunsch nachvollziehbar, aber das AUR ist halt nicht offiziell gepflegt. Das ist mehr ein Nutzerspielplatz. Deswegen ist das auch mit dem normalen Standard-Paketmanager pacman gar nicht zugänglich. Darauf sollte Cachy im Idealfall hinweisen.
 
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kunig30 schrieb:
1. Apollo (ein Sunshine-Fork). Das ist mir in den 5 Monaten in denen ich Cachy benutzt habe 3x kaputt gegangen, war zum Glück aber immer reparabel.
Das ist bei AUR Buildscripts durchaus normal, die müssen - wenn Pakete von denen es abhängt aktualisiert werden - halt auch neu gebaut werden. Ich meine yay macht bzw. erkennt das von alleine, andere AUR-Helper hab ich nicht im Überblick.

AUR hat an der Stelle auch so gar nix mit CachyOS zu tun - das AUR ist schon ein großer Vorteil von Arch-basierten Distros (ich pflege da selbst einige Pakete), aber führt leider auch immer wieder zu genau diesen Irritationen.
 
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Mal am Testsystem weiter mit Fedora (KDE Spin) herumgespielt.
Die uralte GTX 1060 ist mittlerweile keine gute Basis mehr für Distribution-Tests.
Der aktuelle proprietäre Nvidia Treiber hat die GTX 1000 nicht mehr inkludiert und man muß einen älteren Treiber installieren, was mindestens fummelig ist. Noch tut sich ein aktueller Kernel nicht schwer mit dem alten Treiber.
Darüber hinaus sollte der alte Treiber doch lieber mit x11 statt Wayland laufen und x11 ist seit Fedora 40 nicht mehr inkludiert und muß extra nachinstalliert werden.
Nachdem ich jetzt auf x11 unterwegs bin, läuft das System anstandslos. Allerdings brauchen manche Programme recht lange zum Starten, was aber auch an der alten Hardware liegen kann. Muß mal schauen, was ich als Benchmark hernehmen kann.
Interessant war, dass meine Maus und Tastatur ab und zu gestreikt haben, der Logitech Dongle ist jetzt an einem anderen Port und seitdem läuft das auch problemlos. Scheint wohl eher ein Problem mit den 2,4Ghz zu sein? Hatte ich bisher so noch nicht erlebt und dachte es hängt am System, aber rennt völlig unbeeindruckt.
 
Schubs
Gestern habe ich mir mal mein altes Surface Pro 3 vorgenommen und Kubuntu installiert.
Leider ist das notwendig, da trotz Secure Boot und TPM2, der uralte I5 4300U nicht von Windows 11 unterstützt wird. Windows 11 habe ich dann trotzdem installiert, dass ist allerdings so heftig für den 2 Kerner mit 8GB dass es wirklich unbenutzbar wird.
Leider habe ich mir von der KI Plasma als DE aufschwätzen lassen, welches angeblich irgendwelche Features für Touch und Stift hat, die Gnome angeblich nicht hat. Gnome bietet mit Gesten und dem grundsätzlichen Design eine deutlich schönere Bedienung für das Tablet mit als Plasmas klassischer Desktop Ansatz.
Bei den Surfaces gibt es einen angepassten Kernel: https://github.com/linux-surface/linux-surface
Darunter eben auch eine Anleitung, wie man das unter Debian/Ubuntu, Fedora oder Arch installiert.
Der Kernel bringt Treiber und ein paar Anpassungen für die Surface Tablets mit.
Darunter auch oben genannte Features für Touch und Stift...

Werde es wohl nochmal frisch mit Fedora und Gnome neu ausprobieren. Ubuntu ist aktuell nicht gerade meine erste Wahl und war gestern auch erstmal ein Test. Ich bin kein Freund von Snap. Bei meinen Scheuklappen sehe ich da wenig Sinn drin, wenn es parallel Flatpak gibt und diese vorallem deutlich größere Verbreitung besitzen.

