Smartphones bis 200 Euro: Acht Einsteiger-Handys im Test

Nicolas La Rocco 201 Kommentare
Smartphones bis 200 Euro: Acht Einsteiger-Handys im Test

Smartphones unter 150 bis 200 Euro stehen bei vielen Interessenten hoch im Kurs. Angesichts der großen Auswahl mangelt es an Übersicht, welche der günstigen Handys empfehlenswert sind. ComputerBase hat sich deshalb für einen Vergleichstest acht aktuelle Einsteiger-Smartphones bis 200 Euro in die Redaktion geholt.

Acht Einsteiger-Smartphones bis 200 Euro im Test

Zum anstehenden Mobile World Congress 2017 werden wieder allerhand neue Smartphone-Flaggschiffe erwartet, unter anderem auch das LG G6. Preisempfehlungen von 600 oder 700 Euro und mehr sind da keine Seltenheit, sondern gang und gäbe. Selbst für die Mittelklasse haben sich mittlerweile Preise von mehr als 300 Euro etabliert.

Dass auch weniger teure Einsteiger-Smartphones unter 200 Euro durchaus zu gebrauchen sind, haben in der Vergangenheit immer mal wieder Einzeltests auf ComputerBase gezeigt. Ergebnisse verschiedener Einzeltests lassen sich zwar auch miteinander vergleichen, groß angelegte Vergleichstests mehrerer Geräte ermöglichen das aber noch besser. Dabei weisen vier der acht getesteten Handys gar einen Preis von unter 150 Euro auf.

Testkandidaten von 150 bis 190 Euro

Für den aktuellen Vergleich hat sich die Redaktion acht Geräte zu Preisen zwischen 140 und 190 Euro geschnappt. Den Einstieg in die smarte Handy-Welt gibt es heutzutage also schon für knapp 150 Euro. Es galt, Vor- und Nachteile in wichtigen Bereichen wie Display, Kamera und Akku herauszustellen. Auch besondere Funktionen wie ein Fingerabdrucksensor oder Dual-SIM sollten berücksichtigt werden. Zu guter Letzt spielte auch die Aktualität des Betriebssystems eine wichtige Rolle. An dem Vergleich nehmen acht bisher nicht einzeln auf ComputerBase getestete Smartphones der Hersteller Gigaset, HTC, Huawei, Lenovo, LG, Samsung, Sony und Wileyfox teil.

  • Gigaset GS160
  • HTC Desire 530
  • Huawei Y6 II Compact
  • Lenovo Moto G4
  • LG X Power
  • Samsung Galaxy J3 (2016) Duos
  • Sony Xperia E5
  • Wileyfox Swift 2

Technische Daten der Einsteiger-Handys im Überblick

Gigaset GS160 HTC Desire 530 Huawei Y6 II Compact (Dual-SIM) Lenovo Moto G4 (16 GB Dual-SIM) LG X Power Samsung Galaxy J3 (2016) (Duos) Sony Xperia E5 Wileyfox Swift 2
Software:
(bei Erscheinen)
Android 6.0 Android 5.1 Android 6.0 Android 5.1 Android 6.0
Display: 5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
IPS
5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
S-LCD
5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
IPS
5,50 Zoll
1.080 × 1.920, 401 ppi
IPS, Gorilla Glass
5,30 Zoll
720 × 1.280, 277 ppi
IPS
5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
HD Super AMOLED
5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
TFT
5,00 Zoll
720 × 1.280, 294 ppi
IPS, Gorilla Glass 3
Bedienung: Touch
Fingerabdrucksensor, Status-LED
Touch Touch
Status-LED
Touch Touch
Status-LED
Touch
Fingerabdrucksensor, Status-LED
SoC: MediaTek MT6737
4 × Cortex-A53, 1,30 GHz
28 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 210
4 × Cortex-A7, 1,10 GHz
28 nm, 32-Bit
MediaTek MT6735P
4 × Cortex-A53, 1,30 GHz
28 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 617
8 × Cortex-A53, 1,50 GHz
28 nm, 64-Bit
MediaTek MT6735
4 × Cortex-A53, 1,30 GHz
28 nm, 64-Bit
Spreadtrum SC9830i
4 × Cortex-A7, 1,50 GHz
28 nm, 32-Bit
MediaTek MT6735
4 × Cortex-A53, 1,30 GHz
28 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 430
8 × Cortex-A53, 1,40 GHz
28 nm, 64-Bit
GPU: Mali-T720 MP2
550 MHz
Adreno 304
409 MHz
Mali-T720 MP2
400 MHz
Adreno 405
550 MHz
Mali-T720 MP2
600 MHz
Mali-400 MP2 Mali-T720 MP2
450 MHz
Adreno 505
375 MHz
RAM: 1.024 MB
LPDDR3
1.536 MB
LPDDR3
2.048 MB
LPDDR3
1.536 MB
LPDDR3
2.048 MB
LPDDR3
Speicher: 16 GB (+microSD) 8 GB (+microSD) 16 GB (+microSD)
Kamera: 13,0 MP, 720p
LED, f/2,2, AF
8,0 MP, 720p
LED, f/2,4, AF
13,0 MP, 720p
Dual-LED, f/2,0, AF
13,0 MP, 1080p
LED, f/2,0, AF
13,0 MP, 1080p
LED, f/2,2, AF
8,0 MP, 720p
LED, f/2,2, AF
13,0 MP, 1080p
LED, f/2,0, AF
13,0 MP, 1080p
Dual-LED, f/2,0, AF
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 5,0 MP, 720p
f/2,4
5,0 MP, 720p
f/2,8
5,0 MP, 720p
LED, f/2,4
5,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
5,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,4
5,0 MP, 720p
Display-Blitz, f/2,2
5,0 MP, 1080p
f/2,4
8,0 MP, 1080p
f/2,2
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Ja
↓150 ↑50 Mbit/s
Ja
↓150 ↑75 Mbit/s
WLAN: 802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct
802.11 a/b/g/n
Wi-Fi Direct, Miracast
802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct
802.11 a/b/g/n
Wi-Fi Direct
802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct
Bluetooth: 4.0 4.1 4.0 4.2 LE 4.2 4.0 4.1
Ortung: A-GPS, GLONASS, BeiDou A-GPS, GLONASS A-GPS, GLONASS, BeiDou A-GPS, GLONASS A-GPS, GLONASS, BeiDou
Weitere Standards: Micro-USB 2.0 Micro-USB 2.0, NFC Micro-USB 2.0 Micro-USB 2.0, NFC Micro-USB 2.0 Micro-USB 2.0, NFC USB 2.0 Typ C, NFC
SIM-Karte: Micro-SIM, Dual-SIM Nano-SIM Micro-SIM, Dual-SIM Nano-SIM Micro-SIM, Dual-SIM Nano-SIM Nano-SIM, Dual-SIM
Akku: 2.500 mAh (9,50 Wh)
austauschbar
2.200 mAh
fest verbaut
2.200 mAh (8,36 Wh)
austauschbar
3.000 mAh
fest verbaut
4.100 mAh
fest verbaut
2.600 mAh (9,88 Wh)
austauschbar
2.300 mAh
fest verbaut
2.700 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 72,3 × 144,0 × 9,50 mm 70,9 × 146,9 × 8,30 mm 72,5 × 144,2 × 8,95 mm 76,2 × 153,0 × 9,80 mm 74,9 × 148,9 × 7,90 mm 71,0 × 142,3 × 7,90 mm 69,0 × 144,0 × 8,20 mm 71,9 × 143,7 × 8,60 mm
Schutzart:
Gewicht: 139 g 140 g 155 g 139 g 138 g 147 g 155 g
Preis: ab 96 € ab 153 € ab 126 € ab 150 € ab 156 € ab 124 € ab 129 € ab 147 €

5-Zoll-Gehäuse sind Standard

Irgendwas mit ungefähr 5-Zoll-Display und daraus für das Gehäuse resultierenden Abmessungen. So lässt sich salopp und stark verkürzt die untere, besonders preisgünstige Smartphone-Mittelklasse in puncto Design beschreiben. Alle Testkandidaten sind in etwa gleich groß und gleich schwer. Knapp über 140 × 70 × 8 oder 9 Millimeter bei circa 140 Gramm lautet die Formel für den erhofften Erfolg im Preissegment unter 200 Euro. Zwei Ausreißer gibt es dann aber doch: LG quetscht sich mit 5,3 Zoll, Lenovo sogar mit 5,5 Zoll in das Segment.

Bis auf LG und Lenovo haben alle Geräte ungefähr die gleiche Größe
Bis auf LG und Lenovo haben alle Geräte ungefähr die gleiche Größe

Alles andere als Gleichheit herrscht hingegen bei der Materialwahl der günstigen Handys. Am besten schneidet das Wileyfox Swift 2 ab, da es als einziges Smartphone mit Metallgehäuse und abgerundetem Glas – von vielen Herstellern 2,5D-Glas genannt – antritt. Bei den Kunststoff-Vertretern schneiden das Lenovo Moto G4, Sony Xperia E5 und HTC Desire 530 am besten ab. Alle drei Modelle hinterlassen ein gutes Gefühl in der Hand, der Kunststoff der anderen Geräte fasst sich hingegen billig an.

