Schenker XMG Ultra 17 im Test: Lautstärke, Akkulaufzeit und Display

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Jan-Frederik Timm 173 Kommentare

Lautstärke

Das große Gehäuse des XMG Ultra 17 kann nicht verhindern, dass die Kühlung des Systems unter Dauerlast in Spielen laut vonstatten geht. 52 Dezibel werden 40 Zentimeter vor und 50 Zentimeter über dem Display-Scharnier gemessen. Mit 290 Watt müssen dabei noch mal 110 Watt mehr abgeführt werden als im Razer Blade 15 mit Core i7-8750H und GeForce RTX 2080 Max-Q.

Lautstärke in Spielen
Einheit: dB(A)
  • Modus Gaming:
    • Blade 15 (RTX 2080 Max-Q)
      44,0
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q)
      48,0
    • XMG Ultra 17 (RTX 2080 Mobile)
      52,0

Wird der Core i9-9900K in Prime95 dauerhaft bei seinem Maximum von 100 Watt Package-Power betrieben, erreicht das Notebook noch immer 47 Dezibel. Der Verbrauch liegt hier dann bei 156 Watt. Damit ist das System selbst dann lauter als das Razer Blade, wenn es weniger Leistung aufnimmt, denn in Spielen genehmigt sich das Razer Blade 15 bis zu 185 Watt.

Auch unter Windows schaltet sich der Lüfter immer wieder ein. Viel Last bedarf es dafür nicht: Selbst wenn in Steam nur ein Download läuft, ist das Kühlsystem dauerhaft deutlich hörbar aktiv. Das macht das kompakte Gerät von Razer in der Generation 2019 ebenfalls besser.

Akkulaufzeit

Das Notebook verfügt über einen großen 82-Wattstunden-Akku. Doch selbst im Office-Betrieb (simuliert durch den PCMark 8 Work 2.0) schafft es das Gerät damit nur auf knapp zwei Stunden Laufzeit. Im YouTube-Dauertest bei ebenfalls normierten 200 cd/m² wird eine Laufzeit von 1:55 Stunde erreicht.

PCMark 8 200 cd/m²
Einheit: Stunden, Minuten
  • Work (Accelerated):
    • Dell XPS 13 (9380) (Core i7-8565U)
      9:34
    • Dell XPS 13 (9360) (Core i5-7200U)
      9:18
    • Microsoft Surface Book 2 15" (Core i7-8650U)
      7:05
    • Lenovo ThinkPad X1 Carbon G6 (Core i7-8550U)
      6:48
    • Huawei MateBook X Pro (Core i7-8550U)
      6:09
    • Dell XPS 13 (9370) (Core i7-8550U)
      5:37
    • Microsoft Surface Laptop (Core i5-7200U)
      5:23
    • Dell Latitude 7370 (Windows 10)
      5:15
    • Microsoft Surface Book (Core i7-6600U)
      5:09
    • Acer Swift 5 (Core i5-8265U)
      5:02
    • Huawei MateBook X (Core i5-7200U)
      4:58
    • Acer Spin 7 (Core i7-7Y75)
      4:31
    • Huawei MateBook (Core m5-6Y54)
      4:24
    • Microsoft Surface Pro (Core i7-7660U)
      4:20
    • Acer Switch Alpha 12 (Core i5-6200U)
      4:04
    • Microsoft Surface Pro 4 (Core m3-6Y30)
      3:44
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q) – UHD
      3:44
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q) – FHD
      3:40
    • Blade 15 (RTX 2080 Max-Q) – FHD
      3:29
    • Microsoft Surface Pro 4 (Core i5-6300U)
      3:23
    • XMG Ultra 17 (Core i9-9900K)
      1:53

Wird der Netzstecker in Spielen gezogen, gibt Windows gut 45 Minuten Laufzeit an – aber auch nur, weil die Leistung dann um gut zwei Drittel zurückgeht.

Leistung im Akkubetrieb
  • F1 2018, Full HD:
    • GeForce RTX 2080 Mobile
      119,8
    • GeForce RTX 2080 Mobile @ Akku
      51,4
  • F1 2018, Ultra HD:
    • GeForce RTX 2080 Mobile
      60,1
    • GeForce RTX 2080 Mobile @ Akku
      19,5

Display

Das matte 17,3-Zoll-Display mit Full HD und 144 Hertz überzeugt mit guten Blickwinkeln, ist mit maximal 300 cd/m² aber nicht besonders hell. Auch der Kontrast fällt mit knapp 1.100:1 ordentlich, aber nicht überdurchschnittlich hoch aus. Die Ausleuchtung erfolgt über große Teile sehr homogen, nur der untere linke Bereich fällt aus dem Rahmen. Die minimale Helligkeit liegt bei 14 cd/m².

Die Display-Helligkeit fällt unten links ab
Die Display-Helligkeit fällt unten links ab

Aufrüstbarkeit und Wartung

Ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil des XMG Ultra 17 ist, dass Anwender den Rechner umfassend aufrüsten oder warten können. Nur durch das Lösen von zwei Kreuzschlitzschrauben wird beispielsweise der Zugang zum Laufwerksschacht gewährt. Im Testmuster ist hier nur der M.2-Slot belegt, zwei SATA-Anschlüsse für 2,5-Zoll-Laufwerke sind hingegen noch frei.

Laufwerken bieten zwei M.2- und zwei SATA-Anschlüsse (2,5 Zoll) Platz
Laufwerken bieten zwei M.2- und zwei SATA-Anschlüsse (2,5 Zoll) Platz

Werden fünf weitere Schrauben gelöst, wird auch der Rest der Hardware sichtbar. Ohne weiteren Werkzeugeinsatz können im Testmuster mit bereits zwei verbauten 16-GB-Riegeln noch zwei weitere SODIMM-Module eingesetzt werden. Wer sich dann auch an die Demontage des Kühlsystems wagt, erhält Zugriff auf das MXM-Modul mit GeForce RTX 2080 und den Prozessor im klassischen Sockel. Dass auch zukünftige CPU- und GPU-Generationen im XMG Ultra 17 von Anfang 2019 eingesetzt werden können, dafür gibt es zwar keine Garantie. Aber die Möglichkeit besteht zumindest, während in kompakten Gaming-Notebooks in der Regel sogar der RAM verlötet ist.

Der 82-Wh-Akku ist werkzeuglos entnehmbar
Der 82-Wh-Akku ist werkzeuglos entnehmbar

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