Abseits von dem Tausch des Kernels, muß ich hier auch nochmal Secure Boot einrichten. Beides sind Dinge, die ich bisher noch nie gemacht habe, weil es nie notwendig war. Secure Boot ist auf dem Surface auch nicht zwingend notwendig, allerdings ist die Firmware des Tablets so gestaltet, dass beim Booten alles rot aufleuchtet, damit es auffällt, das es "nicht sicher" ist. Das stört halt den Monk...
 
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SavageSkull schrieb:
Leider habe ich mir von der KI Plasma als DE aufschwätzen lassen, welches angeblich irgendwelche Features für Touch und Stift hat, die Gnome angeblich nicht hat. Gnome bietet mit Gesten und dem grundsätzlichen Design eine deutlich schönere Bedienung für das Tablet mit als Plasmas klassischer Desktop Ansatz.
Ich hab mir vor ein paar Wochen ein Thinkpad X12 Gen2 Detachable geholt.

Da ich Gnome nicht mag, hab ich CachyOS mit Plasma installiert. Es gibt eine Bildschirmtastatur. Gesten sind bedingt möglich. Der Stift funktioniert bei mir problemlos. Trotzdem ist es korrekt, dass Plasma vordergründig für den Desktop optimiert ist. 100% zufrieden bin ich damit auch nicht. Evtl. werde ich Gnome noch mal ausprobieren.

Mir hat die KI damals eher zu Gnome geraten. :) Die sind halt bei Touchgeräten ein ganzes Stück weiter.
 
Ich bin halt an dem Punkt, dass es nicht die beste Distribution "für mich" gibt, sondern ich auch je nach Anwendungsfall und Gerät/Hardware unterschiedliche Distributionen nutzen sollte, darunter auch Desktop Umgebungen. Ich habe den persönlichen Eindruck, das Gnome für so ein 2in1 Tablet einfach besser geeignet ist, auch wenn ich sonst eher Plasma nutze.
Da das Tablet in meinem Fall auch eher ein abgelegtes Gerät ist und nicht mein Daily Driver möchte ich nicht mit Rolling Release genervt werden, wenn es nachher mal 2 Wochen im Schrank lag. Ebenso brauche ich auf der alten Hardware auch kein Bleeding Edge.
Ein Arch macht daher für mich auf dem Gerät wenig Sinn.
Mint ist mir hingegen wieder viel zu konservativ. Daher der Blick in die Mitte und spricht mich aktuell Fedora am meisten an. Das ist recht aktuell von den Paketen aber nicht Bleeding Edge. Es ist ein Point Release und bietet Gnome an.
 
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@Garmor Die Bastelei mit einem anderem Kernel in einem immutablen System tue ich mir nicht an. Vor allem bringt der Workaround das Problem, dass wenn die selbst einen neuen Kernel veröffentlichen, man diesen wieder von Hand installieren muß (sofern man überhaupt mitbekommt, dass ein neuer veröffentlicht wurde).
 
Warum nicht mal eine Debian-Distro ausprobieren?

Hab da neulich eine gesehen, die komplett per Sprache bedienbar ist.

Wäre halt die Frage, ob das Surface mit entsprechenden Treibern versorgt werden kann.
 
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Ich hab auf nem Lenovo X13 Yoga Gen 2 ein Fedora mit Plasma-mobil am laufen, Stift, Drehung, Fingergesten wie Zoomen, Scrollen und so Zeugs, umschalten auf die virtuelle Tastatur sobald das Gerät mehr als 180° geöffnet ist, das funktioniert alles direkt ab Installation.
 
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Habicht schrieb:
Ich hab auf nem Lenovo X13 Yoga Gen 2 ein Fedora mit Plasma-mobil am laufen
Die KIs (Gemeni, Claude) haben mir bei meinem Thinkpad X12 davon abgeraten. Evtl. sollte ich das mal ausprobieren. Ist eigentlich nur ein (Meta-)Package.

