Alphacool Eisbaer Extreme: Kompaktwasserkühlung mit Pumpe im Radiator

Thomas Böhm 44 Kommentare
Alphacool Eisbaer Extreme: Kompaktwasserkühlung mit Pumpe im Radiator

Alphacool stellt zur CES die Eisbaer Extreme vor, eine modulare AiO-Wasserkühlung mit Pumpe und Reservoir im Radiator. Einen GPU-Fullcover-Kühler gibt es auch. Der kupferne Eisblock GPX richtet sich an aktuelle und kommende High-End-Grafikkarten und soll auch an Custom-Designs angepasst werden.

Pumpe und Reservoir im Radiator

Alphacool erweitert das eigene Sortiment an Kompaktwasserkühlungen. Zusätzlich zur Alphacool Eisbaer (Test) wird der Hersteller eine Extreme-Variante der AiO-Kühlung anbieten, welche jedoch von Grund auf neu konzipiert wurde. Anstelle einer Kühler-Pumpen-Kombination setzt Alphacool bei dieser Variante wie auch EK Water Blocks mit der MLC-Kühlung auf eine Fusion aus Pumpe und Radiator. Dabei soll zum Start zunächst die Variante mit zwei 140-mm-Lüftern erscheinen, später dann eine Version mit 240-mm-Radiator.

Die Teileliste der Eisbaer Extreme kann sich dabei sehen lassen: Das aktuelle Spitzenmodell Eisblock XPX (Test) übernimmt die CPU-Kühlung, ein Vollkupfer-Radiator der NexXxoS-ST30-Reihe den Wärmetransfer an die Umgebung und eine Laing D5 sorgt für den nötigen Durchfluss. Zur Belüftung des Radiators greift Alphacool auf Silent Wings von be quiet! zurück. Ummantelt werden Pumpe, Reservoir, Radiator und Lüfter von einem schwarzen Aluminium-Rahmen, was zu einer Tiefe von 6,4 cm führt. In engen Gehäusen muss zudem auf die erlaubte Länge geachtet werden – durch Reservoir und Pumpe wächst die Eisbaer Extreme 280 auf 38,6 cm Länge; die Eisbaer Extreme 240 kommt auf 34 cm.

Die Kühlung ist noch nicht ganz final, doch Alphacool konnte bereits eine grobe Einschätzung des Kaufpreises nennen: Das 240er-Modell soll knapp 230 Euro kosten, die Variante mit 280-mm-Radiator wird bei knapp 250 Euro liegen. Für kombinationsfreudige Käufer wird es die Radiator-Pumpen-Verbünde auch als Solo-Versionen geben, welche ohne CPU-Kühler frei mit Kühlern, Anschlüssen und Schläuchen nach Wahl kombiniert werden können. Als Erscheinungstermin wird Quartal zwei für die 280er-Version und vermutlich das dritte Quartal für das kleinere Modell angepeilt.

GPU-Fullcover aus Vollkupfer

Bereits zur letzten Computex angekündigt und nun als Vorserienmodell verfügbar ist der neue GPU-Kühler von Alphacool. Mit dem Eisblock GPX wird Alphacool neben den modularen NexXxoS GPX wieder einen echten Fullcover-Grafikkartenkühler ins Sortiment aufnehmen. Während ein NexXxoS GPX nur die GPU aktiv mit Wasser kühlt und die restlichen Bauteile über einen großen, teilweise mit dem GPU-Kühler verbundenen Passivkühler versorgt, werden mit dem Eisblock GPX alle relevanten Komponenten mit Wasser gekühlt.

Der Eisblock GPX wird wahlweise in einer Version mit Acetal-Abdeckung oder mit transparentem Acrylglas angeboten. Die transparente Version wird über eine integrierte Beleuchtung mit RGB-LEDs verfügen. Die Kühler umschließen das PCB der Grafikkarte vollständig, denn es wird passende Backplates dazu geben. Backplate und Abdeckung des Kühlers werden aus Aluminium gefertigt, welches aber keinen Kontakt zum Wasser hat. Zur Kühlung verwendet Alphacool einen Block aus vernickeltem Kupfer.

Im zweiten Quartal 2018 wird der Eisblock GPX zunächst für die AMD RX Vega sowie die Nvidia GeForce GTX 1080 Ti je im Referenzdesign erscheinen. Alphacool will den Kühler später auch für Custom-Designs fertigen, gibt jedoch an, den Eisblock GPX ausschließlich im High-End-Segment zu platzieren. Custom-Designs von GPUs der Mittelklasse werden dafür mit den modularen NexXxoS GPX versorgt. Einen Preis für den Eisblock GPX konnte Alphacool noch nicht nennen.