Nur LG und Samsung verteilen die Knöpfe sinnvoll

In puncto Ergonomie schneiden die Geräte am besten ab, die auf ein klassisches Tastenlayout mit Lautstärke links und An/Aus-Schalter rechts setzen. Das ist allerdings nur noch beim LG X Power und dem Samsung Galaxy J3 gegeben. Werden wie bei allen anderen Smartphone die Schalter nur auf einer Seite angebracht, empfiehlt es sich für den Hersteller, diese für eine bessere Erreichbarkeit in Richtung Mitte des Rahmens zu verschieben. Daran halten sich aber nur das Lenovo Moto G4 und das Wileyfox Swift 2. Bei den übrigen Smartphones sitzen die Tasten viel zu hoch. Apropos: Bis auf Samsung setzen alle Hersteller auf Software-Buttons für Android. Das Galaxy J3 kommt hingegen noch mit echtem Home-Button und zwei kapazitiven Schaltflächen.

Tasten nur auf einer Seite sind im Alltag eher unpraktisch
Tasten nur auf einer Seite sind im Alltag eher unpraktisch

Lenovo und LG haben den lautesten

Bei der Position für den Lautsprecher ergibt sich kein klares Gesamtbild. Es handelt sich in jedem Fall bei allen Herstellern nur um einen Mono-Lautsprecher, der auf Rückseite, Vorderseite oder im unteren Bereich des Rahmen untergebracht wird. Stereo bietet keines der Geräte. Klanglich gesehen schneidet erstaunlicherweise kein Smartphone besonders schlecht ab, besonders gut aber auch nicht. Position und Lautstärke des Lautsprechers haben sich im Alltag als wichtigeres Merkmal herausgestellt.

Ein nach vorne gerichteter Lautsprecher entfaltet sich viel besser als ein Lautsprecher, der im Rahmen oder auf der Rückseite angebracht ist. Besonders Lautsprecher im unteren Rahmen werden häufig vom Handballen abgedeckt, sobald das Smartphone für Videos zur Seite gekippt wird. Auf der Rückseite sind hingegen eher die Fingerspitzen verantwortlich für das Abdecken der Lautsprecheröffnung. Manchmal lässt sich die Hand aber auch dafür verwenden, dem Lautsprecher mehr Volumen zu verleiten und den Klang umzuleiten.

Dennoch schneiden im Alltag das Lenovo Moto G4 und das HTC Desire 530 aufgrund des nach vorne gerichteten Lautsprechers am besten ab. Das Moto G4 ist darüber hinaus auch noch das lauteste aller Smartphones im Test. Gemessen wurde jeweils aus Blickrichtung des Anwenders, als ob dieser ein Video schauen oder Spiel zocken würde. Das LG X Power schneidet trotz des Lautsprechers auf der Rückseite ebenfalls gut und vor allem laut ab.

Lautsprecher im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
Typ Mono Mono Mono Mono Mono Mono Mono Mono
Position Rückseite
unten
zentral
Vorderseite
unten
zentral
Rahmen
unten
links
Vorderseite
oben
zentral
Rückseite
unten
links
Rückseite
oben
rechts
Rahmen
unten
rechts
Rahmen
unten
rechts
Lautstärke
db(A)
Trailer
Alien: Covenant
81,7 79,5 78,7 86,3 83,9 79,9 78,7 77,9
Trailer
Guardians of the Galaxy Vol. 2
81,0 79,9 78,4 84,6 86,7 83,3 81,2 78,3
Trailer
The Mummy
78,9 79,9 80,0 85,7 84,6 80,1 78,6 77,8
Gemessen aus 30 cm Abstand mit Smartphone-Display Richtung Messgerät zeigend

Wohin mit SIM-Karte, Akku und Speichererweiterung?

Große Unterschiede gibt es auch bei den Abdeckungen und Schubfächern für SIM-Karten, Speicherkarten und Akkus der Handys bis 200 Euro, sofern dieser überhaupt ohne Werkzeug vom Anwender entnommen werden kann. Das LG X Power und das Wileyfox Swift 2 schneiden hier schlecht ab, da bereits für das Einlegen einer SIM- oder Speicherkarte ein kleiner Metallpin benötigt wird. Der ist aber glücklicherweise bei beiden Einsteiger-Smartphones im Lieferumfang enthalten. Dabei hat man solch ein Werkzeug aber trotzdem nicht immer.

Wileyfox ist der einzige Hersteller mit USB Typ C
Wileyfox ist der einzige Hersteller mit USB Typ C

Bei Gigaset, Huawei, Lenovo und Samsung muss die Rückseite abgezogen werden, um an die Technik zu gelangen. Bei Lenovo ist es im Gegensatz zu den anderen drei Smartphones aber nicht vorgesehen, dass der Besitzer den Akku wechselt. Dass sich bei Gigaset, Huawei und Samsung noch der Akku wechseln lässt, hat stellenweise aber auch gute Gründe. Denn beim Huawei Y6 II Compact muss der Akku immer erst entnommen werden, um beide SIM-Karten und Speicherkarte einzulegen, beim Samsung Galaxy J3 sind davon nur die SIM-Karten betroffen, und beim Gigaset GS160 lassen sich microSD- und zweite SIM-Karte ohne Entnahme des Akkus einlegen.

Tasten, Anschlüsse, Steckplätze im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
Tasten An/Aus links × × × × × × × ×
rechts
Lautstärke links × × × × × ×
rechts × ×
Fingerabdrucksensor × × × × × ×
Anschlüsse 3,5-mm-Klinke
Micro-USB 2.0 Typ B ×
USB 2.0 Typ C × × × × × × ×
Steckplätze SIM 1 Akku vorher
entfernen?
× × × × ×
SIM 2 × × ×
Speicherkarte × × × × × × ×
✓ = ja / × = nein / – = nicht zutreffend

Eine fummelige Angelegenheit

HTC und Sony gehen die Sache etwas anders an. SIM- und Speicherkarten werden in beiden Fällen hinter einer Abdeckung im linken Rahmen eingesteckt, die per Fingernagel geöffnet werden muss. Dadurch wird zwar kein Werkzeug benötigt, eine fummelige Angelegenheit bleibt es dennoch, besonders beim HTC Desire 530. Hinter den Abdeckungen geht es nicht weniger nervenaufreibend weiter. Die Speicherkarte lässt sich noch einfach einstecken, für die SIM-Karte muss bei HTC und Sony aber erst ein tief im Gehäuse sitzender Aufnahmeschlitten herausgezogen werden. Der eigentlich werkzeuglose Ansatz beider Hersteller verläuft deshalb schnell im Sand.

Fingerabdrucksensor bei Handys von Gigaset und Wileyfox

Insbesondere für das Gigaset GS160, einem der günstigsten Testgeräte im Vergleich (unter 150 Euro), gibt es Lob für die Integration eines Fingerabdrucksensors. Eigentlich findet man solch ein Ausstattungsmerkmal in dieser Preisklasse noch nicht an. Ein Fingerabdrucksensor erlaubt eine deutlich komfortablere Android-Absicherung, als es mit einem Passwort oder einer PIN möglich ist. Auch das Wileyfox Swift 2 bietet diese Ausstattung. Beide Hersteller bringen den Sensor auf der Rückseite des Smartphones an.

Vorbildlich: Fingerabdrucksensor bei Gigaset und Wileyfox
Vorbildlich: Fingerabdrucksensor bei Gigaset und Wileyfox

Bei Ergonomie, Verarbeitung, Materialwahl, Lautsprecher und Steckplätzen schneidet in Summe das Lenovo Moto G4 am besten ab. Nur auf die Hochwertigkeit des Gehäuses reduziert, ist das Wileyfox Swift 2 mit Abstand das beste Handy im Vergleich und bietet mit dem Metallgehäuse ein Alleinstellungsmerkmal im Einsteiger-Segment.

Full HD hat nur Lenovo

Lenovo ist mit dem Moto G4 im doppelten Sinne ein Ausreißer im Testfeld. Neben dem größten bietet Lenovo auch das beste Display im Vergleich. Es hat mit Full HD die höchste Auflösung, höchste Helligkeit, beste Farbdarstellung und besten Blickwinkel.

Alle anderen Testkandidaten bieten nur 1.280 × 720 Pixel, selbst das LG Power mit ebenfalls größeren 5,3 Zoll, sodass dieses Smartphone die niedrigste Pixeldichte aufweist. In puncto Bildschärfe schneidet aber trotzdem das Samsung Galaxy J3 am schlechtesten ab. Die für OLED typische ungleiche Verteilung von Subpixeln führt zu einem leicht fransigen Bild und weichen anstatt scharfen Kanten bei Symbolen und Text.

Displays im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
Größe 5,0 Zoll 5,0 Zoll 5,0 Zoll 5,5 Zoll 5,3 Zoll 5,0 Zoll 5,0 Zoll 5,0 Zoll
Panel IPS S-LCD IPS IPS IPS OLED TFT IPS
Auflösung 720 × 1.280 720 × 1.280 720 × 1.280 1.080 × 1.920 720 × 1.280 720 × 1.280 720 × 1.280 720 × 1.280
Pixeldichte 294 ppi 294 ppi 294 ppi 401 ppi 277 ppi 294 ppi 294 ppi 294 ppi
Umgebungslichtsensor ×
✓ = ja / × = nein

Das Samsung Galaxy J3 ist auch das Schlusslicht bei der Displayabdeckung, die sehr schnell stark verschmiert und den Finger nur schwer gleiten lässt – auch wenn es sauber ist. Das gilt jedoch auch für das Huawei Y6 II Compact und das Gigaset GS160. Das Glas mit den besten Gleiteigenschaften besitzt das Wileyfox Swift 2.

