Acer Spin 7 im Test: Passiv gekühltes Convertible aus Alu mit 14-Zoll-Display

Jan-Frederik Timm et al. 68 Kommentare
Acer Spin 7 im Test: Passiv gekühltes Convertible aus Alu mit 14-Zoll-Display

Das Acer Spin 7 ist das dünnste Convertible der Welt. Es setzt auf Intel Kaby Lake mit 4,5 Watt TDP, ein 14 Zoll großes Full-HD-Display mit schmalem Rahmen und ein Gehäuse aus Aluminium. Im Test überzeugt das Spin 7 mit der Verarbeitung, dem Display und im Arbeitseinsatz auf der CES 2017.

Das dünnste 2-in-1

Mit dem Convertible Spin 7 war Acer zur IFA 2016 Ende August einer der ersten Hersteller, der Hardware mit Intels neuen mobilen Kaby-Lake-Prozessoren vorstellen konnte. Bis das vorerst dünnste 2-in-1 der Welt in den Handel kam, sollte es allerdings noch bis Ende November 2016 dauern.

ComputerBase hat das vollständig aus Aluminium gefertige Spin 7 mit 14-Zoll-Display und Intels 4,5-Watt-Core-i7 die letzten Wochen ausgiebig getestet. Weil es sich bereits in der Redaktion gut schlug, durfte es Anfang Januar sogar eine Woche Berichterstattung von der CES 2017 in Las Vegas über sich ergehen lassen. Auch diesen Härtetest bestand das Spin 7 mit Bravour.

Mit passiv gekühltem Core i7-7Y75 im Test

Intel Core i7“, der Sticker ist auf dem schwarzen Spin 7 nicht zu übersehen. Wie beim neuen Dell XPS 13 2-in-1 verbirgt sich aber auch in diesem Fall die Version mit nur 4,5 Watt TDP dahinter – bei Skylake hieß die noch Core M. Doch Core M hat sich trotz offensichtlicher Vorzüge wie einer längeren Akkulaufzeit oder dem Potenzial zur passiven Kühlung schlecht verkauft. Jetzt heißt er Core i7 und wird im Acer Spin 7 unverändert passiv gekühlt.

Acer Spin 7 in zwei Varianten
CPU Core i7-7Y54 Core i7-7Y75
(Testsystem)
RAM 8 GB DDR3
SSD 256 GB (M.2, SATA)
Preis 1.199 Euro 1.299 Euro

Das Acer Spin 7 gibt es mit zwei verschiedenen CPUs, die restliche Hardware ist bei beiden Varianten gleich. Der schnellere Core i7-7Y75 taktet mit 1,3 GHz in der Basis und 3,6 GHz Turbotakt bei Last auf einem Kern, der Core i7-7Y54 hingegen mit 1,2 GHz respektive 3,2 GHz. Zwei Kerne und HyperThreading sowie Intels kleinste Grafikeinheit HD Graphics 615 haben beide zu bieten. ComputerBase stand für den Test das Modell mit der größeren CPU zur Verfügung.

Kleine Platine mit passiver Kühlung
Kleine Platine mit passiver Kühlung

Wandelbares Gehäuse aus Aluminium

Das Gehäuse des Spin 7 ist vollständig aus Aluminium gefertigt. Es ist trotz der geringen Dicke von nur 10,98 mm verwindungssteif, die Verarbeitung tadellos. Das fällt auch an den drei Anschlüssen und dem Ein-/Ausschalter sowie der Lautstärkewippe auf. Die Knöpfe bieten den von teuren Smartphones gewohnten satten Druckpunkt.

Das Spin 7 gibt es nur in Schwarz. Die zwei silber lackierten Scharniere und der polierte Chromerahmen um das Touchpad herum setzen die einzigen optischen Akzente. Komplett in Schwarz hätte das Spin 7 sicherlich auch eine gute Figur gemacht.

Convertible mit 360-Grad-Scharnier

Das Display des Spin 7 lässt sich über die zwei Scharniere um 360 Grad klappen. Liegt es mit der Rückseite auf der Basis auf, werden die Tastatur und das Touchpad automatisch deaktiviert. Die Scharniere greifen auch im Notebook-Modus fest genug, so dass das Display nur beim einhändigen Hochheben vom Tisch bei nach hinten geneigter Basis manchmal verrutscht.

Zwei Scharniere bieten 360 ° und festen Halt
Zwei Scharniere bieten 360 ° und festen Halt

Zwei Mal USB Typ C und sonst nichts

Die schlanke Silhouette war auch Acer nur möglich, weil bei den Anschlüssen konsequent auf das kompakte USB Typ C gesetzt wird. Wie beim Apple MacBook Pro 13 Zoll ohne Touch Bar gibt es zwei Anschlüsse dieser Art, auf Thunderbolt 3 setzt Acer aber nicht. Stattdessen hat der Hersteller den einen Anschluss mit USB PowerDelivery zum Laden und den anderen mit dem Alternate Mode DisplayPort zum Anschluss eines Displays versehen. Beides ist korrekt gekennzeichnet. Hinter USB 3.1 steckt bei beiden Anschlüssen aber nur USB 3.0 (USB 3.1 Gen1).

Adapter von USB Typ C auf USB Typ A im Lieferumfang

Weitere Anschlüsse gibt es nicht, auch auf einen Kartenleser müssen Anwender beim Spin 7 ohne Zubehör also verzichten. Einen Adapter von USB Typ C auf USB Typ A hat Acer im Lieferumfang beigelegt. Um einen externen Monitor anzuschließen, bedarf es Zubehör aus dem Handel.

Acer hat die USB-Typ-C-Anschlüsse korrekt bezeichnet
Acer hat die USB-Typ-C-Anschlüsse korrekt bezeichnet (Bild: Acer)

Beim Laden zeigt sich das Spin 7 überraschend wählerisch: Weder über eine PowerBank noch über ein MacBook Pro 15 Zoll, das bis zu 15 Watt an andere Geräte über Thunderbolt 3 weiter gibt, ließ sich der Akku mit neuer Energie versehen. Andersherum versorgte das Spin 7 das MacBook Pro 15 Zoll über die zweite USB-Typ-C-Schnittstelle mit genug Energie, dass das zwar nicht geladen wurde, aber den Einsatz im Netzbetrieb meldete.

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