Grafikkarten von Nvidia im Test: GeForce GTX 460, 560, 660, 760, 960 & 1060 im Vergleich

Wolfgang Andermahr 315 Kommentare
Grafikkarten von Nvidia im Test: GeForce GTX 460, 560, 660, 760, 960 & 1060 im Vergleich

Grafikkarten entwickeln sich immer noch rasend schnell. ComputerBase testet Modelle von Nvidia aus der Mittelklasse der letzten sechs Jahre. Der Vergleich fängt mit der GeForce GTX 460 an und hört mit der aktuellen GTX 1060 auf. Neben alten stehen auch neue Spiele als Benchmarks bereit. Der Zuwachs an Leistung ist beachtlich.

Die Entwicklung der Nvidia-Grafikkarten seit 2010

Die Grafikkarte ist immer noch die wichtigste Komponente in einem Gaming-PC und im Gegensatz zu Prozessoren werden sie von Generation zu Generation immer noch deutlich schneller. So arbeitet zum Beispiel die GeForce GTX 1080 im Referenzdesign bereits schneller als eine von Haus aus übertaktete GeForce GTX 980 Ti.

Wie schnell neue Grafikkarten im Vergleich zu den Vorgängern sind, testet ComputerBase regelmäßig – auch ältere Modelle werden dafür so weit wie möglich heran gezogen. Und trotzdem reicht der Blick vielen Anwendern in der Regel nicht weit genug zurück. Dieser Artikel stopft die Wissenslücke im Lager Nvidia, indem er bis in das Jahr 2010 zurück blickt. Das Gegenstück für sieben Jahre Grafikkarten der Mittelklasse von AMD ist bereits erschienen:

Nvidia-Grafikkarten von 2010 bis 2017 im Test

Im Test verglichen werden die Grafikkarten GeForce GTX 460, 560, 660, 760, 960 und 1060. Und auch bei den Spielen reichen die Benchmarks vom original The Elder Scrolls V: Skyrim bis hin zum aktuellen Battlefield 1. Wer eine alte Grafikkarte von Nvidia besitzt und aufrüsten will, findet in diesem Test im Quervergleich mit den herkömmlichen Tests von Grafikkarten und der Grafikkarten-Kaufberatung eine Antwort. Auch zum Einstieg in diesen Artikel wirft ComputerBase einen Blick zurück.

GeForce GTX 460, 560, 660, 760, 960 & 1060 im Vergleich

Die Nvidia GeForce GTX 460 als älteste Grafikkarte in diesem Vergleich erschien am 12. Juli 2010. Aus heutiger Sicht fallen die technischen Eckdaten im Vergleich zu modernen Grafikkarten lächerlich aus: 1,95 Milliarden Transistoren, 0,9 Teraflops und einer Speicherbandbreite von 115 Gigabyte pro Sekunde sind heute keiner Rede mehr Wert. Die aktuelle GeForce GTX 1060 kommt auf 4,4 Milliarden Transistoren bei 4,7 Teraflops sowie 192 Gigabyte pro Sekunde – von der in Summe deutlich besseren Architektur inklusive Video-Engine einmal abgesehen. Interessant: Nvidia hat die Anzahl der Transistoren nur um 125 Prozent erhöht, bei AMD waren es im vergleichbaren Zeitraum mehr als 400 Prozent.

Nvidia-Grafikkarten seit 2010 im Test
Nvidia-Grafikkarten seit 2010 im Test

Bis heute sind der GeForce GTX 460 fünf Generationen gefolgt. Damit belaufen sich die getesteten Nvidia-Modelle auf die GeForce GTX 460 (1 GB Speicher), die GeForce GTX 560 (1 GB), GeForce GTX 660 (2 GB), GeForce GTX 760 (2 GB), GeForce GTX 960 (4 GB) sowie die aktuelle GeForce GTX 1060 (6 GB).

Wichtigste Nvidia-Generation im technischen Vergleich
GeForce GTX 460 GeForce GTX 660 GeForce GTX 960 GeForce GTX 1060
Erscheinungsdatum 12.07.2010 13.09.2012 22.01.2015 19.07.2016
Fertigungsprozess 40 nm 28 nm 28 nm 16 nm FinFET
Architektur Fermi Kepler Maxwell Pascal
Transistoren ca. 1,93 Mrd. ca. 2,54 Mrd ca. 2,94 Mrd ca. 4,4 Mrd.
Shadereinheiten 336 960 1.024 1.280
GPU-Takt 675 MHz 980 MHz 1.127 MHz 1.506 MHz
Rechenleistung 970 GFLOPs 1.882 GFLOPs 2.412 GFLOPs 4.730 GFLOPs
Speichergröße 1.024 MB GDDR5 2.048 MB GDDR5 2.048/4.096 MB GDDR5 6.144 MB GDDR5
Speichertakt 1.800 MHz 3.004 MHz 3.504 MHz 4.000 MHz
Speicherinterface 256 Bit 192 Bit 128 Bit 192 Bit
Speicherbandbreite 115.200 MB/s 144.192 MB/s 112.128 MB/s 192.000 MB/s

Die zwölf Grafikkarten im Test stammen von verschiedenen Herstellern. Teilweise handelt es sich um das Referenzdesign und teilweise um übertaktete Versionen der Boardpartner. Um die beste Vergleichbarkeit zu gewährleisten, arbeiten alle Grafikkarten im Test mit den von Nvidia vorgegebenen Referenztaktraten.

Die Testprobanden besser einordnen

Wer weitere Details über die einzelnen Modelle in Erfahrung bringen möchte, oder in Erinnerung schwelgen will, dem seien die entsprechenden Tests zur Vorstellung der Produkte empfohlen.

Diese Artikel bieten sich allerdings auch als Ausgangspunkt für weitere Vergleiche an, um die in diesem Artikel behandelten Grafikkarten in Relation zu anderen Vertretern ihrer Zeit zu stellen.

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