Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Eine Psychose kann unterschiedliche Ursachen haben, die mehr oder weniger bekannt sind.
- durch verschiedene Stoffe (zB LSD)
- Verletzungen des Gehirns
- Hirntumore/-verletzungen
- aber auch das abrupten Absetzen diverser Medikamente kann eine psychose auslösen
- ...
Das wären Beispiele für organische Psychosen.
Die Ursachen nichtorganischer Psychosen sind noch nicht wirklich bekannt. Da gibt es nur Hypothesen.
Es wird aber auch eine genetische Disposition diskutiert bzw. gilt als wahrscheinlich.

Die körperliche Abhängigkeit (die sich nach mehr oder weniger langem Gebrauch einstellt), kann man auf pharmakologischer Ebene erklären und ist an den Stoff gebunden. "Schön" sieht man das ja bei Benzos bzw. dem klassischen Beispiel Heroin.


@ herman munster

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
 
AW: Cannabis Legalisierung

Auslösen ist aber etwas anderes als Ursache.
Das ist ja das, was ich gemeint und irgendwo auch geschrieben habe. Ich sag ja, du nimmst die Sätze manchmal völlig aus dem Zusammenhang.

Das mit der Sucht (was du gerade scheinbar gleichsetzt mit Abhängigkeit) habe ich doch gerade erklärt. Das hast du leider auch aus dem Zusammenhang gerissen. Deshalb verstehe ich nicht, warum du da jetzt noch dran festhälst. Oder was wolltest du mit dem letzten Abschnitt jetzt sagen?
Ich weiß auch, dass man abhängig von Drogen werden kann.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku schrieb:
Außerdem bezog sich die Aussage von cerasus auf die absurde "Argumentation" von Ganzir und es war keine Gleichstellung von Waffen und Drogen per se...

Wenn du schon unterstellst, dass meine Argumentation absurd ist, dann führe doch mal bitte aus warum. Andere schlecht zu reden, da scheinen hier einige ganz groß drin zu sein.

cerasus schrieb:
Mal angenommen wir legalisieren alle Waffen, also vergessen die Waffengesetze. Würdet ihr dann euch eine Waffe besorgen?

Ja würde ich. In dem Thread hier geht es um die Legalisierung von Cannabis. Zum Thema Waffen gibt es schon den hier

cerasus schrieb:
Ich schade auch niemandem, wenn ich falsch einparke oder meinen Gurt nicht anlege, wieso brauch ich dann noch Gesetze? Oder anders herum, ich würde auch ohne Gesetze meinen Gurt immer anlegen, unabhängig davon ob es ein Gesetz dafür gibt oder nicht, also wieso gleich nicht legalisieren?

Doch zweite Reihe parken könnte Leute behindern die Fahrbahn zu benutzen, wozu sie ja auch da ist. Meiner Meinung nach könnte es den Menschen frei gestellt sein ob sie den Gurt anlegen oder nicht. Die möglichen Nachteile es nicht zu tun sind bekannt, wo ist also das Problem?

cerasus schrieb:
Bitte, bitte einer soll mir doch mal erklären was ein Rechtsstaat ist,...

Nun soweit ich weiß ist es ein Staat, in dem die Staatsgewalt von Gesetzen anhängt. Ein Staat in dem ein König von Gottes Gnaden herrscht ist kein Rechtsstaat, da dieser König tun und lassen kann was er will. Leute hinrichten, enteignen, ihnen was schenken, sie in den Adel erheben etc. In einem Rechtsstaat kann dies nicht ohne gesetzliche Grundlage geschehen. Todesstrafe ist zwar möglich (siehe USA). Allerdings nicht weil der US-Präsident sagt "bringt doch mal Person XY um", sondern weil irgend eine Sachverhalt vorliegen muss (Tatbestand), durch welchen diese Strafe "gedeckt" ist und nicht weil der Herrscher das will. Gewaltenteilung spielen hierbei auch eine entscheidene Rolle. Man könnte das sicher noch weiter ausführen, aber ich denke die Frage ist im Grund beantwortet oder zielte sie auf etwas spezielleres ab?

cerasus schrieb:
Ich wäre erst dann für eine Legalisierung, wenn die Mediziner/Psychologen/Soziologen (Verbände) in Deutschland sagen man könne es legalisieren. Nur aber erst dann, denn dann könnte ich das mit meinem Gewissen vereinbaren. Schließlich würden sehr intelligente Menschen sich damit auseinandersetzen und fähig sein diese Verantwortung auch zu übernehmen.

...

Wenn Politiker es übernehmen, dann haben wir ein großes Problem, wenn es schief läuft, denn Politiker sind nur temporär da. Die nächste Regierung schiebt es auf die alte und gut ist.

...

Und das schlimmste für mich ist eben, dass ihr euer verschissenes Geld über Menschenleben sieht. Ihr tut so als ob es euch den Abhängigen geht, also den Menschen, weil die dann weniger belastet wären, aber ihr lässt es überhaupt zu, dass es überhaupt soweit kommt. Wie widersprüchlich das ist, seht ihr gar nicht mal, weil wie gesagt das nur ein Vorwand für eure Legalisierung ist.

Ich bin dafür es zu legalisieren und wenn dies die Meinung der Mehrheit ist, sollte bzw. wird es auch legalisiert. Hat was demokratisches finde ich.