Samsung verbaut keinen Umgebungslichtsensor

Ein Sonderfall ist das Galaxy J3 auch in anderer Hinsicht. Es ist das einzige Smartphone im Testfeld, das nicht mit einem Umgebungslichtsensor ausgestattet ist und somit seine Display-Helligkeit nicht in Abhängigkeit zum Umgebungslicht selbst regulieren kann. Ist eine andere Helligkeit gewünscht, muss diese stets manuell gewählt werden.

5 Zoll sind der Standard, Lenovo und LG bieten 5,5 und 5,3 Zoll
5 Zoll sind der Standard, Lenovo und LG bieten 5,5 und 5,3 Zoll

Das Galaxy J3 ist zudem das einzige der getesteten Geräte, dessen Display über einen Outdoor-Modus verfügt. Damit gleicht Samsung ein wenig die ansonsten schlechte Maximalhelligkeit aus – allerdings nur temporär. Nach Aktivierung bleibt der Outdoor-Modus für 15 Minuten aktiv, auch nach dem Ausschalten und erneuten Einschalten des Displays. Ist das Gerät für eine längere Zeit als 15 Minuten durchgehend in Benutzung, bleibt der Outdoor-Modus auch über die 15 Minuten hinaus aktiv, schaltet sich dann aber selbst ab, sobald das Display ausgeschaltet wird. Zur nächsten Aktivierung des Smartphones liegt wieder die reguläre Maximalhelligkeit an.

Maximale und minimale Helligkeit sowie Kontrast im Überblick

Helle Displays sind noch nicht zum Standard geworden

Wie eingangs erwähnt, bietet das Lenovo Moto G4 mit einem klaren Abstand von über 20 Prozent das hellste Display im Testfeld. Gut schneiden auch das Sony Xperia E5, Wileyfox Swift 2 und Huawei Y6 II Compact ab, die sich allesamt zwischen 470 und 500 cd/m² bewegen. Die Helligkeit des Gigaset GS160 geht mit rund 430 cd/m² noch in Ordnung, das LG X Power ist mit 355 cd/m² aber nur noch mittelmäßig für den Außeneinsatz geeignet. Enttäuschend ist die Leistung des Desire 530. HTC stellt eines der teuersten Geräte im Testfeld und liefert hier das schlechteste Ergebnis ab.

Die Zeiten billiger TN-Panels mit schwachen Blickwinkeln sind zum Glück selbst im unteren Preissegment vorbei. Das heißt aber nicht, dass es keine Unterschiede gibt. Die Smartphones von Gigaset, HTC, Sony und Wileyfox haben als gemeinsame Schwachstelle die Betrachtung des Displays von schräg unten rechts. Bei allen vier Geräten kommt es dabei zu einer Farbverfälschung in Richtung Gelbbraun, als ob Gilb das Display überziehen würde. Zu diesem Effekt kommt es auch aus der gegenüberliegenden Blickrichtung von schräg oben links.

Keiner der getesteten Hersteller lässt es sich nehmen, ein paar Sonderfunktionen für das Display anzubieten. HTC etwa erlaubt das Einstellen der Farbtemperatur. Besitzer eines Moto G4 können zwischen dem normalen und einem intensiven Farbmodus wählen, außerdem wird ihnen eine Art Always-on-Display geboten, das Uhrzeit, Datum und Benachrichtigungen beim Anheben des Gerätes anzeigt. Beim Huawei Y6 II Compact kann ebenfalls die Farbtemperatur eingestellt werden, und das Samsung Galaxy J3 bietet Samsung-typisch wieder vier OLED-Modi mit verschiedenen Farbräumen und Sättigungswerten. Bei Sony lässt sich ein Weißabgleich des Displays durchführen, und LG bietet für das X Power einen Blaulichtfilter sowie Double-Tap zum Aufwecken und Ausschalten des Displays.

Gigaset und Wileyfox mit umfangreichen Display-Optionen

Umfangreicher fallen die Zusatzoptionen bei Gigaset und Wileyfox aus. Gigaset setzt für seine Display-Einstellungen auf MiraVision von MediaTek, das Einfluss auf die Bildqualität nehmen kann und potenziell – zumindest laut Werbetext – auch den Akku schonen soll. Zunächst werden dem Anwender drei Bildmodi geboten: Standard, lebendig und benutzerdefiniert. Letzterer schaltet die manuelle Kontrolle über Kontrast, Farbsättigung und Bildhelligkeit frei. Auch auf Schärfe und Farbtemperatur lässt sich in diesem Modus Einfluss nehmen. Mit allen drei Modi kombinieren lässt sich die Einstellung für den dynamischen Kontrast, der standardmäßig deaktiviert ist.

Gigaset und Wileyfox haben die umfangreichsten Display-Optionen
Gigaset und Wileyfox haben die umfangreichsten Display-Optionen

Das Swift 2 bietet nicht weniger Möglichkeiten. Die LiveDisplay-Funktion ermöglicht zum einen eine manuelle Kalibrierung der Grundfarben Rot, Grün und Blau. Das zweite Untermenü Bildschirmmodus erlaubt den manuellen oder nach Tageszeit automatisch gesteuerten Wechsel zwischen verschiedenen Farbtemperaturen, die das Display bei Tag oder Nacht angenehmen zu betrachten machen sollen. Ab Werk stellt Wileyfox die Farbtemperatur für Weiß bei Tag auf 6.500 Kelvin und bei Nacht auf 4.500 Kelvin. Das stimmt allerdings nicht ganz, die Messung ergibt rund 7.100 Kelvin im Tag-Modus.

Darüber hinaus bietet auch das Swift 2 ein Always-on-Display, jedoch nur in einer Light-Version. Wenn eine Benachrichtigung eingeht, schaltet sich das Display kurz dafür ein. Double-Tap wie bei LG gibt es auch für das Swift 2, allerdings nur zum Ausschalten und nicht zum Einschalten des Displays. Die Funktion kann zudem nicht an beliebiger Stelle auf dem Display ausgeführt werden, sondern muss auf der Statusleiste erfolgen. Zu guter Letzt gibt es noch einen Modus für hohe Touch-Empfindlichkeit, der auch mit Handschuhen funktionieren soll – das klappte aber mehr schlecht als recht.

Android mit viel Bloatware

Smartphones bis 200 Euro müssen üblicherweise noch mit 16 Gigabyte Speicher auskommen. Eine Ausnahme bildet das Samsung Galaxy J3, das nur 8 Gigabyte bietet, obwohl es gleich viel oder mehr kostet als Geräte mit doppelt so viel Speicher.

Umso wichtiger ist es bei dem begrenzt zur Verfügung stehenden Speicher, dass ein microSD-Steckplatz vorhanden ist, damit Anwender günstig den internen Speicher mit einer externen Speicherkarte erweitern können. Ebenfalls wichtig ist es, dass Betriebssystem oder vorinstallierte Apps nicht zu viel Speicher wegnehmen.

In beiden Bereichen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geräten. Dabei ist znächst einmal zwischen der auf der Verpackung des Smartphones beworbenen Speicherkapazität, der abzüglich der Systempartition verfügbaren Speicherkapazität sowie des tatsächlich noch freien Speichers für den Anwender zu unterscheiden.

Was draufsteht ist nicht drin

Bei den Smartphones mit 16 Gigabyte Speicher gelingt diese Aufgabe Gigaset am besten, gefolgt von Lenovo und LG. Abzüglich der Systempartition und weniger vorinstallierter Apps bleiben dem Nutzer auf dem GS160 nach der Einrichtung noch 9,84 Gigabyte. Beim Lenovo Moto G4 sind es 8,78 Gigabyte, beim LG X Power noch 8,22 Gigabyte. Das unrühmliche Schlusslicht bildet in diesem Vergleich das HTC Desire 530, das dem Käufer nur 6,34 Gigabyte freien Speicher zur Verfügung stellt.

Bedienoberflächen im Überblick

Adoptable Storage sollte Standard sein – ist es aber nicht

Die Erweiterung des Speichers ist bei allen getesteten Smartphones mittels microSD-Speicherkarte möglich. Bis auf das Huawei Y6 II Compact ist das Einstecken im laufenden Betrieb möglich. Beim Y6 II Compact muss aus Platzgründen zunächst der Akku entfernt werden. Ärgerlich ist, dass nicht alle Hersteller Googles Adoptable Storage unterstützen, das eine Zusammenlegung von internem und externem Speicher erlaubt, der für das Betriebssystem wie ein großer interner Speicher erscheint. Nur Gigaset, HTC, Lenovo und Wileyfox bieten diese Option. Ein Sonderfall ist wieder das Y6 II Compact, das den externen Speicher nur anstatt des internen verwenden kann.

Einfluss auf den freien Speicher nimmt zum einen die Größe des Betriebssystems, zum anderen die Anzahl der vom Hersteller vorinstallierten Apps, die der Käufer vielleicht gar nicht haben möchte. Vorbildlich ist die Herangehensweise von Lenovo, wo keine einzige zusätzliche App auf dem Moto G4 installiert ist. Auf dem Swift 2 von Wileyfox findet sich mit Skype nur eine zusätzliche App. Schlimm sieht es beim Galaxy J3 aus, das mit unzähligen Microsoft-Apps, Facebook und einer unnötigen Werbe-App von Samsung zugepflastert wurde. Auch Huawei und Sony gehen mit sieben und sechs Apps nicht zimperlich vor. Das Mittelfeld bilden Gigaset, HTC und LG mit vier Apps.

