3/6 Crucial BX200 SSD im Test : Preisbrecher mit HDD-Leistung nach dem Cache

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Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Iometer

Keine Spitzenwerte aber eine ordentliche Leserate von 530 MB/s erreicht die BX200 im Iometer-Test. Von einem „ordentlich“ ist die sequenzielle Schreibrate dafür meilenweit entfernt: Im zweiminütigen Dauertransfer bricht die Leistung schon nach wenigen Sekunden stark ein, sodass am Ende nur wenig mehr als 100 MB/s auf der Anzeige stehen. Einige Desktop-HDDs sind hier doppelt so schnell.

Die Voruntersuchung mit HD Tach wird durch diesen Benchmark somit bestätigt. Eine genauere Analyse der Entwicklung der Schreibrate im Zeitverlauf untermauert die Beobachtung, dass die Schreibleistung rapide abnimmt, sobald der SLC-Cache ausgeschöpft ist und regulär im TLC-Modus geschrieben wird. Die BX200 schreibt etwa zehn Sekunden mit rund 480 MB/s. Danach werden nur noch etwa 70 bis 80 MB/s erreicht.

AS SSD

Bei einer Transfergröße von nur 1 GB im AS-SSD-Benchmark kann sich die SSD voll auf den SLC-Cache verlassen. Somit ist die BX200 sequenziell lesend nur zwei Prozent langsamer und schreibend acht Prozent schneller als die BX100 der gleichen Kapazitätsklasse. Im Testfeld liegen die Ergebnisse im Mittelfeld, was auch für die 4K-Messungen gilt.

PCMark 8

Gleich mehrere Negativrekorde stellt die Crucial BX200 im PCMark 8 auf. Die ermittelte Durchsatzrate ist mit rund 200 MB/s die bisher niedrigste im Testfeld. Das hat Auswirkungen auf die Gesamtpunktzahl, die gerade einmal die Marke von 4.900 schafft. Zeigen sich in den meisten Anwendungstests wiederum nur marginale Unterschiede, sticht Adobe Photoshop in der Sequenz „heavy“ hervor: Die BX200 benötigt gut 20 Sekunden länger als die meisten SATA-SSDs und ist damit sieben Prozent langsamer als die BX100 gleicher Größenordnung.

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