Wer wählt denn diese Politiker? Da wir in einem Rechtsstaat leben, einer representativen Demokratie soweit ich weiß, erscheinen Politiker ja nicht zufällig.

Man kann in den Thread viel hineinlesen und interpretieren, dass hier aber irgendwer die Ansicht vertritt oder der Auffassung, dass ihm/ihr Geld mehr bedeutet als ein Menschenleben, dieser Auffassung bin ich nicht. Das heißt aber nicht, dass ein Mensch sich nicht selbst zu Grunde richten kann/darf. Hat was mit Eigenverantwortung und evtl. auch Freiheit zu tun.
 
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Ganzir schrieb:
Wie bitte? Du entwertest dein Argument. Und merkst es nicht einmal.

Dein Argument war, dass ja nicht gleich die Anzahl der Konsumenten ansteigen werden, nur weil etwas legalisiert wird (Drogen in diesem Fall). So hast du nämlich argumentiert.
Dann sage ich dasselbe mit Waffen, und jetzt bejahst du diese Frage. Also die Anzahl der "User" würde doch ansteigen, somit ist das ein Widerspruch zu deiner Argumentation.


Doch zweite Reihe parken könnte Leute behindern die Fahrbahn zu benutzen, wozu sie ja auch da ist. Meiner Meinung nach könnte es den Menschen frei gestellt sein ob sie den Gurt anlegen oder nicht. Die möglichen Nachteile es nicht zu tun sind bekannt, wo ist also das Problem?
Dein Argument war, dass es doch nicht schädlich für andere ist, also Drogenkonsum (in erster Linie). Dann sage ich dasselbe fürs Parken und du argumentierst damit, dass es Leute behindern könnte. Das ist mir auch klar, aber es ging um die Gefahr für andere Menschen, so lautete dein Argument.
Ach so und du schreibst: "...könnte die Leute behindern", also muss es nicht. Und dieses Argument benutzt ihr auch immer wieder wenn es um Drogen geht. Es könnte jemand bekifft Autofahren, muss es aber nicht. Also so verharmlost ihr die Dinge.



Ok, sonst hast du mir erklärt was ein Rechtsstaat ist, so ungefähr. Nun jetzt auch bitte erklären wieso man Gesetze hat, wie sie Zustande kommen und warum sie Zustande kommen. Vielleicht merkst du ja dann was der Zusammenhang zu Drogen dabei ist. Achso und noch was, es wäre auch nett, wenn du mir das Betäubungsmittelgesetz erklären könntest. Weil was für Cannabis gilt, gilt auch für viele andere Dinge. Anabolika, Ecstasy, Amphetamine usw. Wieso Cannabis legalisieren und diese Dinge nicht? Was spricht dagegen? Wenn Alkohol schon eine Extrawurst ist, wieso sollte ausgerechnet Cannabis die zweite sein?


Ich bin dafür es zu legalisieren und wenn dies die Meinung der Mehrheit ist, sollte bzw. wird es auch legalisiert. Hat was demokratisches finde ich.
Zum Glück haben wir hier keine direkte Demokratie. Und ich wüsste nicht wieso die komplette Gesellschaft das Recht hat so ein heikles Thema beurteilen zu dürfen. Eine Meinung haben und kundtun ist ja erlaubt und finde ich auch in Ordnung, aber wie ich sagte, diesen Leuten bzw. uns fehlt die nötige Bildung (oder Fachwissen) dazu. So eine Verantwortung sollten wir nicht tragen, es gibt viel zu viele Bildleser in diesem Land... Abgesehen davon darf ich und andere Millionen Menschen in diesem Land gar nicht wählen. Es wäre also sehr nett, wenn ihr auf uns Rücksicht nehmt.

Wer wählt denn diese Politiker? Da wir in einem Rechtsstaat leben, einer representativen Demokratie soweit ich weiß, erscheinen Politiker ja nicht zufällig.
Ja, richtig. Habe ja auch nichts gegenteiliges behauptet. Ich sprach aber davon, dass Politiker nicht über solche Themen entscheiden sollten, sondern erst einmal nach Ratschlag fragen sollten und zwar die Akademiker in diesem Gebiet. Aber das ist natürlich ein Wunschdenken von mir. Die die von etwas Ahnung haben werden ja nie gefragt in diesem Land. Wieso auch? Die Politiker müssen schön dem Volk den Knochen zu werfen, damit sie weiter gewählt werden. Und wenn es schief läuft, na das war ja die alte Regierung. Dafür können die neuen nichts dafür.

Man kann in den Thread viel hineinlesen und interpretieren, dass hier aber irgendwer die Ansicht vertritt oder der Auffassung, dass ihm/ihr Geld mehr bedeutet als ein Menschenleben, dieser Auffassung bin ich nicht. Das heißt aber nicht, dass ein Mensch sich nicht selbst zu Grunde richten kann/darf. Hat was mit Eigenverantwortung und evtl. auch Freiheit zu tun.
Wirklich? Also so fahrlässig wie ihr seid und argumentiert, so ist es keine unwahrscheinliche Interpretation meinerseits. Ihr denkt nicht an eure Kinder, Familien, Bekannten, sondern wollt wegen der Freiheit alles erlauben solange die Mehrheit dafür ist. Und dann argumentiert ihr ständig mit Geld, Geld, Geld und erwähnt kaum die Risiken für Jugendliche, für Abhängige, für jeden und verharmlost die Dinge dermaßen.