Bei Gigaset, Huawei und Wileyfox lassen sich die vorinstallierten Anwendungen ohne Probleme deinstallieren. Bei HTC, LG, Samsung und Sony können die Apps hingegen nur deaktiviert oder ihre letzten Aktualisierungen entfernt werden, nicht aber die Basisversion. App-Reste bleiben so in jedem Fall auf dem Speicher des Smartphones.

Betriebssysteme, Speicher und Bloatware im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
OS Android Android Android Android Android Android Android Android
Version 6.0 6.0.1 5.1 6.0.1 6.0.1 5.1.1 6.0 6.0.1
Sicherheitspatch-Level 05-10-2016 01-12-2015 05-10-2016 01-07-2016 01-07-2016 01-09-2016 05-09-2016 01-12-2016
UI Stock Sense EMUI Stock LG UI TouchWiz Sony UI Cyanogen OS
Tastatur Google HTC Swype Google LG Samsung SwiftKey Google
Speicherangabe (GB) 16 16 16 16 16 8 16 16
Speicher verfügbar (GB) 10,87 8,92 10,15 10,82 10,32 4,79 10,62 9,58
Speicher frei (GB) 9,84 6,34 7,73 8,78 8,22 1,78 7,52 7,89
Speicher erweiterbar
microSD

microSD

microSD

microSD

microSD

microSD

microSD

microSD
Adoptable Storage × × × ×
Bloatware (Apps)* 4 Gigaset
T-Online
TankenApp
Wetter.info
4 Facebook
Facebook Messenger
Instagram
News Republic
7 Booking
Facebook
News Republic
Todoist
Twitter
Vmall
WPS Office
0 4 Evernote
Facebook
Instagram
SmartWorld
8 Excel
Facebook
meinGalaxy
OneDrive
OneNote
PowerPoint
Skype
Word
6 Amazon
AVG Protection
Facebook
Kobo eBooks
Spotify
What's New
1 Skype
Deinstallierbar? × × × ×
*Als Bloatware gilt jede vorinstallierte App, die nicht vom Hersteller (Ausnahme Werbe-Apps) oder von Google stammt
✓ = ja / × = nein / – = nicht zutreffend

Die Aktualität des Betriebssystem spielt insbesondere bei Android eine gewichtige Rolle. In den letzten Monaten hat dabei aber weniger die Hauptversionen des Betriebssystems Priorität gehabt, sondern ein aktuelles Sicherheitspatch-Level ist wichtiger, um den Nutzer von akuten Bedrohungen aus dem Netz zu schützen. Dennoch: Mit Android 5.1 respektive 5.1.1 Lollipop sind die Betriebssysteme auf dem Huawei Y6 II Compact und dem Samsung Galaxy J3 hoffnungslos veraltet. Die Sicherheitspatch-Level hinken mit Stand Oktober und September 2016 ebenfalls hinterher, sind aber noch halbwegs aktuell. Alles andere als vorbildlich ist die Situation dennoch.

Tastaturlayouts im Überblick

Tastaturen v.l.n.r.: Gigaset, HTC, Huawei, Lenovo, LG, Samsung, Sony, Wileyfox
Tastaturen v.l.n.r.: Gigaset, HTC, Huawei, Lenovo, LG, Samsung, Sony, Wileyfox

Beim Thema Sicherheit liegen Welten zwischen HTC und Wileyfox

Es geht aber noch schlimmer: Dem HTC Desire 530 fehlen Android-Sicherheitsupdates von über einem Jahr. Mit Stand Dezember 2015 ist die Software ein Sicherheitsrisiko für jeden Anwender. Etwas enttäuschend schneidet auch das Moto G4 ab. Die Situation ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie auf dem Desire 530, mit Stand Juli 2016 landet das Smartphone zusammen mit dem LG X Power aber nur auf dem vorletzten Platz. Ein Wermutstropfen für Moto-G4-Besitzer ist das von Lenovo zugesicherte Update auf Android 7.0 Nougat, das auch ein neues Sicherheitspatch-Level mitbringen wird. Bis Ende Februar soll das Update in Deutschland zur Verfügung gestellt werden.

Sieger im Sicherheitsvergleich ist das Wileyfox Swift 2. Die Briten liefern das Smartphone mit dem Android-Fork Cyanogen OS aus, das auf Android 6.0.1 basiert. Das Sicherheitspatch-Level ist mit Stand Dezember 2016 das neueste im Testfeld. Für das gesamte Wileyfox-Sortiment wurde zudem bereits das Update auf Android 7.0 angekündigt. Nach dem Aus von Cyanogen OS steht aber noch nicht fest, in welcher Form Nougat auf den Geräten laufen wird. Es soll aber weiterhin pures Android sein.

G4 und Swift 2 sind schneller

Gigaset, Huawei, LG und Sony vertrauen auf SoCs von MediaTek für ihre Smartphones. HTC, Lenovo und Wileyfox verwenden Qualcomm-SoCs, und Samsung setzt auf ein exotisches Spreadtrum-SoC. Das Testfeld lässt sich in drei Geschwindigkeitsklassen einteilen: Schnarch langsam, normal und vergleichsweise schnell. Zu letzterer Kategorie gehören ausschließlich das Lenovo Moto G4 sowie das Wileyfox Swift 2. Extrem schwachbrüstig sind hingegen das HTC Desire 530 sowie das Samsung Galaxy J3.

System-on-a-Chips und Arbeitsspeicher im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
Hersteller MediaTek Qualcomm MediaTek Qualcomm MediaTek Spreadtrum MediaTek Qualcomm
Modell MT6737 Snapdragon 210 MT6735P Snapdragon 617 MT6735 SC9830i MT6735 Snapdragon 430
CPU Typ 4 × ARM Cortex-A53 4 × ARM Cortex-A7 4 × ARM Cortex-A53 8 × ARM Cortex-A53 4 × ARM Cortex-A53 4 × ARM Cortex-A7 4 × ARM Cortex-A53 8 × ARM Cortex-A53
Takt 1,25 GHz 1,10 GHz 1,30 GHz 1,50 GHz 1,30 GHz 1,50 GHz 1,30 GHz 1,40 GHz
GPU Typ ARM Mali-T720 MP2 Qualcomm Adreno 304 ARM Mali-T720 MP2 Qualcomm Adreno 405 ARM Mali-T720 MP2 ARM Mali-400 MP2 ARM Mali-T720 MP2 Qualcomm Adreno 505
Takt 550 MHz 409 MHz 400 MHz 550 MHz 600 MHz ? 450 MHz 375 MHz
RAM Menge 1.024 MB 1.536 MB 2.048 MB 2.048 MB 2.048 MB 1.536 MB 1.536 MB 2.048 MB
Typ LPDDR3 LPDDR3 LPDDR3 LPDDR3 LPDDR3 LPDDR3 LPDDR3 LPDDR3
✓ = ja / × = nein / ? = unbekannt

HTC und Samsung kämpfen um den letzten Platz

HTCs Desire 530 und Samsungs Galaxy J3 schneiden nicht nur in den Benchmarks schlecht ab, sie fühlen sich auch im Alltag sehr langsam an. An jeder Ecke und Kante der Bedienung hakt es fürchterlich, Menüs ruckeln, die Ladezeiten sind immer lange. Selbst ein frisch gestartetes Betriebssystem ohne Anwendungen im klein bemessenen RAM legt sich immer wieder Denkpausen von mehreren Sekunden ein. Beide Geräte sind nicht einfach nur etwas langsamer als die Konkurrenz, sondern schon nervig langsam, sodass bereits an dieser Stelle vom Alltagseinsatz abzuraten ist.

Das Gigaset GS160 geht gut mit wenig RAM am

Dass wenig Arbeitsspeicher keine Hürde für ein noch akzeptables Bedienerlebnis ist, beweist das Gigaset GS160, das mit nur 1.024 Megabyte ausgestattet ist und damit nominell das Schlusslicht im Feld markiert. Trotzdem zählt es zur Kategorie der noch normal schnellen Smartphones dieser Preisklasse – wenngleich es sich eher im hinteren Feld einsortiert. Trotz dieser Leistung hätte das Smartphone etwas mehr Arbeitsspeicher gut vertragen können, den Preis hätte das kaum verändert.

Ebenfalls im Mittelfeld, aber leicht vor dem Gigaset GS160, landen das Huawei Y6 II Compact, LG X Power und Sony Xperia E5, wobei sich die Geräte von Huawei und LG dank 512 Megabyte mehr Arbeitsspeicher im Alltag einen Hauch spritziger anfühlen als das Sony Xperia E5.

