Samsung: Künstliche Intelligenz zum Skalieren auf 8K-Fernseher

Eric Hoh 47 Kommentare
Samsung: Künstliche Intelligenz zum Skalieren auf 8K-Fernseher
Bild: Samsung

Während Ultra HD bei neuen Fernsehern zum Standard wird und noch höhere Auflösungen bereits angekündigt sind, liegen viele Inhalte immer noch nur in Full HD vor. Darum stattet Samsung seinen neuesten 85-Zoll-QLED-Fernseher mit einer KI aus, die Material mit niedriger Auflösung für den 8K-Bildschirm hochskaliert.

Die Auflösung neuer Fernseher hat in der jüngeren Vergangenheit rasch zugenommen, entsprechendes Material ist aber immer noch rar. Auch die Fernsehsender strahlen, obwohl der Anteil an UHD-Fernsehern steigt, meist noch in 1080i oder nur in 720p aus. Für solche Fälle besitzen die Bildschirme eine Schaltung, die das Bild auf die native Auflösung des Bildschirms hochrechnet.

Inhalte in 8K brauchen noch lange

Für Samsungs neuen 85-Zoll-QLED-Fernseher, der zur CES 2018 vorgestellt wurde und der über ein 8K-Panel verfügt, sind Inhalte mit nativer Auflösung noch schwieriger zu finden als für die UHD-Vorgänger, was sich sobald auch nicht ändern wird. Erst vor gut einem Jahr erschienen nach langer Wartezeit die ersten Filme und Serien auf UHD-Blu-ray. Ob und wann es einen Nachfolger mit Unterstützung für die höhere Auflösung geben wird, steht in den Sternen. Um potentiellen Kunden dennoch ihren neuen Fernseher schmackhaft zu machen, stattet Samsung ihn mit einem neuen KI-Chip aus, der die Qualität von hochskaliertem Bildmaterial im Vergleich zu früheren Modellen deutlich steigern soll.

Samsung 8k KI-Upscaling
Samsung 8k KI-Upscaling (Bild: Samsung)

KI wählt passenden Algorithmus für jede Quelle aus

Waren anfangs einfache Schaltungen zur Interpolation üblich, so verfügen aktuelle Modelle über deutlich weiterentwickelte Filter zur Interpolation, Reduzierung von Rauschen und zum Nachschärfen, die für einen detailreicheren Bildeindruck sorgen. Samsung hat seinen Chip zum Hochskalieren nun zusätzlich mit einer neu entwickelten KI ausgestattet, die zwar grundsätzlich die gleichen Schritte durchführt, für jeden Schritt allerdings die Wahl zwischen mehreren verschiedenen Filtern hat. Die Auswahl findet dabei aufgrund der Analyse des Quellmaterials statt und soll so immer den am besten geeigneten Filter auswählen. Mit dem Ton verfährt die KI auf gleiche Weise. Auch hier wählt sie zum Beispiel für eine Fußballübertragung einen Filter aus, der die Stadionatmosphäre bestmöglichst in das Wohnzimmer bringt, wohingegen für eine Konzertübertragung wiederum ein ganz anderer Filter genutzt wird.

Start im zweiten Halbjahr und weitere Modelle

Neben dem 85-Zoll-Modell sollen im zweiten Halbjahr noch weitere neue Varianten mit KI und mindestens 65 Zoll erscheinen. Mehr Details und genauere technischen Daten sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.