40 Hz LED-Bildschirm schädlich für die Augen?

Nico_B

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Hallo.

Ist eine Herzzahl von 40 bei einem LED-Bildschirm schädlich für die Augen? Oder ist das nicht mehr so wie bei den Röhrenbildschirmen?
 

Key³

Lt. Commander
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Ich glaube 40Hz bei Flachbild sind vergleichbar mit 80Hz bei Röhre.
Aber warum 40Hz?
Sollte aber kein Problem sein je nach Anwendung da man 24p Filme ja auch mit 24Hz anschaut.
 

DUNnet

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Schädlich ist da sowieso nichts - höchstens Anstrengend, Temporär!
Wenn Du nach mehreren Stunden konsum mal eine Pause einlegst und keine Kopfschmerzen bekommst ist doch alles gut?
40 Einzelbildaufbauten pro Sekunde reichen aber wie von Sascha erwähnt leicht aus um auch ohne die BlurTricks der Filme flüssig auszusehen und nicht zu überanstrengen.

Dennoch, auch 60Hz oder 120Hz bekommt unser Auge noch als Anstrengung mit, das variiert halt mit der Einwirkdauer und persönlichem Empfinden.


Gruß
 

Wishbringer

Commander
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Die Diskussion um die Bildwiederholfrequenz bei Fernsehern entstammt dem Umstand, dass ein Elektronenstrahl bei den Röhrenfernsehern von oben links in Reihen nach unten rechts gewandert ist, dabei eine fluoreszierende Schicht auf der Röhre zum leuchten brachte, die kurz nachglühte, dann aber wieder schwarz wurde.
Damit bedeutete eine Frequenz von 40 Hz. z.B. dass Du mitbekommen hast, dass das Bild als ganzes 40 mal hell und dunkel wurde und damit sichtbar flackerte.
Damals gab es ergonomische Untersuchungen, dass auch 60 Hz ermüdend sind und erst ab 72/75 Hz ein ermüdungsfreies Arbeiten möglich ist.

Bei LCDs werden die Bildschirmteile nicht mehr dunkel. Der Monitor behält die alten Bildinformationen, bis neue geliefert werden.
Damit sind auch 60Hz nicht mehr ermüdend und selbst 40 Hz sind bei ruhigen Bildern (z.B. Textverarbeitung) absolut problemlos.
Man sieht nur ein tearing, wenn die Bildfrequenz eines Spiels höher ist als die des Monitors, da der Monitor dann irgendwo im Bild schon mit dem neuen Bild anfängt, man also irgendwelche Verschiebungen sieht.
dem kann man aber mit VSync in den Spieleinstellungen begegnen.
 
Zuletzt bearbeitet: (smearing in tearing abgeändert)

Dunkelschwinge

Admiral
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wow, wishbringer, sehr gut erklärt!
 

Saftpresser

Ensign
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Kommt außerdem auf den Davorsitzenden an ;)

Ich war schon bei vielen Halbblinden, die nicht mal das 60Hz-Flimmern bei CRT-Monitoren gemerkt haben. Ich setze mich davor und merke das innerhalb Sekunden

Aber bei LCD gibts das nicht mehr, bei fast unbewegten Bildern sieht man da nichts
 

Ruff_Ryders88

Commodore
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was bringt es eigentlich wenn mein fernseher z.b. 100 HZ beherrscht mein Reciever aber maximal mit 60 HZ ausgibt. Bringen die 100Hz trotzdem etwas?

Ich sehe das nämlich immer bei den Modi meines Recievers

PAL über 720p bis 1080i @ 60 Hz
1080p @ 25Hz

@wishbringer: was du beschreibst nennt sich tearing, nicht smearing.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wishbringer

Commander
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24p (BluRay) und 23.976p (24000/1001) haben bei allen Monitoren mehr oder minder Probleme, da die Monitore kein ganzes Vielfaches dieser Bildwiederholfrequenzen darstellen können.

