Rechenleistung verkaufen

Tobias0815

Cadet 2nd Year
Registriert
Aug. 2019
Beiträge
19
Hallo Zusammen,

ich habe in meiner Windkraftanlage ein Computerrack laufen. Im Rack sind 6 x Tesla V100 GPU's installiert und idlen teilweise nur vor sich hin. Über 50 MBit Datenleitung (synchron) kann ich die Rechenleistung zur Verfügung stellen.
Kennt jemand einen Abnehmer der möglicherweise Batch-Jobs auf den Karten laufen lassen möchte und was kann mir pro GPU-Stunde gezahlt werden?

Bin dankbar für alle Hinweise

Gruß

Tobias
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Katusch
Wie viel man dafür bekommt, weiß ich nicht.
Aber es gibt das BOINC Programm, wo gezielt Rechenleistung „gestiftet“ werden kann.
 
Du hattest Geld für ne Windkraftanlage, min. 42.000€ allein für die Teslas aber kommst bei der Frage nicht weiter? Und das als ersten Beitrag? Wrs glaubt...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: King_Rollo, gesperrter_User und konkretor
Tobias0815 macht im Augenblick bestimmt Beweisfotos von seiner Windkraftanlage und den Teslas. 👀
Wenn ich die für gut befunden habe, geht es hier weiter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: uincom, King_Rollo, SSD Turbo und eine weitere Person
Hallo Zusammen,

hier die Bilder zur WEA, Rack und Tesla:
#entfernt#

Das ist noch ein Prototyp. Wir könnten aber noch viel mehr Rechner in WEA bauen, wenn wir die Rechenleistung verkauft bekommen.

Gruß

Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: flym, Tronix, gesperrter_User und 3 andere
Dank Cloud-Computing ist das ein totes Geschäftsmodell. Amazon AWS, MS Azure und Co. bieten Rechenleistung flexibler und günstiger an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: new Account()
AWS kostet die V100 dediziert (also keine batch Jobs) ca. 3$ die Stunde, inklusive potenter CPU, RAM und Festplattenspeicher.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: new Account()
Hallo Evil E-Lex,

was heißt günstiger? 3,-€/GPU/h wie aus den gängigen Angeboten hervorgeht schlagen wir. Wir haben günstige Energie für den Preis und grüne Energie für das Image. Zudem europäisches Datenrecht.
Uns reicht eine Nische. Wenn wir erfolg haben, können wir eine Edge-Infrastruktur aufbauen um die Anwendungen des moderne IT-Mixes bedienen zu können.
Latenz wird immer wichtiger für Anwendungen an der Kante. Hier können wir punkten. Um da hinzukommen, müssen wir aber erst klassisch mit den Cloud-Anbietern konkurrieren, da hast Du absolut recht. Ich hoffe aber auf die Nerds, die nicht AWS, Azure und Co. abhängig sind.

Gruß

Tobias
Ergänzung ()

Hallo7, dass passte genau zu meiner Antwort. CPU und RAM haben wir auch.
Ergänzung ()

Okay $ und €.
 
Jetzt mal ganz ehrlich, woher hast du als Privatperson eine Windkraftanlage?
Vor allen eine einzige in weiter Flur? Gibts bei euch keine Raumordnung?
 
Da bin ich nicht der Einzige. Das war in den 90'ern das klassische Modell für Windkraftanlagen. Die Anlagen werden jetzt 20 Jahre alt. Die Vergütung für den Strom wird ab 2021 massiv reduziert. Die Anlagen brauchen deshalb weitere Einnahmen um weiter betrieben werden zu können. Deshalb wollen wir jetzt Rechenleistung verkaufen, um den Strompreis subventionieren zu können.
Öko-Spinner waren und sind wir. Jetzt hoffen wir, dass uns die Digitalisierung hilft den sauberen Strom weiter produzieren zu können.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FNCReZ
Tobias0815 schrieb:
Das ist noch ein Prototyp. Wir könnten aber noch viel mehr Rechner in WEA bauen, wenn wir die Rechenleistung verkauft bekommen.
Ihr habt eine Prototyp gebaut bevor ihr euch um die zentrale Frage gekümmert hat, wie man damit überhaupt Geld verdienen kann?
Tobias0815 schrieb:
Die Anlagen werden jetzt 20 Jahre alt. Die Vergütung für den Strom wird ab 2021 massiv reduziert.
Damit ist die Energiewende dann auch bald wieder vorbei, da die meisten Anlagen nur durch die üppige Förderung wirtschaftlich betrieben werden können. Ihr habt doch in den 20 Jahren gut verdient, wenn ihr keine groben Fehler gemacht habt, jetzt müsst ihr schauen ob Repowering sich rechnen würde oder ab wann eben der Abriss wirtschaftlicher als der Erhalt ist.
 
Wir wollen ein Geschäftsmodell aufbauen und investieren dazu in neue Technik. Ohne Risiko geht da nichts. Hat bei den Windkraftanlagen ja auch geklappt, wie Du schreibst.
Das Repowering haben wir natürlich geprüft. Der Abriss ist aber keine Lösung, weil wir dann regenerative Erzeugungskapazität verlieren und das, wollen wir nicht wegen dem Klimawandel. Daher nehmen wir 5% der Energie aus der WEA und machen damit Rechenleistung. Wenn wir die Erlöse s.o. (3USD/GPUh) bei einer Auslastung von 40% erreichen, deckt das die Betriebskosten und wir können die WEA weiter betreiben.
 
