cirrus7 nimbini im Test: Kühlt Intels Core i7 auch im Sommer lautlos

Volker Rißka
77 Kommentare
cirrus7 nimbini im Test: Kühlt Intels Core i7 auch im Sommer lautlos

Einführung

Der cirrus7 nimbini ist ein Mini-PC der besonderen Art. Er verstaut einen Intel NUC in einem modularen Gehäuse aus Aluminium und verzichtet dabei auf den aktiven Lüfter des Referenzmodells. Die Kühlung erfolgt komplett passiv und damit geräuschlos.

Im ComputerBase-Test muss mit dem Core i7-5557U die stärkste stromsparende Notebook-CPU der Generation Broadwell mit Iris-Grafik bei einer TDP von 28 Watt zeigen, ob der cirrus7 nimbini auch an heißen Sommertagen damit umgehen kann.

cirrus7 nimbini Media Edition

Hinter der cirrus7 nimbini Media Edition verbirgt sich die stärkste Lösung einer ganzen Serie kompakter PCs des Hersteller. Sie setzt sich aus drei verschiedenen Gehäusevarianten zusammen, die der jeweiligen Ausstattung und insbesondere Leistungsklasse der CPU angepasst sind.

Im flachsten Gehäuse für die kleinsten Intel-CPUs aus der Einsteiger-Serie Bay Trail mit einer TDP von 6 Watt kommt lediglich ein kleiner Aluminium-Kühler zum Einsatz. Bei der zweiten Lösung steigt das Limit auf 15 Watt an, was aktuelle Core i3 und Core i5 aus der Broadwell-Familie einschließt. Dafür ist der Kühlerblock für den Prozessor feiner ausgearbeitet, der Boden um eine zusätzliche Platte erweitert – das Gehäuse damit bereits etwas höher.

Drei Gehäuse für drei Einsatzgebiete
Drei Gehäuse für drei Einsatzgebiete (Bild: Cirrus7)

Die dritte Variante ist mit zwei zusätzlichen Aluminium-Platten nicht nur nochmals größer, sie setzt auch auf einen Kupfer-Heatspreader für den direkten Kontakt zum Prozessor. Das System bringt 2,4 Kilogramm auf die Waage. Damit ist diese Auflage für Intels schnellste Prozessoren aus der U-Serie mit einer TDP von bis zu 28 Watt vorgesehen. Die schnellste CPU dieses Typs, der Core i7-5557U mit Iris Graphic 6100, ist im Testsystem verbaut.

Statt im Deckel wie bei den original NUC sitzt der Ein-/Aus-Schalter jetzt in der Front. Doch das Gehäuse bringt noch mehr Unterschiede zum Vorschein: Der Kensington-Lock ist verschwunden, dafür gibt es Aussparungen für zwei WLAN-Antennen, die auch zum Lieferumfang gehören. Damit wird sichergestellt, dass das durch Aluminium komplett abgeschirmte Innere kabellos erreichbar bleibt.

Cirrus7 nimbini – Rückseite
Cirrus7 nimbini – Rückseite

Die Technik selbst ist bekannt. Im cirrus7 nimbini kommen exakt die gleichen Platinen zum Einsatz, auf die auch Intels NUC setzt. Damit sind auch alle Ausstattungsmerkmale identisch, wie der Blick in der Übersicht zeigt.

cirrus7 nimbini Media Edition
Preis: ab 838 Euro (Core i7) (599 Euro mit Core i3, 718 Euro mit Core i5)
CPU:


Integrierte GPU:
Chipsatz:
Intel Core i7-5557U, 3,1 – 3,4 GHz,
4 MByte L3-Cache
2 Kerne / 4 Threads
Intel Iris 6100
Broadwell PCH-LP
Arbeitsspeicher: 2 × DDR3L-1600, SODIMM,
max. 1,35 Volt, max. 16 GByte
4 GByte im Basispreis enthalten
Massenspeicher: 1 × M.2, 10 Gbit/s (2242, 2260, 2280)
1 × SATA 6 Gbit/s (max. 9,5 mm Höhe)
interne Anschlüsse: 1 × M.2, Intel WLAN 7265D2W fest verlötet
(802.11ac/n/g/b/a + Bluetooth 4.0 + Wireless Display)
externe Anschlüsse: 4 × USB 3.0
2 × USB 2.0 (via Header)
1 × Intel I218-V Gigabit-LAN
1 × Mini-DisplayPort 1.2
1 × Mini-HDMI 1.4a
1 × Kopfhörer
1 × Infrarot
Abmessung: 150 × 150 × 75 mm
Lieferumfang: Netzteil 65 W (19 V, 3,43 A) + Stromkabel+ Länder-Adapter
Zwei WLAN-Antennen

Den PC zu zerlegen, sollten Laien wenn möglich vermeiden. Zwar wird erst durch diesen Schritt ersichtlich, auf welcher Vielzahl an Einzelteilen das Gehäuse zusammengesetzt wurde. Der Arbeitsspeicher und den M.2- bzw. SATA-Stecker erreicht man problemlos aber schon nach dem Entfernen des Deckels. Alle weiteren Schritte werden aufgrund der Komplexität sehr kompliziert und sind auch nicht notwendig: Am Boden des Gehäuses sitzt einzig und allein die verlötete CPU.

Komplett zerlegt in unzählige Einzelteile
Komplett zerlegt in unzählige Einzelteile