Schaue dir doch mal an was die legalen Drogen verursachen. Du kannst doch nicht deine Augen verschließen und das alles vergessen. Und nehmen wir an wir haben Cannabis legalisiert, wo hört das auf?


@andiac

Wenn jemand die Wahrheit erkannt hat, schön und gut. Aber eine Wahrheit zu erkennen ist nur die halbe Miete. Denn wenn man auch diese Wahrheit belegt und beweist, dann ist auch die Wahrheit verständlich für andere Menschen. Darauf basiert die Wissenschaft.

Also diejenigen, die denken sie haben die Wahrheit erkannt, ihr müsst es nur noch beweisen. Wo ist das Problem? Aber ich bezweifle, dass die Wissenschaftler in diesem Gebiet sagen, dass die Wahrheit ist man solle Cannabis legalisieren.

Jede Wahrheit wirft auch ein Schatten. Ich sehe leider kein Schatten bzw. Leute, die in diesem Gebiet sich auskennen.

mfg
 
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Ja, richtig. Habe ja auch nichts gegenteiliges behauptet. Ich sprach aber davon, dass Politiker nicht über solche Themen entscheiden sollten, sondern erst einmal nach Ratschlag fragen sollten und zwar die Akademiker in diesem Gebiet.

100% Zustimmung.

Im Prinzip treffen Politiker ständig "fachfremde" Entscheidungen. Bzw ideologisch motivierte eben.

Kann dir, cerasus, uneingeschränkt zustimmen.

Diese Alkohol/Tabak-Doppelmoral sorgt imo dafür, dass die Sucht selbst in der Gesellschaft verweilt. Und solange das so ist, können wir nicht noch mehr legalisieren. Das Gegenteil muss der Fall sein.
 
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@ cerasus

In dem über mir zitierten Punkt stimme ich dir auch 100% zu.

Aber zu dem Rest gibt es nichts mehr zu sagen, außer (wie schon gefühlte 100.000mal):

Schau mal nach Holland und Portugal und mach dir selber ein Bild! So wie z.B. ich es schon gemacht habe.
Dann müssen wir über die Beweisfrage nicht mehr reden.
Davon abgesehen muss man bestimmte Dinge auch erstmal ausprobieren, um zu sehen wie es funktioniert.
Und Drogen waren tausende Jahre legal. Aber es ist keine Zeit (bis auf eine kurze mit Opium in China) dokumentiert, in der es wirklich Probleme gegeben hätte.
Opium wächst übrigens fast überall, auch hier.
Die Prohibition ist ein Witz. Und ihr fallt drauf rein. Sie nutzt einzig und allein den Kartellen (und ihren Verbündeten).
Ich hab´s an anderer Stelle schonmal erwähnt: Selbst die amerikanische CIA ist darin involviert.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Wie bitte? Du entwertest dein Argument. Und merkst es nicht einmal.

Ich entwerte gar nichts. Autos sind legal, schon mal darüber nachgedacht wie viele Menschen im Straßenverkehr umkommen? Sollte man jetzt Autos verbieten? Schau dir mal Länder an in denen Waffen legal sind bzw. legal leichter zu bekommen sind als hier. Die Verbrechen die dort mit Waffen begangen werden, werder zumeist mit illegal erworbenen Waffen begangen. Zwischen dem Legalwaffenbesitz der Bevölkerung und der Gewaltverbrechen mit Waffengewallt besteht kein Kausalzusammenhang. Aber wie gesagt das ist nicht Thema dieses Threads. Deiner Meinung nach verhalten sich Waffen und Drogen gleich, wirklich? In jedem Baumarkt kannst du Äxte und Kettensägen kaufen, deiner Logik zufolge müsste das in einem Massaker nach dem anderen resultieren, komisch nur, dass der Parkplatz vor dem örtlichen Hornbach nicht wie eine Gladiatorenarena nach dem Kampf aussieht.... warum wohl?

Ach so und du schreibst: "...könnte die Leute behindern", also muss es nicht. Und dieses Argument benutzt ihr auch immer wieder wenn es um Drogen geht. Es könnte jemand bekifft Autofahren, muss es aber nicht. Also so verharmlost ihr die Dinge.

Drogenkomsum behindert zunächst mal keine dritten. Es mag denjenigen einschränken, der sie konsumiert richtig. Das behindert aber keine anderen Menschen falsch parken unter Umständen schon. Richtig es könnte jemand bekifft Auto fahren, es könnte auch jemand besoffen Auto fahren, es könnte auch jemand mit Handy am Ohr Auto fahren, was genau so ablenkend ist wie das ein oder andere Promille, es könnte sich auch jemand ne Axt kaufen und damit auf andere einschlagen. Und? Endlose Kausalketten konstruieren, die einen normativ negativen Ausgang nehmen ist keine Kunst. Das Leben endet tödlich, deins auch, meins auch. Was ist damit bewiesen?

Nun jetzt auch bitte erklären wieso man Gesetze hat, wie sie Zustande kommen und warum sie Zustande kommen.

