Andy Rubin: Android-Erfinder arbeitet an neuem Smartphone

Christian Lohmüller 35 Kommentare
Andy Rubin: Android-Erfinder arbeitet an neuem Smartphone

Android-Erfinder Andy Rubin arbeitet angeblich an einem neuen Highend-Smartphone, das noch 2017 erscheinen soll. Das berichtet Bloomberg. Neben Smartphones plane Rubin, der Google 2014 verließ, auch Geräte für das Smart Home.

Rubin meldete sein neues Unternehmen Essential Products Inc. bereits im November 2015 bei der kalifornischen Regulierungsbehörde an. Ende 2016 folgte die Anmeldung von "Essential" beim US Patent and Trademark Office. In der Anmeldung werden Smartphones, Tablets, Zubehör und "Computer-Betriebssoftware für Handys" als Produkte des Unternehmens genannt. Android wird nicht genannt.

Schon während seiner Zeit als Leiter von Googles Robotik-Abteilung soll Rubin eine Leidenschaft für künstliche Intelligenz entwickelt haben. Man wird sehen, ob und wie dies die geplanten Produkte beeinflusst.

Das erste Gerät, ein Highend-Smartphone, wird bereits Mitte 2017 erscheinen und vom Auftragshersteller Foxconn gefertigt werden, wie Bloomberg erfahren haben will. Auf der CES habe Rubin das Smartphone bereits Managern von Mobilfunknetzbetreibern gezeigt. Konkurrieren soll das Gerät mit dem Apple iPhone 7, Samsung Galaxy S7 und Google Pixel.

„Mindestens ein Prototyp" des Smartphones habe ein größeres Display als das 5,5-Zoll-Display des iPhone 7 Plus, sei aber dennoch kleiner, da es (wie das Xiaomi Mi Mix) keinen Rand um das Display habe. Die Rückseite bestehe aus Keramik, die Ränder bestünden aus Metall. Zudem experimentiere Essential mit einer 3D-Touch-ähnlichen Funktion, die erkennt, wie stark der Nutzer auf das Display drückt.

Essentials Ingenieure entwickeln laut Bericht auch einen eigenen proprietären Anschluss, über den das Telefon nicht nur geladen werden soll. Ähnlich wie beim Lenovo Moto Z soll über den magnetischen Anschluss die Funktionalität des Telefons erweitert werde können. Als eine der ersten Erweiterungen sei eine hochauflösende 360-Grad-Kamera geplant.

Zu Rubins Team zählen aktuell rund 40 Mitarbeiter, so Bloomberg. Viele davon seien vorher für Apple oder die Google-Konzernmutter Alphabet tätig gewesen.

Rubin verließ Alphabet 2014. Er stieß 2005 zum Konzern, als Google sein Unternehmen Android für 50 Millionen US-Dollar übernahm. Fortan war Rubin bei Google federführend für die Entwicklung von Android verantwortlich – bis er 2013 überraschend seinen Rücktritt in dieser Funktion erklärte. Noch im selben Jahr übernahm er die Robotik-Abteilung von Google. 2014 verließ er den Konzern.