Ryzen Threadripper vs. Core X im Test: 1900X und i7-7820X mit acht Kernen im Duell 3/5

Volker Rißka et al. 285 Kommentare

Spiele-Benchmarks in 720p, 1.080p und 2.160p

Die Spiele-Benchmarks setzen auf den zuletzt bereits für Intel Core i9-7900X und i7-7800X (Test) sowie AMD Ryzen 3 (Test) und Threadripper 1950X und 1920X gesetzten Parcours. Als Mainboard für Threadripper kam das Asus ROG X399 Zenith Extreme (BIOS: 0503) zum Einsatz, der Core i7-7820X wird auf dem X299-E Gaming von Asus platziert. Als Grafikkarte war die Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC (Test) verbaut. Sämtliche Komponenten liefen mit den offiziell vorgesehenen Frequenzen und Einstellungen. Die Erläuterung zu den Einstellungen UMA und NUMA ist ebenfalls dem letzten Test zu Threadripper zu entnehmen.

Acht Spiele, drei Auflösungen und jeweils zwei Messwerte pro Prozessor

Als Spiele wurden Battlefield 1 im Multiplayer-Modus, Dawn of War III, F1 2016, Ghost Recon: Wildlands, Prey, Project Cars, Rise of the Tomb Raider sowie Total War: Warhammer genutzt. Alle wurden auf einem mit allen Updates versehenen Windows 10 ausgeführt.

Sämtliche Prozessoren und Speicher wurden in den Auflösungen 1.280 × 720, 1.920 × 1.080 sowie 3.840 × 2.160 bei maximaler Detailstufe unter DirectX 11 getestet. Damit wurden drei verschiedene Lastszenarien (CPU-lastig, ausgeglichen, GPU-lastig) sowie realitätsferne und realitätsnahe Einstellungen getestet. Die Ergebnisse werden als Durchschnitts-FPS sowie als in FPS umgerechnete 99,0th Percentile Frametimes angegeben.

FPS in der Analyse

Der Ryzen Threadripper 1900X ordnet sich in Spielen ziemlich genau da ein, wo AMD es voraus gesagt hat. Die durchschnittliche Performance reicht nicht ganz an die des Ryzen 7 1800X heran, wobei die Unterschiede mit ein bis zwei Prozent kaum messbar sind. Im Threadripper-Dreikampf untereinander gibt es im Spielebetrieb keinerlei Unterschiede. Denn von mehr als acht Kernen profitiert kaum ein Titel – und dann auch nur minimal. Was den NUMA- oder den alternativen UMA-Modus angeht, hat sich für Spiele NUMA als die leicht schnellere Wahl heraus gestellt.

Der Intel Core i7-7820X auf Basis von Skylake-X ist in Spielen leicht schneller als der Ryzen Threadripper 1900X mit derselben Anzahl an Kernen unterwegs. In Full HD ist die Intel-CPU im Schnitt acht Prozent schneller, in 3.840 × 2.160 sind es noch geringe drei Prozent. Im Vergleich zum Core i7-7800X fällt die Performance des Testkandidaten um bis zu sieben Prozent besser aus, während der Core i9-7900X noch einmal drei Prozent zügiger unterwegs ist.

Allerdings zeigt auch der Core i7-7820X, dass Skylake-X in Spielen nicht so schnell wie der Broadwell-E-Vorgänger arbeitet. Trotz zwei zusätzlicher Kerne und mehr Takt ist der Core i7-7820X nur gleich schnell wie der Core i7-6850X, der zudem mit einem leicht langsameren Speicher auskommen muss. Doch gegenüber dem Core i7-7800X macht der Acht-Kerner einen Sprung nach vorn.

Frametimes in der Analyse

Die Abstände bei den Frametimes fallen fast identisch zu den durchschnittlichen Bildern in der Sekunde aus. So liegt der Ryzen Threadripper im Schnitt um ein Prozent hinter dem Ryzen 7 1800X, während der Core i7-7820X um sieben Prozent flotter unterwegs ist. Letzterer kann sich dagegen um ein knappes Prozent von dem Core i7-6850K absetzen.

Die Spiele im Detail

Die einzelnen Spiele zeigen, dass die Ergebnisse völlig unterschiedlich ausfallen können. So ist in Battlefield 1 zum Beispiel der Core i7-7820X 15 Prozent schneller als der Core i7-6850K und der Threadripper 1900X vier Prozent schneller als der Ryzen 7 1800X. Darüber hinaus beträgt beim AMD-Prozessor der Unterschied zwischen dem UMA- und dem NUMA-Modus zehn Prozent in dem First-Person-Shooter.

In Dawn of War 3 zeigt sich wiederum, dass das Strategiespiel mit dem gesamten Threadripper-Portfolio kleinere Schwierigkeiten hat. Dort kann sich der Ryzen 7 1800X um sieben Prozent vom Ryzen Threadripper 1900X absetzen.

Nochmal anders fallen die Benchmarks in F1 2016 aus. Das Rennspiel hat einige Schwierigkeiten mit der Skylake-X-Plattform, sodass der Ryzen Threadripper 1900X nur um sechs Prozent hinter dem Core i7-7820X zurück liegt. Der Core i7-6850K ist derweil zwölf Prozent schneller als der Core i7-7820X.

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