GeForce GTX 1660 Ti im Test: Wie die GTX 1070 FE mit neuen Shadern und weniger Speicher 3/5

Wolfgang Andermahr 516 Kommentare

Benchmarks in 1.920 × 1.080 und 2.560 × 1.440

Die GeForce GTX 1660 Ti reiht sich mit Referenz-Taktarten in 1.920 × 1.080 knapp zwei Prozent hinter einer GeForce GTX 1070 FE ein. Damit liefert die neuste Turing-Grafikkarte 40 Prozent mehr FPS als eine GeForce GTX 1060 und 24 Prozent mehr Bilder in der Sekunde als eine Radeon RX 590, während die Radeon RX Vega 56 acht Prozent voraus bleibt. Der Abstand der GeForce GTX 1660 Ti zur GeForce RTX 2060 beträgt 16 Prozent. In 2.560 × 1.440 ändert sich daran quasi nichts.

Bei den Frametimes gibt es leichte Abweichungen. Der Abstand GeForce GTX 1660 Ti zur GeForce GTX 1060 verkürzt sich auf 30 Prozent, während der Abstand zur Radeon RX 590 mit 23 Prozent fast gleichbleibt. Die neue Turing-Grafikkarte rutscht mit einer Differenz von elf Prozent näher an die GeForce RTX 2060 heran, während die Radeon RX Vega 56 sich mit 13 Prozent weiter absetzen kann. Der Abstand zur GeForce GTX 1070 FE vergrößert sich ebenso: Das Pascal-Modell hat im Durchschnitt sieben Prozent bessere Frametimes.

Minimal mehr Performance mit den OC-Modellen

Die zwei getesteten Partnerkarten bieten eine minimal höhere Performance, den Unterschied zwischen spielbar und nicht spielbar ausmachen kann das aber nicht. Die PNY GeForce GTX 1660 Ti XLR8 OC setzt sich von der Referenz um ein Prozent ab, die Asus GeForce GTX 1660 Ti Strix OC ist drei Prozent schneller. Bei der GeForce GTX 1070 lagen die schnellsten Modelle hingegen bis zu 14 Prozent in Front.

Mal beschleunigt Turing, mal bremst der Speicher

In den einzelnen Spielen schwanken die Leistungsunterschiede zwischen den Generationen und AMD sowie Nvidia dann teils deutlich. In Assassin's Creed Origins schneidet die GeForce GTX 1660 Ti zum Beispiel deutlich besser als im Durchschnitt ab. Dort ist die Grafikkarte fünf Prozent schneller als die GeForce GTX 1070 und kann sich auch um vier Prozent von der Radeon RX Vega 56 absetzen. In Call of Duty: WWII hat die Grafikkarte dann hingegen unter anderem aufgrund des nur 6 GB großen Speichers Probleme.

In dem First-Person-Shooter kann sich die neuste Nvidia-Grafikkarte in der Testsequenz nur um knappe neun Prozent von der Radeon RX 590 absetzen, während die GeForce GTX 1070 zehn Prozent mehr FPS liefert. Und die Radeon RX Vega 56 ist hier sogar um 24 Prozent schneller.

Die Unterschiede hängen neben dem Speichervolumen auch mit der neuen Turing-Architektur zusammen. Je mehr eine 3D-Engine etwas mit den Änderungen wie zum Beispiel den separaten Integer-ALUs anfangen kann, desto besser schneidet Turing und damit die GeForce GTX 1660 Ti gegenüber Pascal ab. Ist das nicht beziehungsweise nicht genug der Fall, ist Pascal schneller.

E-Sports-Spiele im Benchmark

Im Vergleich zu den Nvidia-Grafikkarten sieht es in E-Sports-Spielen für die GeForce GTX 1660 Ti genauso wie in den klassischen AAA-Spielen aus. Die GeForce GTX 1660 Ti liefert in Full HD 37 Prozent mehr FPS als die GeForce GTX 1060, muss sich der GeForce GTX 1070 FE aber um zwei Prozent geschlagen geben. Der Abstand zur GeForce RTX 2060 beträgt 16 Prozent.

Gegenüber den Konkurrenzmodellen von AMD schneidet der Nvidia-Ableger in E-Sports-Spielen aber wie gewohnt besser ab. Der Vorsprung zur Radeon RX 590 wird auf 35 Prozent vergrößert und zudem arbeitet die GeForce GTX 1660 Ti jetzt um durchschnittlich drei Prozent schneller als die Radeon RX Vega 56. in den Großproduktionen liefert die AMD-Grafikkarten dagegen mehr FPS.

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