Diese "Zuverlässigkeitsumfrage" ist meiner Meinung nach aus mehreren Gründen nicht aussagekräftig noch der von Windows Vista erstellte Index wirklich objektiv.
- Die Nutzer, welche hier abstimmen benutzen Vista unterschiedlich lang. Es fließen sowohl Bewertungen von "Neulingen" (Wochen) als auch von "Veteranen" (1 Jahr) ein.
- Zudem wird der Index bei jeder Neuistallation zurück gesetzt. Von daher kann ein Index von 9.x ausgegeben werden, was eine hohe Zuverlässigkeit indiziert, obwohl der Nutzer aufgrund von Fehlern o.ä. gezwungen war, das System mehrfach neu zu installieren.
Ich selbst habe Vista bisher in kurzer Zeit 3x mal installieren müssen.
1. Bei der Erstinstallation hat Vista Rückstände von XP zurückgelassen und nur den alten Windowsordner gesichert. Hatte die versteckte Funktion zum Formatieren der Festplatte während der Installation übersehen.
2. Installation lief problemlos. Allerdings beging ich den Fehler und startete sofort das Windows Update. In der Folge crashte das OS bei der Installation von Patches aus mir unbekannten Gründen. Halb so wild. Nur konnte ich danach nicht mehr auf die Windowsseiten zugreifen, und bekamm immer die Fehlermeldung: "error 80072EFE". Danach gegoggled, verschiedene Versuche brachten keine Abhilfe. Ergo Neuinstalltion.
3. Diesmal klappte es. Doch nun stellte ich fest, dass meine Internetanbindung (ohne Router über Stromnetzwerk) die Fehlermeldung/Warnmeldung: "Eingeschränkte Konnektivität" anzeigt. Die Internetverbindung ist aber möglich, doch kann ich komischerweise auf einige meiner Seiten sowohl mit dem IE als auch FF nicht zugreifen, z.B.
http://www.gamershell.com/ und
http://www.gamespot.com/. Habe bisher keine Lösung hierfür gefunden.
- Zuverlässigkeitsbewertungsindex: Sofern der Nutzer mit Vista nicht kompatible Programme / Games benutzt und diese diese abstürzen wird ein Eintrag erstellt und der Index nach mir unbekannten Berechnungen herabgesetzt (obiter dictum: Hat MS offen gelegt, was genau das System da sammelt und wie die Indexierung im Detail ausschaut?). Alles schön und gut aber:
1. Wenn ein Nutzer ein wichtiges Programm/Game öfter benutzt und dieses eine Programm immer wieder abstürzt ist man sehr schnell bei einem Index unter 2. Das allein gibt aber keine wirklich objektive Bewertung der Zuverlässigkeit eines Gesamtsystems.
2. Wenn man den Task über den Taskmanager beendet, noch bevor er crashed, scheint der Index konstant zu bleiben. (Weil der Abbruch ja vom Nutzer erfolgt ist.)
- Zuverlässigkeit eines OS ist mehr als ein vom Herstellerunternehmen ausgewiesener Leistungsindex:
1. Wenn ein OS z.B.
Einstellungen aus Fenstern nicht beim ersten mal sofort übernimmt nicht übernimmt, muss dies ebenso in die Zuverlässigkeit mit einbezogen werden, zumal es ja bei XP dieser Fehler nicht autrat. Der geschützte Modus beim IE ist bei mir ebenfalls "inaktiv", obwohl die entsprechende Einstellung gesetzt ist und ich mehrfach neu gestartet habe. (...)
2. Wenn ein OS die Leistung seiner Anwendungen bewußt "drosselt", z.B. die Datentransferrate absenkt (siehe Kopieren von Dateien), die max. Internetverbindungen begrenzt und Ablaufgeschwindigkeit von Applikationen begrenzt ist das rbrndo "unzuverlässig". Man stelle sich nur mal einen neuen Porsche vor, der auf 45 PS gedrosselt ist. Bei jedem Start wird verlangt, dass man beim Autohaus anruft und die den Wagen erstmal inspizieren bevor man losfahren darf. Sicher, der Wagen fährt dann "zuverlässig" mit begrenzter Geschwindigkeit, aber hätte man dann nicht auch bei seinem Opel Astra bleiben können?
Meine zuvor gemachten Ausführungen stellen lediglich meine persönlichen Erfahrung im Punkto Zuverlässigkeit mit Vista wieder (1 Jahr nach dem Erscheinen). Sie sind keinesfalls repräsentativ. Sollten sich (Staff-)Mitglieder hierdurch in ihren eigenen Ansichten verletzt sehen, so bitte ich dies zu entschuldigen.