Samsung SSD 840 : Firmware für seit Oktober 2014 bekanntes Problem

, 64 Kommentare
Samsung SSD 840: Firmware für seit Oktober 2014 bekanntes Problem
Bild: Samsung

Über anderthalb Jahre nach dem Bekanntwerden von Leistungseinbrüchen bei alten Daten hat Samsung letztlich doch eine Problemlösung für die SSD 840 parat. Der Hersteller hatte bereits vor gut einem Jahr das gleiche Problem bei der SSD 840 Evo behoben. Für die SSD 840 (Basic) gibt es erst jetzt ein entsprechendes Firmware-Update.

Mit der neuen Version 4.9.7 des SSD-Tools Magician liefert Samsung die neue Firmware DXT0AB0Q für die SSD 840 aus. PC Perspective konnte im Selbstversuch bestätigen, dass die Firmware die Leistung verbessert. Das Reproduzieren des schleichenden Leistungsverlusts entpuppte sich bei der SSD 840 aber als schwieriger als bei der 840 Evo, was letztlich ein Grund dafür sein könnte, dass Samsung erst jetzt eine Lösung anbietet. Gegenüber ComputerBase hatte Samsung bereits im Oktober 2014 Untersuchungen und Arbeiten an einer schnellstmöglichen Lösung für die SSD 840 angekündigt. Doch mussten Nutzer bis jetzt auf diese warten.

Firmware gegen „Altersschwäche“ für die Samsung SSD 840
Firmware gegen „Altersschwäche“ für die Samsung SSD 840 (Bild: PC Perspective)

Sollten Besitzer einer 840 Basic eine Verschlechterung der Leistung spüren, empfiehlt sich die neue Firmware. Wie bei jedem Firmware-Update ist zuvor eine Sicherung der Daten dringend zu empfehlen. Die neue Version des Magician-Tools ist über Samsungs Download-Seiten verfügbar.

Hintergrund

Im Herbst 2014 waren Probleme bei der Samsung SSD 840 Evo bekannt geworden. Zahlreiche Nutzer berichteten über eine mit dem Alter der Daten sinkende Leseleistung. Dateien, die Monate zuvor erstellt und seitdem nicht mehr geändert worden waren, wurden von der SSD deutlich langsamer gelesen als neue Dateien, wie auch unabhängige Tests diverser Publikationen bestätigen konnten.

Samsung hatte kurzfristig mit einem Firmware-Update reagiert, das sich jedoch nach Monaten als nicht wirksam erwies. Letztlich schaffte erst ein weiteres Firmware-Update im April 2015 endgültig für Abhilfe. Die Ursache war inzwischen im TLC-Speicher gefunden worden, der einer häufigeren Auffrischung der Speicherzellen bedarf, da diese mit der Zeit Ladungen verlieren und alte Daten somit schwieriger und langsamer auszulesen waren. Die neue Firmware sorgte für eine automatische Auffrischung der Speicherzellen im Hintergrund, in das SSD-Tool Magician wurde zudem eine Option zur Leistungswiederherstellung implementiert.

Für die SSD 840 Evo war das Problem damit behoben, doch für die SSD 840 ohne das Evo-Kürzel folgt die Lösung erst jetzt. TechSpot hatte im Mai 2015 mit eigenen Tests erneut darauf hingewiesen, dass die gleiche Problematik wie bei der 840 Evo auch für die 840 besteht.