Prozessor-Rangliste 2022: CPU-Vergleich mit 12. Gen. Intel Core und AMD Ryzen

Volker Rißka
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Prozessor-Rangliste 2022: CPU-Vergleich mit 12. Gen. Intel Core und AMD Ryzen

Die CPU-Rangliste klärt, welcher Prozessor von AMD Ryzen oder Intel Core sich auf Basis von Tests, Vergleichen und Benchmarks für welche Ansprüche besonders eignet. Empfohlen werden die besten CPUs und APUs für Gaming-, Anwendungs- und Office-PCs in den Klassen Einsteiger, Mittelklasse und High-End für Juni 2022.

CPUs kaufen: Im Sommer 2022 ist alles lieferbar

Im Sommer 2022 haben Kunden in vielen Preisklassen und abhängig vom primären Anwendungsgebiet bei Prozessoren die Qual der Wahl: AMD oder Intel? In einigen Segmenten ist die Sache hingegen klar.

Gegenüber stehen sich dabei im Wesentlichen AMD Ryzen 5000 mit Zen-3- und Intel 12. Generation Core mit Alder-Lake-Architektur. Im Herbst 2021 hatte Intel mit Alder Lake nach längerer Durststrecke zum Gegenangriff auf Zen 3 ausgeholt und es geschafft mit den ersten drei Core i-12000 (Test) eine sehr gute Vorstellung abzuliefern. AMD Ryzen 5000 (Test) geriet erstmals wieder in Spielen in Rückstand, in Anwendungen hielten die Zen-3-CPUs noch gut dagegen.

Doch im April 2022 und damit noch vor Zen 4 stichelte AMD zurück: Der erster Prozessor mit 3D-Cache, der Ryzen 7 5800X3D (Test), bietet Spiele-Leistung auf Core-i9-Niveau und verbraucht dabei wesentlich weniger als 12900K und insbesondere 12900KS.

Echte Neuheiten wird es frühestens im Herbst 2022 geben. AMD hatte Ende Mai für Ryzen 7000 erste Andeutungen gegeben, wohin es bei der Leistung gehen wird. Allerdings lassen diese noch kein umfassendes Bild zurück. Und Intels 13. Core-Generation Raptor Lake steht dann ebenfalls auf dem Plan. Doch beides ist noch einigen Monate entfernte Zukunftsmusik, weshalb sich in der Übersicht auf das Hier und Jetzt bezogen wird. Das ist die Ausgangssituation für diese umfangreiche Kaufberatung.

AMD Ryzen 7 5800X3D und Intel Core i9-12900KS im Test
AMD Ryzen 7 5800X3D und Intel Core i9-12900KS im Test

Ehrliche Kaufberatung

Diese Rangliste wird mit viel Aufwand gepflegt, sie wird nicht lieblos ins Netz gestellt, um ahnungslose Google-Nutzer mit vermeintlicher Kaufberatung zu befriedigen. Sie wird monatlich überarbeitet, um immer aktuelle Preise und die neuesten Produkte berücksichtigen zu können. Basis für die Leistungsvergleichs-Rankings sind die unzähligen Prozessor-Tests und Benchmarks, die ComputerBase fast im Wochenrhythmus vornimmt. Die aktuellen Testberichte aus dem Bereich sind:

Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit von CPUs in Multi-Threading-Anwendungen über mehr als zehn Jahre liefert der große Artikel Neuer CPU-Benchmark: Die Community testet Prozessoren in Cinebench R23.

Darüber hinaus steht die ComputerBase-Community im Unterforum „Mainboards und CPUs: Kaufberatung“ rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite. Die Registrierung ist kostenlos, die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse genügt.

