4/7 Samsung SSD 960 Evo im Test : Höchstleistung mit NVMe über M.2 wird massentauglich

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Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Hinweis: Getestet wurde mit Samsungs NVMe-Treiber in der neuen Version 2.0 für die 960 Evo und 960 Pro. Der NVMe-Treiber von Samsung liefert noch etwas mehr Leistung.

Samsungs NVMe-Treiber 2.0
Samsungs NVMe-Treiber 2.0

Iometer und der SLC-Cache

Rund 2.200 MB/s schafft die 960 Evo beim Lesen. Damit fehlen 1.000 MB/s zur beworbenen Leserate von 3.200 MB/s. Doch diese erreicht die 960 Evo erst, wenn die Befehlswarteschlange größer ist (siehe unten). Beim sequenziellen Schreiben werden im zweiminütigen Dauertransfer nur 680 MB/s im Durchschnitt erreicht. Da die SSD bei diesem Test vollständig mit Daten gefüllt ist, kann sie nur kurzzeitig auf den 4 GByte fassenden statischen SLC-Cache zurückgreifen. Dieser ist nach wenigen Sekunden voll und die Schreibrate nähert sich 600 MB/s an. Die MLC-basierte Konkurrenz ist hier deutlich schneller.

Erst ab acht ausstehenden Befehlen (Queue Depth = 8) kommt die 960 Evo beim sequenziellen Lesen auf Touren und erreicht den versprochenen Wert von 3.200 MB/s. Um die Limitierung des M.2-Slots zu umgehen, wurde mit einem PCIe-Adapter getestet.

Bei vollständig gefülltem Laufwerk steht nur der feste SLC-Cache mit 4 GByte Fassungsvermögen zur Verfügung. Dieser ist schon nach gut zwei Sekunden erschöpft, so lange kann die 960 Evo mit voller Geschwindigkeit von 1.900 MB/s schreiben. Danach pendelt sich die Schreibrate auf 650 MB/s ein.

Besteht genügend freier Speicherplatz für den 18 GByte großen dynamischen SLC-Cache, stehen insgesamt 22 GByte als Schreibpuffer zur Verfügung. Dies lässt sich auch mit dem HD Tach anschaulich darstellen:

Samsung 960 Evo im HD Tach (Full Bench)
Samsung 960 Evo im HD Tach (Full Bench)

AS SSD

AS SSD meldet 2.300 MB/s beim Lesen und 1.700 MB/s beim Schreiben. Die Schreibrate kann hier voll von dem SLC-Cache profitieren. Bei wahlfreien 4K-Transfers werden hohe 49 MB/s lesend und 174 MB/s schreibend erreicht. Für die Spitze reicht es erst beim 4K-Test mit 64 Threads, in dem auch die 960 Pro geschlagen wird. Zu erwähnen ist dabei, dass die Leistung – untypisch für Samsung – deutlich schwankt: Die Messungen liefern Werte zwischen 1.200 bis 1.500 MB/s. Auch beim seq. Lesen sind Schwankungen zwischen rund 2.200 und 2.500 MB/s zu beobachten. Die beworbene sequenzielle Schreibrate von 1.900 MB/s kann nur in einer Messung mit AS SSD erreicht werden.

PCMark 8

Kein gutes Ergebnis lieferte der Storage-Test des PCMark 8. Mit rund 465 MB/s kann die Zotac Sonix gerade so geschlagen werden. Alle anderen PCIe-SSDs der oberen Leistungsklasse sind deutlich schneller. Die Plextor M8Pe schafft gut 600 MB/s und die 950 Pro sogar fast 700 MB/s.

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