5/7 Samsung Galaxy Note im Test : Auf die Größe kommt es an

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Stifteingabe

Neben dem Display ist das größte Alleinstellungsmerkmal des Not der beigelegte Stylus. Dieser ermöglicht die Steuerung sowie das Verfassen von Textnachrichten und Notizen über den DigiTizer des Bildschirms. Der Hersteller liefert mit „S-Memo“ auch gleich eine umfangreiche App für den Stylus mit. In der App lassen sich einfache Notizen eintragen, jedoch auch größere Aufgaben wie Bildbearbeitung erledigen. Zudem hat man die Möglichkeit, die Dicke der Linien, verschiedene Schreib- und Zeichenwerkzeuge sowie die Farbe selbst auszuwählen.

Ebenfalls eine gute Lösung für schnelle Notizen ist Samsungs eingebauter „Schnellzugriff“. Hält man den im Stylus eingebauten Knopf gedrückt und tippt zwei Mal auf den Bildschirm, öffnet sich über dem aktuell angezeigten Inhalt ein kleines Fenster, das optisch an einen Notizzettel erinnern soll. So lassen sich schnell Ideen und Gedanken festhalten, ohne dafür in die dafür vorgesehen App zu gehen. Die „auf die Schnelle“ erstellten Notizen lassen sich anschließend in „S-Memo“ bearbeiten, erweitern oder löschen. Negativ fiel uns dabei nur auf, dass das Aufrufen des Schnellzugriffs nicht immer funktioniert hat beziehungsweise erkannt wurde und erneutes zweifaches Tippen auf dem Display notwendig war.

Samsung Galaxy Note: Über den Stylus lässt sich das Smartphone ebenfalls bedienen
Samsung Galaxy Note: Über den Stylus lässt sich das Smartphone ebenfalls bedienen

Auch Android lässt sich im Alltag vollständig mittels Stylus bedienen. Logischerweise lassen sich mit dem Stylus keine Mehrfinger-Gesten ausführen, aber die einfache Navigation durch das Menü, die Bedienung von Apps oder das Eingeben von Texten klappt problemlos. Dies ist besonders ein Vorteil im Winter, wenn der kapazitive Touchscreen nicht mit Handschuhen bedienbar ist. Da der Stylus im Gehäuse sicher untergebracht werden kann, hat man ihn immer dabei. Besonders gelungen sind dabei die ausführbaren „Gesten“: Hält man den erwähnten Knopf am Stylus fest und wischt auf dem Display in einem Stück von unten nach oben, wird das Betätigen der „Menü“-Taste simuliert. Wischt man von einem Punkt auf dem Display nach rechts, so erreicht man die „Zurück“-Funktion. Somit lassen sich auch solche Aufgaben mit dem Stylus erledigen und die Apps bedienen.

Samsung hat dem Galaxy Note auch eine Handschrifterkennung verpasst. Diese funktioniert zumindest so lange gut, wie der Nutzer es selbst schafft, leserlich zu schreiben. Aufgrund der mangelnden Lesbarkeit bei schnellen Eingaben mit dem Stift sowie der Denkpausen, die zur Umwandlung der Eingaben benötigt werden, ist die Erkennung zwar ein „nice-to-have“, aber kein wirklich Kaufargument – zumindest nicht im aktuellen Stand.

Zusammenfassend ergänzt Samsung das Galaxy Note an den richtigen Ecken durch die Features für die Nutzung des Stylus. Die Displaygröße hat man gekonnt mit der optionalen Stifteingabe kombiniert und so einen weiteren Vorteil des „riesigen“ Bildschirms für den Nutzer bereitgestellt. Die Mängel wie eine ungenaue Handschrifterkennung hängen auch mit dem Nutzer selbst zusammen und lassen sich aktuell kaum verbessern, ohne den Preis in die Höhe zu treiben.

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