Nichts leichter als das. Ich vermute du sprichst von Gesetzen in einem Rechtsstaat, es sind einfach die normen der entsprechenden Gesellschaft auf Papier oder sonst wie festgehalten. Ändern sich diese Normen (man könnte auch sagen Verhaltenskodex oder gesellschaftlich erwünschtes Verhalten, aber das ginge jetzt zu weit), so ändern sich die Gesetze. Gesetze hängen also mit Rechtsstaatlichkeit eng zusammen, wie oben bereits angedeutet und sollen unter anderem verhindern, dass es zu LYnch-Justiz kommt, zu der es schnell kommen kann, wenn es keine verbindlichen für jeden einsehbaren Regeln gibt. Das macht diese Regeln aber nicht unumstößlich. Bis 1994 war Homosexualität, bzw. homosexuelle Handlungen in Deutschland nach $175 Strafbar. Dagegen sind homosexuelle Menschen auf die Straße gegangen, was vollkommen in Ordnung ist. Niemanden hat es mehr gestört als dieser Paragraph abgeschaft wurde. Die Normen haben sich also geändert, und das Gesetz wurde entsprechend abgeschaft. Jetzt kannst du natürlich die Frage stellen, woher Schwule und Lesben wissen, was gut für sie selbst ist und waurm Politiker so ein Gesetz ändern und das nicht von Sexualtherapeuten entschieden wird nicht wahr?

Wieso Cannabis legalisieren und diese Dinge nicht? Was spricht dagegen?

Nichts. Aber in diesem Thread geht und ging es um die Legalisierung von Cannabis und nicht um die legalisierung aller Güter, die man möglicher Weise konsumieren kann und die zur Zeit noch verboten sind.

Zum Glück haben wir hier keine direkte Demokratie. Und ich wüsste nicht wieso die komplette Gesellschaft das Recht hat so ein heikles Thema beurteilen zu dürfen.

Eben weil es eine Demokratie ist, ob direkt oder representativ spielt dabei keine Rolle. Die Staatsgewalt geht vom Volk aus und ob es super schlau oder stroh-doof ist spielt dabei überhaupt keine Rolle. Wenn deiner Meinung nach nur der Gebildete entscheiden darf, mag das ja deine Meinung sein, hat mit Demokratie aber nichts zu tun. Streng genommen heißt es nämlich, das Volk herrscht. Noch nichtmal die Mehrheit sondern alle und das tun sie weil sie Menschen sind, die von Natur aus frei und gleich sind und dieser Umstand allein gibt ihnen das Recht alle Entscheidungen zu treffen die sie wollen und wenn dieses Volk meint, das auf jedem öffentlichen Platz eine Badewanne voll mit Wackelpudding stehen sollte, in die jeder rein springen kann, der gerade das Bedürfnis dazu verspürt. Dann ist dies der einzige von ausreichenste Grund dafür eben diese Badewannen aufzustellen. Ob du das toll findest oder nicht. Ob das Sinn macht oder nicht. etc. pp. ist vollkommen egal und das gilt für alle anderen Entscheidungen auch. Wer schonmal was von Wisdom of Crowds gehört hat, weiß übrigens, dass Bildung für die findung von guten Entscheidungen keine Vorausetzung ist.

Ich sprach aber davon, dass Politiker nicht über solche Themen entscheiden sollten, sondern erst einmal nach Ratschlag fragen sollten und zwar die Akademiker in diesem Gebiet. Aber das ist natürlich ein Wunschdenken von mir. Die die von etwas Ahnung haben werden ja nie gefragt in diesem Land. Wieso auch? Die Politiker müssen schön dem Volk den Knochen zu werfen, damit sie weiter gewählt werden. Und wenn es schief läuft, na das war ja die alte Regierung. Dafür können die neuen nichts dafür.

Komisch, ich habe was davon gehört, dass Politiker Berater beschäftigen. Welche meistens Akademiker aus den entsprechenden Kreisen sind. Nebenherbemerkt widersprichst du dir hier. Politiker wollen wiedergewählt werden - richtig. Also werden sie bemüht sein Entscheidungen zu treffen, die dazu führen dass sie wiedergewählt werden, was nicht passiert, wenn sie was machen, mit dem das Volk nicht zufrieden ist. Die Logik, ich kann machen was ich will, trifft also gerade nicht zu, wenn ich wiedergewählt werden will.

Ihr denkt nicht an eure Kinder, Familien, Bekannten, sondern wollt wegen der Freiheit alles erlauben solange die Mehrheit dafür ist.

Sorry aber das ist ein Prinzip auf dem Demokratie basiert. Auch wenn Mehrheitsentscheide nicht immer das non plus ultra sind, sind sie einer der wenigen Möglichkeiten eine Demokratie mit vielen Millionen Bürgen funktionsfähig zu halten. Wie du zu dem Schluss gelangst, dass jemand der bei einem Volksentscheid abstimmt oder eine Partei wählt (womit es uninteressant ist ob wir in einer direkten oder representativen Demokratie leben) nicht an das Wohl seiner Kinder usw. denkt ist mir rätselhaft.

Schaue dir doch mal an was die legalen Drogen verursachen.

