Wie kann man ein Netzteil prüfen?

Jesterfox

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Hallo,

ich steh grad vor der Frage wie ich überprüfen kann ob mein Superflower Leadex 2 Gold 750W evtl. ne Macke hat. Problem: vor einigen Wochen startete mein PC nicht mehr, gab immer nur ne POST-Loop und ich kam nicht mehr ins BIOS. Nach einigem hin und her mit Support hab ich dann von AMD ne neue CPU (R7 3700X) bekommen, die ging für eine Nacht Mem-Test, danach wieder das selbe Problem. Momentan steht die RMA vom Mainboard (AsRock X570M Pro 4) an. Allerdings frag ich mich auch ob nicht das Netzteil schuld sein könnte und die CPU "abschießt". Aber wie kann ich das durchchecken (und wie wahrscheinlich ist das überhaupt)?
 

SilenceIsGolden

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Mittels Überbrücken kann man aber nur testen, ob das Netzteil überhaupt anspringt. Wenn man die Spannungen testen will, bzw. ob diese sich im Toleranzbereich befinden, braucht man einen Netzteiltester.
 

Corto

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Ja aber auch diese Netzteiltester legen keine Last an.
Sofern diese einfachen Spannungsprüfer gemeint sind die ich dafür verwende.

@Jesterfox hat ja das Problem das es nur nach eine längeren Zeit mit Last evtl Unsinn macht..
 

Jasmin83

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Aber wie kann ich das durchchecken (und wie wahrscheinlich ist das überhaupt)?
Im Prinzip nur einem prof. Netzteiltester, der auch mittels einer elektronischen Last die Spannungen belasten kann und dann kann man sehen, ob eine weit vorzeitig zusammenbricht.

Das Superflower ist ja jetzt kein Billig Schrott und 750W werden auch mehr als ausreichend sein, selbst wenn das Netzteil nicht mehr ganz Fit ist. Hast du eine Möglichkeit ins Windows Startmenü zu kommen? Dort kannst du den automatischen Systemneustart bei Fehlern deaktivieren und gucken ob es einen kurzen Blue Screen gibt.

In der Regel deuten solche Fehler aber wohl am ehesten auf ein Mainboardproblem hin. Andererseits und das seh ich gerade erst, hat das Leadex 2 nur ATX 2.3 Spezifikation, unterstützt aber die Low Power States bereits. Also könnte möglicherweise das Netzteil eben doch nicht mit der neueren Hardware mehr umgehen können.

Mein Tipp bleibt dann Netzteil zu alt/defekt oder Mainboard hat ne Macke oder beides zusammen.
 

Jesterfox

Fleet Admiral
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Das Superflower ist ja jetzt kein Billig Schrott und 750W werden auch mehr als ausreichend sein, selbst wenn das Netzteil nicht mehr ganz Fit ist. Hast du eine Möglichkeit ins Windows Startmenü zu kommen? Dort kannst du den automatischen Systemneustart bei Fehlern deaktivieren und gucken ob es einen kurzen Blue Screen gibt.
Jo, das Netzteil ist auch erst etwa 2,5 Jahre alt, habs mir damals wegen der Vega 64 geholt (mittlerweile ist ne Radeon VII drin).

Ich komm nicht mal mehr ins BIOS, das Board versucht n paar Sekunden lang zu starten und schaltet dann kurz ab um es wieder zu probieren und das in Endlosloop. Bin da auch schon ne ganze Zeit mit dem Support von AsRock dran, daher auch schon der Tausch der CPU über AMD. Letztes Ergebnis war eben dass ich das Board einschicken soll (RMA ist bei Amazon auch schon veranlasst)

Das mit dem Netzteil war jetzt einfach noch so ein Gedanke den ich hatte. Aber ich denk mal wenn da was wäre würde man das auch nur unter Last beobachten können.
 