Benchmarks für CPU, GPU und internen Speicher

Auf vielfachen Wunsch der Leser ist erstmals ein Benchmark des extern eingebundenen Speichers Bestandteil des Tests. Grundlage der Messungen bildet eine besonders schnelle microSD-Speicherkarte von SanDisk, die in absehbarer Zeit nicht zum Flaschenhals der Messungen werden sollte. Zum Einsatz kommt das Modell Extreme Pro mit einer Speicherkapazität von 64 Gigabyte. Die Karte ist Class 10 (C10) sowie UHS Speed Class 3 (U3) zertifiziert und liefert deshalb garantiert mindestens 10 respektive 30 MB/s lesend und schreibend. SanDisk spezifiziert die Karte über die standardisierten Leistungsklassen hinaus mit bis zu 275 MB/s für Lesevorgänge und 100 MB/s für Schreibvorgänge. Das sollte für jedes Smartphone schnell genug sein.

Geschwindigkeit microSD-Schacht (SanDisk Extreme Pro 64 GB)

Das Swift 2 hat den schnellsten Cardreader

Alle Benchmarks wurden mit der App A1 SD Bench durchgeführt, die kostenlos auf Google Play angeboten wird. Mit dem schnellsten Cardreader für Lese- und Schreibvorgänge ist demnach das Wileyfox Swift 2 ausgestattet. Das ist vor allem für Anwender von Wichtigkeit, die planen, den externen Speicher per Adoptable Storage als Teil des internen Speichers einzubinden, was auf dem Swift 2 bestens funktioniert. Bei Lesevorgängen folgt auf Platz zwei das HTC Desire 530, gefolgt von einer ähnlich schnellen Gruppe aus allen anderen Geräten mit Ausnahme des Galaxy J3. Bei Schreibvorgängen schneidet das LG X Power gut ab, gefolgt von Lenovo, HTC und Gigaset. Das Galaxy J3 ist wieder klares Schlusslicht und deutlich langsamer.

Kameras für gutes Wetter

Die früher nur ab der Oberklasse erhältliche Foto-Auflösung von 13 Megapixel ist zwischenzeitlich auch bei günstigen Geräten keine Seltenheit mehr. Bis auf das HTC Desire 530 und das Samsung Galaxy J3 bieten alle Testgeräte einen Sensor mit dieser Auflösung. HTC und Samsung setzen derweil noch auf 8 Megapixel.

Auch der Full-HD-Videostandard ist in den unteren Preisgefilden angekommen, sodass fünf von acht Smartphones damit aufnehmen können. Der Rest verweilt bei 720p. Optische Bildstabilisatoren sind in der 200-Euro-Klasse hingegen noch gar nicht anzutreffen. Dieses Ausstattungsmerkmal ist in Deutschland erst bei Geräten ab circa 300 Euro zu finden.

Selfies haben im Regelfall eine Auflösung von 5 Megapixel, nur Wileyfox bietet mit 8 Megapixel etwas mehr. Bei Video mit der Frontkamera ist das 720p-Format noch auf der Hälfte der Geräte anzutreffen, allerdings ist 1080p damit auch keine Seltenheit mehr. Die fixen Objektivblenden sind auf der Vorderseite noch nicht ganz so weit offen wie auf der Rückseite oder bei teureren Geräten. Im Schnitt bei f/2.4 liegt die Blende für die Selfie-Kamera, auf der Rückseite ist es im Mittel f/2.1.

Kamera-Auflösungen, Blenden, Videomodi im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
Hinten Auflösung (MP) 13,0 8,0 13,0 13,0 13,0 8,0 13,0 13,0
Blende f/2.2 f/2.4 f/2.0 f/2.0 f/2.2 f/2.2 f/2.0 f/2.0
AF
OIS × × × × × × × ×
Blitz LED LED Dual-LED LED LED LED LED Dual-LED
Video 1080p 720p 720p 1080p 1080p 720p 1080p 1080p
Vorne Auflösung (MP) 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 8,0
Blende f/2.4 f/2.8 f/2.4 f/2.2 f/2.4 f/2.2 f/2.4 f/2.2
AF × × × × × × × ×
OIS × × × × × × × ×
Blitz × × LED Display Display Display × ×
Video 720p 720p 720p 1080p 1080p 720p 1080p 1080p
✓ = ja / × = nein / – = unbekannt

Die Zeiten, in denen günstige Smartphones per se mit schlechten Fotos gleichgesetzt werden konnten, sind definitiv vorbei. Ausreißer nach unten gibt es zwar immer mal wieder, im Großen und Ganzen ist bei guter Ausleuchtung aber fast jedes der getesteten Smartphones für brauchbare Schnappschüsse geeignet. Vor allem auf dem Smartphone betrachtet fallen Qualitätsunterschiede der einzelnen Gerät nur selten auf. Wer seine mit dem Smartphone geschossenen Fotos auf den PC überträgt und am großen Monitor oder gar Fernseher betrachtet, wird im Detail einige Unterschiede feststellen können.

Aufnahmen im Freien bei Tageslicht

Diese Aufnahme des Reichstagsgebäudes ist bei wolkenlosem Himmel und Sonnenschein zur Mittagszeit entstanden. Die Smartphones von HTC und Wileyfox bilden starke Artefakte im Himmel, das Foto von Huawei hat einen starken Rotstich. Das Bild von Samsung wirkt etwas blass, und Sony zeichnet die Kanten von Objekten etwas zu weich. Das Lenovo Moto G4 liefert hier das beste Ergebnis ab.

Das Foto des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses ist kurze Zeit später unter gleichen Bedingungen entstanden. Die Charakteristik der Bilder fällt in der Detailbetrachtung sehr ähnlich aus. Wieder gibt es bei HTC und Wileyfox starke Artefakte auf großen einfarbigen Flächen, und eine deutliche Tendenz in Richtung Rot bei Huawei. Das Swift 2 holt wie schon beim ersten Foto vergleichsweise viele Bildinformationen aus dunklen Stellen, das lässt das Bild aber gleichzeitig etwas flach wirken. An der Brücke zum Paul-Löbe-Haus ist gut erkennbar, dass HTC, Huawei und Samsung eine höhere fixe Brennweite nutzen als die anderen Geräte. Das Swift 2 knipst am breitesten.

Am Brandenburger Tor gelingt mit dem Gigaset GS160 ein recht gutes Foto, das relativ ausgewogene Farben bietet und nur etwas im Randbereich überstrahlt. Die Aufnahme klappt auch mit dem Moto G4 gut, hier sind die Farben zudem etwas satter. Bei Sony zieht sich ein Pinkschleier über das Foto, bei HTC sowie Wileyfox ein Blaustich und bei Huawei gibt es wieder viel zu viel Rot. Mit den Smartphones von LG und Samsung gelingen ebenfalls brauchbare Aufnahmen, wobei LG das Foto nicht so stark aufhellt.

Die Aufnahme des Sockelbereiches einer der Säulen im linken Bereich des Brandenburger Tores macht deutlich, wie stark unterschiedlich die Bildcharakteristik der Smartphones im Detail ist. Gigaset und Sony setzen auf extreme Unterschiede zwischen hellen und dunklen Stellen, während HTC und Wileyfox ein sehr helles Bild zeichnen, das Riefen, Flecken und Muster des Steins fast gänzlich verschwinden lässt. Einen klaren Sieger zu nennen, ist schwierig, da das Motiv ein Sonderfall ist. Ein realistisches Motiv, so wie die Szenerie vor Ort zur Mittagszeit tatsächlich anzutreffen war, zeichnen am besten noch das Lenovo Moto G4, LG X Power und Samsung Galaxy J3.

Diese Makroaufnahme einer 2-Euro-Münze ist im Denkmal für die ermordeten Juden Europas neben der US-Botschaft in Berlin entstanden. Den höchsten Schärfegrad auf der Vorderseite der Münze liefern Gigaset, Lenovo und Samsung. Das Moto G4 besitzt darüber hinaus die beste Farbabstimmung. Die Aufnahmen von LG und Sony sind zu hell, wobei das Foto von Sony ohnehin als schlechtestes aus dem Vergleich fliegt, da das Gerät selbst manuell bedient in dieser Situation nicht korrekt fokussiert.

Im Forum des Sony Centers am Potsdamer Platz lassen sich bei Tag und Nacht interessante Fotos schießen. Der im Vergleich starke Weitwinkel des Wileyfox Swift 2 kommt bei dieser Aufnahme besonders gut zum Tragen und ermöglicht eine Aufnahme, die nicht so beengt wirkt wie das krasse Gegenteil, das LG X Power, das viel weniger von der Dachkonstruktion einfängt. Davon abgesehen stört aber der leichte Blaustich des Swift 2. Ausgerechnet im Sony Center gelingt dem Xperia E5 ein selten gutes Foto. Die Kamera hat bisher nicht sonderlich gut im Vergleich abgeschnitten. Auch Lenovo punktet wieder mit einer insgesamt guten Bildkomposition. Die Aufnahme des Gigaset GS160 ist hingegen farblos, während es bei Huawei an Schärfe mangelt.

Aufnahmen bei Kunstlicht und schlechter Beleuchtung

Die nächsten beiden Bilder wechseln vom Freien ins Büro und setzen auf eine Mischung aus indirekter natürlicher und direkter künstlicher Beleuchtung. Huawei, LG und Sony gelingt auf den ersten Blick der beste Weißabgleich. Wird näher auf einzelne Details gezoomt, kommen die einzelnen Vor- und Nachteile zum Vorschein. Bei Sony zum Beispiel kommt es zu dem bei jedem Smartphone des Herstellers sichtbaren Wasserfarben-Look, gut erkennbar am Never-Settle-Logo. Das Y6 II Compact von Huawei bildet das Logo am besten ab. Insgesamt leidet durch mehr Rauschen und Farbverfälschungen die Qualität bei allen Herstellern gegenüber den Außenaufnahmen.

