Prozessor-Rangliste 2021: CPU-Vergleich mit Ryzen 5000 & Intel Rocket Lake im April

Volker Rißka
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Prozessor-Rangliste 2021: CPU-Vergleich mit Ryzen 5000 & Intel Rocket Lake im April

Die CPU-Rangliste klärt, welcher Prozessor von AMD Ryzen oder Intel Core sich auf Basis von Tests, Vergleichen und Benchmarks für welche Ansprüche besonders eignet. Empfohlen werden die besten CPUs und APUs für Gaming-, Anwendungs- und Office-PCs in den Klassen Einsteiger, Mittelklasse und High-End für April 2021.

CPUs kaufen: Im Frühjahr 2021 mit lieferbaren Ryzen 5000

Ohne Prozessor im PC läuft nichts. Im Frühjahr 2021 hat der Kunde dabei je nach Preisklasse und primärem Anwendungsgebiet die Qual der Wahl: AMD oder Intel? Und mit der Markteinführung von Ryzen 5000 (Test) Ende 2020 ist diese Frage auch auf der Suche nach einem Gaming-PC so aktuell wie seit 15 Jahren nicht mehr.

AMD Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X im Test
AMD Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X im Test

Ehrliche Kaufberatung

Diese Rangliste wird mit viel Aufwand gepflegt, sie wird nicht lieblos ins Netz gestellt, um ahnungslose Google-Nutzer mit vermeintlicher Kaufberatung zu befriedigen. Sie wird monatlich überarbeitet, um immer aktuelle Preise und die neusten Produkte berücksichtigen zu können. Basis für die Leistungsvergleichs-Rankings sind die unzähligen Prozessor-Tests und Benchmarks, die ComputerBase fast im Wochenrhythmus vornimmt. Die aktuellen Testberichte aus dem Bereich sind:

Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit von CPUs in Multi-Threading-Anwendungen über mehr als zehn Jahre liefern die großen Artikel Neuer CPU-Benchmark: Die Community testet Prozessoren in Cinebench R23 und Neuer CPU-Benchmark: Die Community testet Cinebench R20.

Darüber hinaus steht die ComputerBase-Community im Unterforum „Mainboards und CPUs: Kaufberatung“ rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite. Die Registrierung ist kostenlos, die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse genügt.

Intel Core i-11000 kämpft gegen Ryzen 5000

Ryzen 5000 als Spitzenprodukt im Markt für die meisten CPU-Käufer sorgt seit November für viel Leistung. Die vier Prozessoren Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X konnten nicht nur mit einer abermals verbesserten Leistung in Anwendungen aufwarten, sondern auch im Gaming deutlich zulegen – so deutlich, dass auch in dieser Disziplin ab sofort im Durchschnitt AMD und nicht mehr Intel führend war. Und das alles bewerkstelligt Ryzen 5000 bei einem gegenüber dem Vorgänger nicht gestiegenem Stromverbrauch.

Intels neue Core i-11000 alias Rocket Lake-S versuchten im März 2021 AMDs Bastion aufzubrechen. In Anwendungen kann das beim Flaggschiff Intel Core i9-11900K (Test) mit acht Kernen nicht gelingen, AMD bietet hier bis zu 16 Kerne. In Spielen ist es hingegen dank neuer CPU-Architektur auch bei Intel ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Einige Spiele werden von AMD bevorzugt, andere von Intel. Definitiv besser steht Intel aktuell im Einstiegssegment dar: Der Core i5-11400F (Test) ist gut und hat hat quasi keine Konkurrenz.

Intel Core i9-11900K und i5-11600K mit maximal acht Kernen im Vergleich zu Vorgängern mit bis zu 10 Kernen
Intel Core i9-11900K und i5-11600K mit maximal acht Kernen im Vergleich zu Vorgängern mit bis zu 10 Kernen

AMD-CPUs besser verfügbar

Ein Problem hatte AMD Ryzen 5000 viele Wochen, insbesondere in Form der beiden Topmodelle Ryzen 9 5950X und 5900X: die Verfügbarkeit. Jetzt endlich ist das auch bei den größten Modellen ausgestanden, es gibt sie in der Regel im Handel, die kleinen CPUs sogar quasi zur UVP. Lediglich ganz oben muss noch etwas mehr gezahlt werden.