Okay, für mich als Naturschutzbehörden-Mitarbeiter höchst befremdlich. Damals waren die Artenschutzanforderungen wahrscheinlich nicht so hoch. Dann viel Erfolg.
 
Willst Du einen Milan schützen oder alle? Ich hoffe, dass die Milane in ein paar Jahren nicht nach Polen abwandern müssen, weil es bei uns zu heiß für sie wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Sormse und gesperrter_User
ich verstehe die Idee dahinter, aber ich frage mich grade:

Habt ihr nicht vorher ein Geschaeftsmodell besprochen, vorher recherchiert was die Konkurrenz bietet, und darauf basierend vorher kalkuliert? Also irgendwer bei euch - ich nehme an du machst das Projekt nicht allein - muss doch die Expertise eingebracht haben und mindest einer sollte BWLer sein? Kannst du dazu mehr Details liefern?
Es wird auch echt schwierig, weil alle grossen Cloud-Computing Anbieter nahezu fliessend aktuelle Hardware zur Verfuegung stellen koennen. Ich z.B. hab aktuell mit Google ML bisschen rumgespielt: https://cloud.google.com/ml-engine/
Ich weiss nicht ob ihr diese Preise unterbieten koennt, ihr habt nicht die Masse und Energie erzeugen die auch zum grossen Teil selbst. Damit waere euer Keyseller quasi sauberer Strom, oder?

Wie sieht denn euer strategischer Businessplan aus? Ihr muesst das Investment ja zeitnah refinanzieren, oder?
 
Es ging bei dem befremdlich darum, dass ich es heutzutage als fast unmöglich erachte, als Privatperson alle Genehmigungshürden zu nehmen. Die Aussage bezog sich nicht auf den Sinn oder Unsinn von Windkraftanlagen. Darüber ließe sich weitaus komplexer diskutieren. Abseits von den Vogel- und Fledermausschlägen gibt es neuere Forschungen die eine Auswirkung auf migrierende windverdriftende Insekten zeigen. Es geht immer um den einzelnen Standort, ob dieser sinnvoll ist oder nicht. Und ich kannte die Genehmigungspraxis einzelner Windkraftanlagen aus Mecklenburg-Vorpommern nicht. Hier werden von der Raumordnung Windkraft-Eignungsgebiete ausgewiesen.
 
Ja, wir haben recherchiert und haben auch ein Geschäftsmodell hinter unserem Konzept. Ziel ist es, wie oben beschrieben den Edge-Layer zu setzen. G5 und die Anwendungen an der Kante sind unser Ziel. Die Berechnungen werden nicht mehr alle in der Cloud laufen sondern in einem Edge-Rechenzentrumsnetz vorberechnet. Dieses Netz muss flächendeckend sein um Anwendungen wie z.B. autonomes Fahren und Farming 4.0 zu ermöglichen. Unsere Edge-RZ in WEA's und anderen dezentralen Erzeugungsanlagen sollen dieses Edge-Netz verstärken.
Bis wir da sind, laufen unserer RZ's oft im Leerlauf und suchen daher Beschäftigung. Dazu suche ich Ideen. Die Preise sind hier erst einmal nicht so entscheidend.
Ergänzung ()

Mit der Raumordnung hast Du natürlich Recht. Ohne ein sauberes Genehmigungsverfahren, bei dem alle Träger öffentlicher Belange beteiligt sind geht nichts bei Windkraftanlagen. Es soll ja ein für alle akzeptierbares Ergebnis dabei herauskommen.
 
Tobias0815 schrieb:
Der Abriss ist aber keine Lösung, weil wir dann regenerative Erzeugungskapazität verlieren und das, wollen wir nicht wegen dem Klimawandel.

Oder einfach nur zu teuer? Heutige WKA-Betreiber machen das geschickter: Die lassen das Ganze über eine GmbH & Co. KG oder eine KGaA laufen und gehen dann rechtzeitig pleite, so dass sich der Staat, also wir alle, um die Abrisskosten kümmern darf...

Der eine oder andere Landwirt, der Flächen für WKAs verpachtet hat, wird sich auch noch umsehen...

Der Rückbau einer einzigen Anlage kann für den Grundstückseigentümer/Verpächter/die Gemeinde den wirtschaftlichen Ruin bedeuten.
https://ruhrkultour.de/teure-hinterlassenschaften-die-rueckbaukosten-von-windraedern/

Gruß,
CTN
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
CrunchTheNumber schrieb:
Oder einfach nur zu teuer? Heutige WKA-Betreiber machen das geschickter: Die lassen das Ganze über eine GmbH & Co. KG oder eine KGaA laufen und gehen dann rechtzeitig pleite, so dass sich der Staat, also wir alle, um die Abrisskosten kümmern darf...

Gruß !

Ich glaube nicht, dass die Abrisskosten Relevanz haben. Gerade der Eingriff in das Landschaftsbild lässt sich beim Bau neuer WEA mit dem Rückbau "alter" Windkraftanlagen kompensieren. Und solang Standorte vorhanden sind, wird weiter gebaut.
 
Zurück
Oben