2/5 Eizo FS2735 und Asus PG279Q im Test : FreeSync und G-Sync waren nie besser

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Helligkeit und Kontrast

Sowohl Eizo als auch Asus versprechen eine maximale Helligkeit von 350 cd/m². Beide Monitore erreichen diesen Wert in der Mitte des Displays. Der PG279Q kommt dort auf maximal 351 cd/m² bei 100 Prozent Helligkeit und 50 Prozent Kontrast, während der Eizo FS2735 bei gleichen Einstellungen in der Mitte des Displays auf 368 cd/m² kommt.

Bei beiden Monitoren fällt auf, dass die maximale Helligkeit im oberen Bereich des Panels nur zu rund 80 Prozent erreicht wird. Beim Asus PG279Q ist darüber hinaus die linke Seite heller als die rechte. Die durchschnittliche maximale Helligkeit des Displays liegt beim FS2735 bei 315 cd/m², wohingegen der PG279Q auf durchschnittlich 308 cd/m² kommt. Negativ bemerkbar macht sich die unterschiedliche Helligkeitsverteilung in der Praxis bei keinem von beiden Monitoren.

Bei der minimalen Helligkeit erzielt der FS2735 mit lediglich 1,3 cd/m² ein sehr gutes Ergebnis, fällt dafür bei der Helligkeit aber deutlich schneller ab, als der PG279Q von Asus, der im Gegenzug bei 0 % Helligkeit bei der Darstellung von Weiß noch auf deutlich hellere 58,8 cd/m² kommt.

Der PG279Q hat einen Blaustich

Während Asus bei der Farbtemperatur die Modi „Kalt“, „Normal“, „Warm“ und „Benutzerdefiniert“ anbietet, kann der Nutzer beim FS2735 die Farbtemperatur in 100er-Schritten zwischen 4.000 und 10.000 Kelvin selbst festlegen. Bei Auslieferung ist diese auf 6.500 Kelvin eingestellt, die der Monitor mit gemessenen 6.512 Kelvin sehr gut erreicht. Der PG279Q kommt im Auslieferungszustand bei der Einstellung „Normal“ hingegen auf 7.700 Kelvin und ist somit deutlich kühler eingestellt, als der FS2735 von Eizo. Wählt der Benutzer die Farbtemperatur „Warm“, landet der PG279Q bei 6.400 Kelvin, während „Kühl“ in deutlich blaustichigen 9.500 Kelvin resultiert.

Der durchschnittliche Kontrast beim Eizo FS2735 liegt bei 976:1, während der Asus PG279Q auf 787:1 kommt. Erneut sprechen die Messwerte dabei von einer deutlichen Abweichung zwischen der Bildschirmmitte und den Bildschirmecken. Das beste Kontrastverhältnis erreicht der Eizo mit 1.292:1 in der linken Bildschirmmitte. In der Mitte kommt der Monitor auf 1.269:1. Beim Asus PG279Q liegt das beste Kontrastverhältnis in der oberen Mitte bei 1.022:1 und in der Mitte bei 1.017:1. Das schlechteste Kontrastverhältnis des FS2735 liegt hingegen bei 624,5:1 in der oberen linken Ecke, während jenes des PG279Q mit 455:1 in der rechten unteren Ecke liegt.

Den vom Hersteller angegebenen Wert von 1.000:1 unterschreitet Eizo dabei nur in den vier Ecken jeweils mit Werten zwischen 624:1 bis 709:1, alle anderen Werte liegen zwischen 1.125:1 bis 1.292:1. Asus erreicht den ebenfalls mit 1.000:1 angegebenen Wert hingegen nur in zwei Bereichen des in neun Felder unterteilen Displays. Die Ecken liegen zwischen 455:1 und 668:1.

Leistungsaufnahme mit G-Sync und FreeSync

Zum Vergleich der Leistungsaufnahme wird die Helligkeit bei beiden Monitoren auf 272 cd/m² eingestellt. Dies entspricht beim Asus PG279Q einer Helligkeit von 69 Prozent im OSD. Beim Eizo FS2735 müssen für 272 cd/m² hingegen 91 Prozent im OSD eingestellt werden.