Core i-12000 vs. Ryzen 5000: Das aktuelle Duell

Intels Core i-12000 sind die aktuellen Prozessoren im Markt. Das Flaggschiff Core i9-12900K (Test) und der im April erschienene Core i9-12900KS (Test) bieten eine überragende Single-Core-Leistung dank hohem Takt und hoher IPC, die auch in Spielen sehr gut zur Geltung kommt: Die Core i9 liegen zusammen mit dem neuen Ryzen 7 5800X3D in diesem Segment an der Spitze. Auch in vielen Anwendungen liegen Intels Core i9 vorne, lediglich wenn ganz viele Threads parallel laufen, kann AMDs Flaggschiff Ryzen 9 5950X noch davon ziehen.

Das Verhalten zeigen auch die kleineren Vertreter Intel Core i7-12700K und Core i5-12600K: Sie bieten eine sehr hohe Spieleleistung dank hoher IPC, in Anwendungen sind sie aufgrund weniger Kerne und Threads allerdings etwas langsamer, wenn auch nicht deutlich unterlegen. Die CPUs sind in ihrem jeweiligen Preissegment stets gut aufgestellt.

Intel Core i9-12900K, i7-12700 & i5-12600K im Spiele-Vergleich gegen i9-11900K und Ryzen 9 5950X
Intel Core i9-12900K, i7-12700 & i5-12600K im Spiele-Vergleich gegen i9-11900K und Ryzen 9 5950X

AMD Ryzen 5000 hat seit Intel Alder Lake, rein von der CPU-Seite betrachtet, einen deutlich schwereren Stand als zuvor. Im April hat AMD zwar günstigere Ryzen 5000 (Test) nachgeschoben, aber sie bleiben gegen Intels Core i5 ab der Mittelklasse im Hintertreffen. Nur der Ryzen 9 5950X als schnellste CPU in Multi-Core-Anwendungen und der Ryzen 7 5800X3D als extrem effiziente Gaming-CPU auf Core-i9-Niveau stechen die Konkurrenz in ihrem Haupteinsatzgebiet klar aus, sind pauschal aber nicht die bessere CPU.

Empfehlungen: Die schnellsten Gaming-CPUs

Intel Alder Lake alias 12. Generation Core ist besonders stark in Spielen. In diesem Umfeld konnte Ende 2021 selbst der Core i5-12600K noch AMDs zweitschnellster Lösung das Wasser reichen, für weniger als die Hälfte des Preises. Allerdings zeigt der Prozessor in ersten Spielen, dass „nur“ 6 P-Cores nicht mehr ewig ausreichen um mit den 8-P-Core-Modellen mitzuhalten.

Die höchste Gaming-Leistung gab es von November 2021 bis April 2022 wiederum bei Core i9-12900K und später 12900KS (der nichtsdestoweniger nicht zu empfehlen ist), doch der Core i7-12700K war am Ende mit 8 großen P-Cores die eigentliche langfristig ausreichende Gaming-Empfehlung für Enthusiasten, sie startet ab 425 Euro. Und wer noch einige Euro sparen will, dem reicht auch der Core i7-12700 ab 364 Euro.

AMDs Gaming-Überraschung Ryzen 7 5800X3D

Am 20. April erfolgte dann allerdings AMDs Gegenschlag: Der AMD Ryzen 7 5800X3D (Test) vertraut erstmals auf einen gestapelten L3-Cache. Der Leistungszuwachs in Spielen ist so groß, dass die Gaming-Krone nun in vielen Titeln zurück zu AMD wandert – im Durchschnitt sind es 15 Prozent. Für aktuell rund 500 Euro ist auch diese CPU aber kein günstiges Unterfangen, mit acht Kernen zudem wirklich nur etwas für Spieler, Allrounder finden in anderen AMD-CPUs bessere Lösungen.

