Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Ja. Und was hat das mit der Thematik zu tun?

ne ganze menge, wenns legal wäre und kontrolliert verabreicht werden würde, müsste man das nicht mehr, der gefahrenherd der verunreinigung wäre nicht mehr existent.
wenn du meinen post richtig liest, wirst du schon erkennen, was du meiner meinung nach, worauf reduzierst.
hab hier auch nirgendwo behauptet, das man die risikoforschung, oder überhaupt die drogenforschung einstellen sollte, im gegenteil.
es geht hier auch nicht um die wahrscheinlichkeit, ob droge xyz mit 10% oder 20% abhängig macht, sondern darum das es sinnvoller wäre, den menschen zu sagen, wenn ihr verdrängte traumata habt, psychisch labil seit usw. nehmt besser keine drogen.
man könnte auch versuchen klar zu machen, wo die grenzen von ab und zu, gewohnheitsgebrauch und sucht lliegen kurz gesagt: aufklärung statt kriminalisierung

@cerasus
warum willst du denn gleich alles was schädlich ist, verbieten bzw. unter medizinische aufsicht stellen? wieso denkst du, dass es im falle einer legalisierung zu erhöhtem missbracuh kommt?
und warum nimmst du dir eigentlich raus, zu sagen, das der nicht konsum für andere am besten ist?

übrigens ist die hanfplanze in der industrie zugelassen, ist aber halt nur industriehanf
(obwohl, obs in dtl auch so ist, bin ich mir nicht sicher)
 
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es sinnvoller wäre, den menschen zu sagen, wenn ihr verdrängte traumata habt, psychisch labil seit usw. nehmt besser keine drogen.

Ich bin da gegenteiliger Meinung:

Menschen mit Erkrankungen, darunter auch psychischen, verdienen es, Drogen zu erhalten, die das Leben wieder lebenswert machen.

Soweit ich weiß, gibt es da heutzutage auch eine gute Palette an Antidepressiva, Benzodiazepinen und dergleichen.

Aber aus reinem Hedonismus zu konsumieren halte ich für unangebracht, zumindest wenn es um gesellschaftliche Zielsetzungen geht. Es kann nicht Ziel einer fortschrittlichen Gesellschaft sein, sich zu berauschen.
 
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h3ld schrieb:
man könnte auch versuchen klar zu machen, wo die grenzen von ab und zu, gewohnheitsgebrauch und sucht lliegen kurz gesagt: aufklärung statt kriminalisierung
Das klappt ja bei Alkohol auch so gut...
Wenn du einmal im Gesundheitswesen tätig warst/bist, würdest du wissen, dass deine Vorschläge einfach nur naiv sind. Ich habe wirklich das Gefühl, dass hier einige in ihrem Wohnzimmer sich Ideen ausdenken, ohne die realen Probleme zu kennen. Alleine schon der Vorschlag bezüglich des Hinweises auf verdrängte Traumata und psychische Labilität ist realitätsfern.
Schon mal mit abhängigen Leuten zu tun gehabt? Dann viel Spaß beim beraten und erklären... Und selbst abseits der Abhängigen wirst du es nicht glauben, wie viele Leute beratungsresistent sind.
wenn du meinen post richtig liest, wirst du schon erkennen, was du meiner meinung nach, worauf reduzierst.
Dann helfe mir doch auf die Sprünge. Da ich von Toleranzentwicklung sprach und diese ein rein pharmakologisches Phänomen ist, kann ich der Aussage nicht folgen.

@ morning666

Für psychische Krankheiten gibt es bei entsprechender Indikation wie du schon erwähnt hast, zugelassene Arzneimittel. Die Einnahme muss aber von einem Arzt kontrolliert und festgelegt werden.
 
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h3ld schrieb:
wieso denkst du, dass es im falle einer legalisierung zu erhöhtem missbracuh kommt?


Zumal in Portugal, wie schon vor einigen Seiten durch einen Link auf Time.com belegt wurde, mit seinen äusserst liberalen Bestimmungen auch bei harten(!) Drogen, die wenigsten Drogensüchtigen in der EU leben, prozentual am Anteil der Bevölkerung gesehen. Mehr noch, Portugal war vor der Liberalisierung eines der Länder mit der höchsten Ziffer an Drogensüchtigen in Europa.
http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1893946,00.html

Das heißt da haben wir ein äusserst reales Gegenbeispiel zu der ewigen These, dass durch eine Liberalisierung die Anzahl der süchtigen steigt. Und auch in den Niederlanden ergibt sich ein ähnliches Bild. Wohingegen die ganzen Contra-Liberalisierungs-Leute nichts als Vermutungen und Befürchtungen vorweisen können.
 
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Menschen mit Erkrankungen, darunter auch psychischen, verdienen es, Drogen zu erhalten, die das Leben wieder lebenswert machen.