Nur noch mit indirekter Beleuchtung durch das Fenster, die zudem nur hinter das Motiv strahlt, gelingen mit keinem Testgerät noch brauchbare Aufnahmen. Die Fotos bei Gigaset, HTC, Huawei und Sony sind viel zu dunkel. Bei Lenovo sind die Figuren noch ein bisschen zu erkennen, bei LG ebenfalls, allerdings mit insgesamt schlechterer Bildqualität. Das Foto des Samsung Galaxy J3 ist auch eines der helleren, das ist angesichts der ansonsten katastrophalen Qualität aber auch nicht mehr relevant. Bei schlechten Lichtbedingungen müssen sich alle Testkandidaten geschlagen geben.

Acht Smartphones im Selfie-Test

Selfies schießen fast alle Smartphones des Vergleichs mit 5 Megapixel, einzige Ausnahme ist das Wileyfox Swift 2 mit 8 Megapixel. Aus dem vermeintlichen Auflösungsvorteil zieht das Smartphone aber keinen Vorteil, ganz im Gegenteil. Das Bild ist schwammig und hat einen leichten Blaustich. Ebenfalls recht matschig ist die Aufnahme des LG X Power. Das Galaxy J3 von Samsung schießt im direkten Vergleich etwas zu blasse Fotos. Die Geräte von HTC, Lenovo und Sony sind noch am besten für Selfies geeignet. Vor allem beim Lenovo Moto G4 passen zudem ohne größere Anstrengungen und vor allem ohne Selfie-Stick mehrere Personen ins Bild.

Die Kamera des Moto G4 ist gut, aber nicht kaufentscheidend

Unterm Strich sollte man sich nüchtern betrachtet keines der getesteten Smartphones insbesondere wegen der Kamera kaufen. Gesellt sich eine durchschnittlich gute Kamera zu einem ansonsten ansprechenden Gesamtpaket, dann ist das in dieser Preisklasse noch die beste Herangehensweise für eine Kaufentscheidung. Dem Lenovo Moto G4 gelingt dieser Spagat ganz gut, auch das LG X Power schneidet bei einzelnen Aufnahmen gut ab. Bei Wileyfox ist es primär der interessante Weitwinkel, der „große“ Aufnahmen ermöglicht, die Qualität ist eher so lala. Die Fotos des Huawei Y6 II Compact haben zu oft einen klaren Rotstich, bei Sony stimmt die Belichtung nur selten und der Aquarell-Look ist zu präsent. Das Gigaset GS160 geht insgesamt betrachtet noch in Ordnung. Das Samsung verliert sich irgendwo im unscharfen Nichts dazwischen.

LG läuft und läuft und läuft

Insbesondere beim Akku ist es interessant zu beobachten, wie groß die Unterschiede in einer Preisklasse sein können. Die Nennladungen reichen von mickrigen 2.200 mAh bei HTC und Huawei bis zu wahren Akku-Monstern mit 4.100 mAh bei LG. Austauschen lässt sich der Akku noch bei Gigaset, Huawei und Samsung. Alle anderen Hersteller im Test sind mittlerweile zu einem fest verbauten Akku übergegangen, der nicht mehr werkzeuglos vom Käufer gewechselt werden kann. Lenovo macht den Akku des G4 nach Abnehmen der Rückseite zwar sichtbar, er lässt sich aber nicht einfach entfernen.

Wileyfox spart beim Netzteil

Beim Netzteil wird in den unteren Preisklassen gerne gespart. Das macht sich an der maximalen Ausgangsspannung und dem maximalen Ausgangsstrom bemerkbar, die im Test stark von Gerät zu Gerät schwanken, oder zeigt sich daran, dass wie im Falle von Wileyfox überhaupt kein Netzteil mitgeliefert wird. Obwohl das Swift 2 nicht das günstigste Smartphone im Vergleich ist, ist es das einzige, dem dieses Zubehör fehlt. Wileyfox argumentiert, das Unternehmen wolle die Anzahl der potenziell unerwünschten Netzteile reduzieren und seine CO2-Bilanz verbessern. Das Weglassen des Netzteils ermögliche dem Unternehmen außerdem, die Geräte in kleineren Kartons direkt an Briefkästen zu liefern, anstatt auf größere Kartons und Paketdienste zu setzen.

Wer beabsichtigt, ein Netzteil speziell für das Swift 2 zu kaufen, sollte nach einem Modell mit Unterstützung für Qualcomm Quick Charge 3.0 Ausschau halten, denn das Swift 2 unterstützt Qualcomms schnelle Ladetechnologie und verkürzt so die Ladezeiten. Entsprechende Netzteile werden auf Amazon zwischen 10 und 15 Euro angeboten.

Akkus, Netzteile und Kabellängen im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
Akku Nennladung (mAh) 2.500 2.200 2.200 3.000 4.100 2.600 2.300 2.700
Akku austauschbar × × × × ×
Netzteil 5 V / 1 A 5 V / 1 A 5 V / 1 A 5 V / 0,55 A 9 V / 1,8 A
5 V / 1,8 A
5 V / 1 A 5 V / 1,5 A ×
Kabel USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ B USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ B USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ B Micro-USB 2.0 Typ B (fest am Netzteil) USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ B USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ B USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ B USB 2.0 Typ A auf Micro-USB 2.0 Typ C
Kabellänge (m) 1,0 0,8 1,0 1,5 1,15 0,8 1,2 1,0
✓ = ja / × = nein

Von über 16 Watt bis nur 2,75 Watt ist alles dabei

Viele der mitgelieferten Netzteile arbeiten mit 5 Volt und 1 Ampere, sodass das Smartphone maximal mit 5 Watt geladen wird. Das Netzteil des Sony Xperia X5 liefert bis zu 7,5 Watt, das des LG X Power sogar bis zu 16,2 Watt. Das LG-Netzteil trägt dementsprechend auch einen Fast-Charge-Schriftzug. Negativbeispiel ist ausgerechnet das bisher im Vergleich so gut bewertete Lenovo Moto G4, dessen Netzteil bei 5 Volt und 0,55 Ampere nur mit schlappen 2,75 Watt lädt. Das hat zur Folge, dass ein vollständig entleertes Moto G4 im ausgeschalteten Zustand über fünf Stunden benötigt, um vollständig geladen zu werden. Obendrein verbindet Lenovo das Ladekabel auch noch feste mit dem Netzteil, sodass es nicht als Datenkabel verwendet werden kann.

Bei Netzteilen wird häufig gespart, Wileyfox verzichtet komplett darauf
Bei Netzteilen wird häufig gespart, Wileyfox verzichtet komplett darauf

Ghost-Touch beim Laden des Moto G4

Manche Moto G4 lassen sich während des Ladevorgangs nicht mehr korrekt bedienen. Das Problem ist allgemein als Ghost-Touch bekannt, weil das Display Eingaben registriert, obwohl das Gerät unbenutzt auf dem Tisch liegt. Der Fehler tritt nicht sofort beim Anstecken des Netzteils auf, aber häufig nach der ersten Bedienung mit angeschlossenem Netzteil. Danach lässt sich das Gerät erst wieder bedienen, wenn das Netzteil abgezogen und kurz das Display aus- und wieder eingeschaltet wurde.

Der Fehler wird im offiziellen Lenovo-Forum auf mittlerweile fast 80 Seiten diskutiert, auch auf Android-Hilfe ist er ein Thema. Nach dem Update auf Android 7.0 Nougat soll der Fehler stellenweise sogar während der normalen Nutzung auftreten.

Im Forum von Lenovo wird bemängelt, dass Lenovo nicht auf die Beschwerden zahlreicher Nutzer reagieren würde. Zwei Anfragen von ComputerBase zu der Problematik sind zum aktuellen Zeitpunkt noch unbeantwortet.

LG lädt am schnellsten

Mit Ladezeiten zwischen 165 und 183 Minuten schneiden das Gigaset GS160, HTC Desire 530, Huawei Y6 II Compact und Samsung Galaxy J3 erwartungsgemäß durchschnittlich ab. Mehr ist mit einem Standardnetzteil, das bei Smartphones im Regelfall mit 5 Volt bei 1 Ampere arbeitet, nicht möglich. Und das sollte auch der absolute Mindeststandard aller Hersteller sein.

Dank der eingangs erwähnten besseren Netzteile von LG und Sony geht hier der Ladevorgang schneller vonstatten. Der 2.300-mAh-Akku des Xperia E5 ist mit dem 7,5-Watt-Netzteil in zwei Stunden wieder voll geladen. Ebenfalls zwei Stunden dauert es beim X Power von LG, dessen Akku mit 4.100 mAh aber deutlich größer dimensioniert ist. LG hat in diesem Bereich gut mitgedacht und dem Smartphone ein zum großen Akku passendes, potentes Netzteil beigelegt, das am schnellsten lädt.

Benötigte Zeit für das Aufladen des Akkus
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2*
Minuten Prozent
15 11 7 9 5 17 11 37 18
30 21 19 20 10 34 21 46 35
45 31 31 31 15 52 30 56 52
60 42 42 41 19 70 40 65 69
75 52 54 52 24 85 50 74 84
90 63 64 62 29 93 59 84 92
105 73 74 71 34 97 68 94 97
120 83 84 77 40 100 78 100 100
135 90 91 80 46 86
150 95 96 82 51 93
165 98 100 84 56 98
180 100 96 61 100
183 100 62
304 100
*Geladen mit einem Asus-Netzteil, das 5 V / 2 A liefert.
Alle Smartphones wurden im ausgeschalteten Zustand geladen.