AMD Ryzen 7 5800X3D im Test
AMD Ryzen 7 5800X3D im Test

Die ComputerBase-Performanceratings

Die nachfolgenden Diagramme bilden je Auflösung einen Durchschnitt über viele Spiele ab. Wer bestimmte Spiele nicht in die Durchschnittsbetrachtung mit einfließen lassen lassen will, kann das über die Schaltfläche „Bearbeiten“ einstellen. Durch einen Klick auf „+ XX Einträge“ lassen sich weitere getestete CPUs einblenden. Wird eine CPU im Ranking angeklickt, erhält sie den Leistungsindex von 100 Prozent und alle anderen Prozessoren im selben Diagramm werden relativ dazu mit ihrer Geschwindigkeit dargestellt. So kann jeder einfach nachvollziehen, welchen Performancegewinn ein schnelleres Modell tatsächlich mit sich bringt.

So viele FPS liefern die Prozessoren in Spielen

Die folgenden Diagramme enthalten die von den CPUs mit einer GeForce RTX 3080 Founders Edition erzielten FPS. „FPS“ sagt aus, wie viele Bilder pro Sekunde (Frames per Second = FPS) im Durchschnitt in der 25 Sekunden währenden Testsequenz berechnet werden. Ob das Spiel zwischendurch, eventuell nur zwischen einzelnen gerenderten Bildern, hakt, darüber sagen die FPS nichts aus.

Performancerating FPS
Performancerating FPS – 1.280 × 720
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      99
    • Intel Core i9-12900KS (241W)
      94
    • Intel Core i9-12900K (241W)
      93
    • Intel Core i9-12900 (wo LT)
      91
    • Intel Core i7-12700K (wo LT)
      88
    • Intel Core i9-12900 (65/202W LT)
      87
    • AMD Ryzen 9 5950X
      87
    • AMD Ryzen 9 5900X
      86
    • AMD Ryzen 7 5800X
      86
    • Intel Core i9-11900K
      84
    • Intel Core i9-11900K (ohne AB)
      83
    • Intel Core i5-12600K (wo LT)
      83
    • Intel Core i9-10900K
      83
    • Intel Core i9-11900K (125/250 LT)
      82
    • AMD Ryzen 7 5700X
      81
    • AMD Ryzen 5 5600X
      81
    • Intel Core i5-12500 (wo LT)
      78
    • Intel Core i5-12400 (wo LT)
      78
    • Intel Core i7-10700K
      77
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT)
      75
    • Intel Core i7-11700K (wo LT) [1]
      75
    • Intel Core i7-11700K (wo LT) [2]
      75
    • Intel Core i7-11700 (wo LT)
      75
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      73
    • Intel Core i5-11400F
      72
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT)
      71
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      70
    • Intel Core i3-12100F (wo LT)
      70
    • AMD Ryzen 7 5700G
      68
    • Intel Core i5-10600K
      67
    • AMD Ryzen 9 3900XT
      66
    • AMD Ryzen 9 3900X
      65
    • AMD Ryzen 9 3950X
      65
    • Intel Core i5-10400F
      65
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      65
    • AMD Ryzen 5 5600G
      64
    • AMD Ryzen 5 5500
      64
    • AMD Ryzen 7 3700X
      63
    • Intel Core i7-8700K
      63
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      63
    • AMD Ryzen 5 3600
      62
    • AMD Ryzen 3 3300X
      59
    • Intel Core i3-10100F (wo LT)
      55
    • AMD Ryzen 7 2700X
      54
    • Intel Core i7-7700K
      54
    • AMD Ryzen 5 2600X
      51
    • Intel Core i5-7600K
      44
Einheit: Prozent

So hohe Frametimes liefern die Prozessoren in Spielen

Neben den Durchschnitts-FPS-Werten nutzt ComputerBase zusätzlich in Percentile angegebene Frametime-Werte – genauer gesagt das „99,8th Percentile“, das zur besseren Vergleichbarkeit jedoch in FPS und nicht in Millisekunden angegeben wird. Doch was ist das überhaupt genau?

