Wohnung nur mit Coaxial Kabel ausgestattet

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Hallo Zusammen,

ein Freund von mir hat sich eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gekauft, es ist nun so, das wohl, dass gesamte Wohnhaus mit Kabel-Internet ausgestattet wird.
Er und seine Frau waren neulich bei einer Besprechung zur Ausstattung der Wohnung. Die wird wohl komplett mit "Mediendosen" Kabelanschlussdosen ausgestattet, welche in einem Hauswirtschaftsraum mit dem Kabelanschluss der Wohnung zusammenlaufen. Laut dem Beratungsgespräch hat er natürlich gegen Aufpreis, die Möglichkeit, zusätzlich in jedes Zimmer RJ45 Datendosen verlegen zu lassen.
Jetzt hat er mich nach meiner Meinung gefragt ob er sich das legen lassen soll. Ich sagte es mach schon Sinn wenigstens im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer eine Ethernet-Datendose (RJ45) legen zu lassen, damit dort ethernet fähige Geräte wie Fernseher oder PC direkt an eine Datendose angeschlossen werden können. Andernfalls müsste er einen Coax-Router dort aufstellen und von diesem die Geräte mit Lan versorgen.
Wie seht ihr das macht das Sinn?


Vielen Dank und Viele Grüße
Stefan
 
Wenn man die Möglichkeit hat, LAN-Kabel in der Wand verlegen zu lassen, sollte das m.M.n. immer bevorzugt werden. Aber auch nicht zu jedem Preis - der wurde hier halt nicht genannt.
 
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Wir haben auch aktuell ein Objekt gekauft und komplett renoviert. Da stand ich ebenfalls vor dem gleichen Vorhaben. Allerdings war für mich klar, dass eine LAN Dose ein muss ist (für mich). Also habe ich im Wohnzimmer, in die Schlafzimmer sowie Büro eine LAN Dose gesetzt. Ich erachte es als sinnvolle Investition. Kleiner Einwurf meinerseits... am besten direkt zwei Leitungen + Doppeldose an den gewünschten Stellen.

Frage: Ist es ein Neubau in der Fertigstellung?
 
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Defintiv machen. Kabel wird sich früher oder später auflösen und so eine Wohnung (mit Frau/Partner) kauft man für gewöhnlich nicht aus Kapitalaspekt, die Investition ist also für einen selbst - was ziemlich vieles rechtfertigt.

Analog: Bei einem Wohnungskauf zur Vermietung würde mich das wenig interessieren, wenn es nicht gerade ein Upsellingaspekt ist.
 
Wenn der Preis fair ist, Kabel, am besten Duplex, ziehen und Dosen setzen lassen.
 
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Ja. Und wenn das schon gelegt wird vielleicht nicht nur eine Datendose pro Zimmer, lieber gleich 2-3 Dosen mit jeweils 2 Anschlüssen. Je nach Stelle fällt das sowieso nicht auf oder man macht die Dose noch nicht drauf und Tapete drüber oder einfach Abdeckung. Aber haben ist besser als brauchen. In Zukunft wird das ja nicht weniger werden mit "smarten" Geräten. Egal ob Fernseher, FireTV oder mehrere Rechner. Und man plant ja auch mal im eigenen Haus um, da wird ein Zimmer in 4-5 Jahren vielleicht für was ganz anderes genutzt. Hier im Homeoffice-Büro hatten wir 2 Rechner, mit Homeoffice sind es direkt 3 wobei noch ein Laptop auch noch einen vierten Anschluss nutzen könnte. Auch wird der nächste Drucker Ethernet haben. Sind allein 5 Geräte. Vor gut 2 Jahren haben wir mit 6 Anschlüssen geplant für den Raum, wäre heute aber knapp (haben noch nicht soweit saniert bis zu dem Raum). Klar, man kann immer einen Switch anschließen, aber dann steht der halt dumm rum. Mit entsprechenden Cat6a Kabeln sollten auch 10Gbit kein Problem sein, muss man nur den Switch dann austauschen. Und weit weg ist das nicht, wir haben hier etwas über 1GBit von Vodafone über Kabel.
Dann kommt man mal auf die Idee, dass man in einer Ecke besseres WLAN braucht, ggf. auch Richtung Garten oder so. Also kann man noch einen Access Point anschließen. In der Küche werden auch mehr Geräte Ethernet nutzen in der Zukunft. Selbst im Waschraum mit Waschmaschine und Trockner wird das Einzug halten. Und will man sich ein NAS aufstellen freut man sich über eine Dose in der hintersten und dunkelsten Ecke. Ich kenne jemand, der hat sich in ein Haus mit 200m² einen Switch mit 100 Ports in den Keller gestellt, davon sind 40 Ports belegt, aber doppelt so viele Anschlüsse in den Wänden verteilt. Muss nur entsprechend die Kabel im Keller einstecken... Mit mehreren Kindern wird man da in 10-15 Jahren froh sein... Hat allerdings alles selbst kernsaniert.
 