Sie verursachen gar nichts. Die einzigen die was verursachen sind Menschen. Wenn ein Mensch beschließt sich vor einen fahrenden Zug zu stellen, wird er sehr wahrscheinlich sterben. (Daher rate ich von einer solchen Tat auch dringend ab) das er stirbt ist aber nicht die Schuld des Zuges. Wenn ich einen Nagel in die Wand schlage und mir auf den Daumen haue, ist das nicht die Schuld des Hammers. Aber wenn ich mir den goldenen Schuss setze, dann ist es die Schuld der Drogen, ah ja... vollkommen klar und logisch.

Wenn jemand die Wahrheit erkannt hat, schön und gut. Aber eine Wahrheit zu erkennen ist nur die halbe Miete. Denn wenn man auch diese Wahrheit belegt und beweist, dann ist auch die Wahrheit verständlich für andere Menschen. Darauf basiert die Wissenschaft.

Also diejenigen, die denken sie haben die Wahrheit erkannt, ihr müsst es nur noch beweisen. Wo ist das Problem? Aber ich bezweifle, dass die Wissenschaftler in diesem Gebiet sagen, dass die Wahrheit ist man solle Cannabis legalisieren.

Und das ist Unsinn. Beweisen kannst du in der Mathematik, du kannst auch beweisen, dass Schwerkraft exisitert, du kannst aber nicht beweisen, warum Schwerkraft exisitert, du kannst auch nicht bewiesen, ob es "gut" ist, dass Schwerkraft exisitert. Das wäre nämlich die Frage nach absolutem Wissen. Absolutes Wissen kann aber nicht erlangt werden da der Mensch zu dieser Erkenntnis gar nicht fähig ist. Was du forderst ist, dass es nur eine richtige Antwort auf jede Frage gibt. Nun wenn es die geben sollte, dann haben die Menschen diese seit beginn der Spezies nicht gefunden und dann ist Abstimmen die Zweitbeste Lösung. Gibt es keine absolut richtige Antwort auf jede Frage, dann ist Abstimmen die beste Lösung und Wissenschaft basiert darauf, zumindest in der Neuzeit, dass nur emprisch belegbares als Wahr angenommen wird. Wo ein Beweis möglich ist, kann es erbracht werden, wo er nicht möglich ist, wird von Wissenschaftlern auch nicht gefordert diesen zu erbringen, da es nicht möglich ist. Normative Urteile sind nicht beweisbar wie man mit Betäubungsmitteln umgeht oder umgehen sollte, ob Analsex ok ist oder nicht, ob man Links oder Rechts fährt, dass man bei Rot hält und bei Grün fährt. etc. etc. etc. sind genau solche Dinge auf die es keine Antwort geben kann. Wenn du das nicht verstehen willst/kannst ok deine Sache.

@andiac:
Die Prohibition ist ein Witz. Und ihr fallt drauf rein. Sie nutzt einzig und allein den Kartellen (und ihren Verbündeten).

Ganz genau, ebenso jede Art von Protektionimus. Nütz immer nur einer ganz kleinen Gruppe von Menschen, aber das scheinen viele ja nicht zu verstehen (wollen).
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Hmm. Ok das führt zu einer Zitatschlacht. Ich kürze es mal ab.

Ich habe lediglich so argumentiert, wie du und andere es vorher getan haben. Nur um zu zeigen wie schwachsinnig die Art und Weise der Argumentation ist. Und dann im Nachhinein erklärst du mir wie blödsinnig ich argumentiere. Ja, schön das du es erkennst, denn genau auf diese Weise hast du nämlich argumentiert.

Dein Beispiel mit der Badewanne. Der Staat ist nicht pflichtig deinen persönlichen Vorlieben nachzugehen. Auch wenn die Mehrheit es wünscht. Dazu hat man private Unternehmen, die das ermöglichen. Der Staat ist dazu verpflichtet die Grundbedürfnisse zu abdecken. Du kannst doch nicht mit den Steuergeldern machen was du willst. Denn jeder hat seine eigenen Vorlieben und auch wenn die Mehrheit der Gesellschaft eine Badewanne möchte, dann bleibt das trotzdem eine Vorliebe und kein notwendiges Bedürfnis der Menschen.

Drogenkomsum behindert zunächst mal keine dritten. Es mag denjenigen einschränken, der sie konsumiert richtig. Das behindert aber keine anderen Menschen falsch parken unter Umständen schon.
Unter Umständen schlägt dich der Betrunkene zusammen. Unter Umständen behindert mein Falschparken. Also wenn es um Drogen geht, dann guckst du was es in erster Linie macht und beurteilst es. Wenn es ums Falschparken geht, dann schaust du was es unter Umständen passieren könnte. Doppelmoral wtf.

Und abgesehen davon, dass Drogen in erster Linie nicht schaden würden, ist lächerlich. Ich habe schon mehrmals erläutert, dass Drogenkonsum sowohl dritten schadet. Gewalt in der Familie, Gewalt in der Gesellschaft, Jugendliche, Vergewaltigung, Autofahren, usw.

Und dann gibt es noch emotionale Schäden. Also dass zum Beispiel eine Mutter mit sehen muss wie ihr Sohn dahin krepiert, weil er abhängig ist.

Deine letzte Argumentation eröffnet mir praktisch die Tür für alles. Mit der Begründung kann ich alles rechtfertigen. Wir können ja keine absolute Wahrheit erlangen, also kann ich alles so interpretieren und rechtfertigen wie es mir passt. Sehr clever.