Bei den Messwerten handelt es sich um klassisch in Millisekunden gemessene Frametimes, also die zeitlichen Abstände von Frame zu Frame. Die Percentile-Werte haben nun den Sinn, vereinzelte Ausreißer zu ignorieren. Das „99,8th Percentile“ besagt folglich, dass 99,8 Prozent aller Messwerte schneller als der angegebene Messwert sind. Lautet ein Wert im Percentile-Diagramm 60 FPS, laufen 99,8 Prozent mit einer höheren Framerate als mit 60 FPS. 0,2 Prozent sind dagegen langsamer als 60 FPS.

Performancerating Frametimes
Performancerating Frametimes – 1.280 × 720
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      93
    • Intel Core i9-12900K (241W)
      90
    • Intel Core i9-12900KS (241W)
      90
    • Intel Core i9-12900 (wo LT)
      87
    • AMD Ryzen 9 5950X
      87
    • Intel Core i7-12700K (wo LT)
      86
    • Intel Core i9-12900 (65/202W LT)
      85
    • Intel Core i9-11900K
      84
    • AMD Ryzen 9 5900X
      83
    • Intel Core i9-11900K (ohne AB)
      82
    • Intel Core i9-11900K (125/250 LT)
      82
    • Intel Core i9-10900K
      82
    • Intel Core i5-12600K (wo LT)
      81
    • AMD Ryzen 7 5800X
      79
    • Intel Core i5-12400 (wo LT)
      77
    • AMD Ryzen 5 5600X
      76
    • AMD Ryzen 7 5700X
      76
    • Intel Core i5-12500 (wo LT)
      76
    • Intel Core i7-11700K (wo LT) [1]
      74
    • Intel Core i7-10700K
      74
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT)
      73
    • Intel Core i7-11700K (wo LT) [2]
      72
    • Intel Core i7-11700 (wo LT)
      72
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      71
    • Intel Core i5-11400F
      70
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT)
      70
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      68
    • Intel Core i3-12100F (wo LT)
      68
    • AMD Ryzen 7 5700G
      67
    • AMD Ryzen 9 3900XT
      66
    • Intel Core i5-10600K
      66
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      66
    • AMD Ryzen 9 3950X
      66
    • AMD Ryzen 9 3900X
      65
    • AMD Ryzen 7 3700X
      63
    • AMD Ryzen 5 5600G
      63
    • Intel Core i5-10400F
      62
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      61
    • AMD Ryzen 5 3600
      61
    • AMD Ryzen 5 5500
      60
    • AMD Ryzen 3 3300X
      57
    • Intel Core i7-8700K
      57
    • AMD Ryzen 7 2700X
      54
    • Intel Core i3-10100F (wo LT)
      54
    • AMD Ryzen 5 2600X
      50
    • Intel Core i7-7700K
      48
    • Intel Core i5-7600K
      38
Einheit: Prozent

Unter 200 Euro bleibt die Gaming-Krone bei Intel

Die klar beste Gaming-CPUs bietet Intel im Preisbereich unter 200 Euro: Der Core i5-12400 (Test) mit 6 P-Cores ist seit Anfang 2022 gesetzt. Für zuletzt ab 187 Euro gibt es hier kaum eine Alternative von AMD. Immerhin hat der Ryzen 5 5600X zuletzt aber deutlicher im Preis nachgegeben, sodass dieser wieder in Reichweite gelangt ist, vor allem weil er um die Marke von 200 Euro kreist.

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Spielen mit einer CPU für unter 100 Euro?

Eindeutig ist im Jahr 2022 die Antwort auf die Frage nach der CPU, die ein Spiele-PC für Triple-A-Titel mindestens bieten sollte: Vier Kerne und acht Threads müssen es definitiv sein, für die letzten FPS reichen auf schnellen GPUs selbst CPUs mit sechs schnellen Kernen oft nicht mehr aus.

