HTC Desire 510 im Test : Mittelklasse-Preis trifft auf Einsteiger-Display

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HTC Desire 510 im Test: Mittelklasse-Preis trifft auf Einsteiger-Display

HTC schickt mit dem Desire 510 ein weiteres Mittelklasse-Smartphone ins Rennen, das das Desire 500 ablöst und über dem Einsteiger Desire 310 positioniert ist. Sichtbarster Unterschied zum Vorgänger ist die Anlehnung des Designs an die One-Serie, was HTC bereits beim Desire 816 und Desire 610 so vollzogen hat. Hierzu zählt auch, das die unter dem Display positionierten Tasten für Zurück und Home auf das Display wandern und um eine Multitasking-Schaltfläche ergänzt werden.

199 Euro kostet das Desire laut unverbindlicher Preisempfehlung – und damit so viel wie das neue Moto G. Beide Smartphones werden kurz nach Marktstart aber bereits rund 10 Euro günstiger angeboten. Für rund 180 bis 190 Euro bieten auch LG und Sony ihre Mittelklasse-Smartphones G2 mini und Xperia M2 an. Jeder der Hersteller setzt aber andere Prioritäten bei seinem Smartphone.

Spezifikationen

HTC verbaut einen neueren und 64-Bit-fähigen Snapdragon-410-Prozessor und bietet LTE mit bis zu 150 Mbit/s an. Motorola legt den Fokus hingegen mehr aufs Display und setzt dort mit 5 Zoll und 720 × 1.280 Bildpunkten Maßstäbe. Auf LTE muss dafür allerdings verzichtet werden. Dies wiederum ist für das G2 mini und das Xperia M2 erhältlich, die mit 540 × 960 Pixeln in die Kerbe zwischen Desire 510 und Moto G schlagen. Beim Betriebssystem vertrauen alle vier Modelle auf Android 4.4.

HTC Desire 510 Motorola Moto G (2014) LG G2 mini Sony Xperia M2
Software:
(bei Erscheinen)
Android 4.4
Android 4.4
Variante
Android 5.0
Android 4.4
Display: 4,70 Zoll
480 × 854, 208 ppi
5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
IPS, Gorilla Glass 3
4,70 Zoll
540 × 960, 234 ppi
IPS
4,80 Zoll
540 × 960, 229 ppi
TFT
Bedienung: Touch
Status-LED
Touch Touch
Status-LED
SoC: Qualcomm Snapdragon 410
4 × Cortex-A53, 1,20 GHz
28 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 400
4 × Cortex-A7, 1,20 GHz
28 nm, 32-Bit
GPU: Adreno 306 Adreno 305
450 MHz
RAM: 1.024 MB
LPDDR3
1.024 MB
LPDDR2
Speicher: 8 GB (+microSD)
Kamera: 5,0 MP, 1080p
AF
8,0 MP, 720p
LED, f/2,0, AF
8,0 MP, 1080p
LED, f/2,4, AF
8,0 MP, 1080p
LED, AF
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 0,3 MP, 480p 2,0 MP, 720p
AF
1,3 MP, 720p
AF
2,0 MP, 1080p
AF
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
HSPA+
↓21,6 ↑5,76 Mbit/s
HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
HSPA+
↓21,6 ↑5,76 Mbit/s
Variante
HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Ja
↓150 ↑50 Mbit/s
Nein
Variante
Ja
Advanced
↓150 ↑50 Mbit/s
Nein
Variante
Advanced
↓150 ↑50 Mbit/s
WLAN: 802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct, Miracast
Bluetooth: 4.0 4.0 Low Energy 4.0
Ortung: A-GPS, GLONASS
Weitere Standards: Micro-USB 2.0 Micro-USB 2.0, MHL, NFC, Infrarot Micro-USB 2.0, NFC
SIM-Karte: Micro-SIM
Micro-SIM, Dual-SIM
Variante
Micro-SIM
Micro-SIM
Akku: 2.100 mAh (7,98 Wh)
austauschbar
2.070 mAh
fest verbaut
Variante
2.390 mAh
fest verbaut
2.440 mAh (9,30 Wh)
austauschbar
2.330 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 69,8 × 139,9 × 9,99 mm 70,7 × 141,5 × 11,00 mm 66,0 × 129,6 × 9,80 mm 71,0 × 140,0 × 8,60 mm
Schutzart:
Variante
IP68
Gewicht: 158 g 149 / 155 g 121 g 148 g
Preis: ab € 115 ab € 150 / ab € 139 ab € 159 € 239 / ab € 250 / € 249

Design & Verarbeitung

HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test

Dass HTC den Look des One mit gewissen Anpassungen auch für die Desire-Modelle anbietet, hat der Serie gutgetan. Die unterschiedlichen Geräte sind sich näher gekommen und noch klarer als HTC-Smartphones zu erkennen. Das Desire 510 ähnelt am stärksten dem Desire 610, lässt aber den LED-Blitz über der zentral positionierten Hauptkamera vermissen. Mit dabei ist jedoch das aus Kunststoff gefertigte Gehäuse in Hochglanz-Weiß. Wer das Desire 510 in Matt vorzieht, muss zur Variante in Grau greifen. Die glatte Oberfläche zieht zwar Fingerabdrücke und Schlieren an, sichtbar sind diese allerdings nur in den wenigsten Fällen, weil das Weiß die Abdrücke gut schluckt.

HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test

Die Verarbeitung ist HTC-typisch gut, Bauteile wie Tasten oder die rückseitige Abdeckung sitzen passgenau im Gehäuse und bieten eine gute Haptik. Auch Knarzgeräusche an den Übergangen der Bauteile sowie der Gesamtkonstruktion gibt es nicht zu beanstanden. Das Desire 510 ist aber nicht so verwindungssteif wie die One-Serie oder auch das zur IFA 2014 vorgestellte Kunststoff-Smartphone Desire 820. Schon mit wenig Kraft lässt sich das Telefon verbiegen. Unschön sind zudem die relativ breiten Ränder rund um das Display. 4 Millimeter schwarzer Trauerrahmen schmücken das 4,7-Zoll-Display links und rechts; unten, wo das HTC-Logo sitzt, sind es sogar 1,2 Zentimeter.

Display

Anders als bei Motorola haben bei HTC 720p-Displays noch nicht die 200-Euro-Klasse erreicht. Das 4,7 Zoll große Display löst mit 480 × 854 Bildpunkten auf, was einer vergleichsweise grobkörnigen Pixeldichte von 208 ppi entspricht. Besonders bei Schrift und Symbolen fällt die niedrige Auflösung auf. Solange das Desire 510 gerade von vorne betrachtet wird, fällt die allgemeine Darstellungsqualität aber gut aus. Das Display bietet einen sehr guten Kontrast und stellt Farben kräftig dar.

HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test
HTC Desire 510 im Test

Diese Eigenschaften verliert das Display aber auch ebenso schnell wieder, sobald der Betrachtungswinkel nur leicht verändert wird. Dann legt sich ein Grauschleier über das Display und Farben wirken stark verfälscht. Die maximale Helligkeit geht mit 341 cd/m² in Ordnung, bei starker Sonneneinstrahlung ist das Display aber schwer abzulesen. Das Display sitzt auch sichtbar weiter entfernt hinter der Scheibe, als es etwa beim One (M8) der Fall ist. Das Gefühl, den Inhalt auf dem Smartphone anfassen zu können, ist deshalb weniger ausgeprägt.

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