2/4 Quantum Break Benchmark : Steam mit DX11 gegen Windows Store mit DX12

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Reduzierung der Details bringt viel Performance

Der folgende Abschnitt bezieht sich quantitativ auf die Version für Steam. Qualitativ lassen sich die Aussagen aber auf die Version für Windows Store übertragen.

In Bewegung ist Quantum Break dank Remedys selbst entwickelter Northlight-Engine ein schönes Spiel. Doch eine scharfe Grafik bietet das Spiel ohne Eingriff nicht. Das liegt daran, dass der Titel intern in einer geringeren Auflösung gerendert und am Ende nur skaliert wird. Das Verhalten kann man mittlerweile per Patch abschalten und dann wird Quantum Break auch deutlich schärfer. Allerdings geht dies enorm auf Kosten der Leistung. Ohne eine absolute High-End-Grafikkarte sollte man diese Einstellung nicht nutzen.

Ohne Skalierung fallen die FPS

Ist die Option „Hochskalierung“ deaktiviert, kostet das auf der GeForce GTX 1060 satte 44 Prozent an Leistung. Und auf der Radeon RX 480 sind es immer noch 37 Prozent. Selbst eine GeForce GTX 1070 hat in Full HD gut mit der Einstellung zu kämpfen.

Hochskalierung – 1.920 × 1.080
  • AMD Radeon RX 480:
    • Hochskalierung Ein
      58,1
    • Hochskalierung Aus
      36,7
  • Nvidia GeForce GTX 1060:
    • Hochskalierung Ein
      70,8
    • Hochskalierung Aus
      39,8

Den Versuch, die Skalierung zu deaktivieren, sollten Anwender mit schnellen Systemen in jedem Fall wagen, die Schärfe nimmt sichtbar zu. Alltagstauglich wird dieser Modus bei hohen Details aber nur auf wenigen Systemen sein.

Mittel ist Ultra schnell vorzuziehen

Darüber hinaus bietet Quantum Break drei verschiedene Grafik-Presets: Niedrig, Mittel und Ultra. Allerdings ist Ultra noch nicht das Maximum. Einige Optionen lassen sich separat noch einmal weiter hoch drehen. Der Unterschied zwischen Ultra und den händisch maximalen Details ist vor allem an einer besseren Beleuchtung zu erkennen.

Wer auf Mittel zurück schalten muss, muss allerdings nicht auf viel Grafikpracht verzichten. Der Verlust ist sichtbar, in Anbetracht des Leistungszuwachses aber in der Regel vertretbar, wenn die Texturdetails manuell beim Maximum belassen werden – sie kosten Speicher und keine Leistung. Ganz anders dagegen die Einstellung niedrig: Dieses Preset sollte nach Möglichkeit gemieden werden.

Wer nicht die maximalen Details benötigt, sondern sich mit dem Ultra-Preset zufrieden gibt, gewinnt 26 Prozent auf der exemplarisch gewählten Grafikkarte von AMD und 35 Prozent auf der von Nvidia. Schaltet man auf Mittel zurück gibt es 22 (AMD) beziehungsweise 41 Prozent (Nvidia) mehr Performance. Und auf Low sind es noch einmal 20 beziehungsweise 17 Prozent.

Grafik-Presets – 1.920 × 1.080
  • AMD Radeon RX 480:
    • Niedrig-Preset
      84,7
    • Mittel-Preset
      70,8
    • Ultra-Preset
      58,1
    • Maximale Details
      46,0
  • Nvidia GeForce GTX 1060:
    • Niedrig-Preset
      116,6
    • Mittel-Preset
      99,6
    • Ultra-Preset
      70,8
    • Maximale Details
      52,4

Wie viel Speicher braucht Quantum Break?

Quantum Break belegt mit dem Ultra-Preset und aktivierter Hochskalierung bereits in 1.920 × 1.080 vier Gigabyte an Grafikkartenspeicher. Ab 2.560 × 1.440 belegt das Spiel dann auch mehr als vier Gigabyte. Hat die Grafikkarte sechs Gigabyte an Speicher, ist man bis hinauf auf Ultra HD auf der sicheren Seite. Vier-Gigabyte-Modelle haben mit Full HD keine Probleme.

Testreihen und Testsystem

Sämtliche Tests wurden auf dem Grafikkarten-Testsystem durchgeführt. Allerdings wurde der Core i7-6700K in diesem Fall mit den Standard-Taktraten betrieben. Darüber hinaus gibt es weitere Tests mit dem AMD FX-8370. Als Treiber waren der Crimson 16.9.2 beziehungsweise der GeForce 372.90 installiert. Als Betriebssystem kam Windows 10 zum Einsatz.

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Hardware wurde die maximale Detailstufe nicht durchweg verwendet. „Hochskalierung“ war jederzeit angeschaltet. Ein genauer Überblick über die genutzten Einstellungen pro Auflösung bietet die folgende Tabelle.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Maximale Details, Hochskalierung Ein
2.560 × 1.440 Ultra-Preset, Hochskalierung Ein
3.840 × 2.160 Mittel-Preset, Hochskalierung Ein

Die Testsequenz dauert 25 Sekunden und gehört zu den anspruchsvolleren Passagen im Spiel. In dieser läuft der Spieler bei angehaltener Zeit durch eine Außenlandschaft – die Passagen innerhalb von Gebäuden weisen höhere Frameraten auf.

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