News Steam: Valve moderiert Foren im Hintergrund

AbstaubBaer

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#1
Ab kommendem Dienstag, dem 25. September, wird ein Valve-eigenes Moderationsteam Meldungen aus den Community-Foren von Steam bearbeiten. Geprüft werden ausschließlich von anderen Nutzern beanstandete Beiträge, eine aktive Aufsicht führt das Team nicht. Grundlage für Entscheidungen sind die Community-Richtlinien der Plattform.

Zur News: Steam: Valve moderiert Foren im Hintergrund
 
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#2
Verstehe ich das richtig: Es wird Personal für ein Forum engagiert, aber neue Spiele werden nicht mehr auf Qualität geprüft?

Das Argument, dass Valve die Qualität eines Spiels nicht alleine diktieren kann müsste dann aber eigentlich auch bedeuten, dass sie User Beiträge nicht beurteilen dürften.
 

DiePesto

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#3
Ich schätze, dass der Aktionsbereich nur ausgeweitet wird. Sprich die ganzen "versteckten" Social Media Manager wie Start_Running oder Satoru, die natürlich nur weil sie Valve und Steam so toll finden, den lieben langen Tag im Forum sitzen und wenn nötig alles schönreden und natürlich echte Spieler sind, tummeln sich dann eben auch in Spieleforen. Und durch die opt-out Funktion scheint sich für problematische Spiele auch nichts zu ändern.
 
U

<unknown>

Gast
#5
@CS74ES
Am Beispiel von winfuture.de kann man sehen, dass dieses System mit dem Plus und Minus ganz gut funktioniert.
Zu viele Minus = Beitrag wird ausgeblendet

Eine Masse in Steam sollte wie in winfuture auch erkennen können, ob ein Beitrag nicht okay ist.
Oft fühlt sich jemand auch angegriffen, obwohl es kein Angriff war. Es scheint, dass sich jedes Jahr immer mehr Menschen und immer harmlosere Dinge angegriffen fühlen.
Stichwort: Mehrere Geschlechter, Feministen, Hautfarbe, einfach Rache, Trollen, etc.

Edit:
Hier habe ich ein Beispiel gefunden:
http://winfuture.de/news,105143.html
Beitrag #3 und #5 und weiter unten sieht man einen leicht ausgegrauten Beitrag, weil dieser nicht genügend Minus Punkte gesammelt hat.
 

mykoma

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#6
Bei fragwürdig oder unzureichend moderierten Foren zumindest halbwegs nachvollziehbar, auch wenn nur "gemeldete" Beiträge sehr schwammig ist und im Grunde wenig bringt, so oft wie ich da "report xyz" in Chat, Forum oder Kommentarsektion lese.
Halbgarer Lösungsversuch in meinen Augen.

Ich würde es mir wünschen, das Valve ihren Focus mehr auf Qualität und Sicherheit auf ihrer Plattform legt.
Allein das ein Spiel mit integriertem Cryptominer released werden konnte vor einigen Monaten, zeigt nur, das da massive Lücken vorhanden sind.
Problemlösung kommt dann durch ausschließen aus dem Store, aber das System bleibt das gleiche, da kann man die Uhr nach stellen, wann der nächste Betrugsversuch kommt.
Sowas sollte Vorrang haben.
 
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#7
das (freiwillige) Moderationsteam im CS GO Forum hat mich mal 7 Tage gesperrt, weil ich einen regelwidrigen Beitrag zitiert! habe. Knaller. :freak:

Wer Valve zu oft kritisiert ist auch sehr schnell gesperrt. Da finden sie sehr schnell irgend einen Grund. Man sieht jemanden mehrere kritische Posts z.b. über Skins oder VAC machen, bald darauf ist er gesperrt. Was erwartet man auch von einer Firma, die einen Thread anpinnt "Mythbuster FAQ" "Mythos: VAC funktioniert nicht" und das dann als alleinige Wahrheit hinstellt.
 
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#8
Was mir in fast allen Foren fehlt ist eine von Valve schon vorgegebene Struktur wie:

- Feedback für das Spiel (keine Fehler, nur für Designanmerkungen)
- Technische Probleme
- Aufgekommende Fehler
- Bekannte Bugs
- FAQ und Lösungen
- Patchstand für kommende Verbesserungen
- Geplante Erweiterungen

Wenn das bei jedem Spiel gleich wäre würde man sich schneller zurechtfinden.
 