Wie ich schon sagte, für die Legalisierung von Cannabis erfindet ihr unzählige Argumente und rechtfertigt euch damit. Aber genau diese Argumente könnte ich praktisch für alles oder für viele Dinge benutzen. Wieso also jetzt Cannabis hier als eine Ausnahme gesehen soll und wir die Argumente beim Cannabis gelten lassen sollen und bei anderen nicht, ist mir nicht verständlich.

Diese Stammtischparolen a la "jeder soll selbst entscheiden war er macht", "man konsumiert schon seit Tausenden von Jahren und niemand hat es gestört" oder "Drogen schadet ja niemanden, nur eventuell unter Umständen" finde ich persönlich lachhaft.

In gefühlten 300 Ländern sind Drogen verboten, auch Cannabis. Aber 2 Länder versuchen ihr Glück mal und das soll die Leitlinie für uns sein. Genau, wunderbar.

Auch wenn ich mit meiner Überzeugung nicht recht haben sollte, ich lasse mich nicht von subjektiven Meinungen beeinflussen. Erst wenn Ärzte oder wer auch immer anfängt zu sagen, ja man könne es legalisieren, werde ich meine Meinung ändern.


Und nochmals von mir aus sollte man alle Pflanzen der Welt für wirtschaftliche Zwecke benutzen können auch für die Medizin. Aber nicht damit Menschen sich für NICHTS kaputt machen können . Dafür ist das Leben zu wertvoll.

mfg und dieses Mal bin ich wirklich raus aus hier
 
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Schade, dass du raus bist.
Denn dein Hauptanliegen "Aber nicht damit Menschen sich für NICHTS kaputt machen können " teile ich eigentlich mit dir.
Vollkommen wirst du das aber vermutlich nicht verhindern können. Und es gibt weitaus sinnvollere Wege dahin, als ein Drogenverbot. Ein wichtiger Punkt dabei ist die von mir geforderte verstärkte Aufklärung (am besten in den Schulen). Desweiteren sollten wir generell viel aufmerksamer und empathischer mit unseren Mitmenschen umgehen. Dann erkennen wir auch viel besser deren Probleme und können solchen massiven Drogenmissbrauch, wie du ihn angesprochen hast, im Vorfeld oft schon verhindern.

P.S.: Dein komischer versuchter Seitenhieb, eine Wahrheit einfach als "Stammtischparole" abzutun, war ehrlich gesagt sehr schwach. Da hätte ich mehr von dir erwartet. Vielleicht mal ein Einsehen a la "oh, ja. da hast du wohl recht." Oder kann man sowas von dir nicht verlangen?
 
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AW: Cannabis Legalisierung

aber nicht damit Menschen sich für NICHTS kaputt machen können .

Gegnau das ist aber das recht eines jeden einzelnen. Ich kann mir auch Löcher in die Haut stechen lassen und Ringe durchziehen, manch Menschen finden das schön. Du kannst auch so viel Salz essen, dass du stirbst etc. pp. Es liegt nunmal im Ermessen jedes einzelen was er mit sich selbst anstellt.

Auch wenn die Mehrheit es wünscht. Dazu hat man private Unternehmen, die das ermöglichen. Der Staat ist dazu verpflichtet die Grundbedürfnisse zu abdecken.

Der Staat (und das sind die Menschen die in ihm leben) wird genau das tun was die Menschen die in ihm leben wollen und die sind es auch die entscheiden was öffentliche Einrichtungen zu leisten haben und was nicht.

Also dass zum Beispiel eine Mutter mit sehen muss wie ihr Sohn dahin krepiert, weil er abhängig ist.

Dann hat sie als Mutter versagt. Wenn ich mein Kind vor dem verbrennen nur dadurch schützen kann, dass es ich vom Feuer fernhalte, habe ich als Elternteil versagt und zwar auf voller Linie. Kinder die verantwortungsbewusst erzogen werden, entwickeln die Fähigkeit zu beurteilen, was für sie gut und was schlecht ist.

Deine letzte Argumentation eröffnet mir praktisch die Tür für alles. Mit der Begründung kann ich alles rechtfertigen. Wir können ja keine absolute Wahrheit erlangen, also kann ich alles so interpretieren und rechtfertigen wie es mir passt. Sehr clever.

Das ist nicht meine Argumentation, es ist der Stand der Dinge und wenn man sich mal ein wenig mit Erkenntnistheorie und der Ideengeschichte befasst, dann weiß man das auch. Ja und es öffnet allem die Tür. Es liegt nunmal an den Menschen zu entscheiden was sie möchten. Das wird ihnen niemand abnehmen.

In gefühlten 300 Ländern sind Drogen verboten, auch Cannabis. Aber 2 Länder versuchen ihr Glück mal und das soll die Leitlinie für uns sein. Genau, wunderbar.

Und wenn 5 Milliarden Menschen behaupten das 2 + 2 = 5 ist, dann ist es deswegen noch lange nicht richtig. Hier kann der beweis erbracht werden. Bei anderen Dingen nicht. Wie viele etwas tun, ist mit nichten ein Indiz dafür, dass es richitg sein muss.