Es kommt immer zu leichten Rucklern in festgelegten Zeitintervallen für jeweils 1/Frequenz des Monitors, wo der Monitor das gerade aktuelle Bild meist doppelt darstellt. -> je höher die Monitorfrequenz desto weniger feststellbar.

Nur bei Fernsehern mit nativ darstellbaren 24p wird das umgangen, bzw bei den Fernsehern mit 200/400/800fps nicht mehr subjektiv wahrnehmbar.

Beispiel:
24p Film auf 100Hz Monitor. Der Monitor zeigt jeweils 4 Bilder hintereinander das selbe Filmbild an (dann sind es aber zusammen nur 96 Bilder bei einer Sekunde).
Je nach internen Algorithmus werden manche dieser 4 Bilder Blöcke dann auf 5 Bilder Blöcke zeitlich gestreckt. Optimal passiert das hier eben 4 mal alle 24 Bilder (6 Filmbilder = 6*4) in der gesamten Sekunde.

24p Film auf 50Hz Fernseher: 2 Bilder = 1 Filmbild = 1 Eingefügtes Bild alle 24 Bilder = 2 Ruckler pro Sekunde, die aber doppelt solange dauern wie bei den 100Hz Fernseher

24p auf 60Hz: Im Optimalfall wechseln sich hier 2 Bilder pro Filmbild mit 3 Bildern pro Filmbild ab. Dies resultiert in einem leichten wahrnehmbaren Pulsieren (das menschliche Auge registriert die Regelmäßigkeit der Änderungen).

Bei schlechter Implementierung passiert das oben beschriebene Optimalverhalten aber nicht, der Monitor packt die Füllbilder irgendwie hinten dran sobald ein zu großer Zeitunterschied zwischen den einzelnen Frames existiert. Das macht sich dann durch gut wahrnehmbares Ruckeln bemerkbar.


Je nach Player am PC und Monitor wird das durch temporale Interpolation durch die Abspielsoftware umgangen.
 
Zuletzt bearbeitet: (hoffentlich sind jetzt alle typos abgehauen...)

Master468

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was bringt es eigentlich wenn mein fernseher z.b. 100 HZ beherrscht mein Reciever aber maximal mit 60 HZ ausgibt. Bringen die 100Hz trotzdem etwas?
Damit ist nicht die Frequenz der Zuspielung gemeint, sondern interne Schaltungen zur Zwischenbildberechnung. Bei höheren Angaben i.d.R. noch gekoppelt mit Scanning Backlight und/ oder eingefügten Schwarzbildern. Dabei wird das Material natürlich auch nicht streng auf 100Hz gebracht, sondern es hängt vom zugespielten Material ab. Ein typischer Ablauf für ein "100Hz Modell" könnte für die Zuspielung von Filmcontent folgendermaßen aussehen:

1080p60 (3:2) Zuspielung => Cadence Detection => 1080p24 => 1080p48 (ein Zwischenbild pro Filmframe => Ausgabe in 96Hz mit Framedopplung zum Panel

1080p50 (2:2) Zuspielung => Cadence Detection => 1080p25 => 1080p50 (ein Zwischenbild pro Filmframe => Ausgabe in 100Hz mit Framedopplung zum Panel

Nur bei Fernsehern mit nativ darstellbaren 24p wird das umgangen, bzw bei den Fernsehern mit 200/400/800fps nicht mehr subjektiv wahrnehmbar.
TVs haben mit der judderfreien Wiedergabe des Quellmaterials (auch Film von Blu-ray) heute keine Probleme mehr. Auch die optionalen Zwischenbildberechnungen sind entsprechend abgestimmt (da gibt es, s.o. kein fixes Ziel). Anders sieht es bei den Computerbildschirmen aus. Selbst wenn Frequenzen != 60Hz unterstützt werden, wird intern leider oft auf eine fixe Panelfrequenz konvertiert.

Gruß

Denis
 
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