Sorgenkinder sind die APUs der Ryzen-G-Serie, die bei AMD das gesamte preisliche Einstiegssegment abdecken – aber seit zwei Generationen in der normalen Variante nur noch an OEMs vertrieben und in der Pro-Version nur vereinzelt im Handel angeboten werden. Und aktuelle Athlons (Test) gibt es quasi gar nicht mehr, kleine Ryzen sind ebenfalls nahezu vom Markt verschwunden, nur alte Modelle sind noch verfügbar.

Dazu gehört beispielsweise der AMD Ryzen 3 2200G für 150 Euro – die APU hat vor knapp drei Jahren schon einmal weniger als die Hälfte gekostet. Käufer, die nur eine integrierte GPU nutzen wollen, schauen damit aktuell in die Röhre, denn Intels alte Technologie in diesem Segment ist keine echte Alternative – wenngleich es Pentiums mit iGPU für unter 60 Euro oder auch Celerons lieferbar ab 35 Euro gibt. Diese CPUs eignen sich aber nur für rudimentäre einfache Aufgaben. Ansonsten hilft nur mehr Geld ausgeben und zum AMD Ryzen 5 4650G Pro (Test) greifen, der für 220 Euro gute CPU-Leistung mit integrierter Grafik bietet.

AMD Ryzen 5 Pro 4650G und Ryzen 7 Pro 4750G
AMD Ryzen 5 Pro 4650G und Ryzen 7 Pro 4750G

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory* erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion noch für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht.

Die schnellsten Gaming-CPUs

Es ist das Abschneiden im Gaming, das die wahre Stärke der neuen Ryzen 5000, nicht nur gegenüber dem Vorgänger, sondern auch gegenüber Intel Core markiert. In Anwendungen waren AMD CPUs ohnehin bereits die besten auf einer Mainstream-Plattform, mit einem wahren Sprung in der Spiele-Leistung ist AMD mit Ryzen 5000 aber auch in dieser Disziplin jetzt Spitze. Der Vorsprung von Intel Core von rund 15 bis 20 Prozent gegenüber den Ryzen 3000 im CPU-Limit wurde nicht nur komplett aufgeholt, sondern am Ende sogar in einen leichten Vorsprung für AMD Ryzen 5000 umgewandelt. Intel Core i-11000 konnte davon zwar einige Prozent zurückgewinnen, aber nicht wieder deutlich in Führung gehen, es ist nun eher ein Patt.

So lassen sich die Diagramme nutzen

Die Diagramme in der Bestenliste lassen sich durchschalten, in der Regel stehen mehrerer Diagramme in einer Galerie. Wer bestimmte Spiele nicht in die Durchschnittsbetrachtung mit einfließen lassen lassen will, kann das über die Schaltfläche „Bearbeiten“ einstellen. Durch einen Klick auf „+ XX Einträge“ lassen sich weitere getestete Grafikkarten einblenden. Wird eine Grafikkarte im Ranking angeklickt, erhält sie den Leistungsindex von 100 Prozent und alle anderen Grafikkarten im selben Diagramm werden relativ dazu mit ihrer Geschwindigkeit dargestellt. So kann jeder einfach nachvollziehen, welchen Performancegewinn ein schnelleres Modell tatsächlich mit sich bringt.

Was bedeuten AVG-FPS und Perzentil-FPS?
  • FPS: So viele Bilder pro Sekunde (Frames per Second = FPS) werden im Durchschnitt in der 25 Sekunden währenden Testsequenz berechnet. Ob das Spiel zwischendurch, eventuell nur zwischen einzelnen gerenderten Bildern, hakt, darüber sagen die FPS nichts aus.
  • Frametimes: Die schlechtesten 0,2 Prozent der einzelnen Frames während einer Testsequenz werden ignoriert. 99,8 Prozent aller Messwerte sind besser als der angegebene FPS-Wert. Je niedriger er ist, desto niedriger liegen die schlechtesten 0,2 Prozent FPS. Die Frametimes liefern damit eine Antwort auf die Frage, wie rund, d.h. ohne Ruckeln und Haken, das Spiel läuft. Auf die Frametimes hat der Prozessor in der Regel früher einen Einfluss als auf die FPS.