Auch wenn ich mit meiner Überzeugung nicht recht haben sollte, ich lasse mich nicht von subjektiven Meinungen beeinflussen. Erst wenn Ärzte oder wer auch immer anfängt zu sagen, ja man könne es legalisieren, werde ich meine Meinung ändern.

Aha und wenn irgendein Politker oder Politikwissenschaftler oder Ethnologe sagt es ist gut bestimmte Menschen aufgrund Ihrer Herkunft zu verfolgen, dann ist das vermutlich auch richtig, denn der hat sich ja damit beschäftigt und muss es besser wissen als alle anderen nicht wahr?

Leider nein, die traurige Erfahrung was passiert/passieren kann, wenn man sich jeder Eigenverantwortung zu entziehen versucht und lieber anderen Menschen hinterherläuft "die ja wissen was richtig ist" hat dieses Land leider schon mach müssen. Und jetzt wird hier allen ernstes Argumentiert man sollte diese Entscheidungen den Leuten überlassen, die ja wissen was gut für die Menschen ist. Soso manche lernen es eben nie.
 
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@ Ganzir

Man kann Entscheidungen aber zum Wohle des Entscheidungsträgers beeinflussen. Deshalb finde ich, liegt er nicht komplett daneben. Nur die Mittel, die er dazu benutzen will, sind (in meinen/unseren Augen) z.T. extrem fragwürdig.
 
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Als Vater eines fast 40-Jährigen, der -nun 23 Jahre kiffend- nicht nur seine Gesundheit und sein berufl. Fortkommen, sondern auch die Gesundheit seines Vaters ruinierte, bin ich gegen die Legalisierung.
Nichts gibt deutlicher die Unkenntnis der Materie zu erkennen, als mit positiven medizinischen Aspekten beim Einsatz von Cannabis zu argumentieren.

Oder gar sich auf "Grundrechte in einer Demokratie" beziehen: Wohl wieder zugekifft?
Sepp
 
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Tut mir leid um das Schicksal. Ich kenne ähnliche Schicksale.
Und die alle gibt es trotz Verbot. In Holland und Portugal gibt es ohne Verbot weniger solcher Schicksale. Entsprechende Links wurden schon zuhauf gepostet.
Mehr sag ich an der Stelle nicht. Ich will niemandem zu nahe treten.
Ich hab ohnehin etwas anders argumentiert, als gerade kritisiert wurde.

MfG
 
AW: Cannabis Legalisierung

Man kann Entscheidungen aber zum Wohle des Entscheidungsträgers beeinflussen.

Ja vollkommen richtig, aber das bedeutet Menschen verantwortungsbewusst zu erziehen, wie oben schon beschrieben. Wenn ich einem Kind sage "spiel nicht mit dem Feuerzeug und es ihm wegnehme" dann ist es nur eine Frage der Zeit bis mein Haus abgebrannt ist. Das gleiche gilt für Waffen, Drogen usw. usw. Bekommen es die Leute dann doch in die Finger übt es den Reiz des verbotenen und fremden aus, mit der sehr tragischen nebeneffekt, dass man keine Ahung hat, was man in Händen hält und was man damit anrichten kann und dann passiert der ganze Mist, den im Prinzip niemand will.

Es kommt doch nicht von ungefähr, dass Mitschüler die man aus der Schule kennt, denen zu Hause schläge oder Hausarrest oder sonst was für einen Schwachsinn angedroht wurde, wenn sie beim Rauchen erwischt würden, die sind, die beim Koma-Saufen vorne mit dabei sind, die man als erste von allen mit der Kippe im Mund sieht und die u.U. auch noch weiter gehen.
 
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"Es kommt doch nicht von ungefähr, dass..."

Richtig. Ich stimm dir ja auch zu. Ich wollte den Einwurf nur loswerden, weil ich von Bevormundung zwar auch nichts halte. Aber ich halte wie du etwas von wirklicher Hilfe etc. ;)
 
AW: Cannabis Legalisierung

Wie ist "wirkliche Hilfe" zu definieren?
Ich kenne nur verschiedene Lösungsansätze, von denen im Laufe der Zeit ein (1) Erfolg versprechender immer weiter verfeinert wird, um dem einzelnen -und nur diesem 1(!) Individuum- gerecht zu werden.
Sagt sich leicht, liest sich schön, nur vergessen wir doch nicht, dass unsere Gesellschaft eine geradezu perverse Leistungs-Gesellschaft ist.
Der Ansicht, dass Erziehungs-Fehlleistungen des Elternhauses immer/meist die Auslöser für ein "Fehlverhalten" der Kinder sind/waren, stimme ich nicht zu.
Hier wird in m. E. entwürdigender Weise die Entscheidungsfreiheit des einzelnen Menschen (-Geistes) entwertet. Drogenabhängige sind niemals nur "Opfer"! Ausgenommen natürlich jene, die bereits im embrionalen Zustand von der (schwangeren) Mutter abhängig wurden.
Sepp
 
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Natürlich sind Menschen normalerweise nicht nur Opfer.
Ich seh es auch so wie Du/Sie, dass zumindest der schlimmste Teil der "perversen Leistungsgesellschaft" geschuldet ist. Dieses System, was größtenteils auf Ausbeutung beruht, macht die meisten von uns zu Tätern und Opfer. Die einen sind mehr Täter, die anderen mehr Opfer. Ein paar wenige befinden sich nicht direkt in diesem Kreislauf und leben ein wirklich menschenwürdiges Leben.