Ganz unten auf der Liste der kleinsten noch gangbaren Spiele-CPU steht Intels neuster kleinster Quad-Core-Prozessor, der Intel Core i3-12100F (Test), der aktuell ab 105 Euro verfügbar ist. Aufgelegt als Nachfolger des 10100F bietet er weiterhin acht Threads, dank Alder-Lake-Architektur ist er aber deutlich flinker unterwegs. Aber wie gesagt: Für echtes High-End-Gaming sollten es anno 2022 schon mindestens sechs Kerne sein.

Intel Core i3-12100F
Intel Core i3-12100F

Empfehlungen: Die schnellsten CPUs für Anwendungen

Wird der PC primär für moderne, parallelisierte Programme genutzt, bleibt AMD mit der neuen wie schon mit der vorherigen Ryzen-Generation klar vor Intel. Skalieren Anwendungen mit den gebotenen CPU-Threads, wird der im direkten Vergleich immer etwas geringere Takt der Ryzen-CPUs durch die viel höhere IPC mehr als ausgeglichen.

AMD Ryzen 9 und Intel Core i9 an der Spitze der Mittelklasse

Der beste Prozessor von AMD für moderne Software in der gehobenen Mittelklasse ist der Ryzen 9. Gleich zwei Modelle mit aktuell 12 und 16 Kernen bieten eine bisher unerreichte Leistung auf einer seit fast fünf Jahren bestehenden Infrastruktur, dem Sockel AM4. Intels neues Mainstream-Flaggschiff Core i9-12900K und die Special Edition 12900KS ist auch sehr schnell unterwegs, mit 24 Threads kann er dem Flaggschiff von AMD sehr oft gefährlich werden, hier und da gewinnen, manchmal verliert er aber auch. Für die höchste Leistungs nimmt er sehr viel elektrische Energie auf – weit mehr als der Ryzen.

Am Ende muss der Kunde wählen: Werden viele Threads benötigt, ist der AMD Ryzen 9 5950X weiterhin die beste Wahl, ist es ein gemischte Last und ab und an auch Single-Core-Leistung gefragt, liegt der Core i9-12900K/KS klar vorn.

