News Urteil: Rapidshare haftet für rechtswidrige Downloads

Jirko

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Das Hanseatische Oberlandesgericht hat in einem neuen Urteil bestätigt, dass der One-Click-Hoster Rapidshare für die Bereitstellung des Online-Speicherplatzes als Störer auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann. Der Upload urheberrechtlich geschützter Dateien auf Rapidshare sei hingegen nicht rechtswidrig.

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In wieweit hat dieses Urteil für Rapidshare Gültigkeit, da es ja eigentlich ein schweizer Unternehmen ist?

Oder ist das in diesem Falle egal, sprich Rapidshare muss im Falle eines Falles wirklich haften?
 
Das Vergütungssystem haben sie doch im Bezug dessen schon vor 1 Jahr abgeschafft. Wie weit RS da noch gründlicher vorgehen soll wie sie es angeblich eh schon machen bleibt mir schleierhaft. Gezippe Dateien die mit PASS versehen sind und deren Dateiname komplett wirr ist soll durchsucht werden?

Sorry aber ich zocke Games die einen sehr guten Modsupport haben. Schon durch MegaUpload sind Gigabyte an Mods verloren gegangen und mussten über 10 Ecken besorgt werden. Sowas nervt...
 
In wieweit hat dieses Urteil für Rapidshare Gültigkeit, da es ja eigentlich ein schweizer Unternehmen ist?


„die Gefahr massenhafter Begehung von Urheberrechtsverletzungen“

Urheberrechtsverletzungen gelten wohl Weltweit, egal ob in EU, non-EU oder Bangladesh.
Ob und wie Gerechtfertigt die Anschuldigungen sind kann ich nicht Enscheiden.
 
<Ironie>Ich nehme mal an dass One-Click-Hoster dann in Zukunft ein Multi-GPU Rack im Datencenter stehen haben müssen dessen einzige Aufgabe es ist .rar-Passwörter nach dem Upload zu knacken.</Ironie>
 
war schon echt geschockt als ich die überschrift gelesen hab
dachte jetzt kommt die nächste große erschütterung der filehosts

aber scheint ja im endeffekt auch nich so dolle zu sein
aber ist schon herrlich vertrackt das ganze
ein legales modell mit dem illegales getan wird man es aber dem betreiber nicht zumuten kann die illegalen aktivitäten zu unterbinden
 
Naja - in der Begründung steht ja, Rapidshare könne auch zugemutet werden entsprechene "Link-Ressourcen" im Netz zu durchforsten und so entsprechende Dateien zu finden. Da benötigt man dann kein Passwort bzw. das ist über den "Blog" bekannt. Dort ist ja idR auch beschrieben was die Datei enthält.
 
proud2b schrieb:
Urheberrechtsverletzungen gelten wohl Weltweit, egal ob in EU, non-EU oder Bangladesh.
Ob und wie Gerechtfertigt die Anschuldigungen sind kann ich nicht Enscheiden.

Ja, das ist mir schon bewusst. Nur ist dieses Urteil weltweit rechtsgültig, wenn es in Deutschland gesprochen wurde? Oder kann Rapidshare sagen: Gut, ist ja nur in Deutschland gültig, is' uns doch wurscht!
 
Naja, das wird für die Zukunft Interessant. Seit die angefangen haben gegen Hoster zu hetzen und MU gekillt haben, bin ich ja der Meinung das es eine Cloud für Privatanwender niemals geben wird.
Da lässt sich doch kein Filehoster mehr dazu überreden einen Cloud Service anzubieten, er könnte ja in Minutentakt das Urheberrecht verletzen.
Und die werben doch immer soviel...
 
ich bin der meinung, dass software/musik etc bezahlt werden soll, da jemand ja auch arbeit hineinsteckt hat (und die soll auch bezahlt werden!), aber: sollte man nicht dann auch zb die musikindustrie in die pflicht nehmen und preisabsprachen unterbinden und kopierschutzmechanismen entfernen, die es teilweise nicht möglich machen gekaufte cds auf allen geräten abspielen zu können.
 
Autsch, also doch Störerhaftung.
Böse Sache. Da kann Rapidshare ja Gottfroh sein, dass sie das Rewardsystem umgestellt haben und nicht mehr belohnen. Das wäre noch schlimmer ausgegangen.
 
Meiner Meinung nach, kann das doch nicht so schwer sein zu prüfen was auf den Servern liegt. Es ist wahrscheinlich nur die Masse der Dateien die Probleme bereitet! Weiß ja nicht wieviele Uploads da so am Tag gemacht werden, aber das werden schon einige sein...
 
6shop schrieb:
ich bin der meinung, dass software/musik etc bezahlt werden soll, da jemand ja auch arbeit hineinsteckt hat (und die soll auch bezahlt werden!), aber: sollte man nicht dann auch zb die musikindustrie in die pflicht nehmen und preisabsprachen unterbinden und kopierschutzmechanismen entfernen, die es teilweise nicht möglich machen gekaufte cds auf allen geräten abspielen zu können.

So siehts nunmal aus!

Ich bin gerne bereit für einen guten Film/CD Geld aufn Tresen zu legen, aber 16 € für z.B. nen Metallica Album find ich schon recht heftig. Andere Bands schaffens auch für unter 10 € super Musik zu produzieren.

Bestes Beispiel die ersten Black Sabbath Alben, schaut euch mal an was die auf Amazon kosten. DAS ist mal nen Angebot.

Sowas regt mich einfach nur auf, wenn die Musik-/Filmindustrie hier die große Hetze schiebt aber mehr kommt von denen auch nicht wirklich rüber. Sollten sie halt mal ne ordentliche Plattform aufziehen, da könnten die Kohle ohne Ende machen...
 
Ich bin ehrlich gesagt schwer überrascht wie gut die Industrie es geschafft hat dem Kopiermarkt so zu schaden.
Das Angebot an illegalem Inhalt ist dramatisch geschrumpft und selbst die Videoportale haben kaum noch was im Angebot. Es sind zwar Mirrors da aber die sind entweder so langsam, dass man mit 1 - 7 kb/s läd oder sie haben die Dateien so schnell gelöscht. Genauso wenig lohnt sich bei den Anbietern ein Premiumaccount und man kann auch nicht überall einen haben.
 
Es ist allerdings vom OLG Hamburg, die Urteilen immer pro Urheberrechtsverschärfung.
Anschließend werden die Urteile vom OLG sehr oft in der nächst höheren Instanz wieder eingesackt...

Ausserdem ist das nur rechtskräftig wenn keiner Revision einlegt.
 
Black sabbath kostet so wenig, weil das schon über Jahrzehnte teuer verkauft wurde.
Klar ist, das eine kulturflat her muss!
 
Gut und differenziert gelöst. Die Justiz passt sich scheinbar an moderne Situationen und Kontexte an, das ist erfreulich.

Ebenso lässt die geplante Regelung zur Abmahnungsbegrenzung hoffen.
 
6shop schrieb:
ich bin der meinung, dass software/musik etc bezahlt werden soll, da jemand ja auch arbeit hineinsteckt hat (und die soll auch bezahlt werden!), aber: sollte man nicht dann auch zb die musikindustrie in die pflicht nehmen.
Ja, die Produzenten sollten bezahlt werden, aber irgendwie marktgerechter. Die Urheberrechte sollten viel schneller verfallen. Ich gehe wie Millionen anderer jeden Tag zur Arbeit und kann micht nicht 50 Jahre und mehr hinstellen und immer wieder Geld dafür verlangen.
Pferdedroschken und Telefonisten sind auch durch die Entwicklung der Technik obsolet geworden. Um heute Musik zu verbreiten, brauche ich keine Tonträgerindustrie.

Interessant ist, dass die Filehoster scheinbar jede Menge Kohle machen können, nur weil sie die Infrastruktur zur Verfügung stellen, die aber kaum jemand zahlend nutzt.
 
Numrollen schrieb:
Sorry aber ich zocke Games die einen sehr guten Modsupport haben. Schon durch MegaUpload sind Gigabyte an Mods verloren gegangen und mussten über 10 Ecken besorgt werden. Sowas nervt...
Da sagst du mal was. So ziemlich alle Mods für Oblivion lagen auf Megaupload. Zum Glück gab es da noch eine Gnadenfrist um seine Daten runterzuladen bevor sie gelöscht wurden.

Ich kann mir auch nicht ganz vorstellen wie Rapidshare die Daten überprüfen soll. Andererseits besteht für mich noch die Frage ob es Strafbar ist die betreffenden Dateien herunterzuladen, weil es notwendig wäre um die Illegalität zu beweisen. Doch wenn der Download auch strafbar ist würden sich die Rechtsanwälten ja ziemlich selbst reinreiten. Im Endeffekt ist nach dem abschalten des Vergütungssystems die Nutzung von Rapidshare als illegaler Handelsplatz sowie so stark zurück gegangen. Man konzentriert sich Aktuell stärker auf Uploaded.to und deren Sitz ist wie der Zufall es so will ebenfalls in Cham.
 
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