Intel Core bleibt in Spielen stark

Während Intel bis zu Ryzen 3000 einen Vorsprung von fast 20 Prozent im Gaming aufbauen konnte, sofern die GPU nicht die Leistung limitiert hat, liegen die schnellsten CPUs jetzt „nur“ in etwa gleich auf mit den schnellsten AMD Ryzen 5000. Intel-Core-Prozessoren bleiben für Spieler damit eine Option und in niedrigeren Preisbereichen sind sie, wenn es rein um die Gaming-Leistung geht, sogar noch immer die beste Wahl – von AMD gibt es in diesem Preissegment keine Zen-3-Prozessoren der 5000er-Generation.

Intel Core i5-11400F im Test
Intel Core i5-11400F im Test

Um die 200 Euro geht die Gaming-Krone an Intel

Die klar beste Gaming-CPUs bietet Intel im Preisbereich um die 200 Euro. Der Core i5-11400F ist der potente Nachfolger des bereits beliebten 10400F und 9400F. Zum Start im Früherjahr ist er hin und wieder für 165 Euro verfügbar, die Nachfrage jedoch hoch, so dass auch er ab und an nicht direkt lieferbar ist. Darüber siedelt sich der Core i5-11600K in der grafiklosen F-Variante an. Diese liefert die gleiche Leistung, für knapp 240 Euro bietet sie das, kann aber übertaktet werden.

Der beste Prozessor in Spielen
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Maximale Leistung AMD Ryzen 9 5950X ab 939 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
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Intel Core i9-11900K ab 650 Euro Alternate* Bestpreis*
Enthusiast Gaming (> 6 Kerne) AMD Ryzen 7 5800X ab 425 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
Intel Core i9-10850K ab 376 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
6-Kern-CPUs mit OC-Potential AMD Ryzen 5 5600X ab 325 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
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6-Kerne-Preis-Leistungs-Tipp Intel Core i5-11400F ab 165 Euro Alternate* Bestpreis*
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Spielen mit einer CPU für unter 100 Euro?

Eindeutig ist zu Beginn des Jahres 2021 die Antwort auf die Frage nach der CPU, die ein Spiele-PC für Triple-A-Titel mindestens bieten sollte: Vier Kerne und acht Threads müssen es definitiv sein, der geringe Aufpreis zu Zweikernern (auch mit Hyper-Threading) ist es in jedem Fall wert. Zu häufig brechen die FPS auf CPUs mit weniger als vier physischen Kernen mittlerweile ein. Und es gibt genug Titel, die jetzt schon Vier-Kern-CPUs die Grenzen aufzeigen, weshalb für 2021 eigentlich zu einem Sechs-Kern-Prozessor gegriffen werden sollte.

Ganz unten für rund 100 Euro steht Intels kleinster Quad-Core-Prozessor, der Core i3-10100F. Aufgelegt als Nachfolger des 9100F bietet er nun acht Threads. Damit hat er die Herrschaft in dem Bereich fast vollständig an sich gerissen.

Die schnellsten CPUs für Anwendungen kommen von AMD

Wird der PC primär für moderne, parallelisierte Programme genutzt, bleibt AMD mit der neuen wie schon mit der vorherigen Ryzen-Generation klar vor Intel. Skalieren Anwendungen mit den gebotenen CPU-Threads, wird der im direkten Vergleich immer etwas geringere Takt der Ryzen-CPUs durch die viel höhere IPC mehr als ausgeglichen.

Die AMD Ryzen 9 sind die Chefs der gehobenen Mittelklasse

Der beste Prozessor von AMD für moderne Software in der gehobenen Mittelklasse ist der Ryzen 9. Gleich zwei Modelle mit aktuell 12 und 16 Kernen bieten eine bisher unerreichte Leistung auf einer seit fast fünf Jahren bestehenden Infrastruktur, dem Sockel AM4. Mit immer mehr BIOS-Updates für die 400er-Chipsätze sind Anfang 2021 auch mehr ältere Platinen für Ryzen 5000 bereit. Intels neues Mainstream-Flaggschiff Core i9-11900K ist zwar auch sehr schnell unterwegs, doch mit nur 8 Kernen und 16 Threads hat es gegen die AMD Ryzen im Schnitt über alle Anwendungen keine Chance – und der Verbrauch liegt in diesem Szenario wesentlich höher.

