5/9 Apple Mac mini im Test : So viel Mac steckt im kleinen mini

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Mac OS X 10.4 „Tiger“

Seit dem 29. April ist der Nachfolger des Mac OS X 10.3 offiziell im Handel erhältlich. Die Versionsnummer lautet angesichts des nicht all zu umfangreichen Updates 10.4, der Zusatz nicht mehr „Panther“ sondern „Tiger“. Beim Tiger-Release handelt es sich nichtsdestotrotz um ein sogenanntes „Major Update“, also ein großes Update mit weitreichenderen Änderungen bzw. Erweiterungen als bei etwaigen „Minor Updates“ (geringfügige Updates). Insofern wollen wir im Nachfolgenden die signifikantesten Unterschiede zur Vorgängerversion vorstellen.

Spotlight

Spotlight, das ist Apples großes Pendant zu allen inzwischen verfügbaren Desktop-Suchprogrammen der Windows-Plattform. Obgleich es sämtlichen Entwicklern ermöglicht wird, ein voll funktionsfähiges Spotlight-Suchfeld in ihre Programme zu integrieren, dürfte das globale Suchfeld in der oberen Menüleiste für die meisten Benutzer am bedeutsamsten sein.

Spotlight findet, während man tippt. Mit jedem Tastendruck durchsucht das Programm prinzipiell alle Dateien, E-Mails, Kontakte, Bilder, Kalender und Programme – und das mit einer verhältnismäßig beachtlichen Geschwindigkeit. Die nötigen Indexdaten werden kontinuierlich im Hintergrund aktualisiert, sodass eventuelle Dateiänderungen instantan in die Suche übernommen werden.

Apple Mac OS „Tiger“: Spotlight
Apple Mac OS „Tiger“: Spotlight

Bis dato einzigartig ist, dass Spotlight auch die sogenannten Meta-Daten von Dateien mitindiziert. Meta-Daten beherbergen eine Vielzahl von Attributen wie etwa die Art des Dateiinhalts, den Verfasser, die Bearbeitungsstatistik, das Format, die Größe, bei Bildern das Datum, die Verschlusszeit und so weiter und so fort.

Interessant ist auch die Option, relative Zeitangaben wie „Letzte Woche“ oder „Gestern“ verwenden zu können, um die jeweiligen Objekte aufspüren zu können. Ist das Dateiformat unbekannt, stehen weit gehaltene Kategorien („Film“, „Bild“, „Dokument“ et cetera) zur Verfügung, um die Suchergebnisse bestmöglich einzuengen.

Dashboard

Apple Mac OS „Tiger“: Dashboard
Apple Mac OS „Tiger“: Dashboard

Dashboard setzt sich aus einzelnen Widgets zusammen. Wie bitte? Also denn, vorne angefangen: Ein weiteres, größeres Feature, genannt Dashboard, beinhaltet sogenannte „Widgets“. Dabei handelt es sich um eine Art von Mini-Programmen, die allerlei Informationen liefern bzw. kleinere Aufgaben lösen können. Darunter fallen beispielsweise Echtzeit-Wetterdaten, Aktienkurse, Fluginformationen, Taschenrechner und so weiter. Das ganze Dashboard kann per Tastendruck aktiviert werden und überlagert dann mit einer Resttransparenz den bisherigen Bildschirm – die Widgets stehen im totalen Vordergrund und können für den Moment bedient werden. Kleine Assistenz bei Bedarf, quasi.

Safari RSS

Auch Apples hauseigener Browser Safari wurde stellenweise erweitert. Wie der Zusatz „RSS“ bereits vermuten lässt, liegt das Augenmerk hierbei bei der vollzogenen Integration eines RSS- bzw. Feed-Readers. Bietet die Seite RSS-Feeds an, wie es etwa ComputerBase mehrfach tut, so erscheint, ähnlich wie in Firefox und Co., ein RSS-Symbol, dessen Betätigung dann das kostenfreie Abonnieren der Feeds einleitet.

Apple Mac OS „Tiger“: Safari RSS
Apple Mac OS „Tiger“: Safari RSS

Weitere Änderungen beinhalten:

  • Archivieren einer Web-Seite
  • Suchen nach Lesezeichen
  • Senden von Webseiten oder Links per E-Mail
  • Exportieren von Lesezeichen
  • Integrierte PDF-Anzeigefunktion
  • Privates Surfen
  • Automatische RSS-Erkennung
  • RSS-Lesezeichen
  • Benachrichtigung bei RSS-Aktualisierungen
  • Kindersicherung für Webseiten
  • Status des Sicherheitszertifikats einer Webseite
  • Integration von Safari und iPhoto

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