Jasmin83

Commodore
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Das mit dem Netzteil war jetzt einfach noch so ein Gedanke den ich hatte. Aber ich denk mal wenn da was wäre würde man das auch nur unter Last beobachten können.
Ja genau, deswegen hab ich auch erst ans Board gedacht. Ich glaub ins BIOS kommst du einfach nicht wegen Fast Boot, allerdings wenn du CMOS Reset machst, ist der auch wieder deaktiviert und müsstest ins BIOS kommen, hast du das mal versucht? Bzw mit CMOS Reset zu starten?

Und was mir gerade noch einfällt. Stöpsel mal alles an USB ab, außer Tastatur, vielleicht ist ja irgendwas, was das Booten blockiert, z.b. ein USB Stick oder dergleichen
 

Jesterfox

Fleet Admiral
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Ne, liegt nicht am Fastboot... normalerweise komm ich ins Bios, kam auch rein als ich das erste mal die neue CPU reingesteckt hatte wo er dann vom USB-Stick den MEM-Test gebootet hat. CMOS-Reset auch probiert. Diese Loop passiert normalerweise wenn das Board wegen dem RAM nicht hochstarten kann, dann versucht es mit anderen RAM Settings erneut zu starten, aber das läuft jetzt eben endlos (mit der alten CPU passiertes das nur sobald auch der B-Channel mit RAM bestückt war, daher erst der Verdacht auf die CPU, jetzt ist die RAM-Bestückung egal, es passiert immer)
 

Nobbi56

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Hallo,

wenn sich das Board beim booten "verschluckt" und ständig aus- und wieder angeht. dürfte das sehr wahrscheinlich nicht am Netzteil liegen, sondern an einen Problem mit Board (bzw. BIOS) /RAM/CPU. Denn beim booten gibt es ja noch nicht die typischen Probleme, die älteren NT zu schaffen machen können wie z. B. schnelle Lastwechsel der Grafikkarte und sog. Spikes.

Früher hatte Intel sehr oft dieses Problem, man sprach sogar vom "Intel-.an-aus-bug" ;) Gut, die Zeiten sind (zum Glück!)( vorbei und das ist ja auch ein AMD System, dennoch könnten die Ursachen vergleichbar sein, und das heißt: das NT ist (höchstwahrscheinlich, ganz sicher sein kann man sich bei Hardware nie^^) unschuldig!

Ist das BIOS und sind alle Treiber aktuell? Mache mal ein BIOS reset (s. Boardhandbuch) und lade danach im BIOS die optimal default-Werte, das sollte für größtmögliche Stabilität sorgen. Wenn das nicht hilft: nur 1 RAM-Riegel testen, heden Riegel einzeln in jeder Bank durchprobieren.

(Ob das NT voll funktionsfähig ist, kann nur eine PC-Werkstatt mit Profi-Equipment prüfen, für Laien ist das nicht möglich).

LG N.
 

Jesterfox

Fleet Admiral
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Mal ne Frage: gibt es etwas an einem Netzteil das ausschließlich Zen2 CPUs schrotten kann? Mir kommt es nämlich fast so vor...

Neues Mainboard ist da: aber die neue CPU läuft auch darin nicht, ist also wohl nach nur einem Tag schon wieder defekt.

Aber jetzt das interessante: eigentlich hätte die CPU ja schon in meinem B350 Board laufen müssen... könnte es sein das da schon das Netzteil die CPU (an-)geschossen hat? Aber mein Zen1 R7 1700 lief mit dem Netzteil vorher ohne Probleme. Meinen 3400G hatte ich auch mal im X570 Board mit dem Netzteil in Betrieb, ist zum Glück auch nichts passiert.
Ergänzung ()

Ist das BIOS und sind alle Treiber aktuell? Mache mal ein BIOS reset (s. Boardhandbuch) und lade danach im BIOS die optimal default-Werte, das sollte für größtmögliche Stabilität sorgen. Wenn das nicht hilft: nur 1 RAM-Riegel testen, heden Riegel einzeln in jeder Bank durchprobieren.
Das hatte ich ja schon alles durch und am Ende hat AMD die CPU als defekt getauscht. Nur ist die neue jetzt schon wieder hinüber (nachdem sie für einen Tag ging und über Nacht problemlos im Mem-Test lief) und ich such den Grund...
 
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