Das X Power ist nicht zu stoppen

Wie weit man mit einem 4.100-mAh-Akku kommt, zeigt das X Power eindrucksvoll im Futuremark PCMark für Smartphones. Der Benchmark führt in der Work-Variante zahlreiche Aufgaben auf den Smartphones aus, die auch im Alltag anfallen. Futuremark nutzt dafür ab Werk in Android integrierte APIs, um ein möglichst realistisches und dem Alltag entsprechendes Bild zu zeichnen. Der PCMark rendert Webseiten und durchsucht diese nach Inhalten. Der Benchmark lädt zudem ein Full-HD-Video, spielt es ab und spult darin vor und zurück. Bei der Textverarbeitung werden Operationen für Kopieren, Ausschneiden und Einfügen durchgeführt. Zu guter Letzt werden auch noch Fotos geöffnet, bearbeitet und wieder gespeichert. All dies passiert in einer Dauerschleife.

HTC und Sony geht früh die Puste aus

Das LG X Power schneidet in diesem Test mit einer Laufzeit von weit über 14 Stunden ausgesprochen gut ab und setzt sich mit 90 Prozent Abstand vor die Konkurrenz – ein wahrer Monsterakku! Das Wileyfox Swift 2, Lenovo Moto G4 und Samsung Galaxy J3 folgen als eine Gruppe mit Laufzeiten zwischen 7:17 und 7:39 Stunden dahinter. Das Gigaset GS160 steht mit 6:45 knapp dahinter etwas alleine da, die Geräte von Huawei, HTC und Sony erreichen rund sechs Stunden und bilden das Schlusslicht.

Für den Test mit YouTube wird über einen WLAN-Router im selben Raum eine Verbindung zum Smartphone aufgebaut und mit kalibrierter Helligkeit von 200 cd/m² ein Film in Dauerschleife abgespielt. Mit fast 17 Stunden Laufzeit landet auch hier das LG X Power auf dem ersten Platz. Es folgt auf dem zweiten Platz das Lenovo Moto G4 mit rund zehn Stunden. Galaxy J3 und Swift 2 schneiden mit acht respektive achteinhalb Stunden ebenfalls noch gut ab. Die letzten vier Plätze belegen eng gestaffelt wieder das Gigaset GS160, Huawei Y6 II Compact, Sony Xperia E5 und HTC Desire 530.

Gutes WLAN gibt es selten

Nur Lenovo und Sony statten ihre Smartphones mit dem auf 5 GHz arbeitenden WLAN-ac-Standard aus, der auf der Kurzstrecke für potenziell höhere Übertragungsraten sorgt. Dass das nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis klappt, zeigen in vier WLANs mit zwei Routern durchgeführte Messungen der Dateiübertragung.

WLAN-Messungen über zwei Router mit 2,4 und 5 GHz

Eine ein Gigabyte große Videodatei wurde dafür einmal im selben Zimmer des Smartphones über den Router Asus RT-AC68 verschickt, und einmal über den Router ASRock AC2600, der mit circa zehn Metern Abstand zwei Zimmer weiter und durch zwei Rigipswände getrennt stand. Beide Messungen wurden mit 2,4 GHz und sofern möglich auch mit 5 GHz mittels AirDroid durchgeführt. Der die Datei an das Smartphone sendende PC war per Gigabit-LAN mit den beiden Routern verbunden.

Die zunächst nur im 2,4-GHz-Spektrum durchgeführten Messungen zeigen, dass es bereits hier je nach Gerät zu kleineren Abweichungen kommt. Genauer gesagt gibt es am Asus RT-AC68 gemessen mit dem HTC Desire 530 und dem Samsung Galaxy J3 zwei Ausreißer, die sich bei der Dateiübertragung rund eine Minute mehr gönnen als die Konkurrenz. Das restliche Testfeld übertragt ein Gigabyte in rund 150 Sekunden und schafft somit zwischen 6,2 und 6,5 MB/s. Auf der Langstrecke zum ASRock AC2600 findet eine Angleichung der Kontrahenten statt. Zwischen fünf und sechs Minuten benötigen alle Smartphones. Das kommt einer Geschwindigkeit von 3 MB/s gleich.

1 GByte (1.024 MByte) Dateiübertragung per WLAN
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
WLAN 2,4 GHz b/g/n
5,0 GHz a × × × × × ×
ac × × × × × × × ×
Asus RT-AC68* 2,4 GHz m:s 2:44 3:44 2:37 2:38 2:44 3:41 2:39 2:36
MB/s 6,24 4,57 6,52 6,48 6,24 4,63 6,44 6,56
5,0 GHz m:s × × × 1:09 × × 1:25 ×
MB/s × × × 14,84 × × 12,05 ×
ASRock AC2600** 2,4 GHz m:s 5:52 5:20 5:03 4:36 5:05 5:10 6:05 5:53
MB/s 2,91 3,20 3,38 3,71 3,36 3,30 2,81 2,90
5,0 GHz m:s × × × 1:34 × × 2:21 ×
MB/s × × × 10,89 × × 7,26 ×
*Im selben Zimmer, ca. 90 Zentimeter Abstand
**Zwei Zimmer weiter durch Rigipswände getrennt, ca. 10 Meter Abstand
✓ = ja / × = nein

Lenovo und Sony sind klar im Vorteil

Wird auf 5 GHz gewechselt, schaffen das Lenovo Moto G4 und Sony Xperia E5 deutlich schnellere Übertragungsraten von rund 15 und 12 MB/s. Die Wartezeit, bis ein Gigabyte übertragen wurde, reduziert sich auf eine bis anderthalb Minuten. Auch auf längere Distanz ist die Leistung noch höher als mit 2,4 GHz. Das Lenovo Moto G4 erreicht noch knapp 11 MB/s, das Sony Xperia E5 noch circa 7,3 MB/s. Auch hier reduziert sich die Wartezeit somit deutlich. Wer also des Öfteren größere Dateien kabellos aufs Smartphone schiebt oder Fotos auf den Rechner überträgt, ist mit einem Smartphone, das WLAN mit 5 GHz unterstützt, klar besser beraten, sofern der eigene Router damit ebenfalls arbeitet. Das ist heutzutage aber in vielen Fällen gang und gäbe.

LTE und Radio können alle

Der aktuelle Vergleich zeigt sehr gut, dass LTE mittlerweile in den unteren Preisklassen angekommen ist. LTE Cat. 4 mit bis zu 150 Mbit/s im Downstream ist der Standard. Die maximalen Übertragungsraten der Netze deutscher Mobilfunkanbieter werden damit zwar nicht ausgereizt, das ist in dieser Preisklasse aber auch gar nicht notwendig. Die Deutsche Telekom kommt mit allen Verträgen und Prepaid-Angeboten auf bis zu 300 Mbit/s im Downstream, bei Vodafone sind es maximal 375 Mbit/s.

Beim maximalen Upstream tanzt das Wileyfox Swift 2 aus der Reihe, da es mit LTE Cat. 5 und bis zu 75 Mbit/s etwas mehr bietet, das von Qualcomms LTE-Modem Snapdragon X6 zur Verfügung gestellt wird. Dieses LTE-Modem verbaut Qualcomm neben dem Snapdragon 430 des Swift 2 auch im Snapdragon 425. Da alle Mobilfunkanbieter den Upstream bei 50 Mbit/s deckeln, ist dies kein Vorteil im Alltag.

Auf LTE-Geschwindigkeitsmessung mit Android-Apps wie dem Ookla Speedtest wurde für diesen Vergleichstest bewusst verzichtet, da handfeste Messungen damit schlichtweg nicht möglich sind. Die Ergebnisse variieren stark, da sie von zu vielen Faktoren wie Standort, Funkzelle, Uhrzeit sowie Ausrichtung und Halteart des Smartphones abhängig sind. Alles andere als Labormessungen mit Profi-Equipment wäre nicht zielführend, und diese Ausstattung steht der Redaktion nicht zur Verfügung.

SIM-Formate und LTE-Fähigkeiten im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
SIM-Format Mini × × × × × × × ×
Micro × × × ×
Nano × × × ×
Dual-SIM × × ×
Hybrid-Slot
LTE Cat. Down 4 4 4 4 4 4 4 4
Up 4 4 4 4 4 4 4 5
Downstream (Mbit/s) 150 150 150 150 150 150 150 150
Upstream (Mbit/s) 50 50 50 50 50 50 50 75
✓ = ja / × = nein

Dual-SIM bei Wileyfox nur ohne Speicherkarte

Hinsichtlich der Dual-SIM-Fähigkeit des Gigaset GS160, Huawei Y6 II Compact, Lenovo Moto G4 und Samsung Galaxy J3 ist positiv hervorzuheben, dass jeweils echtes Dual-SIM ohne Hybrid-Slot geboten wird. Nur bei Wileyfox müssen sich Käufer entscheiden, ob sie eine zweite SIM-Karte oder eine Speicherkarte einsetzen möchten – beides gleichzeitig ist nicht möglich. Beim SIM-Format gibt es noch keine klare Entscheidung für oder gegen Micro-SIM und Nano-SIM. Die Hälfte der Hersteller nutzt noch das etwas größere Micro-Format, die andere Hälfte das derzeit kleinste Nano-Format.

