2/4 Jagged Alliance: Back in Action im Test : Nur für waschechte Nostalgiker

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BiA auf einen Blick

Wer den Vorgänger kennt, wird sich in „Back in Action“ (BiA) zumindest settingtechnisch schnell zurecht finden. An den Grundgegebenheiten ändert sich nämlich wie vorab angekündigt wenig. Dementsprechend wird der Spieler nach einem minimalistischen Intro als Anführer einer Söldnertruppe in den fiktive Inselstaat Arulco geschickt, um dort die machtbesessene Diktatorin Deidranna Reitman im Namen ihres geschassten Mannes zu stürzen.

Dies funktioniert grundsätzlich über die Eroberung der gesamten Insel, wozu man ein kleines Heer an Söldnern rekrutieren muss. Die Mitglieder verfügen wie gehabt über grundlegend unterschiedlich ausgeprägte Fähigkeiten: Da ist der wuchtige Rambo, der hervorragend schießen und einiges einstecken kann; da ist die bewegliche Ärztin, die nicht immer trifft, dafür aber effektiv heilen kann; und da ist der Mechaniker, der sich auf das Knacken von Schlössern und den Umgang mit Sprengstoff versteht. Bei den rekrutierbaren Charakteren handelt es sich um altbekannte Personen, sodass schon an dieser Stelle nicht ohne Wirkung das nostalgische Moment, das bei BiA stetig mitschwingt, aktiviert wird.

Im Vergleich wird allerdings schnell deutlich, dass die einzelnen Fähigkeiten längst nicht mehr so stark wirken, wie im Vorgänger. Im Prinzip handelt es sich bei den BiA-Söldnern nämlich noch stärker als in „Jagged Alliance 2“ um Allrounder, sodass selbst die besagte Medizinerin ziemlich passabel Gegner zur Seite räumen kann.

JA: Back in Action – Söldner-Anwerbung in „Back in Action“
JA: Back in Action – Söldner-Anwerbung in „Back in Action“

Neu hinzugekommen ist in dieser Hinsicht die Fertigkeit „Schleichen“, die sich in vielen Situationen als wichtig entpuppt, da der Erfolg eines Angriffs immer wieder davon abhängt, möglichst ungesehen in die nähe des gegnerischen Stützpunktes zu gelangen. Dennoch lässt sich insgesamt sagen, dass das Gewicht der Fähigkeiten deutlich abgenommen hat, was für Einsteiger sicher angenehm ist, der Spieltiefe aber schadet, da es nur bedingt auf die Zusammensetzung der jeweiligen Einheit ankommt.

Doch auch in anderer Hinsicht macht sich das Vorhaben, das sehr komplexe „Jagged Alliance“ mit BiA zu entschlacken, bemerkbar. Während man im Vorgänger noch jede Menge Hirnschmalz auf die Entwicklung der eigenen Söldner verwenden konnte, lassen sich nun bei einem Stufenaufstieg ganz grob je sieben Fähigkeitenpunkte auf die besagten Fertigkeiten verteilen. Positiv ist dabei, dass man seine Streiter weiterhin in eine bestimmte Richtung trimmen kann, was ab einem gewissen Spielstadium dazu führt, dass man die unterschiedlichen Talente dann doch etwas deutlicher spürt und auch effektiver im Feld zum Einsatz bringen kann.

Doch nicht nur die Fähigkeiten, auch die Ausrüstung der eigenen Truppe ist von essentieller Bedeutung. Hierbei handelt es sich vor allem um eine Geldfrage: Nimmt man durch die Eroberung von Bereichen, das Verkaufen von nicht benötigten Gegenständen und das Einsammeln von Barem genug Geld ein, lassen sich nicht nur neue Söldner anheuern, sondern auch das Waffenarsenal, die Kleidung und das Zubehör können aufgemöbelt werden. Dabei stehen über 50 verschiedene Waffen, unterschiedlichste Bekleidungsgegenstände samt kugelsicheren Westen und Helmen sowie Zubehör wie Entschärfungskits, Granaten, Sprengsätze, Dietriche und medizinische Gegenstände zur Verfügung.

Doch nicht nur über den Kauf und das Einfliegen, sondern auch über die Gegner kommt man immer wieder an neue Waffen. Diese lassen sich bei Bedarf von einem guten Mechaniker aufpolieren, denn auch in „Back in Action“ gilt, dass alle Gegenstände durch die Nutzung an Qualität verlieren und von Zeit zu Zeit repariert werden müssen.

JA: Back in Action – Wenig schmucke 2D-Übersichtskarte von Arulco
JA: Back in Action – Wenig schmucke 2D-Übersichtskarte von Arulco

Die Befreiung von Arulco funktioniert zunächst über eine ziemlich rudimentäre 2D-Übersichtskarte, auf der die Hauptstützpunkte des Gegners eingezeichnet sind und die es im Verlauf des Spiels einzunehmen gilt. Gewürzt wird das Ganze durch den ein oder anderen Nebenauftrag, den man vor Ort von NPCs angeboten bekommt und bei denen es sich häufig um Suche-und-Finde-Missionen handelt.

Ist eine Söldnertruppe zusammengestellt, kann man diese per Rechtsklick zur nächsten gegnerischen Bastion schicken. Bei diesen handelt es sich um wichtige Punkte auf der Karte wie zum Beispiel kleine Städte oder Dörfer. Diese wollen nicht nur befreit, sondern auch befriedet werden, sodass die Einnahmen erst nach einiger Zeit ihr Maximum erreichen und lokale Milizen händisch zur Verteidigung mit Waffen versorgt werden können.

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