Ja, möglichst viele Dosen pro Raum um dann Handy, Tablet, Laptop, Fernseher, Alexa ... per WLAN anzuschließen ;)
 
Zitat von h3@d1355_h0r53:
In 10 - 15 Jahren kommt das Internet über LED-Licht in jede dunkle Ecke . . .
https://www.netzpiloten.de/lifi-internet-ueber-licht-signify/
https://www.vdi-nachrichten.com/tec...rnet-ueber-licht-rueckt-richtung-serienreife/

oder es kommen andere technische Entwicklungen zum tragen, von denen wir heute noch keine Ahnung haben.
Aus HEUTIGER Sicht ist es ganz sicher zweckmäßig, die Räume mit Ethernet-Kabeln und den dazugehörigen Dosen inkl. Patchfeld im Hauswirtschaftsraum auszustatten. An die Dosen kann man dann WLAN-Accesspoints anschließen.
 
Hm... Selbst nach 20 Jahren ist WLAN in punkto Verbindungsstabilität / -verlässlichkeit und oft auch noch Geschwindigkeit der festen Verkabelung hoffnungslos unterlegen. Das gilt umso mehr in dichtgedrängten Umgebungen von Mehrfamilienhäusern.

Es gehört eine gehörige Portion Optimismus dazu, davon auszugehen, dass das in 10 Jahren mal anders sein wird.

Es braucht aus meiner Sicht auch in Zukunft noch eine Kabelverbindung zu jedem Raum. Von dort aus gerne durch die Luft...
 
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Hey Leute, erstmal danke für die vielen Hinweise, also Lan Dosen kosten natürlich ordentlich extra. Eine Doppeldose kostet ca. 260€ eine Einfachdose genau 200€ was für eine Verkabelung dahinter schlummern wird wohl nicht explizit genannt, er meinte da steht nur cat aber nicht ob 7 oder abwärts. Was hätte denn die Doppeldose für gravierende Vorteile? Reicht es nicht einen kleinen 5 port gigabit switch an einer einfach Landose zu betreiben?
Ergänzung ()

Zitat von LikeMikeSter:
Wir haben auch aktuell ein Objekt gekauft und komplett renoviert. Da stand ich ebenfalls vor dem gleichen Vorhaben. Allerdings war für mich klar, dass eine LAN Dose ein muss ist (für mich). Also habe ich im Wohnzimmer, in die Schlafzimmer sowie Büro eine LAN Dose gesetzt. Ich erachte es als sinnvolle Investition. Kleiner Einwurf meinerseits... am besten direkt zwei Leitungen + Doppeldose an den gewünschten Stellen.

Frage: Ist es ein Neubau in der Fertigstellung?
Es ist ein Neubau der gerade gebaut wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn klar ist, dass nie mehr als zwei Kabel in einem Raum benötigt werden, mag ne Doppeldose direkt besser sein, auch wenn der Aufpreis etwas abschreckend wird.