Eine App für UKW-Radio haben alle

Abseits neuartiger Empfangswege wie Musikstreaming über LTE können alle acht Testgeräte auch noch klassisches Radio abspielen. Bis auf die Radio-App von Lenovo setzen alle Smartphones die Nutzung eines eingesteckten Kopfhörers als Antenne voraus. Das Moto G4 gibt dem Nutzer die Option, auch ohne Kopfhörerkabel Radio zu hören, warnt aber vor potenziellen Störungen und einer schlechteren Tonqualität.

Radioausstattung im Überblick
Gigaset
GS160
HTC
Desire 530
Huawei
Y6 II Compact
Lenovo
Moto G4
LG
X Power
Samsung
Galaxy J3
Sony
Xperia E5
Wileyfox
Swift 2
UKW-Radio
Kopfhörer vorausgesetzt ×
Kopfhörer im Lieferumfang × × × × ×
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Die in sieben Fällen für den Radioempfang benötigten Kopfhörer liefern jedoch nur LG, Samsung und Sony mit. Bei Lenovo ist das Weglassen des Zubehörs weniger schlimm.

Fazit

Nach mehreren Wochen mit acht Smartphones gibt es zunächst ein redaktionelles Fazit zu ziehen. Vergleichstests wie dieser stellen Vor- und Nachteile einzelner Produkte viel besser hervor als es Einzeltests können. Gute Umsetzungen des einen Herstellers sowie schlechte Detaillösungen des anderen Herstellers fallen viel eher auf und zugleich auch viel schwerer ins Gewicht. Unterm Strich lässt sich viel deutlicher eine klare Entscheidung fällen, welches Smartphone empfehlenswert ist und welches nicht.

Im Laufe des Tests haben es drei Geräte geschafft, sich von der Masse abzusetzen und den Test mit einer Kaufempfehlung abzuschließen. Bei den fünf anderen heißt es hingegen klipp und klar: nicht kaufen, der Markt hat zum gleichen Preis besseres zu bieten. Das mag für das ein oder andere Smartphone ein hartes Fazit sein, ist aber genau die klare Aussage, die nur ein Vergleichstest ermöglicht.

Die drei Smartphones, die im Segment bis 200 Euro den Test mit einer Empfehlung abschließen, heißen Lenovo Moto G4, LG X Power und Wileyfox Swift 2. Das Fazit beschränkt sich deshalb auch auf diese drei Geräte, alle anderen Testkandidaten sind an dieser Stelle bereits aus einem oder mehreren Gründen ausgeschieden. Die einzelnen Abschnitte des Tests erläutern dies jeweils im Detail.

Die Testsieger von Lenovo, LG und Wileyfox
Die Testsieger von Lenovo, LG und Wileyfox

Lenovo Moto G4: Das beste Gesamtpaket

Lenovo schnürt das beste Gesamtpaket des Tests. Das Moto G4 ist das schnellste Smartphone im Vergleich, es ist mit dem besten Display ausgestattet, besitzt das schnellste WLAN, ist gut verarbeitet, hat eine gute Kamera bei Tageslicht, es ist keine Bloatware vorinstalliert, der Speicher ist erweiterbar, Dual-SIM wird ohne Hybrid-Slot geboten, und obendrein kommt bis Ende Februar das Update auf Android 7.0 Nougat.

Damit könnte Lenovo dann auch den ersten Kritikpunkt des veralteten Sicherheitspatch-Levels aus dem Weg räumen. Das lahme Netzteil mit Ladevorgängen von über fünf Stunden lässt sich hingegen nicht per Update beheben. Hier hilft nur noch der Neukauf. Ausgerechnet das Testgerät plagt zudem der im Lenovo-Forum auf fast 80 Seiten diskutierte Ghost-Touch-Fehler, der eine Bedienung während des Ladevorgangs unmöglich macht. In den ersten 14 Tagen nach Online-Kauf sollte das Smartphone bei diesem Fehler sofort getauscht werden, ansonsten ist der Defekt ein klarer Garantiefall.

Trotzdem ist das Moto G4 das beste Gesamtpaket mit klarer Kaufempfehlung.

Lenovo Moto G4 (16 GB Dual-SIM)
Produktgruppe Smartphones, 03.02.2017
  • Display
    ++
  • Leistung Produktiv
    +
  • Leistung Unterhaltung
    +
  • Laufzeit
    +
  • Verarbeitung
    ++
  • schnellstes Smartphone im Test
  • bestes Display im Test
  • bestes WLAN im Test
  • sehr gute Verarbeitung
  • gute Kamera bei Tageslicht
  • keine Bloatware vorinstalliert
  • Speicher erweiterbar
  • Android 7.0 Nougat bestätigt
  • guter Front-Lautsprecher
  • Dual-SIM ohne Hybrid-Slot
  • altes Sicherheitspatch-Level
  • Ghost-Touch beim Ladevorgang
  • unfassbar langsamer Ladevorgang
  • Netzteilkabel fest verbaut
ComputerBase-Empfehlung für Lenovo Moto G4 (16 GB Dual-SIM)

LG X Power: Das mit dem Monsterakku

Das LG X Power ist ganz ehrlich gesagt ein eher mittelmäßiges Smartphone, es ist weder besonders gut noch schlecht. Es hat aber eine Eigenschaft, mit der es sich vom restlichen Feld absetzt: einen riesigen Akku. Der ist zwar nicht wechselbar, sorgt aber für immense Laufzeiten beim Surfen, Bilder bearbeiten, Videos schauen und einfach allen Aufgaben des Alltags. Es ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit dem Moto Z Play. LG hat zudem beim Thema Aufladen mitgedacht und dem Gerät ein Schnellladegerät spendiert.

Die Verarbeitung des Smartphones ist gut, das Design aber wenig spannend. In puncto Software hätte dem Gerät etwas weniger Bloatware und ein aktuelles Sicherheitspatch-Level gut gestanden. Ärgerlich ist zudem, dass microSD-Karten nicht per Adoptable Storage mit dem internen Speicher verbunden werden können.

Wer einen echten Langläufer für unter 200 Euro sucht und andere Eigenschaften eines Smartphones eher zurückstellt, ist mit dem LG X Power bestens beraten.

LG X Power
Produktgruppe Smartphones, 03.02.2017
  • Display
    O
  • Leistung Produktiv
    O
  • Leistung Unterhaltung
    O
  • Laufzeit
    ++
  • Verarbeitung
    +
  • fantastische Laufzeiten
  • schnelles Aufladen
  • gute Verarbeitung
  • gute Tastenpositionen
  • Kamera bei Tageslicht brauchbar
  • guter Lautsprecher
  • Speicher erweiterbar
  • altes Sicherheitspatch-Level
  • kein Adoptable Storage
  • Bloatware nicht deinstallierbar
ComputerBase-Empfehlung für LG X Power

Wileyfox Swift: Schick, schnell und aktuell

Das Swift 2 ist ein fast so gutes Gesamtpaket wie das Lenovo Moto G4, es setzt die Schwerpunkte aber teilweise an anderen Stellen. Es ist das schickste Smartphone im Test, sehr gut verarbeitet, dank Snapdragon 430 schnell unterwegs und hat ein gutes Display. Auch bei der Software leistet sich Wileyfox keine Schwächen: An Zusatzprogrammen ist nur Skype vorinstalliert, ansonsten wird auf Bloatware verzichtet. Das Sicherheitspatch-Level von Android ist zudem aktuell, außerdem ist ein Update auf Android 7.0 Nougat bereits von offizieller Seite bestätigt worden. Das Swift 2 sammelt auch mit Features wie USB Typ C und einem Fingerabdrucksensor Pluspunkte.

Die Kamera ist der größte Schwachpunkt des Smartphones, für gute Bilder greift man besser zum Lenovo Moto G4. Das Swift 2 ist zudem das einzige Smartphone im Test, das Dual-SIM nur bei Verzicht auf die Speichererweiterung bietet. Dass Wileyfox durch den Wegfall des Netzteils Transportkosten sparen und die CO2-Bilanz verbessern will, ist gut gemeint, kein Netzteil zu haben ist dennoch ärgerlich. Immerhin unterstützt das Swift 2 Quick Charge 3.0 und entsprechende Ladegeräte sind nicht besonders teuer.

Kleinere Minuspunkte trüben in Summe aber nicht den ansonsten guten Eindruck. Mit dem Kauf eines Wileyfox Swift 2 macht man dennoch vieles richtig.

Wileyfox Swift 2
Produktgruppe Smartphones, 03.02.2017
  • Display
    +
  • Leistung Produktiv
    +
  • Leistung Unterhaltung
    +
  • Laufzeit
    +
  • Verarbeitung
    ++
  • gutes Display
  • beste Materialwahl im Test
  • sehr gute Verarbeitung
  • aktuelles Sicherheitspatch-Level
  • Android 7.0 bestätigt
  • kaum Bloatware
  • Fingerabdrucksensor
  • gute Laufzeiten
  • praktisches USB Typ C
  • Kamera durchwachsen
  • Dual-SIM nur mit Hybrid-Slot
  • kein Netzteil im Lieferumfang
ComputerBase-Empfehlung für Wileyfox Swift 2

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