Diagramme
Multi-Core-Rating für Anwendungen
    • AMD Ryzen Threadripper 3990X
      94
    • AMD Ryzen Threadripper 3970X
      80
    • AMD Ryzen Threadripper 3960X
      67
    • Dual Intel Xeon Platinum 8180
      65
    • AMD Ryzen 9 5950X
      56
    • Intel Core i9-12900KS (wo LT -0,125 V)
      53
    • Intel Core i9-12900KS (241W)
      53
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      51
    • Intel Core i9-12900K (241W)
      51
    • Intel Core i9-12900K (w/o LT)
      50
    • Intel Core i9-12900 (w/o LT)
      49
    • AMD Ryzen 9 3950X
      48
    • AMD Ryzen 9 5900X
      46
    • Intel Core i9-10980XE
      46
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      45
    • Intel Core i7-12700K (190W)
      43
    • Intel Core i7-12700K (125/190W)
      43
    • AMD Ryzen 9 3900XT
      39
    • AMD Ryzen 9 3900X
      39
    • Intel Core i9-9980XE
      39
    • Intel Core i9-7980XE
      39
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      38
    • Intel Core i9-12900 (65/202W)
      37
    • Intel Core i9-7960X
      36
    • Intel Core i9-10900K
      35
    • Intel Core i9-10850K
      35
    • Intel Core i9-10900K (125/250 LT)
      34
    • Intel Core i5-12600K (125/150W)
      34
    • AMD Ryzen 7 5800X
      34
    • Intel Core i5-12600K (150W)
      34
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      33
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      32
    • AMD Ryzen 7 5700G
      31
    • AMD Ryzen 7 5700X
      30
    • Intel Core i7-11700K (w/o LT)
      30
    • Intel Core i7-11700 (w/o LT)
      29
    • Intel Core i9-9900KS
      29
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      29
    • Intel Core i9-9900X
      29
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      29
    • Intel Core i9-7900X
      28
    • Intel Core i7-10700K
      28
    • AMD Ryzen 7 3800X
      28
    • Intel Core i9-9900K
      27
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      27
    • AMD Ryzen 7 3700X
      27
    • AMD Ryzen 7 4750G Pro
      26
    • AMD Ryzen 5 5600X
      26
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      26
    • Intel Core i5-12500 (wo LT)
      25
    • Intel Core i5-12500 (65/117 W LT)
      24
    • AMD Ryzen 5 5600G
      24
    • Intel Core i7-9800X
      24
    • Intel Core i5-12400 (wo LT)
      24
    • Intel Core i5-12400 (65/117 W LT)
      23
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      23
    • AMD Ryzen 7 2700X
      23
    • AMD Ryzen 5 5500
      23
    • Intel Core i5-11600K
      23
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      22
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-2933 G1)
      22
    • AMD Ryzen 5 3600X
      22
    • Intel Core i7-10700 (65/225 W LT)
      21
    • AMD Ryzen 5 3600
      21
    • Intel Core i5-10600K
      21
    • Intel Core i7-9700
      21
    • Intel Core i5-10600K (125/182 W LT)
      21
    • AMD Ryzen 7 1800X
      21
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      20
    • AMD Ryzen 7 2700
      20
    • Intel Core i7-8700K
      19
    • Intel Core i5-10400F
      18
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      18
    • AMD Ryzen 7 1700
      18
    • Intel Core i5-10400F (65/134 W LT)
      18
    • AMD Ryzen 5 2600X
      18
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      17
    • Intel Core i3-12100F (58/89W LT )
      17
    • Intel Core i3-12100F (wo LT)
      17
    • AMD Ryzen 5 2600
      17
    • AMD Ryzen 5 1600X
      16
    • AMD Ryzen 3 3300X
      15
    • Intel Core i5-9400F
      14
    • AMD Ryzen 3 3100
      14
    • Intel Core i7-7700K
      13
    • AMD Ryzen 3 4350G Pro
      13
    • Intel Core i5-8400
      13
    • Intel Core i3-10100F (LT 65/90W)
      13
    • AMD Ryzen 5 3400G
      12
    • AMD Ryzen 5 2400G
      11
    • Intel Core i7-4770K
      10
    • Intel Core i3-9100F
      9
    • AMD Ryzen 3 3200G
      8
    • Intel Core i7-2600K
      8
    • AMD Ryzen 3 2200G
      8
    • AMD Athlon 3000G
      5
    • AMD Athlon 240GE
      5
    • Intel Pentium Gold 5400
      5
    • AMD Athlon 200GE
      5
Einheit: Prozent

In Mitte kämpft AMD Ryzen 7 gegen Intel Core i5

Ein ganz ähnliches Spiel gibt es um die 300 Euro. Der Neuling Intel Core i5-12600K bietet sehr hohe Single-Core-Leistung und bringt mit sechs großen und vier kleinen Kernen 16 Threads aufs Parkett, der reine Acht-Kerner AMD Ryzen kann seine 16 Threads in Mehr-Kern-Szenarien gut zur Geltung bringen. Der bisherige Bonus des Plattformvorteils für AMD, viel günstigere Bauteile in Form von B550-Boards und DDR4 zu haben, hat sich zuletzt egalisiert. Denn B660-Boards mit DDR4 kosten für Alder Lake nun kaum mehr.