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#9
@CS74ES
Am Beispiel von winfuture.de kann man sehen, dass dieses System mit dem Plus und Minus ganz gut funktioniert.
Zu viele Minus = Beitrag wird ausgeblendet
Ein Schwachpunkt hat diese Mechanik aber:
Da die Anmeldungen anonym sind, kann jeder beliebig viele Accounts haben und so unliebsame Kommentare downvoten. Es ist somit kein demokratischer Prozess, weil er leicht manipuliert werden kann.
Zudem ist es eine reine subjektive Bewertung, was Minderheiten unterdrückt und somit die Meinungsvielfalt schmälert. Denn diese "Minus"-Klicks werden nicht nur genutzt, um objektiv schlechte Beiträge zu markieren, sondern oft auch einfach, wenn der andere eine andere Meinung hat als man selbst.
Daher wäre das heise.de Modell besser, dass man zwar minus geben kann, aber nichts automatisch ausgeblendet wird. So kann jeder selbst entscheiden, ob er einen Kommentar mit viel Minus lesen will oder nicht.


Zweiter Punkt zu Steam:
Die Mods dürften bei hitzigen Diskussionen recht zahnlos sein, da die Gesprächsteilnehmer bei Steam ja alle potentielle Käufer sind bzw. schon ein Spiel gekauft haben. Und da das Steam-Forum dann meist das "offizielle" Forum der Entwickler ist (weil sie kein eigenes haben), kann man Käufern dort auch eigentlich nicht so einfach "den Mund verbieten". Und einen permanenten Bann wird es d selbst für Trolle kaum geben. Somit bleibt nur das "hinterherlöschen", was ein Kampf gegen Windmühlen ist, wenn das Mod-Team nicht entsprechend groß ist.
 
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#10
@Runaway-Fan

Meinungsfreiheit ist dieser Tage in Deutschland ein kostbares Gut. Genau deswegen wäre ich völlig einverstanden damit, wenn unerwünschte Beiträge nur ausgeblendet würden.

Grundsätzlich muss es ein Meldesystem geben, weil ja tatsächlich auch mal strafrechtlich relevante Beiträge auftauchen können. Ist aber sehr selten der Fall.
Außerdem gibt es - schon erheblich öfter - Beiträge, die gegen Forenregeln verstoßen. Hier wäre eine Ahndung Ok, wenn es denn wenigstens neutral und sachlich wäre. Das ist praktisch nie der Fall; das liegt einfach nicht in der Natur des Menschen. Wer Macht hat, wird Beiträge bevorzugen, die ihm passen.

Viel schlimmer ist allerdings, dass Beiträge gelöscht werden, die weder strafrechtlich relevant sind noch gegen Forenregeln verstoßen.

Da ist Ausblenden die million mal bessere Alternative.
 

espiritup

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#11
@runaway- Fan:
Was das Thema ausblenden bei zuvielen downvotes angeht stimme ich dir voll zu. Das geht gar nicht. Das sieht man ja auch grade in den von Dir schon genannten Heise- Foren, wo man schnell mal einen tiefroten Thread hat, wenn man den dort heimischen rechten Trollen widerspricht.

Die Mods sollten aber durchaus auch sperren dürfen. Auch wenn sie dadurch eventuell einen Käufer aus dem Forum zu seinem gekauften Spiel aussperren. Wer nur trollende Beiträge liefert, zeigt doch, daß er an einer Diskussion kein Interesse hat, und der muß dann halt zugunsten des Rests der Forennutzer entfernt werden.
Natürlich sollten sie unterscheiden zwischen hitzigen Diskussionen und reinem Getrolle. Bei Ersterem reicht ein Ermahnen und/oder Nachbearbeiten der Beiträge aus. Bei zweiterem wird eben gelöscht und verwarnt. Und in letzter Konsequenz muß dann eben das Aussperren aus dem Forum, oder zumindest aus Teilbereichen wie dem Unterforum zu einem bestimmten Spiel oder hersteller stehen.
 
