True Spirit 140 Direct im Test: Thermalrights schmaler CPU-Kühler mit 140-mm-Lüfter 3/4

Thomas Böhm 43 Kommentare

Messergebnisse

Der True Spirit 140 Direct muss sich der Kühlung eines Intel Core i7-3960X stellen. Das Testsystem sowie die Methodik sind in einem separaten Artikel beschrieben.

Messungen mit Serienlüftern

Messungen werden sowohl im Standardtakt des i7-3960X als auch mit Übertaktung auf 4 GHz durchgeführt. Mit übertaktetem System existieren schon Vergleichswerte: Ein Alpenföhn Brocken 2 sowie ein Noctua NH-D15 verrichteten bereits ihren Dienst im Testsystem.

Kühlleistung

Die Kombination aus geringem Lamellenabstand und dünnem Radiator zahlt sich für den True Spirit 140 Direct aus. Der Kühler landet bei einer Drehzahl von 800 U/min knapp hinter dem HR-02 Macho und leicht vor dem Mugen 5 mit 120er-Lüfter. Bei maximaler Lüfterdrehzahl kann er seine Position behaupten – der Scythe Mugen 5 muss sich aufgrund seines langsameren Ventilators geschlagen geben. Auch im übertakteten Zustand bleibt die Anordnung der Kontrahenten gleich: Der True Spirit 140 Direct schlägt sich auf Augenhöhe mit Macho und Mugen.

Schalldruckmessungen

Um Einflüsse der Gehäusebelüftung bei den Schalldruckmessungen der CPU-Kühler auszuschließen, werden die Messungen bei angehaltenem Gehäuselüfter und geöffneter Seitenwand durchgeführt. Als Lärmquelle ist daher nur der Lüfter des jeweiligen CPU-Kühlers vorhanden.

Bei angenehmen 800 U/min liegt der Schalldruck des True Spirit 140 Direct am unteren Ende des Messintervalls. Dreht der Lüfter mit maximaler Umdrehungsgeschwindigkeit, so ist er etwas leiser als die Konkurrenz. Angesichts des gleichen Lüfterformats wie beim Thermalright HR-02 Macho wirkt sich offensichtlich der Aufbau des Kühlturms positiv auf den Schalldruck aus.

Messungen mit Referenzlüftern

Während sowohl der Mugen 4 als auch der Mugen 5 von Scythe ab Werk mit einem 120-Millimeter-Lüfter ausgestattet sind, setzt Thermalright beim HR-02 Macho und beim True Spirit 140 Direct auf größere Modelle. Dieser Vorteil geht bei den Messungen mit Referenzlüftern verloren: Alle Kühler werden mit einem Noctua NF-F12 PWM mit 120 Millimetern Rahmenbreite getestet.

Der engmaschige Radiator des True Spirit 140 Direct verhilft dem Kühler mit Referenzlüfter zu einem knappen Vorsprung. Die Konkurrenz aus dem eigenen Haus wird beim Standardtakt des Prozessors ebenso geschlagen wie die beiden Kühler von Scythe – auch wenn der absolute Unterschied klein ausfällt.

Die ohne Übertaktung noch gut harmonierende Kombination aus druckoptimiertem Lüfter mit eng gebündelten Aluminiumlamellen wird bei steigender Abwärme schwächer. Wird der Prozessor des Testsystems übertaktet, verliert der True Spirit etwas mehr als die Konkurrenz – der True Spirit besitzt eine Heatpipe weniger und der Radiator ist kleiner, weshalb der Kühler seine Spitzenposition einbüßt.

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