4/6 Sapphire RX 480 Nitro+ OC im Test : Schnell und innovativ, aber nicht ohne Schwächen

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Lautstärke & Temperatur

Wer gehofft hat, mit der Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC eine Silent-Grafikkarte zu bekommen, muss enttäuscht werden – dafür ist der Kühler für die Hitzeentwicklung nicht groß genug. In Zahlen ausgedrückt kommen die Grafikkarten im standardmäßigen Boost-Modus auf 44 Dezibel und im Quiet-Modus auf 39,5 Dezibel. Die Acht-sowie die Vier-Gigabyte-Version werden aufgrund der maximal festgelegten Lüfterdrehzahl exakt gleich laut.

Im Quiet-Modus sind die gemessenen 39,5 Dezibel in Spielen durchaus angenehm, aber dennoch nicht leise. Die Sapphire-Grafikkarte schlägt sich etwas besser als die Asus Radeon RX 480 Strix – groß ist der Unterschied jedoch nicht. Das aus dem Boost-BIOS resultierende Rauschen, das 43,5 Dezibel erzeugt, kann dann als laut bezeichnet werden. Vor allem in leisen Szenen ist die Grafikkarte auffällig.

Anders als die Referenz hat die Nitro+ OC ein angenehmes Laufgeräusch

Im Vergleich zur Radeon RX 480 im Referenzdesign ist die Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC in beiden Modi dennoch angenehmer als die Referenzkarte; selbst mit teils schlechteren Messwerten. Denn während das Sapphire-Modell ein angenehmes Betriebsgeräusch hat und der Lüfter ein tiefes Rauschen aufweist, brummt das Pendant auf der Referenzkarte. Für das Messgerät ist dies kein Problem, für das menschliche Ohr aber unangenehm. Wer auch mit einer etwas wärmeren Grafikkarte kein Problem hat, kann das Temperature Target im WattMan-Tool auf 80 Grad anheben. Dann drehen die Lüfter 100 Umdrehungen langsamer, sodass die Grafikkarte 1,5 Dezibel leiser bleibt.

Was elektronische Störgeräusche angeht, haben beide Karten der Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC keine Probleme. Es gibt ein leichtes Summen im 3D-Betrieb, was aus einem geschlossenen Gehäuse auch bei stehenden Lüftern nicht mehr zu hören ist. Ein leichtes, aber kein schwerwiegendes Spulenfiepen gibt es bei hohen dreistelligen Frameraten.

Die Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC wird unter Last mit 77 Grad (4GB) beziehungsweise 78 Grad Celsius (8GB) deutlich wärmer als die Asus Radeon RX 480 Strix, die mit 69 Grad im OC-Modus fast zehn Grad kühler bleibt. Der deutlich größerer DirectCU-Kühler von Asus macht sich bei den Temperaturen somit deutlich bemerkbar.

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