Soweit ich weiß, gibt es da heutzutage auch eine gute Palette an Antidepressiva, Benzodiazepinen und dergleichen.

ja ok, das hab ich doof formuliert. auf jeden fall sollten menschen, mit solchen problemen, medikamente verschrieben bekommen, ich meinte fälle in denen sich v.a. teenager aufgrund einer traumatischen kindheit mit allen möglichen sachen zu ballern. die meisten süchtigen fangen ja nicht aus spass an der freude an zu konsumieren, sondern um best. sachen zu vergessen/um abzuschalten

Aber aus reinem Hedonismus zu konsumieren halte ich für unangebracht, zumindest wenn es um gesellschaftliche Zielsetzungen geht. Es kann nicht Ziel einer fortschrittlichen Gesellschaft sein, sich zu berauschen.

wieso? ich denke nicht, dass man überhaupt gesellschaftliche zielsetzungen aufstellen sollte, die nicht das individuum in den mittelpunkt stellen, denn eine gesellschaft ist nur glücklich, wenn es die in ihr lebenden menschen sind. wer drogen konsumieren will, soll das von mir aus gerne tun.


@seppuku mir ist bewusst, dass das sehr idealistisch gedacht ist, und so einfach würde es wohl auch nicht funktionieren, aber so wie es jetzt ist, tut es das ja auch nicht. und ja, ich habe schon mit abhängigen zu tun gehabt, und weiß, dass das extrem problematisch ist, nur was soll die lösung sein, zwangseinweisungen? was würde deiner meinung nach funktionieren?
ich denke nicht das eine legalisierung zu verstärktem missbrauch führen würde, nossi hat ja schon 2 gute beispiele genannt, also warum nicht einfach legalisieren?
wenn heute (volljährige) menschen abhängig sind, kann man da auch nicht viel machen, außer gut zu reden, daran würde sich ja durch eine legalisierung nichts ändern.

mein vorwurf der reduktion bezog sich darauf, das du das phänomen des drogenkonsums in deinen bisherigen posts immer nur aus biologischer sicht betrachtet hast.
 
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Nossi schrieb:
Zumal in Portugal, wie schon vor einigen Seiten durch einen Link auf Time.com belegt wurde, mit seinen äusserst liberalen Bestimmungen auch bei harten(!) Drogen, die wenigsten Drogensüchtigen in der EU leben, [...]

Ha! Es hat doch jemand gelesen. Ich dachte das wäre in dem unproduktiven Schlagabtausch hier gänzlich untergegangen.

Aber die Leute hier sind womöglich so high, dass sie lieber philosophieren, obwohl es doch Fakten und Erfahrungswerte gibt. ;)
 
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Jede Droge sollte im Anbau, Verkauf, Erwerb legaliesiert werden der Konsum hingegen ist erst erlaubt wenn man eine Sachkundeprüfung über Drogen bestanden hat die über die Gefahren und korrekter Nutzung der Drogen hinweist.

Vorteile:
Kein Organsiertes Verbrechen mehr!
Weniger Vorbestrafte in Drogendelikten, Beschaffungskriminalität
Weniger Arbeit für die Polizei
Weniger Arbeit für die Gerichte

Nachteile
Steuern :D
 
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Und wie soll dann bitte der Konsum kontrolliert werden, wenn die Drogen frei verkäuflich sind?
 
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Hast du irgendeinen der vorherigen 287 Beiträge gelesen, oder warum setzt du die Diskussion jetzt wieder zurück auf null ?
 
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Wenn das so klar und einfach ist, warum unterliegen dann so viele Stoffe/AM der Verschreibungspflicht?
 
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Reden die da nicht von Kalifornien? :D

Wäre aber mal ein interessanter "Testballon" für den Rest der Welt!
 
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Oje, ja, natürlich Kalifornieren, was ich wieder schreibe ;)

Danke, Kpunkt.
 
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Das Problem beim Cannabis für pharmazeutische und damit medizinische Zwecke ist u.A. die fehlende Standardisierung der Pflanzendroge (im pharmazeutischen Wortsinn).
Ich wäre auch für eine streng kontrollierte eng begrenzte Legalisierung von Cannabis z.B. für MS-Patienten oder Krebspatienten im finalen Stadium.
Es ist allerdings eine Realitätsverzerrung oder Lüge der Cannabisanhänger, wenn sie behaupten, dass es sich nicht um eine Einstiegsdroge oder einen sehr schädlichen Stoff handeln würde.
Durch den Gebrauch sämtlicher Suchtstoffe wird das Dopamin- und Endorphinsystem des Menschen genau in die Richtung beeinflusst, die labile Persönlichkeiten zu Regelgebrauch (Missbrauch) bringt.
Ich habe einige Jahre in einer Apotheke gearbeitet, die am Substitutionsprogramm in der Stadt DüXXXXXXrf teilnimmt und kenne aus zahllosen Kundengesprächen den typischen Verlauf einer Süchtigen-"Karriere" nur zu gut. Und die fängt in 95% der Fälle mit dem ach so harmlosen Weed an, ob man es nun einsehen will oder nicht.
Würde Cannabis nun teilweise aus der Anlage I der BTMVV in die Anlage III überführt (also vom verbotenen Stoff zum eingeschränkt, in Zubereitungen verkehrsfähigen) dann würde auf lange Sicht eine Aufweichung
des Verbotes eintreten und irgendwann das Verbot fallen.
Die Gefahren, die in einer solchen Entwicklung liegen, sind unüberschaubar und kein Politiker in diesem Land kann dafür die Verantwortung übernehmen.