Der erste Vergleich der Leistungsaufnahme erfolgt unter Windows bei Anzeige des Desktops unter Veränderung der Refreshrate des Monitors. Diese wird jeweils auf 60, 120 und 144 Hz festgelegt. Beim PG279Q wird die Leistungsaufnahme zusätzlich bei einer Refreshrate von 165 Hz gemessen.

Leistungsaufnahme in Abhängigkeit der Refreshrate
Eizo FS2735 Asus PG279Q
60 Hz 37 Watt 32 Watt
120 Hz 41 Watt 35 Watt
144 Hz 43 Watt 36 Watt
165 Hz 37 Watt

Während Eizo für den FS2735 eine typische Leistungsaufnahme von 33 Watt und eine maximale Leistungsaufnahme von 87 Watt angibt, nennt Asus für den PG279Q lediglich eine maximale Leistungsaufnahme von 90 Watt. Bei der niedrigsten Refreshrate von 60 Hz kommt der FS2735 auf eine Leistungsaufnahme von 37 Watt und der PG279Q auf 32 Watt. Von den „typischen“ 33 Watt ist der FS2735 bei diesen hellen, aber je nach Umgebung durchaus alltagstauglichen Helligkeits-Einstellungen nicht weit entfernt.

Die anderen Refreshrates zeigen, dass die Leistungsaufnahme quasi linear mit der Hertzzahl des Monitors skaliert. Der PG279Q von Asus ist dabei in allen Modi rund 5 bis 6 Watt sparsamer als der FS2735 von Eizo.

Die zweite Messung der Leistungsaufnahme erfolgt bei aktiviertem und deaktiviertem FreeSync beziehungsweise G-Sync, um den Einfluss dieser Technologie auf die Leistungsaufnahme zu ermitteln.

Dabei kommen zwei Szenarien zum Zuge:

  1. Ryse: Son of Rome: Wiedergabe mit 63 FPS, so dass die Framerate bei deaktiviertem FreeSync/G-Sync unterhalb der Refreshrate des Monitors liegt.
  2. Tomb Raider: Wiedergabe mit 385 FPS, so dass die Framerate bei deaktiviertem FreeSync/G-Sync oberhalb der Refreshrate des Monitors liegt.
Leistungsaufnahme mit FreeSync und G-Sync im Vergleich
Eizo FS2735 Asus PG279Q
FreeSync aus (144 Hz) FreeSync an G-Sync aus (144 Hz) G-Sync an
Ryse: Son of Rome (63 FPS) 44 Watt 38 Watt 36,5 Watt 33 Watt
Tomb Raider (385 FPS) 44 Watt 44 Watt 36,5 Watt 36,5 Watt

Sofern die Framerate des Spiels unter der maximal möglichen Refreshrate des Monitors liegt, sorgen sowohl FreeSync als auch G-Sync für eine Reduzierung der Leistungsaufnahme, da die Refreshrate auf das Niveau der Framerate gesenkt wird. In Ryse: Son of Rome reduziert sich die Leistungsaufnahme so beim Eizo FS2735 von 43 Watt bei 144 Hz auf 38 Watt und beim Asus PG279Q von 36,5 auf 33 Watt bei durch FreeSync beziehungsweise G-Sync synchronisierten 63 Hz.

Liegt die Framerate über der maximalen Refreshrate, ist der Verbrauch mit und ohne VRR bei beiden Monitoren identisch, da in diesem Fall immer eine Refreshrate von 144 Hz anliegt.

Update 21.01.2016 15:00 Uhr

Aufgrund eines Messfehlers waren die angegebenen Werte der Leistungsaufnahme beider Monitore zu hoch. Wir haben den Fehler korrigiert, die Messungen wiederholt und den Text entsprechend angepasst. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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