GeForce GTX 1660 im Test: Nvidia Turing nimmt AMD Polaris ins Visier 3/5

Wolfgang Andermahr 282 Kommentare

Benchmarks in 1.920 × 1.080

Die GeForce GTX 1660 arbeitet in 1.920 × 1.080 im Durchschnitt 19 Prozent schneller als eine GeForce GTX 1060. Damit lässt die Grafikkarte automatisch auch die Radeon RX 580 und die Radeon RX 590 hinter sich – erstere um 16 Prozent, letztere um 8 Prozent. Das größere Modell, die GeForce GTX 1660 Ti, ist weitere 14 Prozent schneller.

Bei den Frametimes gibt es nur kleine Abweichungen. Die GeForce GTX 1660 arbeitet in dieser Messreihe noch 14 Prozent besser als die GeForce GTX 1060, die Grafikkarten rücken also etwas näher zusammen. Der Rückstand der AMD-Konkurrenten liegt bei 7 und 15 Prozent, die damit jeweils um einen Prozentpunkt näher an die Nvidia-Grafikkarte heranrücken. Die GeForce GTX 1660 Ti ist erneut um 14 Prozent voraus.

Die von Haus aus übertakteten Modelle der GeForce GTX 1660 sind messbar kaum schneller als eine Version, die sich an die Referenzvorgaben hält. Das höhere Power-Target bringt quasi keine Vorteile, für den höheren Takt gilt dasselbe. So liefert die Gigabyte GeForce GTX 1660 OC nur 1 Prozent mehr FPS, die Gigabyte GeForce GTX 1660 Gaming OC lediglich 2 Prozent.

In den einzelnen Spielen gibt es große Schwankungen

Interessantere Erkenntnisse liefert der Blick auf die einzelnen Spiele. Hier zeigen sich große Schwankungen im Vergleich zu den AMD-Grafikkarten. So arbeitet die GeForce GTX 1660 zum Beispiel in Assassin's Creed Origins mit einem Plus von 21 Prozent deutlich schneller als die Radeon RX 590, in Final Fantasy XV sind es sogar 30 Prozent. Aber es gibt auch Spiele, in denen die Radeon RX 590 stärker ist und damit mindestens auf Augenhöhe liegt.

In Call of Duty: WWII ist die Radeon RX 590 sogar 5 Prozent schneller, in Kingdom Come: Deliverance liegt der Vorsprung der GeForce GTX 1660 nur bei 3 Prozent. Und auch in Monster Hunter: World, Shadow of the Tomb Raider sowie Star Wars Battlefront II schenken sich die Grafikkarten nichts.

E-Sport-Spiele (Fortnite und Co.) im Benchmark

Bei den getesteten E-Sport-Spielen arbeiten Nvidia-Grafikkarten etwas schneller als die Konkurrenzmodelle. Das gilt auch für die GeForce GTX 1660, die sich im Schnitt um 14 Prozent von der Radeon RX 590 absetzen kann. Der Abstand zur GeForce GTX 1060 beträgt 18 Prozent, der Rückstand zur GeForce GTX 1660 liegt bei 16 Prozent. Bei den Nvidia-Beschleunigern untereinander gibt es also kaum Unterschiede.

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