AW: Cannabis Legalisierung
Also ich bin auch mittlerweile fast 38 Jahre alt und kein Kiffer dennoch muss man klar sagen wenn man sich alle Fakten anschaut:
Die Legalisierung von Cannabis ist längst überfällig.
Nehmen wir doch mal die Geschichte zu Hilfe:
In den sechzigern und siebzigern wurde begonnen das Verbot aktiv durchzusetzen.In dieser Zeit nahm man gerne das Schlagwort "Einstiegsdroge" um das Verbot zu rechtfertigen.Heutzutage nimmt man z.b. die Gefährlichkeit von hochgezüchtetem Marihuana als Argument.
Was mir auffällt ist das immer ein Konstrukt erzeugt wird um das Verbot zu rechtfertigen,dabei sind die meisten Argumente die gegen Cannabis sprechen entweder zu entkräften oder auch bei legalen Drogen (meist schlimmer) vorhanden.
Gerne wird auch das Argument der Gefährlichkeit der legalen Drogen angeführt um zu rechtfertigen keine weitere Droge legal zuzulassen.
Was dabei vergessen wird ist leider die Tatsache das Cannabis nunmal in unserer Gesellschaft erhätlich ist und somit das Rad nicht neu erfunden wird.
Hier im Ruhrgebiet kommen Jugendliche leichter an Cannabis wie an Alkohol,das muss zu denken geben.
Ein weiterer Aspekt ist das man sich fragen sollte wer durch das verbot wirklich geschützt wird wenn man doch so leicht an diese Droge rankommt?
Gehen wir mal von 4 Millionen gelegentlichen Cannabis Konsumenten aus,nehmen wir da mal die Hardcore User raus welche sagen wir mal 1 Million betragen.
Rechnen wir nur mal im Durchschnitt einen Verbrauch von mindestens 1 Gramm pro Tag (in der Praxis eher mehr),kommen wir auf einen Verbrauch von 1 Million Gramm,bzw. auf eine 1 Tonne pro Tag und das nur für die Hardcore Konsumenten.
Rechnen wir mal einen Durchschnittspreis von 6 euro das Gramm,sind es so mindestens 6 millionen Euro am Tag.Im Monat dann schon 180 Millionen,im Jahr schlappe 2,1 Milliarden Euro und das nur in Deutschland.
Wohlgemerkt nur bei täglichen Kiffern und einem angenommenen Verbrauch von 1 Gram pro Tag.
In wirklichkeit sollte der totale Verbrauch aller Kiffer mehr sein so das wir mit einem Umsatz von bestimmt 5-10 Milliarden pro Jahr rechnen können.
Wer verdient dieses Geld?Wohin fliesst es?Die Antwort kann sich jeder selber geben.Wenn man den globalen Umsatz nimmt sieht man gut welche unvorstellbaren Geldmengen nur mit der Droge cannabis verdient werden.
Und da komme ich zu dem Punkt wo ich mich Frage:
Wer soll von dem Verbot wirklich profitieren?
Sind es wirklich die Bürger die vor einer unheilvollen Droge geschützt werden sollen oder ist es die Drogenmafia und allen an dem illegalen Verkauf beteiligten Personen?
Wer hat wirklich ein Interresse daran den Status Quo beizubehalten?
Ich meine man muß sich doch nur mal vor Augen halten das man in Deutschland innerhalb einer Stunde jede Menge Cannabis besorgen kann.Wer rauchen möchte kann dies jetzt auch tun.
Aber es wird eine Gefährlichkeit suggeriert um den jetzigen Status bei zu behalten,dabei ist Cannbis gar nicht so gefährlich wie gemeinhin angenommen.
Dies ist kein Spruch, sondern Fakt. Die Harmlosigkeit von Cannabis wird von Experten, die sicher keine Dauerkiffer sind, bestätigt:
Cannabis ist dermaßen harmlos, daß es nicht mal unter den Top 20 im
Drogenranking der 20 gefährlichsten Drogen auftaucht...
„..Drogen-Ranking der Universität Bristol. David Nutt und sein Forscherteam ließen rund 40 Drogenexperten, darunter Chemiker, Pharmazeuten, Ärzte, Psychiater und Polizisten,
20 gängige Drogen nach ihrer Gefährlichkeit einstufen...“:
www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/drogen-ranking_did_15082.html
Wie gesagt ich bin kein Kiffer und selbst wenn überall in jedem Geschäft Cannabis zu kaufen wäre,würde ich das Zeug nicht anrühren.
Doch muß man die Fakten um das Verbot auch sehen und jeder der sich für ein Verbot ausspricht sollte sich fragen ob und wen er wirklich schützen möchte (wenn auch unbewusst)