Lenovo: Im Yoga Book C930 ist ein E-Ink-Display die Tastatur

Nicolas La Rocco 9 Kommentare
Lenovo: Im Yoga Book C930 ist ein E-Ink-Display die Tastatur

Auf einen Teaser der zweiten Generation Yoga Book zur Computex im Juni lässt Lenovo heute die offizielle Ankündigung des Mini-Notebooks mit zwei Displays folgen. Eine Hälfte nimmt ein 10,8 Zoll großes LC-Display ein, die andere ein gleich großes E-Ink-Panel, das sich von Tastatur zu Notizblock und E-Book-Reader wandeln kann.

Das erste Yoga Book noch mit Display auf der einen und digitalem Notizblock auf der anderen Seite hatte Lenovo vor zwei Jahren zur IFA vorgestellt. Dann herrschte in dieser Produktklasse des Herstellers für längere Zeit Funkstille, zur diesjährigen Computex Anfang Juni in Taiwan gab es dann einen Ausblick auf die zweite und dritte Generation, wobei nur rudimentär ein Aufbau aus diesmal zwei vollwertigen Displays angesprochen wurde, bevor es wieder ruhig wurde – und das auch nur für die zweite Generation.

LCD und E-Ink mit je 10,8 Zoll

Ob das heute im Detail vorgestellte Yoga Book C930 nun als zweite oder dritte Generation gezählt werden sollte, lässt sich nicht beantworten. Allerdings nutzt das 2-in-1 nicht wie noch zur Computex gezeigt zwei klassische Displays, sondern ein LCD-Panel mit 10,8 Zoll und 2.560 × 1.080 Pixeln als primären Bildschirm für Windows 10 und auf der anderen Seite ein gleich großes E-Ink-Display mit Full-HD-Auflösung. Beide Seiten des Yoga Book C930 akzeptieren die Eingabe per Stylus.

Das E-Ink-Display übernimmt drei Funktionen: Tastatur, Notizblock und E-Book-Reader. Beim Einsatz als Tastatur gibt es wie auf dem Smartphone kein fest definiertes Layout, sodass einfach andere Sprachen dargestellt werden können. Haptisches Feedback und eine wie bei E-Ink-Display üblich leicht angeraute Oberfläche sorgen dafür, dass sich das Display mehr nach „echter“ Tastatur anfühlt – wenn auch nur ein bisschen. Eine Schaltfläche in der oberen rechten Ecke des E-Ink-Displays erlaubt den schnellen Wechsel in die anderen Modi. So wird das Yoga Book C930 zum Notizblock mit „unendlich“ vielen Seiten oder E-Book-Reader.

Amber Lake-Y kommt zu spät für Lenovo

Unter der Haube arbeitet noch Intel-Technik aus der Generation Kaby Lake mit einer TDP von 4,5 Watt. Lenovo hat das System nicht passend zur Präsentation von Intel Amber Lake-Y umgestellt, das hat das Yoga Book C930 mit dem heute ebenfalls vorgestellten Yoga C930 gemein, das nicht Whiskey Lake-U, sondern weiterhin Kaby Lake Refresh nutzt. Im Yoga Book C930 stehen der Core m3-7Y30 und Core i5-7Y54 zur Auswahl. Der RAM ist 4 GB groß, den Nutzerspeicher gibt es mit bis zu 256 GB.

Lenovo Yoga Book C930
Lenovo Yoga Book C930
Lenovo Yoga Book C930
Lenovo Yoga Book C930

Das Yoga Book C930 ist mit Abmessungen von 260,4 × 179,4 × 9,9 mm erneut sehr kompakt und mit 775 Gramm auch sehr leicht. In der Modellvariante mit WLAN und LTE bringt das 2-in-1 24 Gramm mehr auf die Waage. Weil das Gerät so dünn ist und Lenovo keine Kerbe zum Greifen des Deckels verbaut hat, mussten sich die Ingenieure etwas anderes ausdenken. Zwar lässt sich das 2-in-1 auch klassisch einfach aufklappen, nach doppeltem Klopfen auf den Deckel öffnet sich das Gerät aber auch von selbst.

Lenovo Yoga Book C930 Knock to open
Lenovo Yoga Book C930 Knock to open

Lenovo will das Yoga Book C930 Ende September in Deutschland auf den Markt bringen und ruft für das Basismodell einen Preis von 1.199 Euro auf.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Lenovo unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt.