QNAP TS-328 im Test: Das RAID-5-NAS für schnelle USB-Backups 2/4

Frank Hüber 30 Kommentare

Benchmarks

Im Folgenden sind die Testergebnisse der QNAP TS-328 in verschiedene Untergruppen gegliedert. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit werden dabei im RAID-5-Festplattenverbund getestet. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit bei Nutzung von „Link Aggregation“ und AES-256-Verschlüsselung getestet, sofern verfügbar.

Die Lautstärke und die Leistungsaufnahme werden ebenso wie das Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis des NAS gesondert behandelt. Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können über die Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden. Die Einzelheiten zur Testmethodik, die den Ergebnissen zugrunde liegt, sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase NAS-Systeme“ zusammengefasst.

Dateitransfer

Die TS-328 überträgt große Dateien mit dem Geschwindigkeitslimit der Netzwerkschnittstelle. Beim Lesen liegt sie sogar an erster Stelle des Testfeldes, die Unterschiede sind allerdings insgesamt sehr gering. Bei der Übertragung des 15 GB großen Ordners mit vielen kleinen Dateien fällt die TS-328 im Vergleich zu den anderen NAS jedoch etwas zurück und büßt rund 8 Prozent ein.

Auch in Intels NASPT liegt das Testfeld eng beieinander. Aus dem Rahmen fällt die TS-328 auch hier nur beim Dir-Copy-Test, was die Ergebnisse des CIFS-Dateitransfers bestätigt. Die viel teurere QNAP TS-253B für maximal zwei Festplatten schneidet in diesem Test deutlich besser ab.

Verschlüsselung

QNAP bietet neben der laufwerksbasierten Verschlüsselung inzwischen auch eine ordnerbasierte AES-256-Verschlüsselung. In der im Test genutzten QTS-Version stand die ordnerbasierte Verschlüsselung aber auch bei mehrfacher Neukonfiguration des Systems nicht zur Verfügung. Die Option wird bei den Freigabeordnern schlicht nicht angezeigt und kann vom Nutzer nicht aktiviert werden. ComputerBase versucht bereits mit QNAP zu klären, warum diese Option fehlt. Im Test kommt deshalb zunächst nur die laufwerksbasierte Verschlüsselung zum Einsatz.

Durch das Aktivieren der Laufwerksverschlüsselung sinkt die Übertragungsgeschwindigket der TS-328 so gut wie gar nicht. Gerade bei der Übertragung des großen Ordners schneidet sie nun deutlich besser als die Konkurrenz ab, die in diesem Fall nämlich viel mehr Leistung einbüßt.

Die TS-328 bietet zwei LAN-Schnittstellen, die „Link Aggregation“ unterstützen, so dass sie bei der gleichzeitigen Übertragung von mehreren Clients auf das NAS von diesen profitieren kann.

Auch in diesem Test fällt im Vergleich zu den anderen NAS mit zwei LAN-Schnittstellen auf, dass die Übertragung vieler kleiner Dateien dem 3-Bay-NAS stärker zu schaffen macht als der Konkurrenz in Form der TS-253B und DS718+, die mit einem schnelleren SoC und lediglich zwei Festplatten antreten.

USB-Backup

Bei der Datenübertragung über USB zeigt die QNAP TS-328 dann, dass die anderen im Testfeld vertretenen NAS durchaus Luft nach oben gelassen haben. Die Synology DS218 und DS218play (Test), die ebenfalls auf das Realtek-SoC setzen, benötigen für die Übertragung der 25 GB über USB 3.0 rund eine Minute länger, was im Schnitt rund 40 Prozent entspricht.

Backup über USB 3.0
Angaben in Minuten, Sekunden
  • Schreibgeschwindigkeit (25 GB):
    • QNAP TS-328
      2:27
    • Synology DS1618+
      2:41
    • Synology DS718+
      2:50
    • Synology DS218+
      2:51
    • QNAP TS‑253B-8G
      2:53
    • Synology DS218play
      3:33
    • Synology DS218
      3:45
    • Synology DS218j
      4:20
    • Synology DS216j
      5:25
  • Lesegeschwindigkeit (25 GB):
    • QNAP TS-328
      2:31
    • Synology DS218+
      2:38
    • Synology DS718+
      2:50
    • Synology DS1618+
      2:59
    • QNAP TS‑253B-8G
      3:00
    • Synology DS218play
      3:28
    • Synology DS218
      3:30
    • Synology DS218j
      4:14
    • Synology DS216j
      4:50

Die TS-328 überträgt die Daten über den USB-Port somit im Test mit rund 170 MB/s, während Synologys NAS-Systeme auf weniger als 120 MB/s kommen.

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