Tommy64 schrieb:
Nach dem Motto: "Das Ding kann ich billiger und besser bauen und anschließend auch SteamOS, also Valves Game-Store selber installieren."
Also ein Marketingstunt mit ab Werk zu schwach / knapp bestückte Hardware nur um Leute zu "das kann ich besser" zu verleiten? Das klingt für mich etwas weit hergeholt.
Zumal man dann absichtlich den Ruf "Valve kann keine vernünftig dimensionierte Hardware bauen" in Kauf genommen hätte.
Ich weis nicht ob sie sich mit dem Teil einen Gefallen getan haben:
Das Steamdeck ist super und bei einem Handheld nehme ich die schwächere Hardware auch in kauf, da dort eh primär Indies und ein paar Lastgen AAA-Spiele laufen.
Bei einer "richtigen" Konsole, auf der die neusten Games der nächsten Jahre in möglichst guter Grafik auf einem großen TV laufen sollen, erscheint mir eine alte RDNA3 GPU mit 8GB VRAM schon als herber Planungsfehler. Mind. 12GB und eigentlich auch direkt RDNA4 hätte es schon sein sollen. Immerhin kommt noch FSR4 Support, das wäre ansonsten direkt der Sargnagel gewesen, wenn man das Teil an einen großen 4K TV anschließt. 512GB SSD-Speicherplatz in der Basisvariante sind für mehrere moderne Games gleichzeitig eigentlich auch wieder zu schwach und ein sinnvolles 1TB Modell als Kompromiss zwischen zu knappen 512GB und deutlich teureren 2TB fehlt auch.
Für mich ist das Teil so leider ziemlich uninteressant, da es trotz hohem Preis direkt einige dicke Kompromisse bei der Hardware mit sich bringt, die auch ein noch so toll optimiertes Linux nicht ausbügeln wird.
Ich habe keinen Einblick in OEM-Preise, aber als Kunde hätte ich, wenn das kleinste Modell eh schon bei >1000€ liegt, eher noch 300€ mehr gezahlt, wenn die Hardware dafür dem entspricht, was man für einen halbwegs "zukunftstauglichen" Gaming-PC für die nächsten Jahre erwarteten würde.