Neue Intel-SSDs: P4608 mit 6,4 TB und P4500 mit 8 und 16 TB

Michael Günsch 20 Kommentare
Neue Intel-SSDs: P4608 mit 6,4 TB und P4500 mit 8 und 16 TB
Bild: Intel

Intel bereitet die Markteinführung neuer Enterprise-SSDs vor, die vor allem beim Speicherplatz zulegen. Die DC P4608 mit PCIe 3.1 x8 bietet 6,4 TByte und damit mehr Speichervolumen als ihr Vorgänger. Bei der P4500-Serie sind sogar bis zu 16 TB geplant.

DC P4608 mit PCIe 3.1 x8 und 6,4 TB

Den Anstoß für die Enthüllung des neuen Aufgebots gab Intel selbst mit einer Product Change Notification, in der die bisher nicht angekündigte DC P4608 mit der Kennziffer SSDPECKE064T701 genannt wird. Wie beim Vorgänger P3608 handelt es sich um eine PCIe-Steckkarte mit halber Höhe. Die Schnittstelle lautet erneut PCIe 3.1 x8 und bietet Potenzial für sehr hohe Transferraten. Bei der DC P3608 mit Doppel-Controller greift Intel auf ein internes RAID 0 zurück, womit bis zu 5.000 MB/s und 850.000 IOPS erreicht werden. Welche Leistung die neue P4608 liefert, bleibt vorerst unbekannt.

Klar ist dagegen, dass beim Speicher ein Wechsel von 2D-MLC-NAND auf 3D-TLC-NAND vollzogen wird. Damit einher geht eine Steigerung der Speicherkapazität von zuvor maximal 4 TB auf nun 6,4 TB. Ob weitere Modelle mit mehr oder weniger Speicherplatz folgen, bleibt abzuwarten.

Auf Intels Produktseiten gibt es noch keinen Treffer zur P4608, doch ist wieder einmal der Handel schneller. Mehr technische Details liefern die Online-Shops nicht, doch erste Preise für Nordamerika: Mit rund 7.500 US-Dollar muss gerechnet werden. Der Vorgänger mit 4 TB ist hierzulande für 7.100 Euro zu haben.

8 und 16 TB für Intels P4500-Serie

Bei der Suche nach Informationen zur P4608 wurde ComputerBase auch an anderer Stelle fündig. Ein aktuelles Dokument (PDF), das die Bonuspunkte im Rahmen von Intels Partnerprogramm für Distributoren aufführt, nennt neben der P4608 weitere bisher unbekannte Intel-SSDs: Die Modelle der P4500-Serie mit 8 und 16 TByte Speichervolumen führt Intel bisher nicht auf den Produktseiten und fanden auch bei der Vorstellung der P4500-Serie im Mai 2017 keinerlei Erwähnung. Analog zu den kleineren Modellen der Serie wird der 3D-TLC-NAND in einem 2,5-Zoll-Gehäuse mit U.2-Anschluss (PCIe 3.1 x4) verpackt. Unterstützung für NVMe und AES-256-Verschlüsselung gehören zur Ausstattung.

16 TB ein Meilenstein für Intel, nicht für die Branche

Mit 16 TB Speicherplatz wäre die neue DC P4500 die bisher größte Intel-SSD. Knapp 16 TB bietet Marktführer Samsung allerdings bereits seit knapp zwei Jahren mit der PM1633a. Der Nachfolger PM1643 bringt bereits 32 TByte im 2,5-Zoll-Gehäuse unter und wird voraussichtlich in diesem Jahr auf bis zu 128 TByte mit Hilfe des neuen Terabit-QLC-NAND von Samsung aufgestockt.