Der beste Prozessor für Anwendungen

Leistungsklasse Empfehlung Preis ab Kaufen
Maximale Leistung HEDT* AMD Ryzen Threadripper 3990X n.v. Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
Maximale Leistung DT AMD Ryzen 9 5950X ab 509 Euro Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
Intel Core i9-12900K ab 605 Euro Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
Die goldene Mitte AMD Ryzen 7 5800X ab 289 Euro Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
Intel Core i5-12600K ab 298 Euro Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
6-Kerne-Tipp Intel Core i5-12500 ab 220 Euro Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
Der kleinste Einstieg Intel Core i3-12100F ab 105 Euro Bestpreis* Mindfactory* Amazon* Alternate*
* HEDT = High-End-Desktop, bei AMD sTRX4 (TRX40), bei Intel LGA 2066 (X299)

Im Einstieg: Vier Kerne sind gut, Alder Lake gibt es aber auch als Celeron

Aktuell ist AMD im Einstieg keine Empfehlung mehr, denn selbst die alten Prozessoren gibt es hier nur zu überhöhten Preisen. Wer hier etwas braucht, muss Intel kaufen, was bei den Pentium und Celeron und ihren zwei Kernen aber nur mit Zähneknirschen möglich ist, selbst wenn diese mit dem Alder-Lake-Upgrade wieder etwas zügiger geworden sind. Dual-Core-CPUs sind 2022 bei vielen Anwendungen schnell überfordert, der Core i3-12100F ab 105 Euro eine teurere aber auch viel potentere Wahl.

Wer sich jedoch absolut sicher ist, dass er den PC nur für rudimentäre Aufgaben benötigt, für den geht es mit dem Intel Celeron G6900 bereits ab 43 Euro los.

Im High-End-Bereich: Theoretisch AMD, praktisch tot

Auch oberhalb von Core i9 und AMD Ryzen 9 gibt es noch Angebote und in diesem High-End-Desktop-Segment (HEDT) sind AMDs Flaggschiffe das absolute Non­plus­ul­t­ra. Mit 64 Kernen und 128 Threads markiert der AMD Ryzen Threadripper 3990X (Test) seit Februar 2020 das Maximum, auch die kleineren Modelle mit 32 und 24 Kernen sind sehr schnell. Schwächen haben sie fast keine, sind inklusive Plattform nur eben teuer. Zuschlagen sollte hier nur der, der das letzte Quäntchen Leistung zwingend benötigt und genau weiß, wo er diese abrufen kann.

Doch im Alltag gibt es die Threadripper-Lösungen kaum noch. Die 3000er-Serie wurde für Profis von Threadripper 5000 Pro abgelöst, die jedoch nicht für den HEDT-Bereich abgezweigt wurden. Hier braucht es wiederum andere Mainboards, die letztlich dafür sorgen, dass HEDT im Desktop aktuell quasi nicht mehr existent ist. Das Flaggschiff 3990X ist nicht mehr verfügbar, Restposten kleinerer CPUs wie den Threadripper 3960X gibt es zum Teil noch. Wie lange, ist aktuell aber nicht abzusehen.

AMD Ryzen Threadripper 3970X & 3960X im Test
AMD Ryzen Threadripper 3970X & 3960X im Test

Und Intel? Im Oktober 2019 hatte der Chipriese seine High-End-CPU-Familie Cascade Lake-X an den Start gebracht. Ein halbierter Preis des Flaggschiffes Core i9-10980XE (Test) spricht zwar erst einmal für das Modell, doch die extreme Leistung der AMD-Prozessoren lässt nahezu keine Lücke für diese CPUs zu. Am Ende ist es eine Mischung aus „zu wenig“ Leistung gepaart mit einer viel zu späten Vorstellung, die X299 samt Core X im Jahr 2021 nur noch auf das Abstellgleis fahren lässt. Es wird gemunkelt, dass Intel Core X als „Xeon Workstation“ im Jahr 2022 mit einer Nur-P-Core-CPU wiederbelebt.

Empfehlungen: Die besten CPU mit integrierter GPU (iGPU)

Auf die Frage nach dem Hersteller der besten CPU mit starkem Grafikchip für Desktop-PCs gibt es auch 2022 nur eine Antwort: AMD. Das Problem ist jedoch die extrem mangelhafte Verfügbarkeit kleiner Lösungen, die größeren und teuren Ryzen 5000 gibt es jedoch. Der Unterschied zwischen Ryzen 5 5600G und Ryzen 7 5700G (Test) sind über 100 Euro beim Preis, bei der Grafikleistung sind es aber nur wenige Prozent. Die kleinere Variante ist deshalb für den Einsatz der integrierten Grafik ausreichend und letztlich die Empfehlung.