Ich glaub, ich zock erst mal Clair Obscure zu Ende. Dann nehm ich mir das Thinkpad noch mal richtig vor.

Habicht schrieb:
Stift, Drehung, Fingergesten wie Zoomen, Scrollen und so Zeugs, umschalten auf die virtuelle Tastatur sobald das Gerät mehr als 180° geöffnet ist, das funktioniert alles direkt ab Installation.
Drehung geht bei, Stift, Scrollen, Zoom klappt ebenfalls.

Die virtuelle Tastatur musste ich nachinstallieren. Aber ab und zu hat das Ding Macken. Wenn ich das Tablet von der Tastatur entkoppel, wird die virtuelle Tastatur manchmal nicht vollständig erkannt.

Was mich am meisten stört:
Die Gesten sind unzureichend. Mir fehlt eine "Zurück"-Geste. Ich kann zwar die virtuellen Desktops einblenden, aber einen Anwendungsumschalter gibt es nicht als Geste.
 
Tanzmusikus schrieb:
Warum nicht mal eine Debian-Distro ausprobieren?
Tatsächlich hadere ich mit mir selbst noch ob Debian oder Fedora.
Ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht wirklich sicher welchem von beiden ich den Vorzug gebe.
Debian ist halt etwas weniger aktuell, dafür etwas stabiler. Ebenso hat es weniger Balast out of the box dabei. Fedora ist etwas aktueller, aber auch noch recht übersichtlich ohne großen Bloat-Rucksack.
Tanzmusikus schrieb:
Wäre halt die Frage, ob das Surface mit entsprechenden Treibern versorgt werden kann.
Dafür ist ja der spezifische Kernel vom Linux-Surface Projekt gedacht. Der bringt integrierte Treiber und Anpassungen für die Surface Hardware mit, damit das gut funktioniert.
 
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Tanzmusikus schrieb:
@SavageSkull
Mit Backports ist Debian quasi so aktuell wie Arch oder Fedora
das stimmt so nicht, Arch und Debian Fedora sind doch noch mal einiges aktueller.

Beispiel Kernel: in Debian testing hast du momentan 7.1.8-2, in Fedora (Plasma mobil) läuft momentan 7.1.10 ;)

Falls du dich nicht entscheiden kannst, teste alle Distros, die für dich in Frage kommen.
100% Zustimmung - und dann natürlich das jeweilige System auch ne Weile nutzen.

Alternativ (hab ich mal selber so gemacht) alle einfach mal nebeneinander installieren und mit der Zeit kristallisiert sich dann das passende System raus. ;)
 
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Pummeluff schrieb:
Evtl. sollte ich das mal ausprobieren. Ist eigentlich nur ein (Meta-)Package.
Bei Debian ja, da gibt es nur den Weg über eine normale Installation mit KDE-Plasma und danach dann
Code:
apt install plasma-mobile

Bei Fedora ist es tatsächlich eine komplett eigene Distri die sich doch erheblich vom "normalen" Plasma unterscheidet (du kannst aber beim Login wählen welches du möchtest) - insbesondere sind deutlich weniger Programme vorinstalliert und das was "ab Werk" mitkommt, sind eigentlich alles Leichtgewichte.
Da ist bspw. kein LibreOffice dabei, auch kein Okular oder Dolphin - insbesondere das Fehlen von Dolphin hatte mich anfangs verwirrt, der vorinstallierte Dateibrowser erinnerte mich eher an den eingeschränkten Nautilus.
Lässt sich natürlich alles nachinstallieren und vom gesamten Aufbau her merkt man schon, dass es aus dem Hause KDE kommt.

Nachtrag: hier gibts Bilder dazu →https://www.computerbase.de/forum/threads/zeigt-euren-desktop-her.1134472/post-31650657
 
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