Würde nun die Beschaffungskriminalität bzw. die Kriminalität entfallen, die im eigentlichen Konsum liegt, dann wären zumindest ein paar Gefängniszellen leer.
Allerdings würden dann auch mehr Psychiatrien und Intensivstationen gebraucht werden.
Der körperliche und psychische Schaden der meisten synthetischen und pflanzlichen Drogen ist evident und nicht diskutierbar. Der Schaden, der durch den Konsum entsteht, muss durch die gesamte Gesellschaft getragen werden. Daher ist es legitim, wenn die Gesellschaft den Konsum weitestgehend verbietet und das Umgehen von Verboten sanktioniert.

Allein durch Arzneimittel sterben jedes Jahr viele Menschen, durch ärztliche Fehlbehandlung auch.
Und dann gibt es noch tatsächlich Menschen, die nachweislich schädigende Stoffe legalisieren wollen?!?
 
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@chancaine: Na ja, ich bin mir sicher, dass der Alkohol vor dem "ach so harmlosen Weed" kam in allen Fällen.

Aber wie gesagt, eine Komplettprohibition ist das sinnvollste, was man tun kann...
 
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Was gibt es da zu diskutieren? Was wer mit seinen Körper macht ist seine sache!
 
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@Smockil,

geil ! Kurtz und Knapp SO ISSES ! So lange man keine anderen Menschen damit in Gefahr oder Bedrängniss führt,Nötigt oder dergleichen..etc.

Soviel zur Freiheit
 
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Ist es nicht, solange er mit seinem Verhalten die Allgemeinheit mitschädigt und andere für die Folgen seines Handelns aufkommen müssen. Oder bist Du auch konsequenterweise dafür, dass dann jeder dieser Berufs-Junkies für seine Arztrechnungen selbst aufkommen soll?

Im Übrigen gibt es auch eine Fürsorgepflicht des Staates.
Die meisten, die über dieses Thema reden oder eine Meinung haben,
wissen doch nicht, worum es geht oder kenne die Grundlagen.

Ich würde mal behaupten, dass die Mehrzahl der Legalisierungsfans KEINE Ärzte, Apotheker, Chemiker oder Biologen sind.
Ergänzung ()

Denn die kennen die Wirkungen, Risiken und Langzeitschäden und wissen, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt eine freie Entscheidung nicht mehr möglich ist. Setzt diese doch einen freien Willen und einen
ungetrübten und unbenebelten Verstand voraus!
Ergänzung ()

morning666 schrieb:
Aber aus reinem Hedonismus zu konsumieren halte ich für unangebracht, zumindest wenn es um gesellschaftliche Zielsetzungen geht. Es kann nicht Ziel einer fortschrittlichen Gesellschaft sein, sich zu berauschen.

Dem kann ich nur zustimmen!!!
 
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Unter dem Aspekt der "Fürsorgepflicht" finde ich es aber dennoch ein wenig heuchlerisch. Denn wo bleibt die "Fürsorge" bei Alkohol und ganz besonders Tabak ?

Diese Übel sind schon viel zu tief verwurzelt, und die Bonzen der Tabakkonzerne haben ihre geldgeilen Finger da viel zu tief mit drinhängen. Ebenso ist die latente Alkoholsucht der westlichen Nationen ein Grund, weshalb man einfach Angst hat und Unwillens ist, den Alkohol zu verbieten. Wenn ich schon höre "Feierabendbier" oder "Genusstrinker"... dann ist klar dass es so kommt. Eine Prohibition muss ja nichtmal gleich als erster Schritt kommen.... aber doch wenigstens mal ein rigoroses Werbeverbot für Alkoholika, und zb ein Verbot das in Veribndung mit Genuss zu bringen. Meinetwegen Kapseln mit Alkohol gefüllt als legales Rauschmittel auf Rezept. Aber nicht Bier, Wein, und was weiß ich frei erhältlich im Supermarkt. Dass man sich schön was vormacht... "Bier ist ein Grundnahrungsmittel"...etc

Was das betrifft kann ich die Legalisierungsfans verstehen. Das ist einfach eine Doppelmoral. Aber nur aus dem Unmut über diese Heuchelei den Stoff zu legalisieren ist genauso falsch.
 
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