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#12
@CS74ES
Am Beispiel von winfuture.de kann man sehen, dass dieses System mit dem Plus und Minus ganz gut funktioniert.
Zu viele Minus = Beitrag wird ausgeblendet

Eine Masse in Steam sollte wie in winfuture auch erkennen können, ob ein Beitrag nicht okay ist.
Oft fühlt sich jemand auch angegriffen, obwohl es kein Angriff war. Es scheint, dass sich jedes Jahr immer mehr Menschen und immer harmlosere Dinge angegriffen fühlen.
Stichwort: Mehrere Geschlechter, Feministen, Hautfarbe, einfach Rache, Trollen, etc.

Edit:
Hier habe ich ein Beispiel gefunden:
http://winfuture.de/news,105143.html
Beitrag #3 und #5 und weiter unten sieht man einen leicht ausgegrauten Beitrag, weil dieser nicht genügend Minus Punkte gesammelt hat.
Also für mich ist das eine Form der Zensur. Nur weil die Äußerung eines Menschen einem
anderen nicht passt, sollte sie nicht unterdrückt / ausgeblendet werden. Sag ich mal als
derjenige, dessen Beiträge regelmäßig gemeldet und gelöscht/verschoben werden ;)

Forenregeln, Netiquette, political correctness, ein Moderator der keinen Bock auf dich hat...
Ich seh schon, warum es nicht verbal ausarten sollte, aber jede Einschränkung kostet uns
meiner Ansicht nach einen kleinen Teil unserer Redefreiheit/Recht auf freie Meinungsäußerung.
War das Internet nicht auch genau hierfür mal die Speerspitze? Ein System wo jeder alles über
alles sagen konnte ohne dass man Repressalien zu befürchten hatte?

Und anstatt dass die Leute, wenn ihnen nicht passt, was gesagt wird, einfach woanders hingehen,
darüber weglesen oder es einfach nur tolerieren (da sie ja auch diejenigen sind, die immer Toleranz
einfordern), denunzieren sie den Verfasser des Textes, der dann verwarnt und sein Text gelöscht
wird. Ist das die Gesprächskultur 2.0? Darf man jetzt nur noch sagen, was allen anderen passt?
Kann man heute überhaupt noch irgendwas sagen, woran sich kein einziger Mensch stört? :confused:
 
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#13
Ich finde diesen ersten "Startschritt" von Valve gut und auch nachvollziehbar.

Gut ist, dass Valve Mods endlich auch in den Foren aktiver eingreifen dürfen.
Wieso nun hat man das als Wahloption?

Ich glaube aus zwei Gründen, zum einen bleibt Valve damit im Prinzip konsequent zu Ihrer neuen Policy, dass fast alles veröffentlicht werden darf auf Steam. Was übersetzt bedeutet, der Entwickler hat mit seinem Spiel und der Veröffentlichung auf Steam größtmögliche Freiheiten.

Zum anderen wird es sicher die schiere Menge an Moderationsarbeit sein. Sicher haben sie ihr Team vergrößert, aber um mehr als 40000 Spieleforen alle zwingend zu überwachen...weiß nicht wieviel sie da brauchen, 50-100 Leute vielleicht. Jedenfalls sicher massig mehr als das Mod-Team auch nach der Aufstockung hat.
 
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#14
Könnte man auch wie im WoW Forum machen, bei entsprechender Anzahl von Downvotes wird der Beitrag ausgeblendet
Nein, bitte nicht! Ein solches System wäre eine Diskriminierung. Ich sehe in den Foren von Blizzard häufig, dass gute Beiträge, welche neutral sind, ihre Meinung sagen und nichts Negatives enthalten, damit blockiert werden. Mit einem solchen System kann man Menschen Ich sehr verletzten. Das Danke-System hier im Forum kann auch teilweise dazu verwendet werden, aber da herrscht noch ein großer Unterschied und wird noch lange nicht so aggressiv ausgenutzt und der psychische Schaden wäre geringer.

Es gibt Hausregeln, welche gelten, wenn diese nicht eingehalten werden, dann werden sie gelöscht und diese Beiträge erkennt man deutlich. Ein Aquarium ist für mich optional, aber kein Muss. In den ESO-Foren halte ich es eigentlich für ausreichend.
 

espiritup

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#15
@borizb: Danke für das Beispiel. Sind die User bei Winfuture immer so empfindlich was kritische Posts gegen Hersteller angeht? Ich finde selbst die zwei ausgeblendeten Beiträge noch im Rahmen. Ich bin kein Winfuture- Nutzer, aber wenn das die Regel ist, würde ich da sehr schnell die Lust am Posten verlieren.
 
