3/4 be quiet! Top-Blow-Kühler im Test : Dark Rock TF und Shadow Rock LP lüften von oben

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Kühlleistung

Wenn beide Lüfter beim Dark Rock TF montiert sind, kann der Top-Blow-Kühler mit Tower-Kühlern aus dem mittleren Preissegment sowohl in Prime95 als auch in Assassin's Creed Unity mithalten. Beim Wechsel auf nur einen sinkt die Leistung dann aber deutlich ab.

In diesem Fall sind die Tower-Kühler nicht mehr in Reichweite des Dark Rock TF. Der Shadow Rock LP liegt weit abgeschlagen auf dem letzten Platz in den Tests. Der Core i5-4670K fordert ihn bereits ohne Overclocking merklich, lässt sich aber in unbedenklichen Temperaturbereichen betreiben.

Die Kühlleistung des Dark Rock TF erlaubt problemlos ein Erhöhen der CPU-Frequenz auf 4,4 Gigahertz. Unter Prime95 kann der Top-Blow-Sprössling von be quiet! weiterhin mit dem Megahalems und dem HR-02 Macho Rev. B mithalten. Bei Spielelast kann er sich sogar vom Megahalems um ein Grad absetzen. Auch mit nur einem Lüfter liegen die Temperaturen in einem unbedenklichen Bereich.

Die erhöhte Abwärme setzt dem Shadow Rock LP hingegen deutlich zu. 96 Grad Celsius in Prime95 sind weit davon entfernt, alltagstauglich zu sein. Die in Assassin's Creed Unity erreichten 67 Grad sind allerdings vollkommen in Ordnung für den täglichen Einsatz.

Schalldruckmessung

Unter Prime95 pendelt sich der Dark Rock TF im Mittelfeld ein. Wenn auf einen Lüfter verzichtet wird, sinkt die Lautstärke von 41,6 dBA auf 40,0 dBA ab. Der Shadow Rock LP arbeitet mit 41,5 dBA und ordnet sich damit knapp vor seinem größeren Bruder ein.

Gegenüber dem Dark Rock Pro 3 scheint der Dark Rock TF auf den ersten Blick lauter zu arbeiten, doch der Eindruck täuscht. Den Ausschlag gibt die Messemethodik: Beim Dark Rock TF zeigen die Lüfter direkt auf das Messgerät, während die Lüfter beim Dark Rock Pro 3 um 90 Grad gekippt zum Messgerät stehen.

Die Lautstärke des Dark Rock TF ändert sich beim Wechsel auf das Overclocking-Szenario nicht, die Reserven sind groß genug. Der deutlich leistungsschwächere Shadow Rock LP arbeitet hingegen bereits ohne Übertaktung mit voller Leistung. Dementsprechend setzt er auch an dieser Stelle 41,5 dBA frei, während die Temperatur deutlich steigt.

Die Auswertung der Kühlleistung bei 100, 75 und 50 Prozent Drehzahl offenbaren weitere Details. Gerade mit etwas heruntergeregelter Drehzahl arbeiten be quiet!s Top-Blow-Kühler vergleichsweise sehr leise. Dafür verschwimmen die Unterschiede zwischen einem und zwei verbauten Lüftern beim Dark Rock TF bei weniger Umdrehungen pro Minute. Bei 75 und 50 Prozent Drehzahl kann sich der Dark Rock TF den dritten Platz bei der Lautstärke sichern, der Shadow Rock LP den ersten respektive zweiten. Mit nur einem verbauten Lüfter ist der Dark Rock TF bei 75 Prozent der leiseste Kühler im Test, bei 50 Prozent teilt er sich den ersten Platz mit dem HR-02 Macho Rev. B.

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