15 Jahre ComputerBase : Und so geht's ohne Layer weiter

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15 Jahre ComputerBase: Und so geht's ohne Layer weiter

ComputerBase feiert den 15. Geburtstag. Ein guter Anlass für eine Standortbestimmung mit anschließendem Blick in die Zukunft. Und damit die Feier nicht ohne Überraschung auskommen muss, gibt es zum Abschluss der kurzen Ansprache die Bekanntgabe einer deutlichen Änderung bei den auf ComputerBase geschalteten Anzeigenformaten.

Den Anfang macht allerdings ein maximal kompakter Rückblick, ohne den geht es bei einem solchen Jubiläum einfach nicht.

Ein langer Weg in aller Kürze

ComputerBase erblickte am 16. April 1999 auf einer privaten Subdomain das Licht der Welt. Schon die folgenden dreizehn Jahre verliefen ereignisreich und turbulent. Dem noch heute gültigen Namen im Jahr 2000 folgten das mittlerweile über 300.000 Mitglieder zählende Forum im Jahr 2001 und Überarbeitungen des Designs über die darauf folgenden Jahre. Immer mehr fleißige Köpfe belieferten die Seite mit Inhalten.

ComputerBase: 1999 bis 2014
ComputerBase: 1999 bis 2014

Der anfängliche Fokus auf Nachrichten wurde schnell um umfassende Testberichte zu immer neuen Produktkategorien aus dem Sektor „Desktop-PC“ erweitert. Den Wandel der Branche vom Grundsatz „Computer = Desktop-PC“ zur neuen Maxime „Computer = allgegenwärtig“ hat die Redaktion mit entsprechenden Angeboten zu mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets begleitet.

Ende 2011 lasen monatlich 2,3 Millionen Personen ComputerBase. Und es war Zeit, an einer der Grundfeste der Webseite zu rütteln: der Organisation.

Anfang 2012 vollzog sich zu diesem Zweck der bisher bedeutendste, wenn auch nicht direkt sichtbare Wechsel auf ComputerBase. Mit Ablauf des 13. Lebensjahres trafen sechs der bis dato nur nebenberuflich für ComputerBase verantwortlichen Gründer und Redakteure den Entschluss, die Webseite von nun mit aller Kraft voran zu treiben – in Berlin wurden zu diesem Zweck feste Redaktionsräume bezogen.

ComputerBase heute

Das Resultat dieser Neuaufstellung ist facettenreich, nicht alle Aspekte werden dem Leser Tag ein Tag aus vor Augen geführt, und doch hat sich die letzten zwei Jahre viel getan.

ComputerBase berichtet heute schneller und umfangreicher über Entwicklungen zu den seit Sommer 2013 auf der Startseite deutlich sichtbaren Schwerpunktthemen – für inzwischen rund drei Millionen Leser monatlich. Themenseiten bieten alle Informationen zu einem Thema in übersichtlicher Form, ausgewählte Themenseiten halten gar aktuelle Ranglisten bereit – die Suche nach Benchmarks in einem bestimmten Artikel wird so überflüssig.

Testmethoden wurden überarbeitet oder erweitert, Artikelstrukturen überdacht und neue Tabellen ermöglichen die interaktive Auswahl der zum Vergleich dargestellten Produkte. Viele Artikel abseits der Norm und mehr Recherchen lockern den von Neuvorstellungen geprägten Testalltag auf, Besuche internationaler Messen und Konferenzen gehören zur Tagesordnung.

Artikel abseits der Norm

Alles in allem viele Veränderungen. Auch für Redaktion und Moderation. Auch für die Leser. Aber es gibt auch Konstanten wie die „redaktionelle Unabhängigkeit“. Unabhängig in der Berichterstattung zu sein, das bedeutet im heutigen Marktumfeld vor allem eins: die Inhalte auf ComputerBase strikt von der zwingend notwendigen Finanzierung der Webseite zu trennen.

Die Redaktion 2014
Die Redaktion 2014 (Bild: computerbase.de)

Zwei aufkommenden und potentiell sehr lukrativen Einnahmequellen erteilt ComputerBase zu diesem Zweck grundsätzlich eine Absage: Advertorials, die dem Leser vorgaukeln, sie wären redaktioneller Inhalt. Und Anzeigen, die Kunden nur unter der Bedingung buchen, dass die Redaktion eine Mindestanzahl Tests zu Produkten des Herstellers veröffentlicht.

Eine Art des Native Advertising, das sogenannte Advertorial, versucht den regulären Artikeln so ähnlich als möglich zu sein, um den Anschein zu erwecken, es handle sich tatsächlich um einen (redaktionellen) Artikel. [...] Advertorials, welche sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen (Schleichwerbung), versuchen meist zu verschleiern, dass es sich um Werbung handelt.

Native Ads, Wikipedia.de (Hervorhebung ComputerBase)

Konsequenz dieses Ausschlussverfahren ist, dass ComputerBase zur Finanzierung auf traditionelle Anzeigenformate setzt, die dann für Umsatz sorgen, wenn sie im Browser angezeigt und nicht blockiert werden.

Die Redaktion ist sich bewusst, dass Akzeptanz der einzige Weg ist, Anzeigen auf ComputerBase von Lesern auch tatsächlich anzeigen zu lassen. Deshalb soll auch über eine Änderung an den Anzeigen an sich für mehr Akzeptanz geworben werden: ab dem heutigen Tag gehören „Layer“-Anzeigen auf ComputerBase der Geschichte an.

Anzeigen per „Layer“ verschwinden

Unter „Layern“ versteht sich jegliche Form von Werbemitteln, die ohne Interaktion des Lesers Seiteninhalte verdecken; seien es Bilder oder Videos, mit oder ohne Ton. Für registrierte und eingeloggte Leser waren Layer bereits seit zwei Jahren gesperrt, ab sofort gilt das Verbot für alle Besucher von ComputerBase.

Gibt es ab heute nicht mehr: Layer auf ComputerBase
Gibt es ab heute nicht mehr: Layer auf ComputerBase

Ausnahmen sind Fehler und bestätigen die Regel im Optimalfall nie. Wenn doch, bitten wir um eine kurze Benachrichtigung in unserem Forum.

Und wie geht es weiter?

Wir werden den seit zwei Jahren mit Nachdruck und in hohem Tempo verfolgten Kurs beibehalten. Die Kombination aus besseren, unabhängigen Inhalten und einer weniger aufdringlichen und dennoch nachhaltigen Finanzierung steht damit auch die nächsten 15 Jahre ganz oben auf der Tagesordnung. Wir wissen: Das Ziel ist noch lange nicht erreicht.

Unsere Leser werden wir dabei fest im Auge behalten, noch stärker auf konstruktive Kritik eingehen und unser Handeln in den Kommentaren und im Feedback-Forum erläutern. Auch Artikel, die auf Basis von Umfragen in der Community entstanden sind, sollen erst ein Vorgeschmack gewesen sein. Advertorials werden wir weiter ablehnen.

Wir freuen uns über jeden neuen Leser, der uns in Zukunft auf dieser Domain, per Google+, Twitter, Facebook, RSS-Feed (Meldungen / Tests / Downloads) oder Newsletter begleitet.

Das ComputerBase-Team

PS: Geschenke bringt in diesem Jahr der Nikolaus.

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