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#16
@espiritup
Also ich war fast 10 Jahre bei wf aktiv, aber die Community ist halb tot. Früher wurde da mehr
diskutiert nach meinem Dafürhalten, aber jeder Anflug von Flamewars, Meldungen an die Mods
hat jede "würzigere" Diskussion relativ schnell beendet. Ist hier aber nicht groß anders, nur die
Community an sich ist halt größer (~1000 Beiträge unter Artikeln, bei WF sind das selten 100),
daher fällt das weniger ins Gewicht wenn mal ganze Posts fehlen.

Ich war selber ganz kurz Mod im nlite Forum, das war 2005/6, aber das waren noch andere Zeiten.
Ich beneide heute keinen darum, das zu machen, denn recht machen kann man es eh keinem ;)
 

daivdon

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#17
Kann man heute überhaupt noch irgendwas sagen, woran sich kein einziger Mensch stört? :confused:
Statistisch gesehen wird das ziemlich schwierig bei 7 Milliarden theoretischen Lesern deiner Aussage, insofern ist deine Frage ziemlich naiv. Aber du hast ohnehin Schwierigkeiten mit Begriffsdefinitionen, wie mir scheint.
Vielleicht mal nachschlagen, was Zensur, Repression oder Meinungsfreiheit und vielleicht auch Privateigentum und Hausrecht bedeutet. Bei solchen Kommentaren empfehle ich gerne 2 Seiten, wo man einigermaßen einschätzen kann, was an vermeintlicher "Freiheit" verlorengegangen ist im Vergleich zur Vergangenheit:
Voat (als Alternative für Reddit) und Vk (russische FB-Alternative mit auffällig großer deutschen Minderheit).
Dann weiss man, was wir alles durch "Zensur" nicht lesen können auf den bekannteren Plattformen.
 
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#18
Statistisch gesehen wird das ziemlich schwierig bei 7 Milliarden theoretischen Lesern deiner Aussage, insofern ist deine Frage ziemlich naiv. Aber du hast ohnehin Schwierigkeiten mit Begriffsdefinitionen, wie mir scheint.
Vielleicht mal nachschlagen, was Zensur, Repression oder Meinungsfreiheit und vielleicht auch Privateigentum und Hausrecht bedeutet. Bei solchen Kommentaren empfehle ich gerne 2 Seiten, wo man einigermaßen einschätzen kann, was an vermeintlicher "Freiheit" verlorengegangen ist im Vergleich zur Vergangenheit:
Voat (als Alternative für Reddit) und Vk (russische FB-Alternative mit auffällig großer deutschen Minderheit).
Dann weiss man, was wir alles durch "Zensur" nicht lesen können auf den bekannteren Plattformen.
Also ich verstehe die Begriffe problemlos. Zensur ist, wenn man etwas schreibt und es wird
gekürzt oder verschwindet ganz vor oder nach der Veröffentlichung. Laut Wikipedia:
die Verbreitung unerwünschter oder ungesetzlicher Inhalte zu unterdrücken oder zu verhindern
Repression ist Unterdrückung, und die kann verbal, nonverbal, per Gesetz oder Ideologie geschehen.
Die Unterdrückung einer bestimmten, nicht populären Meinung ist für mich daher Repression -
wegen mir auch im weitesten Sinne und nicht 1:1 der Definition nach.

Meinungsfreiheit ist das Recht, seine Meinung frei zu äußern. Diese ist nicht gewährt, wenn meine
Äußerung außer mir keiner wahrnehmen kann - weil sie gemeldet und gelöscht wird. Das ist wie
wenn man ein Recht auf körperliche Unversehrtheit hat und trotzdem immer verhauen wird. Mir gehts
um die praktische Anwendung der Meinungsfreiheit. Unmöglich, wenn ich sie für mich behalten muss.

Für mich ist das ok, wenn du das anders siehst, aber unterstell mir bitte keine Unkenntnis bevor du
nicht sicher bin dass ich tatsächlich nur ein dummer Schwätzer bin, der gerne Wortklauberei betreibt.
 
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#20
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