Der empfehlenswerte Prozessor mit integrierter Grafikeinheit
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis ab Kaufen
Oberklasse AMD Ryzen 5 5600G ab 165 Euro Bestpreis*

Werden keine hohen Anforderungen an die Grafikqualität unter Full HD in beliebten Online-Multiplayer-Titeln gelegt, für den reichen AMDs Desktop-APUs oftmals aus. Die nachfolgenden aktuellen Artikel geben einen Überblick:

Fachwissen: Was bedeutet die TDP?

Wie kann es sein, dass zwei Prozessoren mit derselben „Thermal Design Power“ (TDP) so unterschiedlich viel Strom benötigen? Oder dass Core i7-8700K, -8700 und -8700T mit 60 Watt Differenz bei der TDP fast gleich schnell sind? ComputerBase hat sich mehrfach in der Vergangenheit ausführlich mit der Thematik befasst und die aktuelle Definition der TDP von AMD und Intel in dem Artikel CPU-Leistungsaufnahme: Was „TDP“ bei AMD und Intel aktuell bedeutet beleuchtet.

Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T im Test
Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T im Test

Zum Prozessor gehört ein ganzer PC

Ein Prozessor allein macht noch keinen PC, es bedarf weiterer Bauteile – allen voran Mainboard und Arbeitsspeicher, in Gaming-PCs auch eine Grafikkarte.

Hilfe bei der Zusammenstellung ganzer PCs bietet das Forum: Hier arbeiten Leser an ständig aktualisierten Beiträgen, die klären, wie der optimale PC inklusive eines passenden Prozessors und des Drumherums für ein bestimmtes Budget aussieht.

Allen voran geht dabei die Zusammenstellung für den idealen Gaming-PC mit bereits über 10.000.000 Zugriffen. Sie nennt sechs grundlegende Konfigurationen von 450 bis 1.400 Euro. Viele der hier zuvor erwähnten CPUs sind dort direkt wiederzufinden.

Mehr Kaufberatung, Vergleiche, Tests und Ranglisten

Auf ComputerBase finden sich noch zahlreiche weitere Kaufberatungen für den Hardware-Bereich:

Parallel zu den Empfehlungen der Redaktion lohnt sich stets ein Blick in den Bericht Mainboards und CPUs: Fachgespräche im ComputerBase-Forum. Dort geben gut informierte Mitglieder der Community Hilfestellung, wenn es um Fragen rund um den Kauf eines neuen Prozessors geht.

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory* erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion noch für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

Änderungshistorie

Datum Anpassung Neue CPUs im Vergleich
1. Juni 2022 Preise und Liefersituation aktualisiert
22. April 2022 Preise und Liefersituation aktualisiert AMD Ryzen 7 5800X3D eingebaut
Weiteres Update bei Intel Alder Lake
Diagramme überarbeitet
(nur noch Ryzen 5000 und Core i-12000 auf ersten Blick sichtbar)
neue Empfehlungen für Gaming-CPUs
8. Februar 2022 Preise und Liefersituation aktualisiert Weiteres Update bei Intel Alder Lake
Diagramme überarbeitet
neue Empfehlungen für Gaming- und Office-CPUs
19. November 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert Großes Update
Intel Alder Lake eingepflegt
Diagramme überarbeitet
neue Empfehlungen für Gaming-CPUs
3. September 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert
11. August 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert Neue AMD-APUs
Ryzen 7 5800X und Core i7-11700 herausgestellt
Diagramme überarbeitet
20. Juli 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert
10. Juni 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert
19. April 2021 Preise und Liefersituation aktualisiert 11. Generation Intel Core

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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