4/6 Samsung SyncMaster 193P im Test : Für Spiele oder Photoshop?

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Alltagsbetrieb

Genug der Theorie. Wie schlägt sich Samsungs Prunkstück im Alltagsbetrieb? Fangen wir mit einem ganz normalen Tagesablauf an und arbeiten dessen einzelne Stationen der Reihe nach ab.

Aller Anfang ist schwer? Nicht beim 193P, denn dessen Einschalttaste lässt sich wirklich schon durch den Hauch einer Berührung auslösen, woraufhin der Monitor seinen Besitzer mit einem dezenten Piepton begrüßt. Hat man den TFT mittels D-Sub an den PC angeschlossen, folgt eine automatische Kalibrierung des Panels auf die aktuell dargestellte Auflösung. Besitzer einer Grafikkarte mit DVI-Ausgang sollten den Monitor allerdings auch über diesen anschließen, da so die lästige Geometriekalibrierung vollends entfällt – digitale Bildsignale machen es möglich.

Hat man den SyncMaster 193P zum ersten Mal in Betrieb, wird man mit Sicherheit nun die Bedienungstasten für das On-Screen-Display suchen. Diese Suche ist allerdings vergeblich, da der Monitor schlichtweg kein solches und keine solchen besitzt. Der 193P ist nämlich einer der ersten TFTs, die von Samsung mit der MagicTune-Software ausgestattet worden sind. Diese Software ermöglicht es dem Nutzer, mittels ein paar Mausklicks und diverser „Wizards“ die weitere Kalibrierung vorzunehmen. Allerdings ist MagicTune Windows-Nutzern vorbehalten, denn Versionen für MacOS und Linux gibt es nicht. Hier muss man auf die Grundeinstellungen des Monitors vertrauen.

Das Programm MagicTune ansich lässt sich sehr einfach bedienen und entbehrt eigentlich jeglicher Einleitung, da es stets zu jedem Schritt ausführliche Informationen ausgibt, die dem Anwender durchaus zutragen sollten. So ist es unter anderem möglich, Kontrast, Helligkeit und die Farbsättigung auf die eigenen Vorlieben hin zu justieren.

Samsungs MagicTune
Samsungs MagicTune
Samsungs MagicTune
Samsungs MagicTune
Samsungs MagicTune
Samsungs MagicTune

Einmal korrekt eingestellt, verhält sich der SyncMaster 193P im Alltagsbetrieb, der vornehmlich aus Surfen im Internet und Arbeit in Word, Photoshop und Co. besteht, sehr gut. Dank seines sehr guten Panels und der damit verbundenen, sehr guten Farbwiedergabe macht er stets eine gute Figur und überzeugt auf ganzer Linie. Leute, die gerne und viel mit Adobes Photoshop arbeiten (müssen), werden sich über das Programm „Natural Color“ freuen, das die Erstellung eigener Farbprofile erlaubt.

NaturalColor
NaturalColor
NaturalColor
NaturalColor

Bildqualität

Die Bildqualität eines TFT-Monitors ohne sündhaft teure Messgeräte einzuschätzen, war und wird wohl immer schwer bleiben. Oftmals liegt es einzig und allein am subjektiven Empfinden des Betrachters, ob ein Bild nun gut ist oder nicht. Wir wollen trotzdem versuchen, das Bild des SyncMaster 193P so gut wie möglich zu beschreiben und im gleichen Atemzug zu bewerten.

PVA- bzw. MVA-Panels waren schon in der Vergangenheit dafür bekannt, stets sehr gute Bilder zu liefern, die vor allem durch ihre große Farbvielfalt und -treue zu überzeugen wussten. Anders ist es dann auch nicht beim 193P, dessen Bild als ausgezeichnet bewertet werden kann. Auch ein Eizo L557 kommt nicht an diesen heran und muss sich mit einem marginal schlechteren Ergebnis zufrieden geben. Das, was uns am Samsung-Monitor besonders gefiel, war die Fähigkeit, einen sehr hohen Kontrast darzustellen. Diese Fähigkeit gibt dem Anwender die Option, den Monitor stets auf die aktuellen Begebenheit des Standortes optimal einzustellen. Schwarzwert und Ausleuchtung sind ebenfalls als optimal zu bezeichnen.

Ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen konnte die Wiedergabe von Farben, die laut Samsung sogar nahe an das gesamte NTSC-Spektrum herankommt. Perfekt abgerundet wird der äußerst positive Gesamteindruck von einem sehr guten maximalen Blickwinkel, der horizontal wie vertikal 178 Grad beträgt. Diesen von Samsung angegebenen Wert können wir bestätigen. Praxistests zeigten, dass sich das Kontrastverhältnis auch bei nahezu 180-Grad-Draufsicht nicht veränderte und der SyncMaster 193P stets ein sehr gutes Bild bot. Das Bild des 193P am D-Sub-Eingang ist zwar als gut zu bezeichnen, wir empfehlen dennoch den Betrieb an der DVI-Schnittstelle.

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