Der AMD Ryzen 5 5950X im Test
Der AMD Ryzen 5 5950X im Test

Der AMD Ryzen 7 3700X bleibt die Empfehlung der goldenen Mitte

Der nach wie vor beste Prozessor in der Mitte ist der AMD Ryzen 7 3700X. Diese CPU ist mit 8 Kernen und 16 Threads bei lediglich 65 Watt extrem effizient. AMD hat für dieses Modell keinen Nachfolger aufgelegt, der neue Acht-Kerner ist deutlich teurer, der Sechs-Kerner kostet sogar mehr als das bisherige Modell mit acht Kernen. Insofern bleibt die alte hier auch die neue Empfehlung.

Der beste Prozessor für Anwendungen

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Maximale Leistung HEDT* AMD Ryzen Threadripper 3990X ab 3.900 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
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AMD Ryzen 9 5900X ab 689 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
Preis-Leistungs-Tipps AMD Ryzen 7 3700X ab 299 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
Intel Core i5-10400F ab 165 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
Der Einstieg Intel Core i3-10100F ab 100 Euro Amazon* Alternate* Bestpreis*
* HEDT = High-End-Desktop, bei AMD sTRX4 (TRX40), bei Intel LGA 2066 (X299)

Im Einstieg: Vier Kerne sind gut, Athlon leben (theoretisch) weiter

Auch für einen Office- oder Multimedia-PC gilt mittlerweile: Vier Kerne sollten es in der Regel schon sein. Und in Frage kommen hier ebenfalls AMD Ryzen 3 2200G (Test) respektive 3200G und Core i3-10100F. Deutlich überlegen ist den Ryzen-3000G-CPUs die Renoir-Serie als Ryzen 4000G – im freien Handel sind diese CPUs aber kaum zu bekommen, denn offiziell verkauft AMD sie nur an OEM und ausgewählte Systemintegratoren.

Für einen reinen Office-PC zu minimalen Kosten haben theoretisch die AMD Athlon (Test) die Intel Pentium komplett abgelöst. Sie liegen preislich eng beieinander, AMDs Modelle bieten durch das kleinste und größte Athlon-Design aber beim Verhältnis von regulärem Preis und Leistung das beste Gesamtpaket. Aktuell gibt es sie aber quasi nicht. Das einzig solide verfügbare Modell ist der alte AMD Ryzen 3 2200G für teure 125 Euro – ein Preisaufschlag von rund 100 Prozent gegenüber dem Stand von vor drei Jahren.

Aktuell ist AMD im Einstieg deshalb keine Empfehlung mehr, wer hier etwas braucht, muss Intel kaufen, was bei den Pentium und Celeron und ihren zwei Kernen aber nur mit Zähneknirschen möglich ist. Dual-Core-CPUs sind im Jahr 2021 bei Anwendungen einfach überholt.

Im High-End-Bereich: AMD Threadripper

Auch oberhalb von Core i9 und AMD Ryzen 9 gibt es noch Angebote und in diesem High-End-Desktop-Segment (HEDT) sind AMDs Flaggschiffe das absolute Non­plus­ul­t­ra. Mit 64 Kernen und 128 Threads markiert der AMD Ryzen Threadripper 3990X (Test) seit Februar 2020 das Maximum, auch die kleineren Modelle mit 32 und 24 Kernen sind sehr schnell. Schwächen haben sie fast keine, sind inklusive Plattform nur eben teuer. Zuschlagen sollte hier nur der, der das letzte Quäntchen Leistung zwingend benötigt und genau weiß, wo er diese abrufen kann.

Die kleineren älteren Threadripper wurden von den neuen Ryzen 5000 hingegen nahezu komplett überflüssig gemacht, es sei denn, Quad-Channel-Speicher und mehr PCIe-Lanes werden gebraucht. Bereits der neue 12-Kerner leistet so viel wie ein 16-Kern-Threadripper. Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen sorgt für noch mehr Druck von unten.