Die Hilfe, die ich meine, habe ich schon ein paarmal beschrieben. Einerseits sollte mehr Aufklärung (z.B, in Schulen) betrieben werden. Andererseits sollten wir alle etwas aufmerksamer und einfühlsamer mit unseren Mitmenschen umgehen. So können wir uns aus diesem Täter/Opfer-Kreislauf befreien und können die Probleme, die wir alle haben (die einen mehr, die anderen weniger) lösen und somit natürlich auch dem Drogenmissbrauch vorbeugen.
Außerdem gibt es ja auch noch die Möglichkeit eine Therapie zu machen. Die Möglichkeit gibt es aber so oder so.

MfG
 
AW: Cannabis Legalisierung

Wenn deiner Meinung nach nur der Gebildete entscheiden darf, mag das ja deine Meinung sein, hat mit Demokratie aber nichts zu tun. Streng genommen heißt es nämlich, das Volk herrscht.

Tja was dann aber passieren kann, wenn man den Ungebildeten/Plebiszitären zuviel Mitspracherecht einräumt, das sieht man ja an der Weimarer Republik.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Ich bin auch der Meinung, dass zwar nicht unbedingt die Gebildetsten, aber die mit den besten Ideen die größten Verantwortungsposten übernehmen sollten.
Zu einer guten Idee gehört allerdings, dass man das Volk auch wirklich komplett mit einbezieht. Tut man das, wird man auch der Demokratie wieder gerecht.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Sepp6 schrieb:
Oder gar sich auf "Grundrechte in einer Demokratie" beziehen: Wohl wieder zugekifft?

Ich denke Anfeindungen dieser Art können wir uns sparen, da sie nicht konstruktiv sind und auch zu sonst nichts führen. Dein Schicksal mag als tragisches gewertet werden, dennoch komme ich nicht umhin andiac dahingehend bezupflichten, dass du dieses trotz des aktuellen Verbots erlitten hast. Dieses Verbot also gerade nicht das bewirkt hat, was man sich davon erhofft - leider.

Elterliche Fehlleistung mögen nicht der alleinige Grund sein für das Verhalten eines Menschen sein - richtig - jeder trifft sein Entscheidungen letzten Endes allein, egal was er/sie für eine Erziehung genossen hat.

Zum Thema "perverse Leistungsgesellschaft" nur so viel: Es gab keine Zeit von der bekannt wäre, dass die Menschen einen höheren Lebensstandard genießen als heute. Was Wohlstand angeht, haben wir alle die wir in diesem Forum posten das große Los gezogen, denn ansonsten wären wir dazu gar nicht in der Lage, sowohl was technische Voraussetzung als auch Bildung und die Zeit zu haben eben dies zu tun angeht. Es gibt immer noch eine ganze Menge Länder in denen ist es nicht selbstverständlich, dass ein Mensch lesen und schreiben kann, geschweigen denn einen Internetanschluss hat, oder gar ausreichend Trinkwasser. Was diese Thematik angeht, kann ich nicht anders als allen Bewohnern von Industriestaaten dazu zu raten, mal lieber das Schnüttchen zu halten, sonst wird die Scheinheiligkeit im Endstadium die da manche befallen zu haben scheint gar zu offensichtlich. Was nicht heißt, dass ich und ich hoffe auch andere nicht für Verbesserungsvorschläge ein offenes Ohr hätte. Missstände anzuprangern ist immer leicht, mal etwas vorzuschlagen, was Abhilfe schafft, da ist schon weit weniger zu hören - komisch.
Was wäre denn die Alternative zur "perversen Leistungsgesellschaft"? Zurück zu Subsistenzwirtschaft, da gibt es dann auch keine Arbeitsteilung und auch keine Ausbeutung (im marxschen Sinne - solltest du diese gemeint haben) mehr. Zu dumm nur, dass man dann mit 8h Arbeit nicht mehr hinkommt um zu überleben, geschweige denn den Lebenstandart zu haben den wir genießen. Computer, Fernseher und Autos produziert dann nämlich keiner mehr, bzw. kann keiner mehr produzieren. Ach ja und dann wäre es noch anzuraten Zeit seines Lebens 8 - 12 Kinder zu zeugen / zu gebähren um sichzustellen, dass davon 1 - 2 übrig bleiben, der Rest wird nämlich harten Wintern, Grippewellen (für die es keine Krankenhäuser mehr gibt) und Hungersnöten zum Opfer fallen. Es ist immer wieder bemerkenswert, welche Lebensfreude Kinder an den Tag legen, die ihr dasein auf einer Müllkippe in Kairo fristen, während der Europäer, bei dem der Champagner sprichwörtlich aus dem Wasserhahn kommt sich darüber beklagt wie beschwerlich doch das Leben sei. Ist es das wirklich? Oder könnte es daran liegen das wir alle so viel Zeit haben und uns ums Überleben so wenig gedanken machen müssen, dass die kleinsten aller nur möglichen Unannehmlichkeiten wie die größten nur möglichen Probleme auf uns wirken und wir auch noch die Zeit dazu haben, darüber zu meckern, anstatt sie einfach zu beheben?

Ist aber alles wieder sehr OT.
 
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