AMD Ryzen 5 1600X, 1600, 1500X & 1400 im Test: Könige der Mittelklasse 3/6

Volker Rißka 948 Kommentare

Weitere neue Spiele-Benchmarks im Detail

Hinweis: Alle Benchmarks auf dieser Seite mit Windows 10 Creators Update, Nvidia GeForce 378.92, BIOS 1002 für Asus Crosshair VI Hero und Energieprofil „Höchstleistung“. XFR war bei Ryzen 7 und 5 immer aktiviert, der insgesamt zwei Mal acht Gigabyte große DDR4-Single-Rank-Speicher wurde mit 2.666 MHz im Dual-Channel-Modus betrieben. Im Gegensatz zum Standardparcours enthält diese Sektion nur wenige Vergleichsmodelle – die Zeit war zu knapp, alle CPUs neu zu testen.

Ryzen 7 hatte es in Spielen im Vergleich zur preislich vergleichbaren Konkurrenz schwer: Das kleinste Modelle Ryzen 7 1700 zum anfänglichen Preis des Intel Core i7-7700K fiel im Durchschnitt in Full HD um 15 Prozent zurück. In seinem niedrigeren Preissegment ist Ryzen 5 jetzt besser aufgestellt. Je näher dabei an das GPU-Limit gerückt und/oder die Auflösung erhöht wird, desto mehr verschwimmen die Grenzen und die CPUs sind gleich schnell.

Der von ComputerBase im Artikel „CPU-Skalierung im Test: 6, 8 oder 10 CPU-Kerne schlagen 4 schnelle“ eine Woche vor dem Marktstart von Ryzen 7 vorgestellte zusätzliche Spiele-Testparcours mit neueren Treibern sah Ryzen 7 hingegen vor dem Core i5-7600K und offenbarte weitere wesentliche Erkenntnisse – dieser wurde für Ryzen 5 deshalb noch einmal erneuert. Jetzt gibt es keine Titan X mehr, sondern die noch schnellere Karte GeForce GTX 1080 Ti, neuere BIOS- und Treiberversionen runden das Paket ab.

Die Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC Edition im Test
Die Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC Edition im Test

Ryzen 5 liefert eine hohe Spieleleistung

Die schnellen Ryzen-5-Prozessoren liefern eine gute Spieleleistung ab, die denen der Core i5 im Durchschnitt ebenbürtig ist. Doch im Einzelfall bleiben die Probleme die bereits bekannten von Ryzen 7.

Hinweis: Die Testergebnisse sind nicht mit allen vorangegangenen Tests vergleichbar!

So kann das Modell Ryzen 5 1600X in einigen Titeln bis zu zehn Prozent vor einem Core i5-7600K liegen, in anderen beträgt der Rückstand dann wiederum 20 Prozent oder gar noch mehr. Zudem gibt es auch noch Probleme, seien sie dem Grafiktreiber geschuldet (wie bei Battlefield unter DX 12) oder neuerdings auch vom Windows 10 Creators Update verursacht (Ashes of the Singularity mit neuestem Patch stürzt auf Ryzen ab). Eliminiert man diese beiden Problemkinder aus dem Rating, liegen Ryzen 5 1600X und Core i5-7600K hingegen genau auf Augenhöhe, und Ryzen 5 1600 folgt dem Flaggschiff seiner Klasse in geringem Abstand.

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Performance-Rating Full HD/HD
Angaben in Prozent
    • AMD Ryzen 7 1800X (8/16)
      97
    • Intel Core i5-7600K (4/4)
      95
    • AMD Ryzen 5 1600X (6/12)
      95
    • AMD Ryzen 5 1600 (6/12)
      89
    • AMD Ryzen 5 1500X (4/8)
      83
    • AMD Ryzen 5 1400 (4/8)
      68

Beim Ryzen 5 1500X wird der Abstand schon etwas größer, wobei er keinen echten Grund zur Sorge bereitet. Die gibt es höchstens beim Ryzen 5 1400: Acht Threads sind sehr gut, aber wenn der Takt zu gering ist, leidet an erster Stelle immer die Spieleleistung. Die 20 Euro zusätzlich für den Ryzen 5 1500X sollten von Spielern in jedem Fall investiert werden.

Agesa 1.0.0.4: Ein erster (Beta-)Test

AMD hat kürzlich bekannt gegeben, zwei aktuelle Probleme mit Ryzen respektive der AM4-Plattform behoben zu haben. Sowohl gegen Abstürze beim Ausführen von 128 Bit langen FMA3-Befehlen als auch fehlerhaft ausgegebene Taktraten nach dem Aufwachen aus dem Stromsparmodus (S3) wird es „ab Anfang April“ BIOS-Updates der Mainboard-Hersteller mit AMD Generic Encapsulated Software Architecture (AGESA) in Version 1.0.0.4 geben. Darüber hinaus soll durch das Update auch noch einmal die Leistung nach oben gehen und das Ansprechen von Arbeitsspeicher optimiert respektive verbessert worden sein. Asus konnte ComputerBase bereits mit einem entsprechenden BIOS-Update für das Flaggschiff Crosshair VI Hero versorgen.

Geringe Unterschiede in beide Richtungen

Die Installation des neuen BIOS gelang ohne Probleme. Mit entsprechenden Tools lässt sich unter Windows auch überprüfen, welche AGESA-Version hinterlegt ist: HWiNFO 5.50 (Download) erkennt auf dem Testsystem die Variante 1.0.0.4a, die im BIOS 1102 für das Asus Crosshair VI Hero die Grundlage bildet.

Agesa 1004 im Beta-BIOS 1102 für das Asus Crosshair VI Hero
Agesa 1004 im Beta-BIOS 1102 für das Asus Crosshair VI Hero

Elf Ergebnisse hat ComputerBase in neun verschiedenen Anwendungen ermittelt: In sechs Fällen war das Ergebnis minimal besser, in vier Fällen leicht schlechter, in einem genau gleich. Gemittelt über alle Ergebnisse liegen beide BIOS-Versionen quasi gleichauf.

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