Bei mir nutze ich Doppeldosen, weil über eine Dose Gigabit und über die andere 10 GBIt geht. Mache ich so, weil ich die Möglichkeit habe, sonst hätten mir auch Einfachdosen gereicht (also die Doppeldosen waren vorinstalliert, aber hätte dann halt nur einen Port verwendet). Wenn ich selbst Dosen lege, greife ich aber meist eher zu Doppeldosen, sieht irgendwie besser aus ;-) (gutes Argument, ich weiß)

Vorteil an Doppeldosen kann halt auch sein: Man weiß ja nicht, was sonst mal über die Kabel gehen soll... dann ist es nicht verkehrt, wenn man gleich mehr Kabel verlegt hat. Bezogen auf den Kaufpreis dürfte die Differenz auch vernachlässigbar sein.
 
Was mir bei der ganzen Sache noch nicht schlüssig ist, warum wird in der heutigen Zeit ein neues Mehrfamilienhaus mit coax Internet ausgebaut. Wahrscheinlich gut und günstig.
 
Dazu kann ich nichts sagen. Ich kann nur verstehen, dass auch Coax-Kabel überall verlegt werden. Hier in meinem Neubau wird beispielsweise das TV-Sat-Signal über Coax eingespeist (also Sat-TV über DVB-C) - finde ich sogar ganz schick.

Ich verstehe eher nicht, was die Coax-Kabel-Sachen (bzw. wie das Internet in die Wohnung kommt) mit Netzwerkverkabelung zu tun haben.
 
Zitat von interestet:
Was hätte denn die Doppeldose für gravierende Vorteile?
Man ist u.a. deutlich flexibler und hat über eine Doppeldose, zu der auch zwei Verlegekabel führen müssen, immer die Möglichkeit, von einem in einem Zimmer platzierten Router wieder zurück zum Patchpanel zu gehen, und von dort aus in andere Räume weiter zu verteilen. Das kann über einen Switch bei nur einer Einfachdose so nicht gelöst werden.
 
Zitat von interestet:
warum wird in der heutigen Zeit ein neues Mehrfamilienhaus mit coax Internet ausgebaut.
Erstens läuft Kabel-TV über die gleichen Leitungen wie dann später auch eine mögliche Internetverbindung. Zweitens wollen viele Häuslebauer und Wohnungsbaufirmen Sat-Schüsseln vermeiden. Drittens sind die damit möglichen Sammelanschlüsse bei Vermietern beliebt, weil über die Nebenkosten anteilige Beträge aufgeschlagen werden. Und viertens freut sich natürlich auch der Kabelnetzanbieter darüber.

Da ist dann Kabel-TV (mit Koax-Kabeln) meist die erste Wahl. Es erscheint auf den ersten Blick praktisch, weil man alles mit einer Leitungsinfrastruktur erschlagen kann. Letztlich ergeben sich allerdings für den Kunden / Mieter am Ende auch einige Nachteile.

Und wie hier schon geschrieben wurde: Eine LAN-Infrastruktur brauchst Du ohnehin. Daran würde ich gerade bei einem Neubau keinesfalls sparen. Sonst stehen hier im Forum ein Jahr später Threads mit simplifizierten Titeln wie "Hilfe, Internet-Geschwindigkeit schwankt stark!", "Wie besseres Internet OHNE!!! Kabel verlegen?", usw. Und sowas wollen wir ja gerade vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von interestet:
Es ist ein Neubau der gerade gebaut wird.
Dann würde ich erst recht noch die LAN Dosen setzen lassen. Das wirst du im Nachgang nicht mehr so schnell machen. Wenn erstmal die Räume gestrichen, eingerichtet und möbliert sind wirst du das nicht mehr machen. Jetzt ist es noch schnell umsetzbar.
Ergänzung ()

Zitat von h3@d1355_h0r53:
Und wenn das schon gelegt wird vielleicht nicht nur eine Datendose pro Zimmer, lieber gleich 2-3 Dosen mit jeweils 2 Anschlüssen.
Das ist meines erachtens unnötig. Handys, Tablets oder ähnliches werden über WLAN ins Internet gehen.
 
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