AMD Ryzen Threadripper 3970X & 3960X im Test
AMD Ryzen Threadripper 3970X & 3960X im Test

Und Intel? Im Oktober 2019 hatte der Chipriese seine High-End-CPU-Familie Cascade Lake-X an den Start gebracht. Ein halbierter Preis des Flaggschiffes Core i9-10980XE (Test) spricht zwar erst einmal für das Modell, doch die extreme Leistung der AMD-Prozessoren lässt nahezu keine Lücke für diese CPUs zu. Am Ende ist es eine Mischung aus „zu wenig“ Leistung gepaart mit einer viel zu späten Vorstellung, die X299 samt Core X im Jahr 2021 nur noch auf das Abstellgleis fahren lässt.

Die beste CPU mit integrierter GPU

Auf die Frage nach dem Hersteller der besten CPU mit starkem Grafikchip gibt es auch Anfang 2021 nur eine Antwort: AMD. Das Problem ist jedoch die extrem mangelhafte Verfügbarkeit der neuen aber auch alten Lösungen. Nur der drei Jahre alte AMD Ryzen 3 2200G ist gut verfügbar, zum doppelten Preis von vor drei Jahren.

Für den Einsteig empfohlen werden kann deshalb keine APU aktuell, ein OEM-Modell der Renoir-Generation alias Ryzen 4000 Pro kommt dann noch am ehesten in Frage. Doch der Preis spielt gleich in einer ganz anderen Liga, denn das am besten verfügbare Modell ist der AMD Ryzen 5 4650G Pro (Test) für knapp 220 Euro.

Interessenten sollten sich allerdings der Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit im Vergleich zu aktuellen dedizierten GPUs bewusst sein. Schon GeForce GTX 1050 (Ti) und Radeon RX 560 sind deutlich schneller.

Der beste Prozessor mit integrierter Grafikeinheit
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis ab Kaufen
Oberklasse AMD Ryzen 5 4650G Pro ab 219 Euro Bestpreis*

Und dennoch gilt: Werden keine hohen Anforderungen an die Grafikqualität unter Full HD in beliebten Online-Multiplayer-Titeln gelegt, reichen AMDs Desktop-APUs oftmals aus. Die nachfolgenden aktuellen Artikel geben einen Überblick:

Was bedeutet die TDP?

Wie kann es sein, dass zwei Prozessoren mit derselben „Thermal Design Power“ (TDP) so unterschiedlich viel Strom benötigen? Oder dass Core i7-8700K, -8700 und -8700T mit 60 Watt Differenz bei der TDP fast gleich schnell sind? ComputerBase hat sich mehrfach in der Vergangenheit ausführlich mit der Thematik befasst und die aktuelle Definition der TDP von AMD und Intel in dem Artikel CPU-Leistungsaufnahme: Was „TDP“ bei AMD und Intel aktuell bedeutet beleuchtet.

Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T im Test
Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T im Test

Zum Prozessor gehört ein ganzer PC

Ein Prozessor allein macht noch keinen PC, es bedarf weiterer Bauteile – allen voran Mainboard und Arbeitsspeicher, in Gaming-PCs auch eine Grafikkarte.

Hilfe bei der Zusammenstellung ganzer PCs bietet das Forum: Hier arbeiten Leser an ständig aktualisierten Beiträgen, die klären, wie der optimale PC inklusive eines passenden Prozessors und des Drumherums für ein bestimmtes Budget aussieht.

Allen voran geht dabei die Zusammenstellung für den idealen Gaming-PC mit bereits über 6.000.000 Zugriffen. Sie nennt sechs grundlegende Konfigurationen von 450 bis 1.400 Euro. Viele der hier zuvor erwähnten CPUs sind dort direkt wiederzufinden.

Mehr Kaufberatung, Vergleiche, Tests und Ranglisten

Auf ComputerBase finden sich noch zahlreiche weitere Kaufberatungen für den Hardware-Bereich:

Parallel zu den Empfehlungen der Redaktion lohnt sich stets ein Blick in den Bericht Mainboards und CPUs: Fachgespräche im ComputerBase-Forum. Dort geben gut informierte Mitglieder der Community Hilfestellung, wenn es um Fragen rund um den Kauf eines neuen Prozessors geht.

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory* erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion noch für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

Änderungshistorie

Datum Anpassung Neue CPUs im Vergleich
19. April 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert 11. Generation Intel Core

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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