WD Gold: Erste 18-TB-Festplatte im Handel gelistet

Michael Günsch 115 Kommentare
WD Gold: Erste 18-TB-Festplatte im Handel gelistet
Bild: Western Digital

Die maximale verfügbare Speicherkapazität bei herkömmlichen Festplatten liegt im Endkundenhandel immer noch bei 16 TB. Dies könnte sich bald ändern, denn bei diversen Händlern wird die erste 18-TB-HDD von Western Digital aufgeführt. Das 3,5-Zoll-Modell WD181KRYZ aus der Enterprise-Serie WD Gold soll mindestens 650 Euro kosten.

Händler kommen Western Digital zuvor

Wieder einmal ist der Online-Handel schneller als der Hersteller selbst, denn bisher liegt noch nicht einmal eine offizielle Produktseite zu der WD Gold mit 18 TB vor. Somit sind die im Preisvergleich angegeben Daten zu der Festplatte mangels Bestätigung mit Vorsicht zu genießen. Das öffentliche Datenblatt (PDF) zur WD-Gold-Serie führt bisher nur Modelle mit bis zu 14 TB auf. Neben dem 18-TB-Modell findet sich auch seit wenigen Tagen eine WD Gold mit 16 TB im Handel.

WD Gold mit 18 TB ab 650 Euro

Die WD Gold mit 16 TB (WD161KRYZ) wird derzeit ab 582 Euro und die WD Gold mit 18 TB (WD181KRYZ ) ab 650 Euro angepriesen. In beiden Fällen ist der Liefertermin unklar, obgleich ein deutscher Händler von maximal 14 Tagen Lieferfrist spricht.

WD Gold mit 18 TB bei ersten Händlern gelistet
WD Gold mit 18 TB bei ersten Händlern gelistet

Auf verlässliche Eckdaten warten

In beiden Fällen sollte abgewartet werden, ob es sich wirklich um Conventional Magnetic Recording (CMR) handelt, wie es im Preisvergleich angegeben wird. Western Digital hatte wie auch Seagate und Toshiba bei einigen Serien heimlich das potenziell nachteilige Shingled Magnetic Recording (SMR) eingesetzt und dafür Kritik sowie eine Sammelklage geerntet. Sofern SMR eingesetzt wird, wäre nach den Querelen zumindest eine klare Kennzeichnung zu erwarten.

SMR zumindest unwahrscheinlich

Doch ist SMR bei dieser Serie unwahrscheinlich, zumal Western Digital erste 18-TB-HDDs mit CMR und erste 20-TB-HDDs mit SMR für 2020 angekündigt hatte. Bei diesen handelt es sich allerdings um Modelle der von und mit HGST übernommenen Server-Serie Ultrastar. Doch wäre ähnliche Technik in der Schwesterserie WD Gold nicht unwahrscheinlich.

Die Redaktion dankt ComputerBase-Leser Dominik R. für den Hinweis.